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Nasenmann
30-10-2007, 13:26
http://oesterreich.orf.at/stories/232219/
echt super bei der eu zu sein....
gnadenfrist..... ja genau...
erpressung triffts besser...
mit dem ganzen gen-klumpat werden wir uns noch alle selber umbringen....
Weder für genmanipulierte Nahrung/Futtermittel noch für die Handytelefonie gibt es Unbedenklichkeitsnachweise - WIESO wird ohne umfangreiche Prüfung direkt am Menschen selbst getestet?
Matthias
30-10-2007, 13:43
Weder für genmanipulierte Nahrung/Futtermittel noch für die Handytelefonie gibt es Unbedenklichkeitsnachweise - WIESO wird ohne umfangreiche Prüfung direkt am Menschen selbst getestet?Weil's ein gigantisches Business ist, und jeder Tag Verzögerung Millionen Euro kostet.;)
Nasenmann
30-10-2007, 13:44
geld reagiert die welt....
leider
scheissts euch net an.
ich bin für genmanipulation.
machts die augen auf u. schauts euch eure mitmenschen an u. behauptet nochmal genmanipulation wäre nicht anzustreben
:toll:
scheissts euch net an.
ich bin für genmanipulation.
machts die augen auf u. schauts euch eure mitmenschen an u. behauptet nochmal genmanipulation wäre nicht anzustreben
:toll:
:rofl::rofl::toll:
Nasenmann
30-10-2007, 14:30
finds auch recht witzig...
shroeder
30-10-2007, 16:01
Weder für genmanipulierte Nahrung/Futtermittel noch für die Handytelefonie gibt es Unbedenklichkeitsnachweise - WIESO wird ohne umfangreiche Prüfung direkt am Menschen selbst getestet?
weil tierversuche unmoralisch sin
Dafür will die EU ein generelles Rauchverbot bis 2010. Dann wer'ma halt g'sund gen- und sonst wie manipuliert....
jaja die liebe EU :spinnst?:
jaja die liebe EU :spinnst?:
als ich damals dafür plädiert hab, Mock und Vranitzky zu teeren und zu federn und aus der Stadt zu peitschen, ham die Leute gesagt, ich mal alles zu schwarz....mittlerweile sind Währung und Eigenstaatlichkeit beim Teufel und wir werden von einer Lawine von sinnlosen EU-Vorschriften niedergewalzt und zusätzlich finanziell ausgequetscht wie eine Zitrone....:f:
fullspeedahead
30-10-2007, 19:23
Dafür will die EU ein generelles Rauchverbot bis 2010. Dann wer'ma halt g'sund gen- und sonst wie manipuliert....
hat imho nichts miteinander zutun.
Das eine ist erwiesenermaßen schwer schädlich und wohl nur aus historischen Gründen überhaupt legal.
Das andere ist Gentechnik.
Im Übrigen sehe ich diesen Teilbereich der Gentechnik auch sehr kritisch. Weil das Saatgut das Ökosystem beeinträchtigen kann, weil eine einmal erfolgte Aussaat in der Natur nie wieder rückgängig gemacht werden kann, weil es vom physiologischen Standpunkt her durchaus vorstellbar wäre, dass genmanipuliertes Essen in der Entstehung von Allergien und Krebs eine Rolle spielt und weil sich ein paar auf Kosten aller deppert verdienen.
Dass 56 Stimmen gegen 191 Vetostimmen ausreichen halte ich für ein denkbar sinnloses System.:f:
Die Meinung vom Zacki in Bezug auf die EU teile ich aber nicht.
Kuglblitz
30-10-2007, 19:35
Das Irre an dieser ganzen Themantik ist auch die totale Abhängigkeit von einigen wenigen Konzernen, in die wir uns da begeben, z.B. Monsanto:
Aus http://de.wikipedia.org/wiki/Monsanto:
Monsanto erforscht, produziert und verkauft gentechnisch verändertes Saatgut. Derzeit stammen 90 Prozent aller weltweit angebauten Gen-Pflanzen von Monsanto. Es wird kritisiert, dass auch die Wasser- und Aquakultur-Geschäfte des Unternehmens das Ziel verfolgten, die für das Überleben lebenswichtigen Ressourcen zu monopolisieren und in einen Markt zu verwandeln.
