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Fotos © by Lars, NoGrain, NoSane, nyx.at
Teilnehmerfotos von allen Teilnehmern findet ihr unter: www.sportograf.com
Teilnehmerfotos von allen Teilnehmern findet ihr unter: www.sportograf.comKuota 12H Kraftwerktrophy 2010
Zum zweiten und vorläufig auch letzten Mal luden die 2RadChaoten am 15. Mai zum 12-Stunden-Bewerb auf die Donauinsel. Wien als Austragungsort eines Langstreckenrennens - das lockte nicht nur Prominente à la Weltcupsieger Roland Garber, Vize-Weltmeisterin Chrissi Soeder oder RAAM-Starter Gerhard Gulewicz. Die Millionenstadt als Kulisse eines Radsport-Events zog auch Weitgereiste wie den Schweizer Simon Ruff, den Briten Stewart Wilson oder die Dänin Malene-Regitze Hansen an. In Summe stellten sich 91 Solofahrer und 47 Dreier-Teams dem außergewöhnlichen Konditionstest vor den Toren der Bundeshauptstadt.
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Video by Gpearl
Dabei hatte es angesichts des Wetterberichts einer gehörigen Portion Optimismus bedurft, um überhaupt an die Durchführbarkeit des seit 2004 an verschiedenen Locations ausgetragenen Langstrecken-Klassikers zu glauben. Von zarten zehn Grad hatten die Prognosen gesprochen, starkem Nordwestwind, und der jederzeitigen Chance auf - fallweise auch intensiven – Regen.
„Das Wetter wird sicher nicht so mies wie es uns der Wetterdienst verklickern möchte“, sprach jedoch OK-Leiter Martin Ganglberger, und tatsächlich: Stündlich besserten sich am Vortag die Aussichten, bis sogar einzelne Nachnenner den Weg zur Nummernausgabe antraten.
„Das Wetter wird sicher nicht so mies wie es uns der Wetterdienst verklickern möchte“, sprach jedoch OK-Leiter Martin Ganglberger, und tatsächlich: Stündlich besserten sich am Vortag die Aussichten, bis sogar einzelne Nachnenner den Weg zur Nummernausgabe antraten.
Insgesamt waren es schließlich 230 Teilnehmer, die sich zu noch nachtschlafender Zeit am Gelände des Cyclodroms zu sammeln begannen. Tapsig ob der frühen Stunde errichteten sie ihre Zelte, wiesen ihre Betreuer ein und besichtigten die 5,6 km lange, flache Runde. Stromkabel wurden verlegt, Generatoren angeworfen, letzte Werbebanner montiert. Krähen und Enten, die das Areal normalerweise für sich alleine haben, beobachteten skeptisch das emsige Treiben. Das Thermometer zitterte sich allmählich über die Zehn-Grad-Marke, aber auch der Wind war schon da.
Die Streckenrekorde von 2009 (Staffel 505 km, Solo 498 km) würden unter diesen verschärften Bedingungen unerreichbar bleiben. Dennoch startete der Großteil des Feldes wie von einer Meute Hunde gehetzt ins Rennen, als pünktlich um acht Uhr der Startschuss fiel.
Die Streckenrekorde von 2009 (Staffel 505 km, Solo 498 km) würden unter diesen verschärften Bedingungen unerreichbar bleiben. Dennoch startete der Großteil des Feldes wie von einer Meute Hunde gehetzt ins Rennen, als pünktlich um acht Uhr der Startschuss fiel.
An der Spitze waren erwartungsgemäß die Staffel-Fahrer ton- und tempoangebend. Unter den Herren-Teams entbrannte von Anfang an ein harter Kampf um die Podestplätze mit permanenten Wechseln zwischen vier Formationen – Andritz, Velo Club Simmering, CML Fincon und Free Eagle.
Allerdings steckte auch die zur Halbzeit auf Rang fünf liegende Maroitalia-Mannschaft nicht auf und legte gegen Ende dermaßen zu, dass sie in den Stockerlkampf eingreifen konnte. Während sich das Team Andritz in der Schlussphase des 86-Runden-Krimis entscheidend nach vorne absetzen konnte, knallten die von hinten heranjagenden Roten ein dermaßen schnelles Finish auf den Asphalt, dass erstens jedes Begleitmoped chancenlos gewesen wäre, und sie zweitens noch den Velo Club Simmering abfingen.
Allerdings steckte auch die zur Halbzeit auf Rang fünf liegende Maroitalia-Mannschaft nicht auf und legte gegen Ende dermaßen zu, dass sie in den Stockerlkampf eingreifen konnte. Während sich das Team Andritz in der Schlussphase des 86-Runden-Krimis entscheidend nach vorne absetzen konnte, knallten die von hinten heranjagenden Roten ein dermaßen schnelles Finish auf den Asphalt, dass erstens jedes Begleitmoped chancenlos gewesen wäre, und sie zweitens noch den Velo Club Simmering abfingen.
