8. Subida a Guayadeque
Was braucht man für ein Radrennen? Ein Rad? Zwei starke Beine? Gegner? Eine 60km Strecke, oder doch nur 40? Jedenfalls keinen Streckenplan, kein Höhenprofil, keine Kilometerangaben, kein GPS und keine Streckenposten, keine gesperrten Straßen und auch keinen Startschuss.
Drei Polizisten auf Motorrädern, ein prüfender Blick vom UCI Kommissar, "und geht's? - zum Herrn Inspektor" - "jo, geht! zum Kommissar" - "dann geht's los zu den Startern". 50 Rennfahrer rollen verhalten los, die Quatschköpfe in den hinteren Reihen und Schwerhörigen werden sich schon denken können, dass das der Start war. Eine Minute später glüht das Feld Vollgas durch den morgendlichen Stoßverkehr in Vecindario. Das Polizeimotorrad gibt die Richtung vor, die Rettung sammelt die ein, die an Autotüren hängen blieben. Das geht so eine Runde oder zwei - egal. Irgendwann geht's dann bergauf ins Tal von Guayadeque, wobei, geht's wirklich bergauf? Was optisch aussieht wie eine Abfahrt, sich anfühlt als würden die Bremsen blockieren sind tatsächlich 9% Steigung mit exponentiellem Wachstum.
Wer nach dem Ziel beim Warten auf die Siegerehrung von keinem Betreuerauto überrollt wird oder noch vor dem Ziel zwischen Betreuerautos stecken bleibt, ist wirklich ein Held! Das eigentliche Rennen beginnt beim gemütlichen Nachhauserollen mit 85 km/h in der 40er Zone vorbei an Reisebussen, Wanderern, Hunden, Eidechsen und der Guardia Civil.
eh - Gran Canaria, 5. April 2008
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NoPain's Race Report
Federacion Insular de Ciclismo de Gran Canaria