Monsanto bemüht sich verstärkt um den Ausbau seiner Marktposition bei der Produktion von Lebensmitteln und Saatgut, die von Kritikern als weltweites Monopol bezeichnet wird. Kritisiert wird etwa die vertragliche Bindung der Landwirte an das Unternehmen, die es ihnen verbietet, die eigene Ernte als Saatgut wieder zu verwenden und eine weitreichende Kontrolle der Landwirte erlaubt, um Patentverletzungen vorzubeugen. Ebenso ist es den Landwirten im Konfliktfall nicht gestattet, sich gegenüber Dritten zu äußern. Weiterhin müssen sich diese Landwirte vertraglich dazu verpflichten im Falle von Ernte- oder Ertragsausfällen (z.B. Rückgang der Fruchtbarkeit bei Zuchtschweinen) nicht gegen das Unternehmen Monsanto zu klagen.
Monsanto tritt verstärkt als Aufkäufer von Saatgutherstellern in Erscheinung. Ziel ist offensichtlich, auch in diesem Bereich eine marktbeherrschende Stellung zu erreichen.
Die von Monsanto entwickelte Terminator-Technologie wird von ihren Kritikern, z. B. Vandana Shiva als Leben verachtende Technologie betrachtet. Ein Auskreuzen von Terminator-Erbgut auf Pflanzen in der Umgebung führt zu sterilen Samen. So werden auch Unbeteiligte geschädigt.
Monsanto bietet sogenanntes Hybrid-Saatgut an, das nach der Ernte nicht erneut zur Aussaat verwendet werden kann. Dieses Saatgut soll Monsanto jährliche Nachkäufe sichern. Diese Praxis ist insbesondere in der Dritten Welt sehr umstritten. Hybrid-Saatgut ist zu unterscheiden von dem als Terminator-Technologie bezeichneten gentechnischen Verfahren. Hybride werden in einem züchterischen Verfahren durch Kreuzung erzielt.
Unter dem Markennamen Posilac vertreibt Monsanto ein Wachstumshormon zur Steigerung der Milchleistung von Rindern (Recombinant Bovine Somatotropin - rbST), das (unter anderem) die Wahrscheinlichkeit von Euterentzündungen erhöht und dadurch den verstärkten Einsatz von Antibiotika erfordert. Weiterhin besteht der Verdacht, dass Rückstände in der Kuhmilch auch beim Menschen gesundheitliche Schäden verursachen können. Als die beiden Fox-Journalisten Steve Wilson und Jane Akre 1996 davon berichten wollten, beugte sich ihr Arbeitgeber Fox dem starken Druck von Monsanto, hielt die unter Aufsicht von Monsantos Anwälten zwischenzeitlich 83-fach korrigierte jedoch ursprünglich Monsanto-kritische Reportage unter Verschluss und entließ die beiden Reporter schließlich. Die Hintergründe zu diesem Fall werden im kanadischen Dokumentarfilm "The Corporation" behandelt.
Auszüge aus dem Beipackzettel von Posilac:
* 1.) Fruchtbarkeit: Rückgang der Fruchtbarkeit, Zunahme der Eierstockzysten, Erkrankungen der Gebärmutter,
* 2.) hohes zusätzliches Risiko der Euterentzündung, was den Einsatz von Antibiotika unabdingbar macht
* 3.) Allgemeines Befinden: Medikamentenbedarf allgemein erhöht, Möglichkeit von Verdauungsstörungen, gestörte Futteraufnahme, Sprunggelenkschwellungen
* 4.) Reaktion an der Einstichstelle: Anschwellung 3-5 cm bis zu 10 cm (kann 6 Wochen anhalten).
Auch die Qualität der Milch leidet: Die Zusammensetzung der Fette und Eiweiße verändert sich, der Vitamingehalt sinkt.
Das Wachstumshormon taucht in der Milch und im Fleisch der Tiere auf und wird über diesen Weg vom Menschen konsumiert.
Das Hormon wird in den USA bei einem Drittel aller Milchkühe eingesetzt, in der EU und Kanada ist es verboten, es wird aber vermutet, dass es längst über Drittländer zur Milchleistungssteigerung eingeführt und eingesetzt wird.
Schöne neue Welt... :mad:
mit dem ganzen gen-klumpat werden wir uns noch alle selber umbringen....
kennst du den definitiven unterschied zwischen gen-mais und natur-mais bzw. könntest du jemand den unterschied erklären?
weil tierversuche unmoralisch sin
tierversuche sind zugegebenermaßen nicht schön anzusehen und ich würde daran weder mitarbeiten wollen noch dass es an meinen eigenen haustieren praktiziert werden würde.
dennoch gebe ich zu bedenken, dass wohl mehr als die hälfte von uns nicht hier wäre weil wir ohne tierversuche keine medikamente hätten, die uns ein weiteres überleben möglich gemacht hätten.
wer dies bezweifelt oder in frage stellt verschließt die augen vor der wahrheit.
Schöne neue Welt... :mad:
deine umfangreichen wikipedia-zitate fallen mir auf.
ich hoffe daß wiki alleine nicht deine einzige wissensquelle ist. denn ich finde es bedenklich, wenn man eine enzyklopädie welche von normalverbrauchern gestaltet werden kann als bibel vor sich her betet ohne weiteres wissen zu besitzen.
weiters gibt es in österreich so gut wie keinen einzigen landwirt der irgendeinen vertrag mit monsanto unterschrieben hat!
und wennst schon dabei bist, recherchiere doch einmal wem pioneer, der grösste amerikanische saatguthersteller gehört...
16S rDNA
30-10-2007, 20:51
Die "Gnadenfrist" bezieht sich darauf, dass Ö die immer wieder propagierte Schädlichkeit WISSENSCHAFTLICH nachweisen muss!
Österreich ist in der EU und WTO und hat selber alle Richtlinien miterarbeitet und ratifiziert. Im Falle einer Freisetzung oder In-Verkehr bringen von gentechnisch veränderten Organismen (GVOs) muss von der Firma ein Antrag an eines der nationalen Parlamente eines EU- Landes gestellt werden. Dieses sendet den Antrag an die EU-Kommission und diese an alle Regierungen der Mitgliedsstaasten weiter. Binnen 8 Monaten können die EU Mitgliedsstaaten Einspruch erheben und müssen diesen begründen (begründeter Verdacht). Sind die Begründungen nachvollziebar, kommt es zu einem Importstopp für 12 Monate. Der Antragsteller muss die Fragen der Mitgliedsstaaten beantworten bzw das Mitgliedsland welches den Verdacht geäußert hat muss diesen wissenschaftlich begründen und mittels Studien belegen.
Ich habe in dem Konsortium selbst mitgearbeitet. Österreich hat niemals Studien durchgeführt. Alle Verdachtsmomente die Ö geäußert hat konnten zweifelsfrei wiederlegt werden, was auch in der österreichischen Stellungnahme ausdrücklich so drinsteht!
Und jetzt ist Österreich empört, dass die EU bzw der Antragsteller die von uns mitratifizierten Regelungen durchsetzen will?!?!
Die nächste Frage die mich interessiert: Was zum Henker sind Langzeitstudien? GVOs werden in den USA seit den 70ern gegessen - noch nie eine Klage und das im Land der ungeahnten Klagsmöglichkeiten.
70% des Weltweiten Sojaanbaus und 45% des Maisanbaus sind GVOs. Wenns sooo schlecht wäre, müssten Menschen bereits erkrankt sein. Sind sie aber nicht.
Eine Pflanze besteht um Schnitt aus 178.000 Genen, zusammengesetzt aus 10.000.000.000.000 Nukleinsäurebausteinen (Basen). Und das eine Gen, meist nur wenige 1000 Basen lang, welches aus einer anderen Nahrungspflanze kommt ist plötzlich schädlich? Das wäre so als ob man behauptet, dass Haselnussschokolade schädlich sei, Haselnüsse und Schokolade aber nicht!
...eine enzyklopädie......
Wikipedia ist als Recherchequelle ungeeignet.
Kuglblitz
30-10-2007, 21:26
deine umfangreichen wikipedia-zitate fallen mir auf.
Da hast Du schon recht, wikipedia macht es oft wirklich (zu?) leicht, Informationen, deren Quelle nicht wirklich einsehbar ist (andererseits: wo ist dies anders?) zu posten.
In diesem Fall beruht der Anlass mein Posting aber auf mehrere Quellen (vor allem den in Wikepedia genannten :rolleyes:), die ich nach einem ZDF(?)-Bericht über die Patentierung von Gensequenzen von Schweinen gelesen habe.
Und da war ich dann halt schon baff. Klar, ich kenn' mich in der Biotechnologie ungefähr zu gut aus wie in der Herstellung von Carbonrahmen.
Letzterer vertrau' ich bei schnellen Abfahrten genauso mein Leben an wie ein nicht geringer Teil der Menschheit ihre Gesundheit Monsanto und anderen Agrokonzernen bei der Nahrungsaufnahme.
Was ich damit sagen will ist, dass Wissen immer auf Vertrauen auf die Quelle angewiesen ist. Und da ist Wikipedia für mich als Laie zurzeit eine der besten Quellen.