Mit Platz 6 und 8 in der Schlussabrechnung beinahe ebenso flott wie die reinen Herren-Staffeln waren die beiden Mixed-Teams der 2RadChaoten. Bis Rennmitte lagen die Kuota-Racer dank ihres internen Machtkampfes sogar auf Podestkurs in der Gesamtwertung, die Mixed-Kategorie gewannen sie schließlich mit 476 bzw. 470,4 absolvierten Kilometern souverän vor den „RollenJunkies“.
Wer früher stirbt, ist länger tot
Mittendrin in dieser kräftezehrenden Mischung aus Fahrertausch und Lückenschluss, Zwischensprint und Aufholjagd: die Solo-Fahrer Herbert Neugebauer und Simon Ruff. Der eine soeben den 12-Stunden-Bewerb in Griffen bei strömendem Regen absolviert, der andere extra aus der Schweiz angereist, schenkten die beiden einander nichts, bis es dem Lokalmatador nach gut acht Stunden gelang, einen Rundenvorsprung herauszufahren.
Für viele andere Teilnehmer hätte zu diesem Zeitpunkt des Rennens schon der bloße Gedanke an eine Tempoverschärfung das sichere Aus bedeutet. Zu schnell gestartet, zu wenig gegessen, zu häufig im Wind gefahren, hatten sie sich vom fremdbestimmten Rhythmus der Anfangsphase längst aufs meditative Dahinrollen verlegt. Andere fuhren gar nicht mehr. Ihre Reserven waren bereits vor Stunden so leergezuzelt wie die Flaschen an ihren Rädern und reichten nicht mehr aus, um sich neu zu motivieren.
Regelmäßig wie Uhrwerke zogen hingegen die Pro-Aid-Staffeln ihre Runden. Das CML Fincon Team feat. Chrissi Soeder konnte aufgrund der starken Mannschaftsleistung die Free Eagle Damen-Staffel immer auf Distanz halten und fuhr einen Start-Ziel-Sieg ein. Bei den Solistinnen gab's mit Stundenrennen-Debütantin Nina Leppe einen respekteinflößenden vierten Platz.
Das Pedalus Test Team belegte mit Solo-Fahrer Manfred Prokop Rang 21. In der Teamwertung erreichte die von playing captain Roland Garber perfekt gecoachte Truppe den hervorragenden 14. Platz. Beide Promis fanden Gefallen an ihrer ungewohnten Rolle und zeigten sich von der Leistungs- und Leidensfähigkeit der Hobby-Fahrer beeindruckt.
Das Pedalus Test Team belegte mit Solo-Fahrer Manfred Prokop Rang 21. In der Teamwertung erreichte die von playing captain Roland Garber perfekt gecoachte Truppe den hervorragenden 14. Platz. Beide Promis fanden Gefallen an ihrer ungewohnten Rolle und zeigten sich von der Leistungs- und Leidensfähigkeit der Hobby-Fahrer beeindruckt.
Unbeirrbar spulten auch die führenden Damen ihre Kilometer ab: Isabell Höller und anfangs auch noch Lisi Hager, beide im gleichen Pulk wie die Dänin Malene-Regitze Hansen, allerdings mit Rundenvorsprung. Nachdem Zweitere jedoch mangels Betreuer alle drei Stunden aus dem „Packl“ ausschwenken musste, um neue Flaschen aufzunehmen, kam es nicht zum erwarteten Show-down der beiden Wienerinnen. Vielmehr deutete nach neun Stunden Fahrzeit alles auf einen unangefochtenen Sieg der Mountainbiker-Pilotin. Lange Zeit auch in der Gesamtwertung auf Platz 14 liegend, hatte sie die Verfolgerin aus dem Norden zu Beginn des letzten Viertels endgültig abgeschüttelt und fühlte sich noch immer fit und frisch.
Erstens kommt es anders …
Dann jedoch kam der Regen, und mit ihm die große Wende in gleich zwei Wertungskategorien. Nur leicht erst, immer heftiger dann, prasselte das Wasser vom Himmel und machte nass-kalte Wickel aus Hosen und Trikots. Dazu weiter fallende Temperaturen und noch heftigerer Wind.
Erstes Opfer dieser unwirtlichen Wendung war Herbert Neugebauer. Der Langzeitführende wurde durch einen – glimpflich verlaufenen – Sturz so aus der Bahn geworfen, dass er, erschöpft und ausgekühlt, aufgab. Somit war der Weg frei für den Vorjahres-Vierten Simon Ruff, der mit 82 Runden verdient vor dem Wiener Wolfgang Haider (81 Rd.) gewann.
Wenig später kam auch für die führende Solo-Dame das Aus. Mit kältebedingten Krämpfen in den Unterarmen musste Isabell Höller eineinhalb Stunden vor Schluss aufgeben. Die Dänin Malene-Regitze Hansen (403,2 km) und 2RadChaotin Lisi Hager (386,4 km) profitierten, für die Siegerin der Herzen blieb als Trostpflaster nur Platz drei.
Drama Nummer drei spielte sich rund um den dritten Podestplatz der Solo-Herren ab. RAAM-Starter Gerhard Gulewicz hatte, wie anfänglich prophezeit, das hohe Tempo der Führenden nicht mitgehen können, sich aber konstant um Position sechs aufgehalten. Die finale Aufholjagd des Oberösterreichers bis Platz drei endete jedoch zwei Runden vor Schluss: Fast gelähmt vor Kälte musste der Extremsportler dem bereits zuvor auf Podestkurs liegenden und verdient zurückgekehrten Bernhard Kornherr Bronze überlassen.
Erstes Opfer dieser unwirtlichen Wendung war Herbert Neugebauer. Der Langzeitführende wurde durch einen – glimpflich verlaufenen – Sturz so aus der Bahn geworfen, dass er, erschöpft und ausgekühlt, aufgab. Somit war der Weg frei für den Vorjahres-Vierten Simon Ruff, der mit 82 Runden verdient vor dem Wiener Wolfgang Haider (81 Rd.) gewann.
Wenig später kam auch für die führende Solo-Dame das Aus. Mit kältebedingten Krämpfen in den Unterarmen musste Isabell Höller eineinhalb Stunden vor Schluss aufgeben. Die Dänin Malene-Regitze Hansen (403,2 km) und 2RadChaotin Lisi Hager (386,4 km) profitierten, für die Siegerin der Herzen blieb als Trostpflaster nur Platz drei.
Drama Nummer drei spielte sich rund um den dritten Podestplatz der Solo-Herren ab. RAAM-Starter Gerhard Gulewicz hatte, wie anfänglich prophezeit, das hohe Tempo der Führenden nicht mitgehen können, sich aber konstant um Position sechs aufgehalten. Die finale Aufholjagd des Oberösterreichers bis Platz drei endete jedoch zwei Runden vor Schluss: Fast gelähmt vor Kälte musste der Extremsportler dem bereits zuvor auf Podestkurs liegenden und verdient zurückgekehrten Bernhard Kornherr Bronze überlassen.
Wir sind Helden
Allerdings waren die Fahrer bei weitem nicht die einzigen, die an diesem Tag süße Qualen litten und heldenhaftes Durchhaltevermögen bewiesen. Genau genommen, offenbarte ein Blick über das Veranstaltungsgelände nichts als Helden. Sie standen in Decken gehüllt hinterm Tischchen der windumtosten Labestation und reichten freundlich lächelnd Brot und Kuchen. Sie hockten halb erfroren am Führungsmoped und hupten den Schnelleren dezent den Weg frei, nicht ohne den Langsameren aufmunternde Worte zuzurufen. Sie spulten mit dem Fahrrad Runde um Runde ab und sammelten den Mist ein, den ihnen ihre rennfahrenden Kollegen vor die Füße warfen. Sie harrten im Start-Ziel-Bereich aus und spendeten Jubelgesten und -töne an alle, die noch Augen und Ohren für das Geschehen am Streckenrand hatten.
Streckenposten mit kalten Zehen, Fotografen mit nassen Füßen, Mechaniker mit klammen Fingern; Rennleiter mit aufkommender Grippe, Moderatoren mit maroden Stimmbändern, Betreuer mit zu kleinen Regenschirmen, Köche mit musikalischer Doppelbelastung - sie alle trugen ihr Scherflein dazu bei, dass diese siebte Auflage der Kuota 12H Kraftwerktrophy wurde, wie sie war: einzigartig, außergewöhnlich, schön.
Und wenn's am schönsten ist, soll man bekanntlich aufhören.
Streckenposten mit kalten Zehen, Fotografen mit nassen Füßen, Mechaniker mit klammen Fingern; Rennleiter mit aufkommender Grippe, Moderatoren mit maroden Stimmbändern, Betreuer mit zu kleinen Regenschirmen, Köche mit musikalischer Doppelbelastung - sie alle trugen ihr Scherflein dazu bei, dass diese siebte Auflage der Kuota 12H Kraftwerktrophy wurde, wie sie war: einzigartig, außergewöhnlich, schön.
Und wenn's am schönsten ist, soll man bekanntlich aufhören.
Ergebnisse 2010 auf Pentek Timing
Teilnehmerfotos auf Sportograf.de


































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