Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Wo gibts die meisten Prozente beim Einkaufen?
Supernova
02-07-2003, 16:57
Ich bin ja gerade auf der suche nach meinem Traumbike wie manche vielleicht schon mitbekommen habe!
Ich bin draufgekommen, dass Geschäfte wirklich unterschiedlich Rabatte geben! (in Wien geht net viel mit verhandeln!)
Meine Preisdrückerei brachte mich zu folgenden Angeboten:
z.b. Cannondale Jekyll 700 Listenpreis 2599€ würd ich um 2000€ bekommen und das Giant XTC NRS 2 Listenpreis 2250€ um 1900€
was ist eure Meinung dazu?
ciao
Kauf dir eines davon! :k:
Potschnflicker
02-07-2003, 21:37
Original geschrieben von sanzan2003
Kauf dir eines davon! :k:
Samma einer Meinung. ;)
Will er Rabatte kaufen, oder an Hobel? :D
kauf dir beide und du sparst dir 950€ :D ;)
Jousch.Com
03-07-2003, 05:00
@Potschnflicker: Ich denke schon das man auf Prozente schauen sollte. Ausser man hats, die "Schillinge" in Hülle und Fülle!!!
Tät mich fürs NRS entscheiden.
Es gibt nyx schlimmeres für einen Händler als einen Neukunden, der bevor er noch die Marke des gewünschten Rades und die geplante Bestückung bekanntgibt, nach einem Rabatt fragt :f:
Ich gehe bei Deiner Frage davon aus, dass Du keinen Stammhändler hast, folglich wird es punkto Prozenten bei "unseren" Händlern nicht so einfach werden :rolleyes:
(Wennst aber bei den 2 o.a. Bikes gute Prozente bekommst, wieso schlägst Du nicht zu??? Ein Jekyll um 599 €uro günstiger => sind satte 23% => was willst mehr?)
Leider ist die Preisdrückerei in Österreich nötig. Die Spannen sind absurd, 10% der Normalfall, alles darüber muss man erst verhandeln. In Amerika gibts kaum Verhandlungsspielraum (höchstens noch Pedale dazu), aber die Preise sind deutlich niedriger.
Mir reichts langsam, suche ein Triathlonrad, sehe entscheide mich fürs Cervelo P2K (die Golf Klasse) in den USA um 2000 USD. Denke ich mir 2500 in Ö wäre ok (mit Transport, Zoll und einer höheren Spanne). Bei uns kostet das Ding knapp unter 4000 EUR!!!
Diese Differenz ist nicht gerechtfertigt. Weder durch den Transport (Das Joghurt können wir inzwischen ja auch schon billiger - sowohl Qualität als auch Preis - aus Germanien beziehen) noch durch den kleineren Markt.
Bei den Mountainbikes ist die Situation etwas besser, da es auch europäische Marken gibt. Ich werd mir im nächsten Urlaub das Ding einfach "importieren".
Bei den % muss man halt aufpassen, es gibt Marken die hohe % erlauben (Giant ...) und solche die weniger Spielraum lassen (KTM, ...) da sie bereits knapper kalkuliert wurden.
Ich glaube übrigens, dass die Händler hier einen Fehler machen. Inserate mit knapp kalkulierten Angeboten wecken einfach bei vielen die Lust am neuen Rad ...
Jousch.Com
03-07-2003, 06:46
wieviel prozent bekommt man denn so schnitt für giant???
schaut aus, als ob ganz viel wär'.
Mich kotzt die Feilscherei und Verhandlerei auch an. Aber mit der Vorstellung dass ich für mein Rad das doppelte zahl wie ein anderer kann ich auch nicht leben. Mir wären Fixpreise lieber, aber Wien ist nun einmal der Anfang vom Balkan und die Händler tun Ihr übriges dazu. Überall stehen die Räder zu Listenpreisen in der Auslage, zu diskutieren beginnt man dann aber bei -10%
Aufruf an die Händler: Machts faire Preise, schreibts dazu kein Verhandeln und haltet das durch - aber dann gäbe es vielleicht irgendwann einen Markt statt Freunderlwirtschaft - unvorstellbar. Hier kommt man am besten zu einem fair kalkulierten Radl wenn man wen kennt. Für mich ist das Prinzip jedenfalls für Räder mit voller Händlerspanne (also nicht Versender)
mind. 15% + 1. Service - darüber kauf ich kein Radl (mehr )
Original geschrieben von Potschnflicker
...Will er Rabatte kaufen...-50% aufn 3fachn preis... so fangt ma bauern
Supernova
03-07-2003, 08:28
Original geschrieben von NoLiver
Es gibt nyx schlimmeres für einen Händler als einen Neukunden, der bevor er noch die Marke des gewünschten Rades und die geplante Bestückung bekanntgibt, nach einem Rabatt fragt :f:
Ich gehe bei Deiner Frage davon aus, dass Du keinen Stammhändler hast, folglich wird es punkto Prozenten bei "unseren" Händlern nicht so einfach werden :rolleyes:
(Wennst aber bei den 2 o.a. Bikes gute Prozente bekommst, wieso schlägst Du nicht zu??? Ein Jekyll um 599 €uro günstiger => sind satte 23% => was willst mehr?)
