Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Kunstschnee bei Plusgraden - Muss das sein?
Ich find es ziemlich abartig wieviel Energie und Wasser für die Wintersportindustrie verschwendet wird. Als würden Schneekanonen nicht schon genug Ressourcen vernichten.
http://tirol.orf.at/stories/233567/
ElSpecko
06-11-2007, 08:52
alle wundern sich dass der Energieverbrauch steigt, aber keiner denkt bei solchen Aktionen vorher ein bisserl nach:mad:
Andretti
06-11-2007, 09:33
Da spricht keiner von der Umweltbelastung oder den Folgen fürs Klima :mad::mad::mad:
schnee muss generell nicht sein - und dass man das zeug auch noch künstlich herstellt, ist abartig. ich finds auch interessant, dass die schneekanonen bei der klimathematik nicht angeschnitten werden. wird doch nicht am geld liegen, dass sich im wintertourismus verdienen lässt? :rolleyes::f::k:
GO EXECUTE
06-11-2007, 10:40
wird doch nicht am geld liegen, dass sich im wintertourismus verdienen lässt? :rolleyes::f::k:Naaa, wie kommst den auf so was. :rolleyes: :D
schnee muss generell nicht sein - und dass man das zeug auch noch künstlich herstellt, ist abartig. ich finds auch interessant, dass die schneekanonen bei der klimathematik nicht angeschnitten werden. wird doch nicht am geld liegen, dass sich im wintertourismus verdienen lässt? :rolleyes::f::k:
es geht doch nie ums geld...:rolleyes:
... wird doch nicht am geld liegen, dass sich im wintertourismus verdienen lässt? ...
ein großer teil österreichs ist im winter vom schnee abhängig.
dass schon seit jahren mit kanonen schnee erzeugt werden muss,
liegt an uns allen, wenn man der seriösen wissenschaft glauben
schenkt. also seid bitte nicht so scheinheilig und verurteilt jetzt
die energieverschwendung... ;)
CU,
HAL9000
Ich glaube man darf die Skiindustrie nicht unterschätzen, ist es doch der größte Tourismuszweig in Österreich. Kein Schnee --> keine Touristen kein Geld.....
Was den wasserverbrauch betrifft kann man sagen, dass eigentlich kein Wasser verschwendet wird, da ja auch der Kunstschnee im Sommer sch,ilzt und wieder ins Grundwasser zürückkehrt, es ist sozusagen ein Kreislauf.
Die Energie beim Strom geht natürlcuh verloren, hier wäre es sinnvoll wenn man etwas einsparen könnte....
Aber solange der Strom mit Hilfe von Wasserkraftwerken, Sonnen- und Windenergie erzeugt wird ist er auch nicht wirklich umweltschädlich.
Allerdings müssen wir uns hier sicherlich für die Zukunft was einfallen lassen, um die Umwelt bei der Stromindustrie nicht weiter zu schädigen!!!
Also Aufruf an alle Techniker: Lasst euch schnell was einfallen!!!;)
mfG Chricke
mkuess24
06-11-2007, 12:00
Der Schisport ist in den letzten Jahren immer mehr zum Lotteriespiel geworden, dass man nicht mehr eine oder zwei Saisonen vorausplanen kann. Die einzig schneesichere Destination in Kärnten sin das Nassfeld und der Mölltaler Gletscher.
Ich denke mir halt, dass es in Regionen wie dem Pitztal nicht notwendig ist, solche Anlagen zu errichten.
lg michi :cool:
Das ist alles ganz einfach. Die Leute haben sich bis jetzt mit den Touristen deppat verdiehnt und wollten es einfach nicht wahr haben, dass diese Zeit bald um ist.
Und wer kann es ihnen verdenken, anscheinend verdiednen sie immer noch mehr als genug damit, sonst würde sich das ganze nicht rentieren.
