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Sportler verfolgen oft sehr individuelle Ziele: während manche von großen Siegen inmitten der Weltelite träumen, freuen sich andere über persönliche Bestzeiten auf dem Hausberg; für viele stehen schlicht Gesundheit, Spaß und Fitness im Mittelpunkt. Alle von ihnen haben eines gemeinsam: den Wunsch, die im Training erbrachte Leistung bestmöglich zu nutzen. Verschiedene Möglichkeiten, um dieses gemeinsame Ziel zu verwirklichen, sollen in der folgenen Berichtreihe vorgestellt werden.
part 1 TRAINING NACH WATT & SCHWELLENTEST NACH HUNTER ALLEN | part 2 TRAINING MITTELS HRV | part 3 HÖHENKAMMER BEI HOCH-FORM.AT | part 4 TROESTL ATHLETES | part 5 SPORTCOACHING.CC
Hoch wie nie (Story by Max Renko)
Auch wenn es schwer zu glauben sein mag, aber es gibt in Österreich neben Blutbanken und Sportmanagern auch noch legale Wege der Leistungssteigerung: Höhentraining. Die schwierige Steuerung und der im Normalfall große Aufwand haben dazu geführt, dass die Meinung der Sportwelt- und Wissenschaft über Training in natürlicher oder künstlicher Höhe gespalten ist. Die Resultate meines zweiwöchigen Trainingsblocks in der Höhenkammer der Wiener Firma Hoch-Form sprechen allerdings für sich.
Höhentraining kann grundsätzliche in vier Methoden unterteilt werden:
Live High - Train High (LHTH): Das "klassische" Höhentraining am Berg. Allerdings wird der Grüne Berg in Wien dazu kaum ausreichen, denn um überhaupt eine Anpassung des Organismus zu bewirken, bedarf es Höhen zwischen 2.000 und 2.500 m ü.NN. Und weil es dort oben hierzulande auch im Sommer kühl ist und auch selten die passende sportliche Infrastruktur vorhanden ist, bleibt einem nichts anderes über als zu verreisen. Colorado und Flagstaff in den USA sind sehr beliebt, dazu noch St. Moritz, die Pyrenäen, Mexiko und Teile Afrikas. Allen gemein sind hohe Reisekosten und logistische Hürden, zumal die Trainingssteuerung in der Höhe keine leichte ist. Bedingt durch den Sauerstoffmangel sind nämlich weit spürbar niedrigere Trainingsintensitäten möglich. Folglich sollten neben Laktatkontrollen auch regelmäßige Messungen von Kreatinkinase und Ammoniak stattfinden, um Übertraining zu verhindern; die Überwachung durch einen Sportwissenschafter ist ratsam.
Ziel von LHTH ist es, die körpereigene EPO-Produktion anzukurbeln, wodurch mehr rote Blutkörperchen erzeugt und damit die Sauerstoffaufnahme (VO2max) angehoben wird. Nachdem der Körper allerdings bestrebt ist, den Hämatokrit einigermaßen stabil zu halten, darf man zumindest kritisch hinterfragen, wenn ein Athlet 49% Hämatokrit aus der kontrollfreien Abgeschiedenheit entlegender Bergdörfer zurückkehrt.
Live High - Train Low (LHTL): In der Theorie die beste Methode, da es hier ebenfalls zu den gewünschten Anpassungen im Blut kommt (in Studien nahm die VO2max um etwa 3-4% zu, ähnlich wie bei LHTH), die Trainingsintensität jedoch nicht reduziert werden muss.
In der Praxis ist die Durchführung allerdings mitunter schwer und/oder teuer. Bei natürlicher Hypoxie muss täglich zwischen Schlaf- und Trainingsort gependelt werden, zudem empfiehlt die Literatur eine Gesamtaufenthaltsdauer von mindestens 400 h und 12 h täglich. Künstliche Höhe in Form von Höhenzelten/-Räumen ist logistisch einfacher mit dem Training zu kombinieren, allerdings reden wir hier von Anschaffungskosten von EUR 10.000 und mehr. Zudem sind kleinere Zelte zu zweit zu schwül und auch der surrende Generator trägt nicht unbedingt zur Erholung bei. Und zu guter Letzt spricht auch nicht Jeder auf die LHTL-Methode an, wie das Schweizer Bundesamt für Sport herausgefunden hat.