Doch ich hatte einen Stammhändler doch der hat sein Geschäft aufgegeben und ist mit seien Huskys in die Wildnis gezogen! Weiß nicht genau wohin! War ein super Händler!
Und nun muß ich mir einen neuen suchen! Rad weiß ich schon und das andere kauft sich wahrscheinlich ein Freund von mir!
Warum muß man bei euren Händlern schon Stammkunde sein um Prozente zu bekommen? Ich denke ich bin ein treuer Kunde, aber wenn das Anfangsangebot nicht stimmt dann werde ich einfach nicht dort kaufen! Ein paar hundert Euro unterschied ist doch einiges! Und so viel Kohle hab ich auch nicht um einfach so das teurere zu kaufen! Ich mag das verhandln auch nicht so!!!
ciao
Supernova
03-07-2003, 08:31
Original geschrieben von Potschnflicker
Samma einer Meinung. ;)
Will er Rabatte kaufen, oder an Hobel? :D
Klar will ich ein Bike, aber warum soll ich mir ein Bike mit schlechteren Komponenten kaufen, wenn ich bei einem anderen Typen ein besseres Rad zum gleichen Preis bekomme!
Ich kann mir das einfach nicht leisten! Außerdem geht bei mir nicht alles über den Preis! Klar muß der Händler kompetent und sympathisch sein!
ciao
Christoph
03-07-2003, 08:37
Original geschrieben von adal
Aufruf an die Händler: Machts faire Preise, schreibts dazu kein Verhandeln und haltet das durch - aber dann gäbe es vielleicht irgendwann einen Markt statt Freunderlwirtschaft - unvorstellbar. Hier kommt man am besten zu einem fair kalkulierten Radl wenn man wen kennt. Für mich ist das Prinzip jedenfalls für Räder mit voller Händlerspanne (also nicht Versender) Da sieht man, dass Du genau keine Ahnung hast.
Die Spanne ist minimal.
Schuld sind nicht die Händler, sondern die Einkaufspreise.
Wirklich verdienen tut man als kleiner Händler nicht am Verkauf von Fahrrädern, sondern bei Bekleidung und ganz besonders an der Werkstatt.
Wenn Dir ein Händler vom Verkaufspreis 25% nachlässt, so bleiben ihm nichtmal mehr 10% vom ermäßigten Verkaufspreis übrig (zur Deckung seiner Fixkosten).
Das hat nichts mehr mit "fair kalkuliert" zu tun. Sondern ist Ausbeutung.
Wenn Dir das nicht paßt, dann bestell Dein Rad im Internet.
Aber beim Händler um Rabatte zu fragen ist Letzklassig, unter aller Würde, und sollte zu sofortiger standesrechtlicher Erschießung führen!
Jousch.Com
03-07-2003, 08:43
komisch, ich habe aber mehr als 10% bekommen und bin noch am leben!!
@Christoph
> Wenn Dir das nicht paßt, dann bestell Dein Rad im Internet
Ich bin mit meinen Händlern (Brandl, Eybel) sehr zufrieden, der eine (Brandl) kompensiert den Preis durch know-how und Spitzenserivice, der eybel ist einfach spottbillig.
Ich kenn die Händlereinkaufspreise wirklich nicht, bin aber sicher, dass sie höhere Spannen als 35% haben. Wenn nicht frage ich mich warum kein Händler sagt - scheiss auf die Lieferanten, importiere ich aus den US. Denn ein Preisunterschied von bis zu 100% zu US Preisen ist nicht erklärbar und wenn die Firmen das nicht wollen - who cares! Bei Autos ist über die Grauimporte auch der Preisunterschied reduziert worden.
Ich akzeptiere nicht, dass ein Cervelo P2K in den US 2000 USD (retail - also bereits mit der Spanne von der die Händler dort offensichtlich leben und expandieren können) kostet und bei uns fast 4000 EUR. Punktum!