Letztes Jahr haben viele geraunz, sie hätten sich die Schi zerstört, weil so wenig Schnee gelegen ist. Aber - wenn kein Schnee liegt, geh ich auch nicht Schifahren. Und aufgrund der unverschämt hohen Preise fahr ich schon seit drei Jahren keine Schi oder Snowboard mehr, ich kann mir auch anders die Zeit vertreiben.
Aber zurück zu den Schneekanonen, die Regionen sollten sich bald umstellen, weg vom Schitourismus, denn in naher Zukunft wird der Schnee in den Alpen fast ganz verschwinden. Und zum Stromverbrauch, das ist wirklich eine Frechheit!
http://www.technoalpin.com/smartedit/images/news/newskaibling.jpg
Ehrlich gesagt: Ich freu mich schon auf´s Skifahren. Ob der Schnee jetzt künstlich is, is mir egal.
Nicht die Schneekanonen sind schuld, sondern die Stromerzeugung. Da muss man also weiter verbessern - und zwar nicht nur für Schneekanonen.
Das ist alles ganz einfach. Die Leute haben sich bis jetzt mit den Touristen deppat verdiehnt und wollten es einfach nicht wahr haben, dass diese Zeit bald um ist.
Und wer kann es ihnen verdenken, anscheinend verdiednen sie immer noch mehr als genug damit, sonst würde sich das ganze nicht rentieren.
Letztes Jahr haben viele geraunz, sie hätten sich die Schi zerstört, weil so wenig Schnee gelegen ist. Aber - wenn kein Schnee liegt, geh ich auch nicht Schifahren. Und aufgrund der unverschämt hohen Preise fahr ich schon seit drei Jahren keine Schi oder Snowboard mehr, ich kann mir auch anders die Zeit vertreiben.
Aber zurück zu den Schneekanonen, die Regionen sollten sich bald umstellen, weg vom Schitourismus, denn in naher Zukunft wird der Schnee in den Alpen fast ganz verschwinden. Und zum Stromverbrauch, das ist wirklich eine Frechheit!
Genau! Weg mit den Schipisten - Her mit den Bikeparks!!!
polemik-modus off
Nicht die Schneekanonen sind schuld, sondern die Stromerzeugung.
sorry, aber so einen schwachsinn hab ich schon ewig nimmer gehört.
FloImSchnee
06-11-2007, 12:58
1. Ich bin heilfroh, dass Schneekanonen eingesetzt werden.
2. Die Jammerei, dass die Ticketpreise unverschämt seien, kann ich nicht nachvollziehen. Ich bezweifle, dass sich früher „jeder“ leisten konnte, x-mal pro Winter mit der ganzen Familie Ski fahren zu gehen. Klar, dass es sich auch jetzt nicht „jeder“ leisten kann/will.
(ich gestehe aber zu, dass das Liftanlagen-Wettrüsten teilweise sinnlos ist u. somit sinnlos Kosten verursacht. Beheizbare Sesselliftsitze halte ich bspw. für kolossalen Schwachsinn.)
3. Ohne selbst Zahlen zu haben: ich glaube nicht, dass das bisserl Strom, das für die Schneekanonen verbraucht wird, eine klimatechnische Relevanz hat.
3. Ohne selbst Zahlen zu haben: ich glaube nicht, dass das bisserl Strom, das für die Schneekanonen verbraucht wird, eine klimatechnische Relevanz hat.
dem muss ich als verfechter der erneurbare energien widersprechen.
jede art von energie (strom) die aus nicht regenerativen energiequellen gewonnen wird, hat klimarelevante auswirkungen!
aber dies ist ein anderes thema...
MalcolmX
06-11-2007, 13:29
nur wird in österreich ohnehin ein großteil des elektrischen stroms mittels wasserkraft bereitgestellt.
ich finde, schneekanonen ja, aber nicht um jeden preis.
hab leider keine ahnung was das so ausmacht an stromverbrauch.
was mich persönlich ein bisserl nachdenklich stimmt, ist der massive einsatz von chemikalien bei der kunstschneeerzeugung... die auswirkungen auf die umwelt sind mWn nicht wirklich geklärt.
und auch wenn es in österreich viel wasser gibt, fehlt es doch in folge in den bächen und flüssen, wo unter umständen zb dann die wasserpegel zu gering werden, damit fische noch schwimmern können etc
was mich persönlich ein bisserl nachdenklich stimmt, ist der massive einsatz von chemikalien bei der kunstschneeerzeugung... die auswirkungen auf die umwelt sind mWn nicht wirklich geklärt.
angeblich sieht man diese auswirkungen in italien am besten. skihänge im sommer bestehen dort zu einem großteil aus steinen, da durch den chemiklieneinsatz es zu keiner vegetation mehr kommt. stimmt das?
und auch wenn es in österreich viel wasser gibt, fehlt es doch in folge in den bächen und flüssen, wo unter umständen zb dann die wasserpegel zu gering werden, damit fische noch schwimmern können etc
sind dann die nachhaltigen auswirkungen der ganzen geschichte...
es kommt zwar zu einem geschlossenen kreislauf, nur handelt es sich hierbei um einen geschlossenen-verschobenen kreislauf. es wird an punkt x entzogen und bei punkt y wieder zugeführt. somit fehlt es bei punkt x, so wie du es beschrieben hast :toll:
MalcolmX
06-11-2007, 13:43
tja, soweit kann ein herr schröcksnadel (herr über diverse skigebiete) und wie sie alle heissen, natürlich ned denken...
(da fällt mir grad der präpotente beppo mauharter ein, der allen ernstes in der diskussionrunde im orf letztens die schädlichkeit von passivrauchen angezweifelt hat:rolleyes:)
tja, soweit kann ein herr schröcksnadel (herr über diverse skigebiete) und wie sie alle heissen, natürlich ned denken...
(da fällt mir grad der präpotente beppo mauharter ein, der allen ernstes in der diskussionrunde im orf letztens die schädlichkeit von passivrauchen angezweifelt hat:rolleyes:)
schon traurig das niemand über den rand des tellers hinausblickt
zu passivrauchen: war erst eine super tabelle in der zeitung, entweder wars der standard oder kurier. bei solchen, schon bestätigten fakten, solche aussagen zu treffen ist a bissal :s:
FloImSchnee
06-11-2007, 13:55
angeblich sieht man diese auswirkungen in italien am besten. skihänge im sommer bestehen dort zu einem großteil aus steinen, da durch den chemiklieneinsatz es zu keiner vegetation mehr kommt. stimmt das?Das war schon immer auf vielen Skipisten so.
Z.B. auch in Bad Ischl auf d. Katrin, wo nicht sonderlich viel Kunstschnee eingesetzt wird, Chemikalien schon gar net.
was mich persönlich ein bisserl nachdenklich stimmt, ist der massive einsatz von chemikalien bei der kunstschneeerzeugung... die auswirkungen auf die umwelt sind mWn nicht wirklich geklärt.
Der Bericht, auf den das Eingangsposting verweist, geht aber um eine Maschine, die Schnee ohne Chemie erzeugt. Demnach eigentlich ein Segen für die Umwelt.
Wäre halt toll, wenn die Schneeerzeuger dazu verpflichtet wären, die dafür notwendige Energie aus Solarzellen zu erzeugen, die beispielsweise auf den Lifthäuschen angebracht und von den Liftbetreibern finanziert wären.
Dann würden sich Umweltschutz und Schitourismus ein wenig annähern.
Wäre halt toll, wenn die Schneeerzeuger dazu verpflichtet wären, die dafür notwendige Energie aus Solarzellen zu erzeugen, die beispielsweise auf den Lifthäuschen angebracht und von den Liftbetreibern finanziert wären.
gute idee und auch optimale einstrahlungsbedingungen
FloImSchnee
06-11-2007, 14:20
die dafür notwendige Energie aus Solarzellen zu erzeugen, die beispielsweise auf den Lifthäuschen angebracht und von den Liftbetreibern finanziert wären.