Höhentraining kann grundsätzliche in vier Methoden unterteilt werden:
Live High - Train High (LHTH): Das "klassische" Höhentraining am Berg. Allerdings wird der Grüne Berg in Wien dazu kaum ausreichen, denn um überhaupt eine Anpassung des Organismus zu bewirken, bedarf es Höhen zwischen 2.000 und 2.500 m ü.NN. Und weil es dort oben hierzulande auch im Sommer kühl ist und auch selten die passende sportliche Infrastruktur vorhanden ist, bleibt einem nichts anderes über als zu verreisen. Colorado und Flagstaff in den USA sind sehr beliebt, dazu noch St. Moritz, die Pyrenäen, Mexiko und Teile Afrikas. Allen gemein sind hohe Reisekosten und logistische Hürden, zumal die Trainingssteuerung in der Höhe keine leichte ist. Bedingt durch den Sauerstoffmangel sind nämlich weit spürbar niedrigere Trainingsintensitäten möglich. Folglich sollten neben Laktatkontrollen auch regelmäßige Messungen von Kreatinkinase und Ammoniak stattfinden, um Übertraining zu verhindern; die Überwachung durch einen Sportwissenschafter ist ratsam.
Ziel von LHTH ist es, die körpereigene EPO-Produktion anzukurbeln, wodurch mehr rote Blutkörperchen erzeugt und damit die Sauerstoffaufnahme (VO2max) angehoben wird. Nachdem der Körper allerdings bestrebt ist, den Hämatokrit einigermaßen stabil zu halten, darf man zumindest kritisch hinterfragen, wenn ein Athlet 49% Hämatokrit aus der kontrollfreien Abgeschiedenheit entlegender Bergdörfer zurückkehrt.
Live High - Train Low (LHTL): In der Theorie die beste Methode, da es hier ebenfalls zu den gewünschten Anpassungen im Blut kommt (in Studien nahm die VO2max um etwa 3-4% zu, ähnlich wie bei LHTH), die Trainingsintensität jedoch nicht reduziert werden muss.
In der Praxis ist die Durchführung allerdings mitunter schwer und/oder teuer. Bei natürlicher Hypoxie muss täglich zwischen Schlaf- und Trainingsort gependelt werden, zudem empfiehlt die Literatur eine Gesamtaufenthaltsdauer von mindestens 400 h und 12 h täglich. Künstliche Höhe in Form von Höhenzelten/-Räumen ist logistisch einfacher mit dem Training zu kombinieren, allerdings reden wir hier von Anschaffungskosten von EUR 10.000 und mehr. Zudem sind kleinere Zelte zu zweit zu schwül und auch der surrende Generator trägt nicht unbedingt zur Erholung bei. Und zu guter Letzt spricht auch nicht Jeder auf die LHTL-Methode an, wie das Schweizer Bundesamt für Sport herausgefunden hat.
Live Low - Train High (LLTH): Diese Methode ist auf Grund der notwendigen Höhen jenseits der 3.000 m prädestiniert für die Anwendung in der Höhenkammer (wie bei Hoch-Form) oder mittels Atemmaske, die direkt am Gerät angeschlossen ist. Der Generator macht im Normalfall nichts anderes als ein Luftgemisch mit geringerem Sauerstoffanteil in die Kammer oder Maske zu schicken. Ein anderer Weg ist eine Unterdruckkammer, die den geringeren Sauerstoffanteil eben durch Herabsetzen des Luftdrucks erzeugt. In der DDR beispielsweise gab es dereinst eine riesige unterirdische Anlage, wo diverse Sportarten bei Unterdruck trainiert werden konnten. In Wien gibt es ebenfalls eine solche (kleinere) Kammer, in der allerdings nicht aktiv trainiert werden kann. Zudem ist der Atemwiderstand bei Unterdruck geringer, wodurch die Atemmuskulatur weniger trainiert wird als in der klassischen Höhenkammer.