Um den Unterschied kann ich selber in die USA fliegen, das Ding offiziell verzollen und mache immer noch einen Gewinn.
Christoph
03-07-2003, 09:15
Original geschrieben von adal
Ich kenn die Händlereinkaufspreise wirklich nicht, bin aber sicher, dass sie höhere Spannen als 35% haben. Wenn nicht frage ich mich warum kein Händler sagt - scheiss auf die Lieferanten, importiere ich aus den US. Denn ein Preisunterschied von bis zu 100% zu US Preisen ist nicht erklärbar und wenn die Firmen das nicht wollen - who cares! Bitte bei welchem Hersteller gibt es Preisunterschiede von 100%? :f:
Trek, Gary Fisher, Klein, Specialized und andere US-Großserienhersteller haben den Dollarpreis ident mit dem Europreis festgesetzt. Da erspart man sich ca. 10% die der Dollar "schwächer" ist als der Euro.
Und alle Preise die Du üblicherweise im Internet findest sind üblicherweise netto, also ohne VAT.
Aber die MwSt. (VAT) in den USA beträgt nicht 20%, sondern je nach Bundesstaat auf alle Fälle deutlich unter 10% (sind schon mal >10% Preisersparnis nur aus steuerlichen Gründen).
Du sparst Dir also wenn's hoch hergeht 10% wennst in den USA einkaufst.
Wenn Du aber jetzt noch Porto und Zoll dazurechnest, dann kommt Dich das Rad genaugenommen wesentlich teurer als in Österreich.
Sparen kannst Du nur bei amerikanischen Kultmarken in höheren Preisregionen.
Aber nicht bei Rädern von der Stange.
tomolino
03-07-2003, 09:20
Original geschrieben von adal
Ich akzeptiere nicht, dass ein Cervelo P2K in den US 2000 USD (retail - also bereits mit der Spanne von der die Händler dort offensichtlich leben und expandieren können) kostet und bei uns fast 4000 EUR. Punktum!
Um den Unterschied kann ich selber in die USA fliegen, das Ding offiziell verzollen und mache immer noch einen Gewinn.
und warum jammerst du dann herum und fliegst nicht endlich??????...scheint doch alles so easy zu sein und Gewinn machst du auch.........
und zu deinem über alles geliebten spottbilligen Eybl.....mit dem Schrottklumpert, das zu überhöhten Anfangspreisen dann um scheinbar günstigte statt-Preise verkauft wird (siehe Genesis, Wichita und wie der Dreck heißt....), wirst du auf Dauer sicher nicht glücklich werden....aber ich hab das schon richtig verstanden billig kaufen gehst du zum Eybl und herrichten darf dir den Dreck dann derFachhändler mit dem großen Know-How....:s:
und wenn du mir nur einen Händler zeigst, der auf ein Rad 35% Spanne hat, dann sind wir wirklich alle blöd
also, in diesme Sinne guten Flug, saftigen Gewinn und liebe Grüße an alle Händler mit den dicken Porsches und fetten Villen auf den Hügeln über der Stadt, der tom.
@tomolino
Nein, den Renner hab ich vom Brandl und nur den serviciert er, das Genesis (das so schlecht nicht ist und wenigstens vor der Arbeit nicht gestohlen wird) serviciert der eybel.
Wenn ich Dir glauben würde, dass die Spanne (vor Rabatt) max. 35% beträgt, müsst ich einiges zurücknehmen ... ;)
Mein Vorschlag war doch nur, dass man das Bazar System durch Fixpreise ersetzt - oder soll ich eine Umfrage starten wer sein bike (ktm etc) zum Listenpreis gekauft hat?
Christoph
03-07-2003, 09:32
Original geschrieben von adal
Wenn ich Dir glauben würde, dass die Spanne (vor Rabatt) max. 35% beträgt, müsst ich einiges zurücknehmen ... ;) Vom Verkaufspreis bleiben dem Händler bei seiner Hausmarke deutlich unter 35%.
Du darfst nicht vergessen, dass fast 17% vom Verkaufspreis gleich mal ans Finanzamt abgeführt werden.
Das hiesse, dass der Händlereinkauf teurer ist als der amerikanische Einzelhandel. Die Amishops haben aber auch Spannen. Ich glaub das immer noch nicht ...