Dann würden sich Umweltschutz und Schitourismus ein wenig annähern.Ich weiß nicht, ob es immer noch zutrifft, aber zumindest bis vor ein paar Jahren war die Energiebilanz von Photovoltaikzellen alles andere als berauschend. D.h. bei Erzeugung/Anlieferung/Montage usw. wurde annähernd gleich viel Energie verbraucht, wie die Zellen dann über ihre Lebensdauer (das Zeug hält mW bloß 15-20 Jahre) in unseren Breiten abwerfen.
Auszahlen tut sich der private Einsatz von Photovoltaikzellen mW nach wie vor nur in Gebieten, wo sie massiv gefördert werden, wie z.B. in Bayern. (dort gibt’s z.B. Überschussabnahmeverträge mit Laufzeiten von 30 Jahren zu erstaunlichen hohen kWh-Preisen)
Fazit: Photovoltaik wirkt zwar supercool und superökologisch, ist es aber (mW – weiß nicht, ob das 2007 immer noch so stimmt) in der Gesamtbetrachtung nicht wirklich…
Ich weiß nicht, ob es immer noch zutrifft, aber zumindest bis vor ein paar Jahren war die Energiebilanz von Photovoltaikzellen alles andere als berauschend. D.h. bei Erzeugung/Anlieferung/Montage usw. wurde annähernd gleich viel Energie verbraucht, wie die Zellen dann über ihre Lebensdauer (das Zeug hält mW bloß 15-20 Jahre) in unseren Breiten abwerfen.
Auszahlen tut sich der private Einsatz von Photovoltaikzellen mW nach wie vor nur in Gebieten, wo sie massiv gefördert werden, wie z.B. in Bayern. (dort gibt’s z.B. Überschussabnahmeverträge mit Laufzeiten von 30 Jahren zu erstaunlichen hohen kWh-Preisen)
Fazit: Photovoltaik wirkt zwar supercool und superökologisch, ist es aber (mW – weiß nicht, ob das 2007 immer noch so stimmt) in der Gesamtbetrachtung nicht wirklich…
ist auch nimmer zeitgemäß, kommt immer auf die siliziumschicht der zelle drauf an. mittlerweile werden dünnere schichten silizuim aufgetragen somit wird dass ganze wirtschaftlicher und auch wieder effizienter
NoAhnung
06-11-2007, 14:44
nur wird in österreich ohnehin ein großteil des elektrischen stroms mittels wasserkraft bereitgestellt.
ich finde, schneekanonen ja, aber nicht um jeden preis.
hab leider keine ahnung was das so ausmacht an stromverbrauch.
....
ja schon, aber es wird eben doch viel mehr verbraucht als aus wasserkraft erzeugt, vor allem im winter wo weniger wasserkraft zur verfügung steht. da müssen nicht nur massiv Wärmekraftwerke hochgefahren werden sonder auch strom importiert werden. wo und wie der dann erzeugt wird ist sowieso fraglich... :f:(Siehe Tabelle)
Daher ist es oberstes Ziel die Rote Linie des Verbrauchs zu drücken und nicht durch künstlichen 'Schneefrieren' mittels unterdruck und letztendlich elektrischer Energie vor allem in den wintermonaten weiter in die höhe zu treiben...
@ tom: prinzipiell guter ansatz das mit den Solarzellen nur die Dachflächen die dafür zur verfügung stehen reichen nicht mal für ein paar prozent der notwendigen bzw. vorhandenen Schneekanonen geschweige denn für diese neuartige art der Schneeproduktion.
also hörts auf mit dem blödsinn, gehts lieber radlfahren statt schifahren wenns kan schnee mehr gibt!
also hörts auf mit dem blödsinn, gehts lieber radlfahren statt schifahren wenns kan schnee mehr gibt!
AMEN :D
... Daher ist es oberstes Ziel die Rote Linie des Verbrauchs zu drücken und nicht durch künstlichen 'Schneefrieren' mittels unterdruck und letztendlich elektrischer Energie vor allem in den wintermonaten weiter in die höhe zu treiben...
nehmt den schneekanonen den strom weg... - das dadurch entstehende
enerigieeinsparungspotential ist enorm: kein schnee -> keine touristen ->
-> keine hotels -> keine pensionen -> keine arbeit -> weniger energieverbraucher ... :p
dann kömma westösterreich zusperren und zum stromsparmeister erklären.
a bissl sarkastisch, ich weiß. aber österreich ist ein wintersportland. und solange
es irgendwie geht, wird schnee produziert werden. denn dadurch läuft die
wirtschaft... - ökologie ist in diesem fall leider zweitrangig...
@ katrin
das war schon immer ein steinhaufen, schon lange vor den schneekanonen,
krippenstein genauso. gosau ist almboden, massiv beschneit und trotzdem
noch grün. ich weiß nicht, ob und wieviel chemie da eingesetzt wird...
CU,
HAL9000
NoAhnung
06-11-2007, 15:39
mir ist schon klar, dass eine notwendige umstellung des tourismus nicht von heute auf morgen erfolgen kann/darf. ersparen werden wir sie uns aber letztendlich nicht. mehr schneekanonen - mehr klimawandel (abgesehen von globalen faktoren begründet durch die handlungsunfähigkeit/unwilligkeit der entscheidungsträger).
mehr klimawandel - weniger schnee... wohin soll das führen?
dass wir bei 15° ausentemperatur auf mittels rasenkühlung temperierten schipisten talwärts flitzen umgeben von frühlingsblumen und murenabgängen - ok jetzte werd ich polemisch...
du schreibst selbst, solange es irgendwie geht wird schnee produziert, und was wenns nicht mehr geht???
besser jetzt vorhandene mittel sinnvoll in umstrukturierung investieren als sich an die gegebnen umstände zu klammern bis es nicht mehr geht und dann unvorbereitet der kollaps droht. aber ich bin kein tourismusexperte, ich kenn mich nur bei der energie aus.
Tyrolens
06-11-2007, 16:10
Beschneiungsanlage laufen nur in den seltensten Fällen mit aus Wasserkraft erzeugtem, weil wir nur wenig Wasserkraftanlagen haben, die Grundstrom liefern (die meisten sind Pumpspeicherkraftwerke,die wiederumüber Nacht mit billigem Grundstrom gefüllt werden) und der Grundstrom nun mal der billigstes Strom ist. Daher wird auch in der Nacht beschneit, weil da der Stromverbrauch sonst recht niedrig ist. Billigen Grudnstrom erzeugen übrigens Atomkraftwerke...
Supermerlin
06-11-2007, 16:19
Daher wird auch in der Nacht beschneit, weil da der Stromverbrauch sonst recht niedrig ist. Billigen Grudnstrom erzeugen übrigens Atomkraftwerke...
Und zusätzlich die Temperaturen i.a. deutlich günstiger für die Produktion sind.
lg, Supermerlin
mehr schneekanonen - mehr klimawandel
Weißt du, wieviel Schneekanonen zur globalen Erwärmung beitragen? Nicht einmal ein Fürzchen. Da finde ich es sinnvoller, in anderen Bereichen zu sparen/reagieren. Nicht im Wintersport, mit dem Österreich jährlich mehrere Milliarden Euro einnimmt.
MalcolmX
06-11-2007, 17:16
Beschneiungsanlage laufen nur in den seltensten Fällen mit aus Wasserkraft erzeugtem, weil wir nur wenig Wasserkraftanlagen haben, die Grundstrom liefern (die meisten sind Pumpspeicherkraftwerke,die wiederumüber Nacht mit billigem Grundstrom gefüllt werden) und der Grundstrom nun mal der billigstes Strom ist. Daher wird auch in der Nacht beschneit, weil da der Stromverbrauch sonst recht niedrig ist. Billigen Grudnstrom erzeugen übrigens Atomkraftwerke...
laufkraftwerke erzeugen idR billigen grundstrom, speicherkraftwerke den teuren spitzenstrom.
so bin zuhause endlich zum lesen meiner zeitung gekommen.
also der standard schreibt: "warwasserverbrauch in den unterkünften und für verpflegung machen den größten teil der co2 emissionen im wintertourismus aus, gemeinsam mit dem schadstoffausstoß durch individuelle an- und abreise..." und weiters noch "...Energieverbrauch von schneekanonen, seilbahnen, liften und pistengeräten vergleichsweise gering ist."
Tyrolens
06-11-2007, 18:18
laufkraftwerke erzeugen idR billigen grundstrom, speicherkraftwerke den teuren spitzenstrom.
Klar. Nur haben wir in Österreich eigentlich zu wenige Laufkraftwerke und müssen daher den Strom zB aus Frankreich zukaufen.
Darum geht´s ja auch in der leidigen Kraftwerksdiskussion in Tirol. Die TIWAG will nur Speicherkraftwerke bauen, weil das Kohle bringt, aber aus ökologischer Sicht ziemlich kontraproduktiv ist.
Daher wird auch in der Nacht beschneit, weil da der Stromverbrauch sonst recht niedrig ist.
Vielleicht könnts auch daran liegen, dass es in der Nacht nunmal i.A. kälter wie am Tag ist und man bei Schibetrieb ned dauernd beschneien kann, weil es der Sicherheit nunmal ned sehr zuträglich ist. ;)
Also der Stromverbrauch kann wohl nicht der einzige Grund für die Beschneiung in der Nacht sein. (und es wird sehrwohl auch am Tag beschneit, wenn es die Bedingungen zulassen)
Tyrolens
06-11-2007, 19:01
Sicher spricht noch einiges für den Beschneiung in der Nacht. Aber eben auf die geringen Stromkosten. Weiß jetzt nicht, was an dieser Aussage zu kritisieren ist.
Und am Tag wird schon deshalb äußerst selten beschneit, weil den Betreibern die dazugehörigen Strombezugsrechte fehlen. Die Hotels laufen auf vollen Touren uns jetzt soll auch noch beschneit werden. Wir sprechen da ja nicht von einem Miniverbraucher. Konkret brauchen unserer Beschneiungsanlagen gleich viel Strom wie eine Stadt mit 150.000 Einwohnern jährlich und eine Wassermenge,mit der man 1,5 Mio Menschen ein Jahr lang versorgen könnte.
Viele Grüße
Tomas
ad Wasser:
Das wasser für die beschneiung stammt meist aus eigens dafür angelegten stauseen oder nahen flüssen/bächen, und der zeitraum für die beschneiung ist genau geregelt.
ad Schemikalien:
Zu teuer, darum werden sie (zumindest bei uns) nicht verwendet.
ad Energie:
Immens. Jedes grössere schigebiet verfügt über eine eigene strominfrastruktur (umspannwerk usw.) und verbraucht im vollbetrieb die energie einer mittleren (österreichischen) kleinstadt, wobei hier natürlich auch ein paar tausend wintersportler transportiert werden.
Den stromanteil für die schneekanonen kenne ich nicht genau, aber wichtig für die rentabilität ist der euro/quadratmeter faktor beschneiter piste. Ist der zu hoch, wird nicht beschneit da selbst bei guter auslastung zu teuer, daher wird zumeist in der nacht beschneit/keine chemiekalien verwendet usw.
nur meine 3 sent,
maggse
Intrud0r
06-11-2007, 19:34
Weißt du, wieviel Schneekanonen zur globalen Erwärmung beitragen? Nicht einmal ein Fürzchen. Da finde ich es sinnvoller, in anderen Bereichen zu sparen/reagieren. Nicht im Wintersport, mit dem Österreich jährlich mehrere Milliarden Euro einnimmt.
Und nicht beim Transit weil der bringt uns unser Futter.
Aber auch nicht bei der Industrie weil sonst wird der Standort unattraktiv.
Beim Autofahren gehts auch nicht weil wir mobil sein wollen.
Hmm wo können wir nun sparen ohne das Wachstum oder unseren Wohlstand zu beschneiden? Genau - Nirgendwo weil das ganze ein Spiel mit begrenzten Ressourcen ist, das weiss jeder nur niemand spricht es aus. Wenn es wirklich der allgemeine Wunsch ist die Umwelt für ??? Generationen lebenswert zu erhalten wird das irgendwo wehtun.
... wohin soll das führen? ...
versteh mich nicht falsch... - ich will die sinnhaftigkeit des ganzen
gar nicht verteidigen, sondern nur die zusammenhänge erwähnen.
ich komme aus einem kleinen kaff, das heuer zig millionen für den ausbau
der infrastruktur eines kleinen, aber feinen skigebiets ausgegben
hat und ich gehe davon aus, dass sich das jemand durchgerechnet hat
(hauptinvestor ist übrigens im prinzip der androsch).
wenn obertraun keinen wintertourismus mehr hat, kann man praktisch
wirklich zusperren. der bissl höhlentourismus und die paraglider reißen
es nicht raus.
wie es aussieht wird damit in nicht allzu ferner zukunft schluss sein,
ich denke, dass wir das alle noch erleben müssen.
CU,
HAL9000
ad Wasser:
Das wasser für die beschneiung stammt meist aus eigens dafür angelegten stauseen oder nahen flüssen/bächen, und der zeitraum für die beschneiung ist genau geregelt.
ad Schemikalien:
Zu teuer, darum werden sie (zumindest bei uns) nicht verwendet.
ad Energie:
Immens. Jedes grössere schigebiet verfügt über eine eigene strominfrastruktur (umspannwerk usw.) und verbraucht im vollbetrieb die energie einer mittleren (österreichischen) kleinstadt, wobei hier natürlich auch ein paar tausend wintersportler transportiert werden.
Den stromanteil für die schneekanonen kenne ich nicht genau, aber wichtig für die rentabilität ist der euro/quadratmeter faktor beschneiter piste. Ist der zu hoch, wird nicht beschneit da selbst bei guter auslastung zu teuer, daher wird zumeist in der nacht beschneit/keine chemiekalien verwendet usw.
nur meine 3 sent,
maggse
3. Womit wird Kunstschnee erzeugt?
Energie
Der bisherige Energieeinsatz beträgt 0,2 bis etwa 2,8 kWh pro Quadratmeter Beschneiungsfläche, das entspricht 2.000 bis 27.000 kWh (im Durchschnitt 13 000 kWh) pro Hektar Beschneiungsfläche. Beim Energieverbrauch bestehen große Unterschiede je nach System, Standort, Wasserbeschaffung und Klimabedingungen. Große Anlagen mit mehreren Schneekanonen verbrauchen über 500.000 kWh pro Saison. Zum Vergleich: Ein Vierpersonenhaushalt verbraucht zwischen 3000 und 7000 kWh im Jahr.