LLTH setzt nicht wie die anderen Methoden bei der Vermehrung der roten Blutkörperchen an, sondern am Ende der Sauerstoff-Transportkette, auf muskulärer Ebene. Nach etwa 20 bis 30 Minuten Training unter Hypoxie beginnt der Körper vermehrt VEGF (Kapillar-Wachstumfaktor) zu produzieren. Salopp gesagt werden dadurch die Kapillaren, also die kleinen Adern, die den Muskel mit Sauerstoff versorgen, feiner, verzweigter und länger ausgeprägt. Außerdem nehmen die Mitochondrien (die "Kraftwerke der Zellen") in Zahl und Durchmesser zu. Auch die Konzentration von Phosphofruktokinase und Myoglobin nimmt zu, wie Muskelbiopsien beweisen.
Während also LHTH und LHTL also dafür sorgen, dass mehr Sauerstoff im Blut transportiert wird, kommt mit LLTH mehr Sauerstoff in den Zellen an.
LLTH setzt nicht wie die anderen Methoden bei der Vermehrung der roten Blutkörperchen an, sondern am Ende der Sauerstoff-Transportkette, auf muskulärer Ebene. Nach etwa 20 bis 30 Minuten Training unter Hypoxie beginnt der Körper vermehrt VEGF (Kapillar-Wachstumfaktor) zu produzieren. Salopp gesagt werden dadurch die Kapillaren, also die kleinen Adern, die den Muskel mit Sauerstoff versorgen, feiner, verzweigter und länger ausgeprägt. Außerdem nehmen die Mitochondrien (die "Kraftwerke der Zellen") in Zahl und Durchmesser zu. Auch die Konzentration von Phosphofruktokinase und Myoglobin nimmt zu, wie Muskelbiopsien beweisen.
Während also LHTH und LHTL also dafür sorgen, dass mehr Sauerstoff im Blut transportiert wird, kommt mit LLTH mehr Sauerstoff in den Zellen an.
Wenn gleich bei LHTH ebenfalls in der Höhe trainiert wird, tritt die Transportverbesserung nur bei LLTH auf, da weitaus größere Höhen als Reiz benötigt werden. Außerdem hätte man bei derartigen natürlichen Höhen mit anderen Problemen (schlechter Schlaf, niedrige Temperaturen) zu kämpfen. Zum Auslösen der genannten Veränderungen reichen bei LLTH drei härtere Trainingseinheiten mit 30 bis 40 Minuten Dauer aus. In der Praxis wäre das etwa eine zweistündige Einheit mit 2 x 15 min A2 oder 6 x 5 min K3. Alternativ kann auch ein tägliches Training bei geringerer Intensität absolviert werden. Auch im regenerativen Bereich, beim Abnehmen und bei der Verletzungstherapie findet LLTH seine Anwendung, da der Stoffwechsel schneller arbeitet und die Muskulatur tiefer durchdrungen wird.
Die größten Argumente von LLTH sind die einfache Umsetzung (2 h Training in Kammer, danach zurück im Alltag), die risikoarme Anwendung (kein Übertraining durch permanente Kontrolle durch Sportwissenschafter), eine nachhaltige Höhenadaption (für Wettkämpfe in der Höhe genauso wie für Bergsteiger) und die vergleichsweise geringen Kosten. Nachteile gibt es allerdings auch: Das Training in der Kammer ist vor allem im Sommer weniger aufregend als draußen, das Tragen einer Atemmaske als Alternative auf Dauer nicht gerade angenehm. Zudem können technisch komplexe Sportarten wie Ballsportarten nicht gezielt trainiert werden.