...und ebenfalls ist nicht zu vergessen, dass ganz österreich mit ca. 7mio natives im vergleich zu amerika eine unbedeutende kleinstadt ist. von den 7mio. ew. biken so ernsthaft wie wir hier gerade mal 1%! das ist aber schon satt kalkuliert!
na und 70.000 radeln von insgesamt ca. 20 versch. marken macht 3500 verkaufte radeln von einer sorte. die teilst dann nochmals auf ca. 20 versch. händler auf....
somit verzockt ein händler 175 radeln von einer marke im jahr.
davon kann er nicht leben! und auch nicht wenn er noch weitere 300 radeln verkauft.
nebenkosten wie löhne, miete, steuern usw. killen einfach.
und einen i-net versand aus disneyland kannst mit nix in europa vergleichen. das sind peanuts!
@soulman
Ernsthaft biken? Von meiner Verwandtschaft hat jeder ein Radl, die meisten 2. Preisklasse ca 700 EUR, wird alle 5 Jahre ca. erneuert. Wieviele km die machen ist doch egal. Alle haben Radln, geht nur darum (hab ma schon in einem anderen Threat diskutiert) denen ein passendes Angebot zu machen.
Aber wenn a bike bei 2000 EUR anfängt ...
angstbremser
03-07-2003, 10:05
beim Preisverhandeln! :devil:
DU bist dann zufrieden, der Händler ist unzufrieden. Brauchst du den Händler wieder, z.B. fürs Service? Wenn ja, überleg mal!
Mein Motto ist da beim Einkaufen, beruflich wie privat: Leben und leben lassen. Händler müssen und sollen auch verdienen, nur das sichert langfristig ihren Bestand, meinen Shop und meinen Ansprechpartner meines Vertrauens.
Wenn du selber Zangler bist, ist's ein bisserl leichter - da bietet bei der Beschaffung v.a. der deutsche umkämpfte Internet-Markt "Schweinepreise". Du hast halt keinen den du persönlich ansprechen kannst, wenn du ein Problem hast.
Billig gute Qualität kaufen, gut beraten werden und gern gesehen werden spielt's halt nicht.
Original geschrieben von soulman
...und ebenfalls ist nicht zu vergessen, dass ganz österreich mit ca. 7mio natives im vergleich zu amerika eine unbedeutende kleinstadt ist. von den 7mio. ew. biken so ernsthaft wie wir hier gerade mal 1%! das ist aber schon satt kalkuliert!
na und 70.000 radeln von insgesamt ca. 20 versch. marken macht 3500 verkaufte radeln von einer sorte. die teilst dann nochmals auf ca. 20 versch. händler auf....
somit verzockt ein händler 175 radeln von einer marke im jahr.
davon kann er nicht leben! und auch nicht wenn er noch weitere 300 radeln verkauft.
nebenkosten wie löhne, miete, steuern usw. killen einfach.
und einen i-net versand aus disneyland kannst mit nix in europa vergleichen. das sind peanuts!
Rechnen wir weiter: 175radeln x 1500€ Durchschnittspreis x 35% = ~92.000€ (~1.265.000öS). Gemäß den Angaben in den vorherigen Beiträgen ist die USt bereits abgeführt - d.h. Nettortrag vor ESt!
Selbst wenn nur halb so viele Räder verkauft werden - der Hauptumsatz läuft ohnedies über Ersatzteile, Zubehör und Reparatur. Hier kann man getrost den nochmals selben Wert hinzurechnen w.o. Mit insgesamt 2,5 Mio. öS Nettoertrag vor ESt können nun doch einige Leute ganz gut leben.
Original geschrieben von angstbremser
Billig gute Qualität kaufen, gut beraten werden und gern gesehen werden spielt's halt nicht.
ahh soo? Ich dachte, mein Händler liebt mich... :l:
Mein Motto ist da beim Einkaufen, beruflich wie privat: Leben und leben lassen. Händler müssen und sollen auch verdienen, nur das sichert langfristig ihren Bestand, meinen Shop und meinen Ansprechpartner meines Vertrauens.
Stimmt schon, aber wer läßt mich, den Käufer, leben? Jeder hat das Recht und die Pflicht, auf sich selbst bzw. seinen Vorteil zu achten.
angstbremser
03-07-2003, 10:25
@Speicherl: mit dieser Summe wird's eng zum Überleben!
Mit Angestellten (AG-Anteile SV, Lohnverrechnung etc.) einem Geschäftslokal (Miete, Kauf , Pacht, variable Kosten) , ein paar Werkzeugen, ein bisserl Werbung, ein bisserl Sponsoring, etc. kommt noch ein Rattenschwanz an zu finanzierenden Kleinigkeiten hinzu.
