NoBody
03-10-2008, 16:23
In der Ausgabe 09/2008 der belgischen Fachzeitschrift "Cyclo Sprint" spricht der UCI-Koordinator für Mountainbike und Cross, Peter van den Abeele, von der Annäherung dieser beiden Radsport-Disziplinen.
Wer Peter van den Abeele, selbst ehemaliger Mountainbiker und Crosser, in den vergangenen Jahren aufmerksam zugehört hat, hat immer wieder mitbekommen, dass der Belgier das Beste aus beiden Sportarten zum gemeinsamen Nutzen vereinen will. Vor allem die von vielen Europäern immer wieder vorgebrachte Forderung nach kürzeren, zuschauer- und fernsehfreundlicheren Kursen im Mountainbike-Sport fiel bei Van den Abeele auf fruchtbaren Boden. "In Übersee stießen wir damals auf viel Gegenwind", berichtete Van den Abeele in dem Interview von Cyclo Sprint, "in Amerika finden sie noch immer, dass Mountainbiker auf sehr lange Rundkurse mit vielen Kilometern Streckenlänge geschickt werden sollen."
Peking-Kurs als Vorbild
Der UCI-Koordinator verweist dabei nicht ganz ohne Stolz auf den Mountainbike-Kurs bei den Olympischen Spielen in Peking vor wenigen Wochen: "Vielleicht fiel es euch nicht auf, aber der MTB-Parcours in Peking war schon eine leichte Annäherung zwischen diesen beiden Disziplinen. Ich wollte keinen Rundkurs mehr von neun Kilometern Länge, sehr wohl aber einen von 4,5 Kilometern." Cross-Kurse sind wiederum nochmals nur halb so lang, zwischen 2,5 und 3,5 Kilometer, und oft auf einem Gelände, das nicht größer ist als ein paar wenige Fußballplätze.
MTB-Sport: Materialdepots kommen vom Cross
Und die Einführung der Materialdepots im Mountainbike-Sport geht auf den Cross-Sport zurück. Noch vor wenigen Jahren mussten die Fahrer ihr Ersatzmaterial selbst beim Rennen mitführen. Gerissene oder verbogene Ketten bedeuteten damals oft das Aus, genauso wie der zweite oder dritte platte Reifen – was besonders ärgerlich war, wenn es einem nach einer Tausende Kilometer langen Anreise in der ersten Runde passierte. "Dass sie selber Reservematerial mitnehmen müssen und die Defekte auch noch selber reparieren müssen, finde ich überhaupt nicht mehr zeitgemäß. Ich werde die Uhr nicht mehr zurückdrehen", sagt van den Abeele mit deutlichen Worten.
Crosser im MTB-Olympiarennen
Nun zeigen immer mehr Sportler, dass es eine erfolgreiche Verbindung zwischen Mountainbikern und Cross-Sport gibt. Während früher der Cross-Sport sich vornehmlich aus Straßensportlern rekrutierte, waren mit dem Italiener Marco Aurelio Fontana (Hardrock MTB Team), Sechster der letzten Cross-WM, und dem belgischen Cross-Weltcup-Gesamtsieger Sven Nys (Landbouwkrediet) immerhin zwei bekannte Crosser und Mountainbiker Teilnehmer an den Olympischen Spielen, und beide finishten dort in den Top-Ten: Fontana als Fünfter, Nys als Neunter.
Denkbar: Eine Offrad-Meisterschaft
Deswegen denkt Van den Abeele darüber nach, seitens des Weltradsportverbandes UCI einen Wettkampf zwischen den Top-Crossern und den Spitzen-Mountainbikern zu organisieren, vielleicht sogar schon 2009. Auf die Frage von "Cyclo Sprint", ob es denn zu einer Art "Offroad-Meisterschaft" kommen könnte, antwortete der Belgier: "Ja, ohne wirklich die beiden Sportarten vereinen zu wollen. Beide werden bestehen bleiben, aber es wird so etwas wie einen Offroad-Meister geben. Der Preisgeldtopf und die Größe des Teilnehmerfeldes werden durch das Budget, das wir dafür auftreiben können, bestimmt werden. In Kürze werde ich die Modalitäten dafür erarbeiten. Irgendwann zwischen Mai und September wird es zwei Läufe geben. An einem Mittwoch werden wir ein Crossrennen, am folgenden Mittwoch ein MTB-Rennen organisieren."
