SirDogder
30-04-2003, 11:41
Nach wie vor ist die Walpurgisnacht, die Nacht vom 30. April auf den 1. Mai, DIE Hexennacht, der wichtigste Sabbat (neben Lichtmess, Lammas und Halloween) der heutigen Hexen, bewussten Frauen und Feministinnen. Zu diesem "sabbat", maur. zabat ("Gelegenheit zur Macht"), reiten nach dem Volksglauben die Hexen zum Blocksberg.
Austreibung durch Christianisierung
Der Name Walpurgis stammt von einer heidnischen Göttin, wahrscheinlich Waltpurc (später mit der Endung -is lateinisiert), die ursprünglich als Maikönigin im Kult des hieros gamos zu Frühlingsbeginn in einem orgiastischen Fest verehrt worden ist. Der Walpurgis-Kult war vor allem in den deutschsprachigen Ländern verbreitet und der Kirche - so wie alle frauendominierten heidnischen Feste - ein gewaltiger Dorn im Auge, den sie nicht imstande war, auszutreiben.
Daher sahen sich die Kirchenväter genötigt, eine skurille Heiligsprechung vorzunehmen: für eine Person, deren Existenz nirgends beweisbar ist. Denn der Legende zufolge war die Heilige Walpurga/Walpurgis eine angelsächsische Äbtissin, die im 8. Jahrhundert das Doppelkloster Heidenheim geleitet haben soll, "aber es gibt keinerlei zeitgenössische Berichte über die Lebens- und Amtszeit dieser 'Äbtissin'". (Barbara Walker)
Symbol des Maibaums
Der sogenannte Maibaum, der bis heute auf allen Dorfplätzen Österreichs und Deutschlands in der Nacht vor dem 1. Mai aufgestellt wird, war ursprünglich ein heidnisches Symbol für den Phallus des Maikönigs (Pendant zur Maikönigin Walpurgis). Errichtet wurde der Baum bei den Beltane-Feiern (Walpurgisnacht) als Festzeichen des Frühlings-/Erwachens. Die Schnüre, die beim Tanz um den Maibaum um denselben gebunden wurden, symbolisierten die sexuelle Vereinigung der Geschlechter. Das entstandene Geflecht stand für Fruchtbarkeit und Wachstum. Rein männlich-phallische Bedeutung erhielt der Maibaum erst mit der Christianisierung - als Hingabe und Anbetung des männlichen Prinzips, mit der die alten Feiern der weiblichen Sexualität verdrängt werden sollten. Speziell im 13. Jahrhundert trugen Priester überdimensionale Abbildungen männlicher Penisse auf Pfählen bei Maibaumprozessionen herum.
Austreibung durch Christianisierung
Der Name Walpurgis stammt von einer heidnischen Göttin, wahrscheinlich Waltpurc (später mit der Endung -is lateinisiert), die ursprünglich als Maikönigin im Kult des hieros gamos zu Frühlingsbeginn in einem orgiastischen Fest verehrt worden ist. Der Walpurgis-Kult war vor allem in den deutschsprachigen Ländern verbreitet und der Kirche - so wie alle frauendominierten heidnischen Feste - ein gewaltiger Dorn im Auge, den sie nicht imstande war, auszutreiben.
Daher sahen sich die Kirchenväter genötigt, eine skurille Heiligsprechung vorzunehmen: für eine Person, deren Existenz nirgends beweisbar ist. Denn der Legende zufolge war die Heilige Walpurga/Walpurgis eine angelsächsische Äbtissin, die im 8. Jahrhundert das Doppelkloster Heidenheim geleitet haben soll, "aber es gibt keinerlei zeitgenössische Berichte über die Lebens- und Amtszeit dieser 'Äbtissin'". (Barbara Walker)
Symbol des Maibaums
Der sogenannte Maibaum, der bis heute auf allen Dorfplätzen Österreichs und Deutschlands in der Nacht vor dem 1. Mai aufgestellt wird, war ursprünglich ein heidnisches Symbol für den Phallus des Maikönigs (Pendant zur Maikönigin Walpurgis). Errichtet wurde der Baum bei den Beltane-Feiern (Walpurgisnacht) als Festzeichen des Frühlings-/Erwachens. Die Schnüre, die beim Tanz um den Maibaum um denselben gebunden wurden, symbolisierten die sexuelle Vereinigung der Geschlechter. Das entstandene Geflecht stand für Fruchtbarkeit und Wachstum. Rein männlich-phallische Bedeutung erhielt der Maibaum erst mit der Christianisierung - als Hingabe und Anbetung des männlichen Prinzips, mit der die alten Feiern der weiblichen Sexualität verdrängt werden sollten. Speziell im 13. Jahrhundert trugen Priester überdimensionale Abbildungen männlicher Penisse auf Pfählen bei Maibaumprozessionen herum.