Der Gewinn vor Einkommensteuer wird lächerlich sein...
angstbremser
03-07-2003, 10:28
Original geschrieben von Speicherl
ahh soo? Ich dachte, mein Händler liebt mich... :l:
Mein Motto ist da beim Einkaufen, beruflich wie privat: Leben und leben lassen. Händler müssen und sollen auch verdienen, nur das sichert langfristig ihren Bestand, meinen Shop und meinen Ansprechpartner meines Vertrauens.
Stimmt schon, aber wer läßt mich, den Käufer, leben? Jeder hat das Recht und die Pflicht, auf sich selbst bzw. seinen Vorteil zu achten. [/QUOTE]
Du hast Recht. Du darfst und sollst für dich selber bestimmen, was DEIN Vorteil ist.
Ich leb recht gut als Käufer mit meiner Art der Grenzziehung.
Und auch meine Geschäftspartner.
Dein Ansatz geht eher in Richtung Nullsummenspiel-Theorie.
Ob's auch eine Pflicht ist?
angstbremser
03-07-2003, 10:31
Original geschrieben von Speicherl
ahh soo? Ich dachte, mein Händler liebt mich... :l:
[
Na ja, den Händler bzw. eigentlich die Händlerin, mit der ich ein so nahes Verhältnis, wie offensichtlich du ( ;) ) aufgebaut hast, hab ich leider noch nicht gefunden.
Nicht bei Bikes... :D
Original geschrieben von angstbremser
Dein Ansatz geht eher in Richtung Nullsummenspiel-Theorie.
:confused: leben und leben lassen gilt für beide Vertragspartner - entweder Kunde und Händler treffen sich in ihren Vorstellungen oder eben nicht. (Ich selbst tendiere eher zum Käufertyp Stammkunde - aber stets nur solange ich das Gefühl habe, daß der Mehrpreis die sonstigen Vorzüge wert ist.)
Ob's auch eine Pflicht ist? [/QUOTE]
also wenn´s nach meiner Frau geht, ja... ;)
SirDogder
03-07-2003, 11:16
Vielleicht läßt es sich doch vereinen, dass DU und der Händler zufrieden ist/bist und du den Händler gerne siehst und gerne gesehen wirst.
Vorschlag: Statt Prozente zu quetschen, wart doch einfach auf den Herbst. Dann gibts alle Bikes um Vieles Billiger. Ohne Stress.
Natürlich wenn man ein bestimmes Modell Jetzt haben will, dann geht das natürlich nicht.
Supernova
03-07-2003, 11:42
Original geschrieben von SirDogder
Vielleicht läßt es sich doch vereinen, dass DU und der Händler zufrieden ist/bist und du den Händler gerne siehst und gerne gesehen wirst.
Vorschlag: Statt Prozente zu quetschen, wart doch einfach auf den Herbst. Dann gibts alle Bikes um Vieles Billiger. Ohne Stress.
Ich denke bis jetzt waren der Händler und ich immer zufrieden, doch leider hat es meinen Händler in die Wildnis Canadas verschlagen! Ich denke wir haben uns gut verstanden ich kaufte oft aber zu einem verhältnismäßig guten Preis ein! Und beim Service da bezahlt man ja auch einiges, was ich auch OK finde!
Wann purzeln den die Preise im Herbst?
ciao
SirDogder
03-07-2003, 11:47
Also im Herbst, wenn die Saison aus ist, da gibts praktisch alles zu genialen Preisen, vor allem weil die Modell ja plötzlich Vorjahresmodell (paradox, oder) geworden sind.
Man muss nur rechtzeitig da sein und sich sein Bike sichern.
Ist aber nicht bei allen so... Genaue Zeit kann man auch nicht sagen ....
Read the signs..
Christoph
03-07-2003, 12:31
@Speicherl:
Du vergißt so Dinge wie Miete fürs Geschäftslokal, Gehälter, Strom, Heizung, Buchhaltung,...
Das muß alles von DEUTLICH WENIGER als 35% des Umsatzes bezahlt werden (ich sag jetzt sicher nicht wieviel Prozent es tatsächlich sind weil ihr Euch sonst ausrechnen könntet wo die Spanne liegt, aber bei 35% hätten viele Händler die in den letzten Jahren pleite gegangen sind weiterbestehen können!).
Und 1500€ sind als Durchschnittspreis zu hoch angesetzt. Die Masse sind immer noch Räder unter 1000€.
@Adal:
Ich hab schon viel in den USA eingekauft (in Cal wo die VAT sogar niedriger ist als in anderen Bundesstaaten).
Das Zeug ist genauso teuer wie bei uns, nur leichter erhältlich.
Ausnahmen sind sauteure Rahmen von Intense, Karpiel, Serotta,...
Du darfst nicht amerikanische Internetversender mit niedergelassenen österreichischen Händlern vergleichen. :s:
Das P2K von Cervelo kostet bei allen niedergelassenen Händlern in den USA 2000 USD. Ich geb gar nicht den Händlern die Schuld , die müssen von etwas leben. Nur ist es phantasielos die Frechheit der Erzeuger an den Kunden weiterzugeben. Sollten die Händler wie Hartlauer ua. direkt importieren.
Die Händler kaufen zu teuer ein und geben diesen Preis an die Kunden weiter (wenn das mit den <35% stimmt).
Original geschrieben von angstbremser
[BMit Angestellten (AG-Anteile SV, Lohnverrechnung etc.) einem Geschäftslokal (Miete, Kauf , Pacht, variable Kosten) , ein paar Werkzeugen, ein bisserl Werbung, ein bisserl Sponsoring, etc. kommt noch ein Rattenschwanz an zu finanzierenden Kleinigkeiten hinzu.
Der Gewinn vor Einkommensteuer wird lächerlich sein... [/B]
Wie lange der in meiner "Milchmädchenrechnung" unberücksichtigte Rattenschwanz an zusätzlichen Kosten ist, hängt von der jeweiligen Situation des Händlers ab. Wäre gut für unser Vorstellungsvermögen, wenn hier ein echter Händler ein Statement dazu abgeben würde...
Original geschrieben von SirDogder
Vorschlag: Statt Prozente zu quetschen, wart doch einfach auf den Herbst. Dann gibts alle Bikes um Vieles Billiger. Ohne Stress.
Das läuft auf das selbe hinaus: ich kaufe solange nicht, bis du mir das Rad ordentlich verbilligt gibst... :rolleyes:
Der Händler muß also durch die Marktsituation gezwungen werden, auf die Kundenvorstellungen einzugehen. Wäre schön, wenn er das aus anderen Gründen von sich aus tun würde.
Original geschrieben von Christoph
Und 1500€ sind als Durchschnittspreis zu hoch angesetzt. Die Masse sind immer noch Räder unter 1000€....
...Das Zeug ist genauso teuer wie bei uns, nur leichter erhältlich.
Kommt auf den Händler, seine Strategie und sein Einzugsgebiet an.
Beispiele für Standardmarken:
Trek Fuel 100: AUT 5200€ in USA 4000$ (3500€)
Trek Fuel 90: AUT 2200€ in USA 1400$ (1200€)
ob mit oder ohne USt ist da auch schon egal.
Christoph
03-07-2003, 13:42
Original geschrieben von Speicherl
Beispiele für Standardmarken:
Trek Fuel 100: AUT 5200€ in USA 4000$ (3500€)
Der EVK (Advertised Retail Price) für die USA ist $4.399,- , der für Europa ist €4.999,-
Wennst jetzt von den €5000,- die deutlich höhere europäische MwSt. abziehst, also vom Endpreis ca. 12%, so kommst Du auf €4400,- die das Rad bei gleichen steuerlichen Rahmenbedingungen wie in den USA kosten würde.
Das ist zwar immer noch etwas mehr als in den USA, aber zwischen uns und denen liegt nunmal ein großer Ozean.
Europäische Teile haben in den USA noch viel größere Aufschläge,
Außerdem muß das Wechselkursrisiko berücksichtigt werden (wenn der Dollar wieder steigt, dann schaut's ja gleich wieder ganz anders aus).
Und wegen den Steuern kannst Dich bestenfalls bei der EU beschweren. Die sind nunmal eine Frechheit.
Wäre gut für unser Vorstellungsvermögen, wenn hier ein echter Händler ein Statement dazu abgeben würde...
Muh :p
Glaubst wirklich ich leg Dir jetzt die Kalkulation offen?
Original geschrieben von Christoph
...ich sag jetzt sicher nicht wieviel Prozent es tatsächlich sind weil ihr Euch sonst ausrechnen könntet wo die Spanne liegt...
Verzeihe, ich bin naiv - was spricht eigentlich dagegen?
Wenn die Spannen gerechtfertigt sind, wird sich ja wohl niemand darüber aufregen, oder? :D
Aber solange Bikes von beispielsweise 4400€ auf 2700€ heruntergehandelt werden können, entsteht ja wohl ein gewisser Argwohn... :rolleyes:
Um deine persönliche Kalkulation geht es natürlich auch nicht. ;)
Original geschrieben von Christoph
Der EVK (Advertised Retail Price) für die USA ist $4.399,- , der für Europa ist €4.999,-
Das bestätigt eigentlich die Aufregung einiger Poster in diesem Thread.
USA: EVK $4399,- > konkretes Angebot: $3999,-
EUR: EVK €4999,- < konkretes Angebot: €5200,-
Christoph
03-07-2003, 14:22
Original geschrieben von Speicherl
Um deine persönliche Kalkulation geht es natürlich auch nicht. ;) Da Du scheinbar der letzte in dem Forum bsit der es nicht weiß:
Ich hab 2 Jahre lang in einem Shop gearbeitet, war für den Einkauf zuständig und hab auch einen guten Einblick in Buchhaltung und Bilanzen gehabt.
Ich rede hier also von Tatsachen.
USA: EVK $4399,- > konkretes Angebot: $3999,-
EUR: EVK €4999,- < konkretes Angebot: €5200,-
Ja, un der US-Händler führt 4% VAT ab, der österreichische Händler 20% USt.
Das heißt, bei gleichem Einkaufspreis und gleicher Gewinnspanne kostet das Rad in Österreich 15% mehr.
Einfach nur so.
Und da kannst dann nicht zum Händler gehen und mit ihm handeln weil er 15% mehr verlangt. Weil das ja das Finanzamt kassiert und nicht er.
Außerdem kriegst das Fuel auch bei uns um 4400€ wennst im Internet suchst. 5200 halt ich für deutlich überteuert.
Und ich hab schon mal geschrieben: wenn ein Händler im Ausverkauf ein Rad um 40% verbilligt hergibt, dann verdient er nichts mehr sondern zahlt sogar drauf. Da geht's nur drum, dass er es loswerden will.
Außerdem kannst Dir ja österreichische Produkte kaufen. Da fallen dann Zoll und Versand weg, und es gibt sie nirgends auf der Welt billiger :p
theBikeMike
03-07-2003, 14:32
Original geschrieben von adal
Ernsthaft biken? Von meiner Verwandtschaft hat jeder ein Radl, die meisten 2. Preisklasse ca 700 EUR, wird alle 5 Jahre ca. erneuert.
Mit 700€-Radl fährt man aber meistens nicht wirklich g'scheit MTB, außer es ist ein Hardtail aus'm Internet.
Von meinen neuwaldeggerischen Freuden hat auch jeder ein Radl, meist auch 700-1200€ und es wird trotzdem nur zum Fahren auf die Marswiese (=Fußballplatz) genutzt.
Ergo verdient der Händler nix mehr dran, da Verschleißteile niemals zu ersetzen sind, kein Zubehör verkauft wird und eigentlich auch die hiesige Werkstatt nicht in Anspruch genommen werden muss.
Und auch wenn lt. Umfragen immer ca. 80% der ÖsterreicherInnen Rad fahren, ist das genausowenig ernsthaftes biken, obwohl die Mehrheit dieser Leute wohl auch Radln um die 500-700€ fährt;)
Zur Preisgestaltung der US-Händler/Marken mal folgende Mail von Cannondale:
------------------------------------------------------------
my apologies for the delay in our response to your question..
now lets see if we can clear up some of the confusion you have regarding USA and European pricing...
the prices vary for some or all of the following reasons:
1) the bike specifications sometimes vary between US and European models (European models are at times spec'd higher making them more expensive)
2) European prices include tax ( 16% in Germany !).. US prices never include tax.
3) European import duties (goods imported to Europe are subject to various taxes, duties, and other special charges by customs departments)
4) the inter company margin charged by Cannondale USA to Cannondale Europe
these are some of the reasons for the difference in price... if you take a look at other products you'll find bicycles are no different..
cars.. there are big differences in prices between cars in Europe and the USA
jeans, a pair of Levi's in Europe is generally more expensive that in the USA.. all for the same reasons as I listed above..
I hope this clears things up a bit for you...
Sincerely,
Customer Service
Cannondale Europe
Mail von CD an Samoth/IBC-Forum
Original geschrieben von Christoph
Außerdem kriegst das Fuel auch bei uns um 4400€ wennst im Internet suchst. 5200 halt ich für deutlich überteuert.
Eben, daher hadern potentielle Stammkunden so sehr mit ihren/unseren Händlern. ;)
Christoph
03-07-2003, 14:44
Original geschrieben von Speicherl
Eben, daher hadern potentielle Stammkunden so sehr mit ihren/unseren Händlern. ;) Es haben sich die Händler auch damit abgefunden, dass die Leute im Internet kaufen.