na endlich einer mit guten ideen :klatsch::klatsch:
Wer Peter van den Abeele, selbst ehemaliger Mountainbiker und Crosser, in den vergangenen Jahren aufmerksam zugehört hat, hat immer wieder mitbekommen, dass der Belgier das Beste aus beiden Sportarten zum gemeinsamen Nutzen vereinen will. Vor allem die von vielen Europäern immer wieder vorgebrachte Forderung nach kürzeren, zuschauer- und fernsehfreundlicheren Kursen im Mountainbike-Sport fiel bei Van den Abeele auf fruchtbaren Boden. "In Übersee stießen wir damals auf viel Gegenwind", berichtete Van den Abeele in dem Interview von Cyclo Sprint, "in Amerika finden sie noch immer, dass Mountainbiker auf sehr lange Rundkurse mit vielen Kilometern Streckenlänge geschickt werden sollen."
Peking-Kurs als Vorbild
Der UCI-Koordinator verweist dabei nicht ganz ohne Stolz auf den Mountainbike-Kurs bei den Olympischen Spielen in Peking vor wenigen Wochen: "Vielleicht fiel es euch nicht auf, aber der MTB-Parcours in Peking war schon eine leichte Annäherung zwischen diesen beiden Disziplinen. Ich wollte keinen Rundkurs mehr von neun Kilometern Länge, sehr wohl aber einen von 4,5 Kilometern." Cross-Kurse sind wiederum nochmals nur halb so lang, zwischen 2,5 und 3,5 Kilometer, und oft auf einem Gelände, das nicht größer ist als ein paar wenige Fußballplätze.
MTB-Sport: Materialdepots kommen vom Cross
Und die Einführung der Materialdepots im Mountainbike-Sport geht auf den Cross-Sport zurück. Noch vor wenigen Jahren mussten die Fahrer ihr Ersatzmaterial selbst beim Rennen mitführen. Gerissene oder verbogene Ketten bedeuteten damals oft das Aus, genauso wie der zweite oder dritte platte Reifen – was besonders ärgerlich war, wenn es einem nach einer Tausende Kilometer langen Anreise in der ersten Runde passierte. "Dass sie selber Reservematerial mitnehmen müssen und die Defekte auch noch selber reparieren müssen, finde ich überhaupt nicht mehr zeitgemäß. Ich werde die Uhr nicht mehr zurückdrehen", sagt van den Abeele mit deutlichen Worten.
Crosser im MTB-Olympiarennen
Nun zeigen immer mehr Sportler, dass es eine erfolgreiche Verbindung zwischen Mountainbikern und Cross-Sport gibt. Während früher der Cross-Sport sich vornehmlich aus Straßensportlern rekrutierte, waren mit dem Italiener Marco Aurelio Fontana (Hardrock MTB Team), Sechster der letzten Cross-WM, und dem belgischen Cross-Weltcup-Gesamtsieger Sven Nys (Landbouwkrediet) immerhin zwei bekannte Crosser und Mountainbiker Teilnehmer an den Olympischen Spielen, und beide finishten dort in den Top-Ten: Fontana als Fünfter, Nys als Neunter.
Denkbar: Eine Offrad-Meisterschaft
Deswegen denkt Van den Abeele darüber nach, seitens des Weltradsportverbandes UCI einen Wettkampf zwischen den Top-Crossern und den Spitzen-Mountainbikern zu organisieren, vielleicht sogar schon 2009. Auf die Frage von "Cyclo Sprint", ob es denn zu einer Art "Offroad-Meisterschaft" kommen könnte, antwortete der Belgier: "Ja, ohne wirklich die beiden Sportarten vereinen zu wollen. Beide werden bestehen bleiben, aber es wird so etwas wie einen Offroad-Meister geben. Der Preisgeldtopf und die Größe des Teilnehmerfeldes werden durch das Budget, das wir dafür auftreiben können, bestimmt werden. In Kürze werde ich die Modalitäten dafür erarbeiten. Irgendwann zwischen Mai und September wird es zwei Läufe geben. An einem Mittwoch werden wir ein Crossrennen, am folgenden Mittwoch ein MTB-Rennen organisieren."
na endlich einer mit guten ideen :klatsch::klatsch: