Postet hier eure Kommentare
Es war ein langer und harter Weg für meinen Teamchef und mich. Drei Wochen lang ging ich ihm am Trainingslager jeden Tag am Nerv. Aber selber Schuld, warum erzählt er mir auch, dass er möglicherweise ein Cannondale Flash-Testrad bekommt. Die ersten Daten und Testberichte waren ja schon im Umlauf: unglaubliche 7.550 Gramm, aber ebenso unglaubliche 7.999 Euro …
Ich wollte dieses Bike unbedingt testen und dafür war mir jedes Mittel recht. Schließlich zeigte meine Suderei Erfolg. An einem Freitag im April kam endlich die langersehnte Mail vom Chef: Rad is da.
Voller Euphorie bin ich rein ins Auto und ab ging es nach Wr. Neustadt. Seitdem weiß ich auch, was Vorfreude kostet: 40 Euro für zu schnelles Fahren, 81 statt 70 km/h – irgendwie war‘s das aber wert.
Ich wollte dieses Bike unbedingt testen und dafür war mir jedes Mittel recht. Schließlich zeigte meine Suderei Erfolg. An einem Freitag im April kam endlich die langersehnte Mail vom Chef: Rad is da.
Voller Euphorie bin ich rein ins Auto und ab ging es nach Wr. Neustadt. Seitdem weiß ich auch, was Vorfreude kostet: 40 Euro für zu schnelles Fahren, 81 statt 70 km/h – irgendwie war‘s das aber wert.
Der erste Eindruck
Beim Öffnen des Kartons kam ein wahres Traum-Bike zum Vorschein. Alles ist bis ins letzte Detail durchgestylt. Die Farbgebung mit Schwarz-Weiß-Grün ist wirklich gelungen und wird bist zur letzten Schraube beibehalten.
Die Liste der angeschraubten Teile liest sich wie der Brief an das Christkind der Leichtbau- und Race-Fraktion:
Die Liste der angeschraubten Teile liest sich wie der Brief an das Christkind der Leichtbau- und Race-Fraktion:
- DT-Swiss EXC 1250 Carbon-Laufräder
- Sram XX komplett
- Cannondale SL Hollowgram 2 fach Kurbel
- Lefty Speed Carbon SL 110mm
- uvm.
![]() |
Also nichts wie raus aus dem Karton und zusammenschrauben! Die Montage war eigentlich recht einfach, lediglich beim Vorderrad musste ich mich ein wenig spielen, bis die Bremsscheibe im Sattel war und das Rad festgeschraubt.
Sehr genau und mit reichlich Montagepaste musste auch an der Sattel- und Sattelstützen-Klemmung gearbeitet werden. Einmal hat sich die Sattelneigung verstellt und hielt erst wieder nach viel Paste und peniblem Einhalten des Drehmoments. Seither gab's damit aber keine Probleme mehr.
Kaum zusammengebaut, musste das gute Stück natürlich auf die Waage. Diese zeigte unglaubliche 7.630 Gramm, und das bei einem XL-Rahmen mit Scheibenbremsen und 110 mm Federgabel! Ich glaube fast, mein Rennrad ist schwerer ...
Änderungen für die erste Testfahrt:
Man kann von den Originalreifen (Schwalbe Furious Fred 2.0) halten was man will: Für meinen Einsatzzweck sind sie einfach nicht geeignet. Da beim Flash aber Leichtbau Programm ist, nützte ich gleich das mitgelieferte DT Swiss Tubeless-Kit.
Dieses besteht aus Reifendichtungsmittel, Klebeband, Felgenband und Ventil, und ist mit Hilfe der Bedienungsanleitung leicht zu installieren. Die Reifenwahl fiel auf Vredesteins Black Panther. Die Montage dieser Kombination gelang mir sogar ohne Kompressor, dafür mit ein wenig Unterstützung meiner Freundin.
Sehr genau und mit reichlich Montagepaste musste auch an der Sattel- und Sattelstützen-Klemmung gearbeitet werden. Einmal hat sich die Sattelneigung verstellt und hielt erst wieder nach viel Paste und peniblem Einhalten des Drehmoments. Seither gab's damit aber keine Probleme mehr.
Kaum zusammengebaut, musste das gute Stück natürlich auf die Waage. Diese zeigte unglaubliche 7.630 Gramm, und das bei einem XL-Rahmen mit Scheibenbremsen und 110 mm Federgabel! Ich glaube fast, mein Rennrad ist schwerer ...
Änderungen für die erste Testfahrt:
Man kann von den Originalreifen (Schwalbe Furious Fred 2.0) halten was man will: Für meinen Einsatzzweck sind sie einfach nicht geeignet. Da beim Flash aber Leichtbau Programm ist, nützte ich gleich das mitgelieferte DT Swiss Tubeless-Kit.
Dieses besteht aus Reifendichtungsmittel, Klebeband, Felgenband und Ventil, und ist mit Hilfe der Bedienungsanleitung leicht zu installieren. Die Reifenwahl fiel auf Vredesteins Black Panther. Die Montage dieser Kombination gelang mir sogar ohne Kompressor, dafür mit ein wenig Unterstützung meiner Freundin.
Die Jungfernfahrt
Den ersten Unterschied zum alten Bike merkte ich schon beim Runtertragen des neuen Boliden über die Stiegen - unglaublich leicht! Die ersten gefahrenen Meter legte ich noch eben auf Asphalt zurück und machte gleich die ersten Beschleunigungs-Tests im Wiegetritt. Ergebnis: Rahmen sowie Laufräder fühlen sich sehr steif an, ebenso ist auf der Kurbel kein Flex zu bemerken.