Daran erinnert zu werden, skeptisch zu bleiben, schadet jedoch nie. ;)
Nasenmann
30-10-2007, 21:37
ja genau... gen manipulation ist ja so super! sollte jeder als hobby machen...
dass das ein eingriff in die natur und unwiderruflich ist, ist wurst oder was?
der mensch muss immer in die natur eingreifen, versteh ich sowieso nicht, und dass das noch nie funktioniert hat wissen wir ja.... oder wollen manche nicht wissen....
die natur zeigt uns eh immer wieder wer der stärkere ist...
oder wir bringen die natur überhaupt um, was noch der größere schei* wär....
also, mahlzeit
Die "Gnadenfrist" bezieht sich darauf, dass Ö die immer wieder propagierte ........... dass Haselnussschokolade schädlich sei, Haselnüsse und Schokolade aber nicht!
du sprichst mir aus der seele!
in österreich wird übrigens schon seit vielen jahren "hybrid-mais" angebaut.
das ist saatgut, dessen ernte nicht wieder ausgesät werden kann, weil sie nicht aufgehen würde. eben weil sie derartig manipuliert ist.
man könnte das auf das durchschnittsalter der bb-user runtergebrochen ausdrücken indem man sagt: gut 2/3 der gesamten bb-user kennen gar nix anderes als "gen-mais" weil wie sie auf die welt gekommen sind, hat es gar nix anderes mehr gegeben bzw. ist zumindest in Ö gar nix anderes mehr angebaut worden.
soviel an die "gscheiten" zum thema genmais.
aber damit kann man ja keinen wind erzeugen, drum wirds auch unter den tisch gekehrt und vegessen.
...der mensch muss immer in die natur eingreifen, versteh ich sowieso nicht, und dass das noch nie funktioniert hat wissen wir ja.... .
Du lebst auch in einem Haus/Gebäude und ernährst Dich auch nicht mehr von Sammelgut und Gefundenem. Was ist die null-invasive Alternative? In der Höhle leben und ins Eck scheissen? Eingriffe in die Natur durch den Menschen begannen, als er seßhaft wurde und sich dem Ackerbau widmete. Und dann schlauerweise jene Pflanzen selektierte, die besser gediehen. Zucht die Folge.
Eine Argumentation contra genetischer Manipulation ist das eine, eine Forderung, man solle die Natur völlig in Ruhe lassen, jedoch nicht realistisch.
fullspeedahead
30-10-2007, 23:29
Eine Pflanze besteht um Schnitt aus 178.000 Genen, zusammengesetzt aus 10.000.000.000.000 Nukleinsäurebausteinen (Basen). Und das eine Gen, meist nur wenige 1000 Basen lang, welches aus einer anderen Nahrungspflanze kommt ist plötzlich schädlich? Das wäre so als ob man behauptet, dass Haselnussschokolade schädlich sei, Haselnüsse und Schokolade aber nicht!
Dein Wissen in dem Bereich übersteigt meines mit Sicherheit um das Vielfache, aber meines reicht zumindest aus um zu wissen was sich hinter deinem Nic verbirgt und um zu wissen, dass das Austauschen einiger weniger Basen entscheidend sein kann.
Wie eng das Verdauungssystem mit dem Abwehrsystem verstrickt ist, war der Wissenschaft bis vor einigen wenigen Jahrzehnten nicht bewusst. Dass veränderte Oberflächeneigenschaften z.B. zu Allergien führen können oder ein Faktor in der Entstehung von malignen Zellen sein können ist auch eine Tatsache.
Ich weiß nicht, wie weitreichend Veränderungen am Erbgut der Pflanze gemacht werden* (bzw. welche Beschränkungen da vom Gesetzgeber auferlegt sind) und ich weiß nicht, ob die Zulassungsverfahren taugen, um hier Probleme ausreichend zu erkennen. Solang ich aber das Gefühl habe, dass die Beschränkungen kaum vorhanden sind und die momentane Landwirtschaft ja eigentlich gar nicht schlecht funktioniert, seh ich keinen Grund, warum sich Österreich dem Risiko aussetzen soll.
Meine Bedenken hinsichtlich der Verwendung von gentechnisch verändertem Saatgut in der Tierzucht, sind nicht die menschliche Gesundheit betreffend sondern schlicht ökologische.
*vielleicht kannst du ja die Fragen beantworten:
- gibt es eine Höchstzahl an zulässigen Veränderungen (natürlich stellt sich da die Frage - wer ist die Referenz? - denn Zucht bedeutet ja auch schon eine künstliche Selektion des gewünschten Erbguts - wobei für mich da noch immer ein ganz ganz gewaltiger Unterschied zur Gentechnik ist)
- dürfen diese nur bestimmte Gene betreffen
- müssen alle Veränderungen irgendwo aufgelistet werden
- welche Lebensmittel dürfen verändert werden
- wie schaun die Zulassungsverfahren aus
- dürfen z.B. nur in anderen Pflanzen natürlich vorkommende Sequenzen verwendet werden oder dürfen komplett künstliche Sequenzen auch eingebracht werden
(das wären ein paar meiner zugegebenermaßen naiven Fragen - aber meine Sorgen sind genauso naiv und resultieren wohl unter anderem auch aus einer Unwissenheit)
hat imho nichts miteinander zutun.