Beim heutigen Trend, massiv mit Schneekanonen aufzurüsten und ganze Pisten zu beschneien, wird sich der Energieverbrauch drastisch erhöhen. Das läuft allen Energiesparappellen nach dem Umweltgipfel von Rio zuwider. Für die Tiroler Wasserkraftwerke TIWAG zählen Schneekanonen-Anlagen hinsichtlich der Charakteristik ihres Einsatzes zu den ungünstigsten Stromverbrauchern, da diese Anlagen nur in den am stärksten belasteten Wintermonaten in Betrieb sind. ,,Außerdem wird hochwertiges und zur Stromerzeugung dringend benötigtes Winterwasser wieder in Schnee zurückverwandelt, um dann letzten Endes zu einer Zeit, in der das Wasserangebot ohnehin hoch genug ist, wieder als Schmelzwasser zur Verfügung zu stehen." (UMWELTBUNDESAMT ÖSTERREICH 1992).
Wasser
Der Wasserverbrauch liegt bei 200 bis 600 1 pro Quadratmeter Beschneiungsfläche pro Saison für die sogenannte ,,Grundbeschneiung" und die Nachbeschneiungen. Das Wasser wird Bächen, Flüssen, Quellen oder der Trinkwasserversorgung - ausgerechnet in extrem wasserarmen Zeiten, bei Frost - entzogen. Die Wasserentnahme ist dann am höchsten, wenn die Kanonen mit Vollast beschneien können, d.h. bei Temperaturen unter minus 11 0C (WECHSLER, Schneeanlage Kandaharabfahrt, Kreuzeck Osterfelder Bahn). Bei so starkem Frost ist in der Natur alles freie Wasser gebunden, Bäche und Quellen haben ihr Niedrigstwasser.
Wenn bei Verwendung von Grund- und Quellwasser die Wassertemperaturen zu hoch sind, werden Kühltürme gebaut. Der Bau von Staubecken soll die Wasserversorgung der Beschneiungsanlagen sichern.
zum Beispiel
Zau[:ber:]g Beschneiungsteich
http://www.hirschenkogel.at/magazin/00/artikel/45434/img/teich1_web.JPG
Mit dem Bau des Zau[:ber:]g Beschneiungsteiches auf der Passhöhe Semmering erhöhen wir die Kapazität des Wasserspeichers, der zur Beschneiung unserer Pisten zur Verfügung steht, um das 7-fache!! Weiters wurde die Anzahl der Schneeerzeuger verdoppelt!
Bei entsprechenden Temperaturen ist eine Komplettbeschneiung des gesamten Skigebiets in maximal 7 Tagen möglich! Das bedeutet wir werden Ihnen bestmögliche Bedingungen für ein zauberhaftes Skivergnügen am Zau[:ber:]g schaffen und freuen uns auf Ihren Besuch!
Hier die technischen Details im Überblick:
Pistenfläche gesamt: 44 ha
Fassungsvermögen Teich neu: 65.000 mł
Fassungsvermögen Teich Bestand: 12.400 mł
Gesamtpumpenfördermenge: 270 l/sec
Schneeerzeuger gesamt: 49 Stk.
Stromanschlussleistung Bestand: 1800 kW
Stromanschlussleistung nach Zubau: 4860 kW
Verlegte Beschneiungsleitungen neu: ca. 5 km
Verlegte Hochspannungs-, Niederspannungs, Lichtwellenleiter, Telefonkabel: ca. 25 km
http://www.hirschenkogel.at/magazin/00/artikel/45434/doc/d/PLAKAT%20BAU%20TEICH.jpg
FloImSchnee
06-11-2007, 21:25
Das Wasser wird Bächen, Flüssen, Quellen oder der Trinkwasserversorgung - ausgerechnet in extrem wasserarmen Zeiten, bei Frost - entzogenIn sehr vielen Skigebieten gibt's große Staubecken, die noch vom Sommer gefüllt sind...
In sehr vielen Skigebieten gibt's große Staubecken, die noch vom Sommer gefüllt sind...
is von jener web-seite kopiert....http://www.bergfex.eu/semmering-hirschenkogel/kommentare/?&msgID=1000018738
noch interressant für uns Ostler:p:D :
http://www.schnei-akademie.at/nachlese07/Zauberberg.pdf