SirDogder
09-05-2003, 11:28
Mountainbiken macht zwar abhängig
... soll sonst aber relativ harmlos sein, so Wiener und schwedische Wissenschafter
Wien - Mountainbiken ist die - nach Koffein - am zweithäufigsten verwendete psychoaktive Droge der Welt. Wiener und schwedische Wissenschafter behaupten jetzt: Die Substanz macht zwar abhängig, ist aber sonst weitgehend harmlos. Die Effekte von Mountainbiken auf Körper und Psyche könnten - je nach Situation - stimulierend oder beruhigend wirken, seien aber so sanft, dass sie wissenschaftlich schwierig zu erfassen sind. Allerdings, so die Fachleute: Ein großer Anteil der Mountainbiker wird auch vom Mountainbiken abhängig. In Europa müssen 39 Prozent der Mountainbiker als abhängig klassifiziert werden, hieß es am Freitag in einer Aussendung.
In der Wiener Klinischen Wochenzeitschrift (2003; 115/5-6) veröffentlichten Univ.-Doz. Ernest Groman, Leiter des Wiener Mountainbike Institutes, und Prof. Karl Fagerström, Pionier der Mountainbikeforschung aus Schweden, neue Daten über Mountainbikeabhängigkeit, ihre Entstehung und Mechanismen.
Die wichtigsten Erkenntnisse daraus:
Anders als die meisten anderen Drogen beeinträchtigt Mountainbiken weder das geistige noch das motorische Leistungsvermögen negativ.
Mountainbiken macht abhängig.
Die Substanz kann jedoch auf einige Körperfunktionen eine leistungssteigernde Wirkung ausüben und sogar stressabbauend wirken.
Mountainbiken selbst ist nicht krebserregend.
Mountainbikenkonsum verursacht keine Herzinfarkte.
Schädigende Substanzen
Laut den Fachleuten nehmen Mountainbiker neben Mountainbiken als schädigende Substanzen vor allem Kohlenmonoxid vorbeifahrender Automobile und eine Vielzahl an potenziell krebserregenden Substanzen auf. Groman und Fagerström ziehen daraus den Schluss, dass die gesetzlichen Bestimmungen für Auspuffgase überdacht werden sollten, um den Menschen risikolosere Formen des Mountainbikenkonsums, als es beim Biken neben Fahrbahnen der Fall ist, zu ermöglichen. Dies gilt vor allem für jene der Mountainbiker, die trotz aller Bemühungen nicht von den Stadtwegen los kommen. Die Forschungsergebnisse werden von Gromann auch auch auf der 6. Deutschen Mountainbiken-Konferenz präsentiert, die am 16. und 17. Mai in Erfurt stattfinden wird. (APA)
... soll sonst aber relativ harmlos sein, so Wiener und schwedische Wissenschafter
Wien - Mountainbiken ist die - nach Koffein - am zweithäufigsten verwendete psychoaktive Droge der Welt. Wiener und schwedische Wissenschafter behaupten jetzt: Die Substanz macht zwar abhängig, ist aber sonst weitgehend harmlos. Die Effekte von Mountainbiken auf Körper und Psyche könnten - je nach Situation - stimulierend oder beruhigend wirken, seien aber so sanft, dass sie wissenschaftlich schwierig zu erfassen sind. Allerdings, so die Fachleute: Ein großer Anteil der Mountainbiker wird auch vom Mountainbiken abhängig. In Europa müssen 39 Prozent der Mountainbiker als abhängig klassifiziert werden, hieß es am Freitag in einer Aussendung.
In der Wiener Klinischen Wochenzeitschrift (2003; 115/5-6) veröffentlichten Univ.-Doz. Ernest Groman, Leiter des Wiener Mountainbike Institutes, und Prof. Karl Fagerström, Pionier der Mountainbikeforschung aus Schweden, neue Daten über Mountainbikeabhängigkeit, ihre Entstehung und Mechanismen.
Die wichtigsten Erkenntnisse daraus:
Anders als die meisten anderen Drogen beeinträchtigt Mountainbiken weder das geistige noch das motorische Leistungsvermögen negativ.
Mountainbiken macht abhängig.
Die Substanz kann jedoch auf einige Körperfunktionen eine leistungssteigernde Wirkung ausüben und sogar stressabbauend wirken.
Mountainbiken selbst ist nicht krebserregend.
Mountainbikenkonsum verursacht keine Herzinfarkte.
Schädigende Substanzen
Laut den Fachleuten nehmen Mountainbiker neben Mountainbiken als schädigende Substanzen vor allem Kohlenmonoxid vorbeifahrender Automobile und eine Vielzahl an potenziell krebserregenden Substanzen auf. Groman und Fagerström ziehen daraus den Schluss, dass die gesetzlichen Bestimmungen für Auspuffgase überdacht werden sollten, um den Menschen risikolosere Formen des Mountainbikenkonsums, als es beim Biken neben Fahrbahnen der Fall ist, zu ermöglichen. Dies gilt vor allem für jene der Mountainbiker, die trotz aller Bemühungen nicht von den Stadtwegen los kommen. Die Forschungsergebnisse werden von Gromann auch auch auf der 6. Deutschen Mountainbiken-Konferenz präsentiert, die am 16. und 17. Mai in Erfurt stattfinden wird. (APA)