Auf den ersten Metern im Gelände wurde gleich mal die Sram XX getestet*: Die Schaltung funktioniert sowohl an der Kassette als auch an der Kurbel sehr präzise und akkurat. Auf beiden Kettenblättern sind alle zehn Gänge problemlos fahrbar. Dadurch werden die zeitintensiven und defektanfälligen Schaltvorgänge am Umwerfer reduziert. Das Gros der Anstiege, vor allem rund um Wien, kann man komplett am großen Kettenblatt fahren. Umgekehrt funktionieren auch Flachpassagen bis ca. 25 km/h am kleinen Blatt.
* Eine detaillierte Präsentation der Sram XX gibt es im Zuge des Merida 0.Nine-Tests, der in Kürze erscheint
Auf den ersten Metern im Gelände wurde gleich mal die Sram XX getestet*: Die Schaltung funktioniert sowohl an der Kassette als auch an der Kurbel sehr präzise und akkurat. Auf beiden Kettenblättern sind alle zehn Gänge problemlos fahrbar. Dadurch werden die zeitintensiven und defektanfälligen Schaltvorgänge am Umwerfer reduziert. Das Gros der Anstiege, vor allem rund um Wien, kann man komplett am großen Kettenblatt fahren. Umgekehrt funktionieren auch Flachpassagen bis ca. 25 km/h am kleinen Blatt.
* Eine detaillierte Präsentation der Sram XX gibt es im Zuge des Merida 0.Nine-Tests, der in Kürze erscheint
![]() | ![]() | ![]() | ![]() |
Skeptisch war ich, was die Größe der Bremsscheiben betrifft. Serienmäßig ist beim Flash am Hinterrad nur eine 140 mm-Scheibe montiert. Bei den Downhills dieser ersten Testfahrt hatte ich aber keine Probleme, es war immer genügend Bremskraft vorhanden und kein Fading zu bemerken.
Als wirklich genial erwies sich schon während dieser ersten Fahrstunden die Lefty. Mit 110 Millimetern Federweg ohnehin schon mit einem Zentimeter mehr bestückt als die meisten Race-Gabeln, spricht sie mit dem richtigen Setup auch sehr feinfühlig an. Zudem ist das einarmige Technik-Wunderwerk sehr steif, wodurch sich das Vorderrad auch in engen, verwinkelten Trails stets präzise dirigieren lässt.
Bei der Rahmen- und Sattelstützen-Konstruktion hat sich Cannondale viel Mühe gegeben und besonderen Wert auf Komfort gelegt. Im Allgemeinen ist das Bike für ein Hardtail sehr angenehm zu fahren und nicht zu hart. Meiner Meinung nach ist für den ausgezeichneten Komfort aber auch das Tubeless-System und der gewählte Reifendruck von maximal 2.0 Bar verantwortlich. Am Ende ist es immer die Summe aller Teile …
Als wirklich genial erwies sich schon während dieser ersten Fahrstunden die Lefty. Mit 110 Millimetern Federweg ohnehin schon mit einem Zentimeter mehr bestückt als die meisten Race-Gabeln, spricht sie mit dem richtigen Setup auch sehr feinfühlig an. Zudem ist das einarmige Technik-Wunderwerk sehr steif, wodurch sich das Vorderrad auch in engen, verwinkelten Trails stets präzise dirigieren lässt.
Bei der Rahmen- und Sattelstützen-Konstruktion hat sich Cannondale viel Mühe gegeben und besonderen Wert auf Komfort gelegt. Im Allgemeinen ist das Bike für ein Hardtail sehr angenehm zu fahren und nicht zu hart. Meiner Meinung nach ist für den ausgezeichneten Komfort aber auch das Tubeless-System und der gewählte Reifendruck von maximal 2.0 Bar verantwortlich. Am Ende ist es immer die Summe aller Teile …
![]() | ![]() | ![]() |
Bis zum Ende meiner Jungfernfahrt machten sich alle begleitenden Bike-Kollegen über mich lustig. Nach jeder Abfahrt prüfte ich nämlich sämtliche Leichtbauteile – also eh alles.
Insgeheim war ich bei manchen Teilen nicht sicher, ob sie halten würden, zumal ich das Bike in den Abfahrten echt nicht geschont habe. Meine Angst war allerdings unbegründet: Es ist nichts zu Bruch gegangen …
Insgeheim war ich bei manchen Teilen nicht sicher, ob sie halten würden, zumal ich das Bike in den Abfahrten echt nicht geschont habe. Meine Angst war allerdings unbegründet: Es ist nichts zu Bruch gegangen …
![]() | ![]() | ![]() | ![]() |
Fazit nach etwa 500 km
Über den Preis (und damit Sinn) von Luxusgütern kann man freilich immer streiten, aber in diesem Fall ist das Geld wirklich gut angelegt.
Bis auf die Reifen musste ich nichts verändern. Das ewige Nachprüfen hab ich mittlerweile aufgegeben, die Teile halten. Die DT Swiss Laufräder stehen da wie am ersten Tag, die Bremsen halten trotz 140 mm Scheibe noch immer, und die Schaltung flutscht wie am ersten Tag.
In Verbindung mit schnellen Beinen (ok, daran lässt sich zugegeben noch arbeiten) ist das Cannondale Flash Team ein absolut unschlagbares Bike.
Bis auf die Reifen musste ich nichts verändern. Das ewige Nachprüfen hab ich mittlerweile aufgegeben, die Teile halten. Die DT Swiss Laufräder stehen da wie am ersten Tag, die Bremsen halten trotz 140 mm Scheibe noch immer, und die Schaltung flutscht wie am ersten Tag.
In Verbindung mit schnellen Beinen (ok, daran lässt sich zugegeben noch arbeiten) ist das Cannondale Flash Team ein absolut unschlagbares Bike.























Mit Zitat antworten






Lesezeichen