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holunder
18-06-2003, 22:53
Hallo Leute...

Hat von Euch heute jemand zufällig den Bericht auf ORF 2 (Help TV) bezüglich dem Radunfall ohne Helm gesehen?

Wenn ja, was haltets Ihr davon, von den Tests die da gemacht wurden und so...?


grüsse holunder

NoFully
20-06-2003, 10:10
Von Tests konnte da ja nicht wirklich die Rede sein. Ich denke man wollte mit der Eier- und Melonen-Demo einfach zeigen, welch fatale Auswirkungen es für den Kopf hat, wenn man keinen Helm trägt. Mögliche Knochenbrüche und Kratzer können niemals so schlimm sein, wie wenn das Gehirn bei einem Sturz Schaden nimmt. Ich selbst fahre meine Touren niemals ohne Helm. Da spielen auch hohe Temperaturen keine Rolle – Voraussetzung ist, dass der Helm optimal passt und möglichst viele Luftlöcher hat. In der Stadt bin ich eigentlich nur sehr selten mit dem Bike unterwegs. Im Vergleich zu den MTB-Strecken gibt es im Stadtverkehr noch viel mehr „Gefahrenquellen“. Das wird von den Menschen im Allgemeinen einfach unterschätzt bzw. neigt man dazu zu glauben, dass das einem selbst schon nicht passiert. Ein fataler Irrtum – wie es sich schon öfter mal gezeigt hat…

Loco
20-06-2003, 10:39
Das kann ich nur bestätigen. Der gefährlichste Teil der Tour ist immer die An-/Abfahrt durch die Stadt. Diese Woche bin ich ziemlich viel gefahren und mir ist ca. 5x der Vorrang (Radfahrerüberquerung) in so einer Art genommen worden, das es ohne Bremsung meinerseits zu einem Unfall gekommen wäre. Was mich immer extrem aufregt, ist dass ich mich solchen Stellen sehr bewußt und bremsbereit nähere, was eben ein Kind in der Situation nicht macht.
Deswegen mache ich die Bremsung so (Danke Scheibenbremsen), dass es für den Autofahrer den Anschein hat, es geht sich nicht mehr aus. Dadurch bringe ich sie zum Bremsen, das halbe Auto steht auf der Radfahrerüberquerung (Halteverbot!). Und danach kriegen die von mir einen Megaanschiß. Da helfen mir a) meine laute Stimme b) meine 186cm c) meine85kg. Bis jetzt hat nur einer zurückmotzen wollen, aber das hat er gleich bleiben lassen als ich ihm die Polizei angedroht habe.
Es ist sicher nicht die freundliche Art, aber langsam steht es mir zum Hals, dass ein Teil der Autofahrer die Überquerungen bzw. den Vorrang der Radfahrer dort einfach negiert. Wie gesagt, 200mm Bremsscheiben und aufmerksames Fahren halten mich außer Gefahr, aber ein Kind (oder der 0815-Radfahrer) hat in der gleichen Situation beides nicht.
Ich lebe immer in der Hoffnung, dass zumindest einer oder zwei Autofahrer die ich "ausgebremst" habe in Zukunft ein bisschen besser auf Fußgänger und Radfahrer achten....