Aber wie hier schon einige angesprochen habe: mit einem im Internet gekauften Bike darf man dann bei Servicearbeiten oder Problemen keine First-Class Behandlung beim niedergelassenen Händler erwarten.
Es gibt kein kostenloses erstes Service. Es gibt keine kostenlosen Umbauarbeiten für einen passenderen Sattel oder Vorbau.
Es wird nicht alle paar Monate kostenlos das Knacksen im Innenlager behoben.
Wenn der Dämpfer ex geht, wird sich der Händler auch nur halbherzig um die Garantieabwicklung kümmern.
Und wenn man diese "Nebengeräusche" auf 2 Jahre hochrechnet, dann hätte man beim Händler doch günstiger (wenn auch nicht billiger) gekauft.
Das ist wie mit Konten oder Versicherungen. Wenn's einem Online reicht, dann geht's billig. Aber wehe es paßt mal was nicht und man braucht eine persönliche Ansprechperson.
Original geschrieben von theBikeMike
...these are some of the reasons for the difference in price... if you take a look at other products you'll find bicycles are no different..
cars.. there are big differences in prices between cars in Europe and the USA
jeans, a pair of Levi's in Europe is generally more expensive that in the USA.. all for the same reasons as I listed above..
Bei den EVK´s für Bikes dürfte das schon stimmen, aber "a pair of Levi´s" kostet in jedem NewYorker Shop 1/3 unseres Preises... ;)
Christoph
03-07-2003, 14:50
Original geschrieben von Speicherl
Bei den EVK´s für Bikes dürfte das schon stimmen, aber "a pair of Levi´s" kostet in jedem NewYorker Shop 1/3 unseres Preises... ;) 1/3 von den 75€ im teuersten Shop, oder 1/3 von den 40€ im billigsten Shop in Wien? ;)
Ich find das übrigens voll unfair, dass in Ungarn die Hamburger beim Mäci billiger sind als bei uns :(
Ich werd mal die österreichischen McDonald's-Pächter verklagen ;D
Original geschrieben von Christoph
Es haben sich die Händler auch damit abgefunden, dass die Leute im Internet kaufen....
Aber wehe es paßt mal was nicht und man braucht eine persönliche Ansprechperson.
Ich gebe dir völlig recht.
Dennoch ist es halt traurig, daß bei gewissen Händlern höhere als die empfohlenen Verkaufspreise angeschrieben sind. Dort erhältst du letztlich wirklich erst im Abverkauf den wahren Warenwert bzw. empfohlenen EVK.
Ich habe erst kürzlich ein witziges Beispiel gesehen:
LP laut Händlerkatalog: 1500 => Preisschild bei Abverkauf: Statt 1900 nur 1300. Das entspricht wahrscheinlich genau dem EVK.
Original geschrieben von Christoph
1/3 von den 75€ im teuersten Shop, oder 1/3 von den 40€ im billigsten Shop in Wien? ;)
verd..., am 40€-Shop bin ich wohl vorrübergegangen. ;)
Christoph
03-07-2003, 15:03
Original geschrieben von Speicherl
Ich gebe dir völlig recht.
Dennoch ist es halt traurig, daß bei gewissen Händlern höhere als die empfohlenen Verkaufspreise angeschrieben sind. Dort erhältst du letztlich wirklich erst im Abverkauf den wahren Warenwert bzw. empfohlenen EVK. Ja, das ist traurig. Und noch trauriger ist es, wenn Händler die Preise 10% höher anschreiben, nur um dann großzügig 10% Rabatt geben zu können. Was die Kunden als Entgegenkommen sehen (und dann auch bei allen Händlern erwarten). Obwohl sie eigentlich abgezockt werden.
Sowas haut nämlich den ganzen Markt zusammen.
Aber es gibt auch eigenartige Kunden. Meine Favourite wollte mal 3% Barzahlerrabatt auf 1 Paar Bremsbeläge im Wert von 7€. Also 21 Cents. :f:
Original geschrieben von Christoph
Aber es gibt auch eigenartige Kunden. Meine Favourite wollte mal 3% Barzahlerrabatt auf 1 Paar Bremsbeläge im Wert von 7€. Also 21 Cents. :f:
Na ja, wenn man das auf 10 Jahre Belagsverschleiß hochrechnet... :f: hihi, sorry - das ist Verkäuferschicksal ;)