Intermittierendes Höhentraining: Hier wird mittels Atemmaske und Generator gearbeitet, in Intervallen von jeweils ca. 5-10 min und ebenso langen Pausen. Da sie vorwiegend im medizinisch therapeutischen Bereich zur Anwendung kommt, wird sie hier nicht näher behandelt.
Die größten Argumente von LLTH sind die einfache Umsetzung (2 h Training in Kammer, danach zurück im Alltag), die risikoarme Anwendung (kein Übertraining durch permanente Kontrolle durch Sportwissenschafter), eine nachhaltige Höhenadaption (für Wettkämpfe in der Höhe genauso wie für Bergsteiger) und die vergleichsweise geringen Kosten. Nachteile gibt es allerdings auch: Das Training in der Kammer ist vor allem im Sommer weniger aufregend als draußen, das Tragen einer Atemmaske als Alternative auf Dauer nicht gerade angenehm. Zudem können technisch komplexe Sportarten wie Ballsportarten nicht gezielt trainiert werden.
Intermittierendes Höhentraining: Hier wird mittels Atemmaske und Generator gearbeitet, in Intervallen von jeweils ca. 5-10 min und ebenso langen Pausen. Da sie vorwiegend im medizinisch therapeutischen Bereich zur Anwendung kommt, wird sie hier nicht näher behandelt.
| „Living low – Training high“: Studie inkl. Trainingsempfehlungen des Schweizer Bundesamts für Sport |
Blog Beitrag - Max in der strengen Kammer
In der Vorbereitung auf die Ironman-WM im Oktober 2009 beschloss ich im August einen zweiwöchigen Höhentrainingsblock bei Hoch-Form im 23. Hieb zu absolvieren. Die Überlegung: 900 Eier kosten auch zwei Wochen auf Malle, nur mit dem Unterschied, dass dort maximal die Strandgäste "high" sind. Höhentrainingslager in Colorado, Kühtai etc. waren finanziell out-of-reach und für's erste Mal auch zu riskant, zumal ich in der Zeit auch Wettkämpfe machen wollte und nicht zu guter Letzt auch mein Trainer Dieter Simon bei Hoch-Form als Sportwissenschafter arbeitet.
Ein erstes Gespräch in der Höhenkammer mit dem Betreiber Herbert Kernreuter verlief interessant, ... mehr
Ein erstes Gespräch in der Höhenkammer mit dem Betreiber Herbert Kernreuter verlief interessant, ... mehr
Story: Max Renko
Fotos: Hoch-form.at
Fotos: Hoch-form.at
Wen's interessiert, es gibt bei Hoch-Form gerade ein Special Offer:
1. "DUO-ANGEBOT" zum Formaufbau: 2 Personen, Anmeldung und Höhentraining gemeinsam, für nur 599,- statt 1.040,- (10 Einheiten als Trainingsblock in 2 aufeinander folgenden Wochen, inkl. sportwissenschaftlicher Betreuung, Preise pro Person)
2. 2 x 5 HOCH-FORM-REIZ: 2 x pro Woche, 5 Wochen lang, statt € 690,- nur € 470,- (2 Einheiten pro Woche in 5 möglichst aufeinander folgenden Wochen, inkl. Einstiegsbetreuung, sportmethodischer Überwachung, Preise pro Person)
3. 10 x HOCH-FORM-REGENERATION: statt € 420,- nur € 240,- (10 Einheiten aktives oder passives Erholen, Termine nach Vereinbarung, inkl. Einstiegsbetreuung, Preise pro Person)
Terminvereinbarungen über www.hoch-form.at
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3. 10 x HOCH-FORM-REGENERATION: statt € 420,- nur € 240,- (10 Einheiten aktives oder passives Erholen, Termine nach Vereinbarung, inkl. Einstiegsbetreuung, Preise pro Person)
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hast du das gelesen? da wird kein generator verkauft oder sowas...

der brändle matthias war zB in der südstadt, da hast ne perfekte infrastruktur
...


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