Flo
01-11-2008, 09:56
Diese Woche durfte ich ein ganz besonderes,
durchschnittlich österreichisches Prachtexemplar
kennen lernen. Dazu muss ich jetzt etwas aushohlen....
Begonnen hat es damit, dass ich nun 2 Wochen in einem
außendiestlichen Bereich arbeiten muss. Das beinhaltet
natürlich von früh bis spät mit dem Auto unterwegs zu sein.
Da ich nur sehr kurzzeitig hier arbeite lässt man mich
nicht ans Gaspedal sondern bin eben "nur" Beifahrer.
Vorweg: ich habe kein Problem Beifahrer zu sein, ich muss
nicht dauernd reinquatschen oder Tipps geben, mir ist das
normalerweise völlig egal - solange es nicht kracht....
Wenn man den ganzen Tag zu 2t in einem Azto sitzt
redet man über viele Dinge,...über das was in der Zeitung
steht, über den Verkehr, (über den Tro**** der uns gerade
den Vorrang genommen hat,) etc....
Irgendwann kamen wir zu Thema Radfahrer. :D
Also genauer gesagt zu den "scheiss Radfahrern".
"Diese scheiss Radfahrer schießen immer so schnell
daher, kein Wunder wenn man sie dann überfährt"
Es folgen viele weitere ziemlich doofe Beschimpfungen
über diese "rücksichtslosen Idioten"....
(Ich nahm das zur Kenntnis, habe aber nichts über
meine persöhnliche Einstellung gesagt :D)
Im laufe der Woche zeigte sich aber wer hier wirklich
Nüsse Ahnung von Verkehr, STVO, Rücksicht hatte...
Bei jeder normalen "T-Kreuzung" (Man biegt von einer
Nebenstraße auf eine Hautstraße) wurde ohne mit der
Wimper zu zucken -oder links und rechts zu sehen- das
Auto erstmals mit vollem Karacho auf dem zu Hauptstraße
Parallel verlaufenden Radweg geparkt - um dann nachzusehen
ob nicht vielleicht ein Auto kommt. Ich schwöre - wenn wir je
das Pech gehabt hätten, dass ein Radfahrer am Radweg
unterwegs gewesen wäre - wir hätten in mit voller Wucht
auf die Motorhaube genomen. Und das unzählige Male pro Tag.
Ein weiters massives Problem stellen diese "scheiss Radfahrer"
dar, wenn sie auf einer 5 Meter breiten Straße am rechten Rand
fahren und man sie überhohlen muss. Tja ein rießen Problem....
Nachdem wir (bzw mein Fahrer) 300m hinter dem "deppaten"
mit 20km/h nachgefahren sind, (ohne Gegenverkehr!) hat sich
mein Fahrer nun endlich getraut an diesen Radfahrer
vorbeizufahren. Wir hatten zwar rechts und links meterweise
Platz, aber das war schon eine rießen Herrausforderung.
Und unzähligen nicht besonders netten Bemerkungen über
diese Radfahrer.
Eine Nebenstraße - wir wollen parallel einparken (rechte Seite).
Mein Fahrer bleibt stehen, legt den Rückwärtsgang ein.
Hinter uns ein älters Ehepaar mit Citybikes. Beide schwenken
ganz nach links und fahren mit mörderischen 10km/h an uns
links vorbei -völlig korrekt. Mein ohnehin mit dem parallel
einparken völlig überforderter Fahrer schiebt rückwärts in die
(rießengroße) Parklücke und kommt mit der Motorhaube den
Radfahrern nahe (sag ma mal mindestens noch einen ganzen
Meter Platz). Und sogleich wir wieder auf niedrigster Ebene
losgeschimpft.
Das waren jetzt 3 kurze Auszüge aus einer Woche über die
ich schon ein halbes Buch schreiben könnte. Ich habe eine
Woche lang live miterlebt was für Leute bei uns einen Führerschein
besitzen, wie überfordert das manche mit dem Straßenverkehr
sind bzw wie wenig Ahnung das manche über Verkehrsregeln
haben (vor allem Vorrangregeln etc,...)
Ich kann nun verstehen welche Gedankengänge bei so manchen
hupenden, wild gestikulierenden Autofahrer durch den Kopf
gehen müssen. Und ich habe auch gelernt das ich in Zukunft
gewisse Radwege/-kreuzungen nicht mehr benützen werde. :f:
EDIT: Ich will hier keine Autofahrer vs Radfahrer Diskussion auslösen.
Idioten gibt es überall, egal ob Rad, Auto, Moped, Motorrad oder
Fußgänger. Ich möchte euch einfach einmal den Stand der Dinge
aus der Sicht eines Menschen näher bringen, den wir so oft
auf der Straße treffen, seine Gedankegänge und Handlungen
jedoch meißt nicht nachvollziehen können.
durchschnittlich österreichisches Prachtexemplar
kennen lernen. Dazu muss ich jetzt etwas aushohlen....
Begonnen hat es damit, dass ich nun 2 Wochen in einem
außendiestlichen Bereich arbeiten muss. Das beinhaltet
natürlich von früh bis spät mit dem Auto unterwegs zu sein.
Da ich nur sehr kurzzeitig hier arbeite lässt man mich
nicht ans Gaspedal sondern bin eben "nur" Beifahrer.
Vorweg: ich habe kein Problem Beifahrer zu sein, ich muss
nicht dauernd reinquatschen oder Tipps geben, mir ist das
normalerweise völlig egal - solange es nicht kracht....
Wenn man den ganzen Tag zu 2t in einem Azto sitzt
redet man über viele Dinge,...über das was in der Zeitung
steht, über den Verkehr, (über den Tro**** der uns gerade
den Vorrang genommen hat,) etc....
Irgendwann kamen wir zu Thema Radfahrer. :D
Also genauer gesagt zu den "scheiss Radfahrern".
"Diese scheiss Radfahrer schießen immer so schnell
daher, kein Wunder wenn man sie dann überfährt"
Es folgen viele weitere ziemlich doofe Beschimpfungen
über diese "rücksichtslosen Idioten"....
(Ich nahm das zur Kenntnis, habe aber nichts über
meine persöhnliche Einstellung gesagt :D)
Im laufe der Woche zeigte sich aber wer hier wirklich
Nüsse Ahnung von Verkehr, STVO, Rücksicht hatte...
Bei jeder normalen "T-Kreuzung" (Man biegt von einer
Nebenstraße auf eine Hautstraße) wurde ohne mit der
Wimper zu zucken -oder links und rechts zu sehen- das
Auto erstmals mit vollem Karacho auf dem zu Hauptstraße
Parallel verlaufenden Radweg geparkt - um dann nachzusehen
ob nicht vielleicht ein Auto kommt. Ich schwöre - wenn wir je
das Pech gehabt hätten, dass ein Radfahrer am Radweg
unterwegs gewesen wäre - wir hätten in mit voller Wucht
auf die Motorhaube genomen. Und das unzählige Male pro Tag.
Ein weiters massives Problem stellen diese "scheiss Radfahrer"
dar, wenn sie auf einer 5 Meter breiten Straße am rechten Rand
fahren und man sie überhohlen muss. Tja ein rießen Problem....
Nachdem wir (bzw mein Fahrer) 300m hinter dem "deppaten"
mit 20km/h nachgefahren sind, (ohne Gegenverkehr!) hat sich
mein Fahrer nun endlich getraut an diesen Radfahrer
vorbeizufahren. Wir hatten zwar rechts und links meterweise
Platz, aber das war schon eine rießen Herrausforderung.
Und unzähligen nicht besonders netten Bemerkungen über
diese Radfahrer.
Eine Nebenstraße - wir wollen parallel einparken (rechte Seite).
Mein Fahrer bleibt stehen, legt den Rückwärtsgang ein.
Hinter uns ein älters Ehepaar mit Citybikes. Beide schwenken
ganz nach links und fahren mit mörderischen 10km/h an uns
links vorbei -völlig korrekt. Mein ohnehin mit dem parallel
einparken völlig überforderter Fahrer schiebt rückwärts in die
(rießengroße) Parklücke und kommt mit der Motorhaube den
Radfahrern nahe (sag ma mal mindestens noch einen ganzen
Meter Platz). Und sogleich wir wieder auf niedrigster Ebene
losgeschimpft.
Das waren jetzt 3 kurze Auszüge aus einer Woche über die
ich schon ein halbes Buch schreiben könnte. Ich habe eine
Woche lang live miterlebt was für Leute bei uns einen Führerschein
besitzen, wie überfordert das manche mit dem Straßenverkehr
sind bzw wie wenig Ahnung das manche über Verkehrsregeln
haben (vor allem Vorrangregeln etc,...)
Ich kann nun verstehen welche Gedankengänge bei so manchen
hupenden, wild gestikulierenden Autofahrer durch den Kopf
gehen müssen. Und ich habe auch gelernt das ich in Zukunft
gewisse Radwege/-kreuzungen nicht mehr benützen werde. :f:
EDIT: Ich will hier keine Autofahrer vs Radfahrer Diskussion auslösen.
Idioten gibt es überall, egal ob Rad, Auto, Moped, Motorrad oder
Fußgänger. Ich möchte euch einfach einmal den Stand der Dinge
aus der Sicht eines Menschen näher bringen, den wir so oft
auf der Straße treffen, seine Gedankegänge und Handlungen
jedoch meißt nicht nachvollziehen können.