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Das brandneue KUOTA KULT ist der aerodynamische Nachfolger des KREDO Ultra und kommt in zwei Farbvarianten und 6 Größen. Auch in Bezug auf Preis und Performance ist es zwischen dem KOM und dem KREDO Ultra angesiedelt.
- Superlight Monocoque Carbon Rahmen
- semi-integrierte Sattelstütze "Unique seat post" (sie kann für eine optimale Olympische Tria-Position um 180 Grad gedreht werden)
- neu entwickelter Tretlagerbereich mit BB30 Standard
- superleichte Kuota K30 Carbontretkurbel (by Stronglight) mit 170-175mm Einstellungsbereich
- Carbon-Dropouts aus einem Stück
- integrierte Kabelführung
- nagelneue KR1 Gabel
- sloping Geometrie
- neues Steuerrohr mit KDS (1-1/8" zu 1-1/4" Steuersatz)
Beim "Zusammenbau" des Testrades überzeugte die gewohnt hohe Assemblierungs-Qualität des grazer Importeurs (Lieferung des fast vollständig aufgebauten Rades im Karton). Vorbau auf 130mm tauschen, Lenker gerade drehen, mit dem richtigen Drehmoment anschrauben, fertig. Einzig die Einstellung der Sattelneigung forderte etwas Geschick und Nerven - nachdem ich das System durchschaut hatte, ging es allerdings recht flott.
Erste Fahreindrücke nach 100 Kilometern
Das neue Tretlager (BB30) überzeugt auf den ersten Antritt - ich habe noch nie einen antriebssteiferen Rahmen erlebt, was vermutlich an der Kombination "Rahmendesign - BB30 Tretlager - BB30 Carbonkurbel liegt.
KUOTA K30 (KU-CK30) Kurbel: 2010 bringt KUOTA die von Stronglight produzierte BB30 Kurbel auf den Markt. Die Kurbel wiegt mit kaltgeschmiedeter Spindel, dem patentierten ALS (Adjust Length System), 7075 T6 Alu Kettenblättern und Alu Schrauben nur 640 Gramm. Für den 110mm Lochkreis sind natürlich auch andere Kettenblätter-Kombination bis 53/39 verfügbar, so dass jederzeit zwischen Compact und Heldenkurbel gewechselt werden kann.
REYNOLDS Assault: Stimmig auch die 1.547g leichten Reynolds Assault Laufräder für Drahtreifen und mit 46mm hohen Profilen, integrierten Speichennippel und sehr geschmeidigem Freilauf.
Die neue 2010er SRAM Force Schaltung ist für einen Shimano/Campa gewohnten Radfahrer ein wenig gewöhnungsbedürftig, aber auch dieses System hat man nach kurzer Zeit im Griff.
Zwischenresumé: Es gibt nichts zu meckern. Stellt sich nur die Frage ob für die nächste Saison der 920g leichte KOM Rahmen (M) oder der aerodynamische KULT Rahmen (1160g bei M) geordert werden soll. Hmm...
Kultige 2000 Kilometer
Zu Beginn stand ich dem KULT, wie den meisten "Neuentwicklungen", etwas kritisch gegenüber. Nach einer genaueren Betrachtung erkannte ich aber, dass es sich wirklich um die konsequente Weiterentwicklung des erprobten und bewährten Kredo-Rennrads handelt. So richtig neu sind "nur" die Gabel, der BB30 Tretlagerbereich und das Sattelrohr. Hier haben sich die Entwickler wirklich was überlegt, das durchgehende Sattelrohr sieht sehr stylish aus, zur Säge muss man nur im äußersten Notfall greifen und auch die 180 Grad drehbare Sattelstütze wirkt sehr innovativ.
Rahmen
Doch wer gehört jetzt zur Zielgruppe des KULTs? Meiner Meinung nach kann das minimal höhere Gewicht zum KOM vernachlässigt werden, dafür kommt der KULT Rahmen mit innen liegenden Bowden, einer durchgehenden Sattelstütze und aerodynamischer Gabel und Form.
Fahrer von vielen Kriterien, Rundfahrten und Bergrennen greifen wohl weiterhin zum KOM, während Straßenrennfahrer die vorwiegend in flachem und hügeligem Gefilde unterwegs sind und auch das eine oder andere Zeitfahren bzw. kurzen Triathlon bestreiten möchten, den KULT wählen. In Wahrheit ist es eine Frage des Geschmacks, denn selbst beim Ötztaler ist mir nie wirklich aufgefallen, dass ich nicht am KOM sitze.
+ innen liegende Bowden, extrem steifer Tretlagerbereich, neue Gabel, durchdachtes Sattelrohr mit guter Klemmung, geiles Design, kein Knacken/Knarzen nach 2.000 Kilometern
- etwas schwerer als der KOM (Bauart bedingt), keine BB30 Kurbeln von Shimano/Campa verfügbar (es wird allerdings eine Distanzierungshülse von FSA für Standard-BSA geben)
Die semi-integrierte Sattelstütze "Unique seat post" kann für eine verbesserte Triathlon Position um 180 Grad gedreht werden. An sich eine geniale Idee, die sogar gut aussieht - nur hat der Entwickler scheinbar nie einen Sattel am fertigen Produkt selbst montiert bzw. eingestellt.
Während die "Montage" (= Sattel drauf & anschrauben, Stütze in Sattelrohr & festschrauben) wirklich schnell von der Hand geht, kann man bei der Millimeter-genauen Einstellung des Sattel-Neigungswinkels Schweiß und Blut lassen. Stichwort Sisyphosarbeit: Ich kann es nicht beschreiben, man muss es wohl selbst gemacht haben. Leider lässt sich die vordere Schraube des Drehgelenks weder gut erreichen noch leicht drehen. Hat man dann endlich den richtigen Sattelwinkel erwischt, muss man die hintere Schraube der Stütze sehr vorsichtig festschrauben und darf sich dabei niemals an den Sattel lehnen, da sonst das Drehgelenk mit einem "ratternden" Geräusch verrutscht und man wieder von vorne beginnt.
Hat man die Position gefunden und den Sattel festgeschraubt, gibt es keinerlei Grund zur Beanstandung mehr. Der Sattel ist fest, die Neigung bleibt und es gab während der 2.000 Kilometer kein einziges Knackgeräusch. Die Sattelstütze hält auch ohne Carbonpaste perfekt im Sattelrohr.
+ Sattelstütze um 180 Grad drehbar, kein Sägen notwendig (Wiederverkauf), hält fest und sieht gut aus
- extrem mühevolle Montage sofern Millimeter in der Neigung eine Rolle spielen
Schaltgruppe
Die SRAM Force funktioniert perfekt und begeistert mich immer mehr. Gegenüber einer Ultegra ist sie aufgrund der leichten "RED" Griffe um mehr als 100g leichter und nur minimal teurer. Das System zum rauf- und runterschalten ist nach einer kurzen Umgewöhnungszeit sehr stimmig und es ist auch möglich mehr als maximal 2 Gänge zu schalten (siehe Roadbike Vergleichstest).
+ 100% Funktion, Schaltwerk baut sehr schmal - somit kein Problem mit "extrem breit" eingespeichten LRs, geringes Gewicht, gute Preis/Leistung, sehr starke Bremsen, geiles Design in schwarz/weiß, funktioniert top mit Shimano Freilauf/Ritzel
- angeblich sollen die Original Kettenblätter recht weich sein, davon ist die BB30 Kuota/Stronglight Kurbel weit entfernt, sonst gibt's nichts zu meckern
Laufräder
Die Reynolds Assault Laufräder mit 46mm hohem Profil, 1525g Gesamtgewicht, Reynolds Naben, 20/24 Speichen und DT Revolution/Competition Speichen werden als Universallaufräder angepriesen. Zurecht: die Carbon Bremsflanke gewährleistet ein gleichmäßiges, leises aber sehr hohes Ansprechverhalten und Vibrationen gehören der Vergangenheit an. Die DT Swiss Speichen werden mit innen liegenden Nippeln verbaut und das Laufrad wirkt sehr aerodynamisch und steif.
+ gutes Gewicht trotz Clincher und hohem Profil, kompromisslose Bauweise mit innnen liegenden Nippeln, geschmeidiger Freilauf, 3 Jahres Versicherung = RAP (Reynolds Assurance Program) optional
- laut Hersteller müssen Carbon-Bremsbeläge verwendet werden, Freilauf hinten von Werk aus zu stark gefettet
Bereifung
Ab sofort werden die KUOTA Rennräder mit "KUOTA Kriterium" Reifen ausgeliefert. Dabei handelt es sich um die 2010er Fabrikate des amerikanischen Herstellers Kenda, der in Taiwan fertigt und die Reifen mit "KUOTA" Schriftzug produziert. Der 23mm breite und 200g (+/- 10g) leichte Reifen überzeugt durch eine extrem hohe Bodenhaftung, seinen modernen Pannenschutz ("Iron Cloak") und gute Traktion bei nassen Bedingungen. (Link zum Kenda Katalog)
+ voller Grip von Anfang an, Mischung wirkt sehr "klebrig", tief schwarz, relativ leicht für Erstaustattung, ca. 1.750 Kilometer bisher ohne Probleme
- kein Vredestein Slick ;-)
Bikeboard.at testet das KUOTA Kult
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Impressionen vom KULT white/silver
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Fotos: NoPain & Nene
Impressionen vom KULT white/red
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