Das eine ist erwiesenermaßen schwer schädlich und wohl nur aus historischen Gründen überhaupt legal.
Das andere ist Gentechnik.
.....
Rauchen ist ungesund, Gentechnik ist die Unbedenklichkeit nicht erwiesen, ergo nicht wissenschaftlich gesund, Umkehrschluß -> ungesund. Ich sehe da schon einen Zusammenhang.
Matthias
31-10-2007, 07:19
Wikipedia ist als Recherchequelle ungeeignet.Jein, ist immer artikelabhängig. Für einen groben und leichten Einstieg in die Materie, als Ausgangsbasis für weitere Recherche meist - meiner Erfahrung nach - gut.
@Monsanto:
Monsanto macht nichts anderes, als jeder BWL, FH-Student einer ähnlichen Fachrichtung im 1. oder 2. Semester hört: Es versucht sein Produkte/seine Produkte am Markt entsprechend zu positionieren und verteidigt seine dann erlangte Stellung mit allen Mitteln.
Der Bauer kauft Saatgut X, braucht dazu Düngemittel Y und vielleicht noch Unkrautvernicht Z. Alles aus einer Hand ist das Schlagwort im Marketing weltweit, also auch im Nahrungsmittelbereich.
Luft/CO2, Sonne sind noch öffentliche Güter (im wirtsch. Sinne), Wasser z.T. noch, Boden kaum mehr. Daran lässt sich - noch - kein bis zu wenig Geld verdienen und niemanden an sich binden, also bleibt nur noch das Saatgut übrig.
Gen-Technik ermöglicht Unternehmen eben nur, den Bauern noch stärker an sich zu binden, weil:
das Saatgut nur mit seinen Düngemittel- und/oder Unkrautvernichtungsprodukten "betrieben" werden kann
die Pflanze kein Saatgut mehr bereitstellt, ergo der Bauer jedes Jahr beim Lieferanten/Konzern erneut alles kaufen muß (sonst besteht ja die Möglichkeit, dass der Bauer etwas von seiner Ernte beiseite legt für die Aussaat im nächsten Jahr.
er eine höheren Output pro ha Ackerfläche hat, da ja Einflüsse von aussen nicht sich nicht mehr in voller Härte durchschlagen (Schädlinge haben keine Wirkung mehr, weil die Pflanze selbst das Gegengift bereit hält oder aber das Pestizid dies regelt, der Pflanze selbst nichts anhabt)
er ev. einen niedrigeren Input hat (Pflanze wächst schneller/besser bei gleicher und geringerer Ressourenverfügbarkeit)Dabei entsteht quasi eine Win-Win-Situation. Auf den ersten Blick zumindest. WinWin Situationen sind ohnedies nur eine sehr enge Sichtweise, denn dass möglicherweise Dritte dennoch verlieren können bleibt aussen vor. Vor allem wenn neg. Effekte externalisiert werden.
Durch diese "Massnahmen" erleichtert es dem Unternehmen natürlich, den Kunden zu binden und spart folglich viel Geld für Kundenbindungsmaßnahmen, das wiederrum in die Forschung & Entwicklung investiert werden kann. Wofür? Genau, um den Kunden noch stärker und fester ans Unternehmen und seine Produkte zu binden. Durch langfristige Verträge in Verbindung der Androhung von hohen monetären Strafen erhöht sich die Kundenbindung zwangsweise, eine versprochene Exclusivität im Vertrieb der Produkte tun ihr übriges.
Wie eben auch jeder BWLer weiß, den Kunden ans Unternehmen binden ist ein enorm wichtiger Faktor. Wenn ich dann natürlich den Kunden in die Abhängigkeit meiner Unternehmung führe (aus unternehmerischer Sicht das Optimum der Kundenbindung), quasi der nächste Schritt der Kundenbindung.
Verschlimmernd kommt dann natürlich noch dazu, dass Patente oder ähnliche Maßnahmen jegliche Konkurrenz aussen vor halten.
Aber, tausende Unternehmen haben es vor gemacht, hunderttausende machen es nach, immer stets auf die jeweilgen Produkte/Dienstleistungen angepasst.
Microsoft ist hier ein Paradeunternehmen, Pharmakonzerne folgen eng auf. Je technolgisch, Know-How intensiver die Materie/das Produkt, desto leichter ist es, die Marktführerschaft als Vorstufe eines eventuellen Monopols zu erlangen.
Ich möchte hiermit Monsanto oder wen auch immer nicht rechtfertigen/verteidigen, sondern eigentlich nur darauf hinweisen, dass die im Grunde nichts anderes tun, als andere Unternehmen. Klarerweise ist der Nahrungsmittelsektor hier ethisch/moralisch gesehen etwas heikel, aber dass solche Werte im Wirtschaftsleben nicht immer eine Rolle spielen, ist nicht neu.
16S rDNA
31-10-2007, 08:37
*vielleicht kannst du ja die Fragen beantworten:
- gibt es eine Höchstzahl an zulässigen Veränderungen (natürlich stellt sich da die Frage - wer ist die Referenz? - denn Zucht bedeutet ja auch schon eine künstliche Selektion des gewünschten Erbguts - wobei für mich da noch immer ein ganz ganz gewaltiger Unterschied zur Gentechnik ist)
- dürfen diese nur bestimmte Gene betreffen
- müssen alle Veränderungen irgendwo aufgelistet werden
- welche Lebensmittel dürfen verändert werden
- wie schaun die Zulassungsverfahren aus
- dürfen z.B. nur in anderen Pflanzen natürlich vorkommende Sequenzen verwendet werden oder dürfen komplett künstliche Sequenzen auch eingebracht werden
(das wären ein paar meiner zugegebenermaßen naiven Fragen - aber meine Sorgen sind genauso naiv und resultieren wohl unter anderem auch aus einer Unwissenheit)
Hallo!
Die Zulassungsverfahren können sicher noch optimiert werden. Wichtig und essentiell ist aber, dass - in diesem Fall Ö - seite thesen mit studien untermauert und nicht irgendwas behauptet und sämtliche Beweise einfach schuldig bleibt. Wenn wir - wie in oberen Postings gelesen - den Experten der Gentechfirma nicht vertrauen, dann müssen wir eigene Studien anstellen - wohlgemerkt auf wissenschaftl. Basis und nich wie leider allzuoft von NGOs, allen voran Greenpeace, Ergebnisse schönen und verändern.
Aber bezügl. deiner Fragen:
- Das Einbringen einer neuen künstlichen Sequenz - also eine Gensequenz welche in keinen anderen Lebewesen vorkommt - wurde meines Wissens nach nur in der Anti-sense-Tomate (Antimatschtomate) gemacht. Üblicherweise wird das Gen das die gewünschten Eigenschaften hat aus einer Pflanze, Tier,... isoliert und in den neuen Organismus eingebracht. Also zB das Gen welches für die Entwicklung von Provitamin A zuständig ist aus Karrotten wird in Reis eingebracht. In der Medizin wurde die Gensequenz für die Insulinexpression in Bakterien geschleust. Seit damals (rund 20-25 Jahre) wird Insulin für diabetiker ausschließlich gentechnisch in Tonnenmenge hergestellt.
- Es müssen sämtliche Eigenschaften von Spenderorganismus und Empfänger bekannt gegeben werden. Keiner der beiden Organismen darf pathogene oder toxikologische eigenschaften haben. Das verpflanzte Gen darf kein Allergenes Potentiol besitzen. es muss bekannt gegeben werden wo welche Sequenz sitzt und wie die Wechselwirkung aussieht. Es gibt zahlreiche Fütterungsversuche.
In der EU-Regelung wird von substantieller Äquivalent gesprochen, d.h. der neue Organismus darf keine weiteren/anderen Eigenschaften aufweisen, als die des natürlichen Äquivalents, außer die neue gewünschte Eigenschgaft welche vom neuen Gen determiniert ist.
- Im gegensatz zur konventioneller Zucht wird das Erbgut nur minimal verändert. Rechne dir aus 1 oder 2 Gene von zB 178.000 Genen. Der konventionelle Züchter, behandelt mit mutagenen Chemikalien, Röntgenstrahlen etc und würfelt das Erbgut komplett durcheinander. Er muss mit keinem Wort angeben, was verändert wurde. Er lässt das Erbgut "blind" mutieren, bis die neue Mutante die Gewünschten Eigenschaften aufweist und voila. Dass auch dies Gefährlich sein kann beweist die oft zitierte "Killerbiene. Da wurde die afrikanisch mit der amerikanischen Biene gekreuzt - ganz "natürlich", ohne Gentechnik. Herausgekommen ist eine extrem agressive und giftige Art.
- Ein gesundheitliches Risiko ist mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit auszuschließen (bei vielen konventionellen Lebensmitteln wäre ich mir da nicht so sicher). Ein ökologisches Risiko kann bestehen. Der GVO könnte auskreuzen und sich verbreiten. Dem wurde mit infertilen Hybridsorten entgegengewirkt. Diese können sich nicht vermehren.
- Ich kann nur sagen, dass GVOs die meist und gründlichst untersuchten Lebensmittel weltweit sind. Übrigens: Würde man diese Regelungen auf alle Lebensmittel anwenden, gäbe es keine Erdnüsse oder Kiwis (Allergien), Kartoffel und Spinat (roh gifrig), Muskatnüsse (1 Nuss ist für einen 10 Jährigen tödlich), Glutamat (das Abbauprodukt greift in den Nervenstoffwechsel ein) u.s.w.
- Es gehört eine eindeutige, aber wertfreie Kennzeichnung her. Dann kann der Konsument wählen. Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass mitlerweile die meisten Bauern in S-Afrika auf GVO umjgestiegen sind. Sie müssen jährlich Lizenzgebühren zahlen und der Ertrag ist nicht übermäßig gestiegen, aber der Einsatz von Spritzmittel hat sich verringert und der Ertrag schwankt weit weniger. Die sind begeistert.
16S rDNA
31-10-2007, 08:48
Die eigentliche Frechheit ist ja folgende:
Österreich hat die Freisetzungsregelung und die Regelung für In-Verkehr bringen mitratifiziert.
Monsato hat diese Regelung befolgt und darf - dieser Regelung nach - seine Produkte am Markt bringen.
Österreich sagt nein, Monsato fordert die Einhaltung der Regelung bei der EU-Kommission und WTO.
Österreich klagt dagegen und blitzt - klarerweise und vorrauszusehen - ab.
Österreich pfeifft auf das Urteil.
Klarerweise werden Strafzölle auf österr. Produkte folgen.
Um das anschaulicher zu machen sollte man sich dieses mit Autos vorstellen: Es sind Hausnummer 1000 Automarken in Österreich vertreten. Nun kommt die 1001. aus Japan, ein Mazda welcher VW- Reifen hat, nennen wir sie MaVW. Mazda ist zugelassen, VW ist zugelassen. Ö verweigert die Zulassung und Import. Dies kommt einer Wettbewerbsverzerrung gleich und kann in einem Rechtsstaat so nicht hingenommen werden.
den bericht von Kuglblitz hab ich auch gesehen.....
sehr informativ!
vorallem die tatsache, dass das saatgut von monsanto auch nur von deren pestiziden besprüht werden darf......
ausserdem werfen sie sogenannte pestizide bomben ab, um zu sehen ob sich deren saatgut durch pollen weiterübertragen wurde....
bleiben auf einem acker paar pflanzen stehen.... wird der besitzer geklagt......
die quelle.... mein unmittelbarer nachbar...... die herkunft des genmais?? ein testfeld...... 10km weiter.....
lächerlich...
16S rDNA
31-10-2007, 08:57
den bericht von Kuglblitz hab ich auch gesehen.....
sehr informativ!
vorallem die tatsache, dass das saatgut von monsanto auch nur von deren pestiziden besprüht werden darf......
ausserdem werfen sie sogenannte pestizide bomben ab, um zu sehen ob sich deren saatgut durch pollen weiterübertragen wurde....
bleiben auf einem acker paar pflanzen stehen.... wird der besitzer geklagt......
die quelle.... mein unmittelbarer nachbar...... die herkunft des genmais?? ein testfeld...... 10km weiter.....
lächerlich...
Nicht darf - sollte. Es wirkt nur das Pestizid der Fa. Monsato - eh klar, denn die Pflanzen sind dagegen resistent und alles andere sollte eingehen.
Monsato wirft Pestizidbomben über einem Österr. Feld ab? Unwahrscheinlich. Ich denke da geht es um den Fall in den USA wo durch Pollenflug (damals noch nicht infertiles Saatgut) GVO-Mais beim Nachbarn gelandet ist und Monsato diesen wegen Lizenzklau geklagt hat. Wäre in Ö unmöglich, da hier das Verursacherprinzip gilt. In der EU könnte der Nachbar Monsato klagen, da Monsato die ungewollte Verbreitung seiner Saat verhindern muss.
Nicht darf - sollte. Es wirkt nur das Pestizid der Fa. Monsato - eh klar, denn die Pflanzen sind dagegen resistent und alles andere sollte eingehen.
Monsato wirft Pestizidbomben über einem Österr. Feld ab? Unwahrscheinlich. Ich denke da geht es um den Fall in den USA wo durch Pollenflug (damals noch nicht infertiles Saatgut) GVO-Mais beim Nachbarn gelandet ist und Monsato diesen wegen Lizenzklau geklagt hat. Wäre in Ö unmöglich, da hier das Verursacherprinzip gilt. In der EU könnte der Nachbar Monsato klagen, da Monsato die ungewollte Verbreitung seiner Saat verhindern muss.
hm, nö das war hier unmittelbar bei mir in der gegend...
und der österreichische staat hat meinem nachbar (nicht direkt da aufm lande) gesagt er solle doch pollenbarrieren errichten.... um sich quasi zu schützen xD
danach hat er transparente angebracht "stoppt den gen-wahnsinn" und kämpft direkt gegen den "gen-fraß"
gegen diese transparente hat dann wiederrum der staat geklagt weil sie "werbung" sein sollen *gg*
da ging jahrelang hin und her..... über den ausgang bin ich nicht informiert :(
Also meiner Meinung nach wird das mit dem Gen-Mais wieder amal totoal übertieben.
Die meisten Leute glauben ja schon, dass wenns den Essen tot umfallen oder sofort zu irgendwelchen Ungeheuern mutieren.
Ich hab nichts gegen Genmais, meiner Meinung nach haben die meisten Leute nur deshalb was dagegen, weil es einem die Medien halt einsugerieren. Wie bei den meisten Meinungen der breiten Masse halt...
Nasenmann
31-10-2007, 09:15
Du lebst auch in einem Haus/Gebäude und ernährst Dich auch nicht mehr von Sammelgut und Gefundenem. Was ist die null-invasive Alternative? In der Höhle leben und ins Eck scheissen? Eingriffe in die Natur durch den Menschen begannen, als er seßhaft wurde und sich dem Ackerbau widmete. Und dann schlauerweise jene Pflanzen selektierte, die besser gediehen. Zucht die Folge.
Eine Argumentation contra genetischer Manipulation ist das eine, eine Forderung, man solle die Natur völlig in Ruhe lassen, jedoch nicht realistisch.
ich brauch in keiner höhle leben und in die ecke kaken, übrigens tolle formulierung - in die ecke scheissen - passt voll zum thema!
stimmt, ackerbau könnte man auch als eingriff in die natur bezeichnen, ich meine aber z.b. die ganzen flussregulierungen die anfangs ja sooo notwendig waren und nach paar jahren wieder entfernt wurden.... war doch nicht soo leiwand....
ich schau einfach das ich keine gen-manipulierten produkte kaufe oder tiere die so einen schei* gefressen haben....
ich wünsch dir einen festen stuhlgang beim nächsten ecken-geschäft!
ich brauch in keiner höhle leben und in die ecke kaken, übrigens tolle formulierung - in die ecke scheissen - passt voll zum thema!
stimmt, ackerbau könnte man auch als eingriff in die natur bezeichnen, ich meine aber z.b. die ganzen flussregulierungen die anfangs ja sooo notwendig waren und nach paar jahren wieder entfernt wurden.... war doch nicht soo leiwand....
ich schau einfach das ich keine gen-manipulierten produkte kaufe oder tiere die so einen schei* gefressen haben....
ich wünsch dir einen festen stuhlgang beim nächsten ecken-geschäft!
die frage is, ob man überhaupt sicher gehen kann 100% genfreie artikel bei läden wie spar, billa, hofer, etc. zu bekommen.....
wenn ich mich recht entsinne, haben sie zumindest zugestimmt nur genfreie produkte zu vertreiben...... aber gabs da nicht mal die diskussion mit irgendwelchen pizzen und andren nahrungsmittel wo ein geringer anteil vorhanden war der aber nicht kennzeichnungs-pflicht war?
16S rDNA
31-10-2007, 09:20
hm, nö das war hier unmittelbar bei mir in der gegend...
und der österreichische staat hat meinem nachbar (nicht direkt da aufm lande) gesagt er solle doch pollenbarrieren errichten.... um sich quasi zu schützen xD
danach hat er transparente angebracht "stoppt den gen-wahnsinn" und kämpft direkt gegen den "gen-fraß"
gegen diese transparente hat dann wiederrum der staat geklagt weil sie "werbung" sein sollen *gg*
da ging jahrelang hin und her..... über den ausgang bin ich nicht informiert :(
Also mich würde schon interessieren, wo Monsato gentechnisch veränderten Mais in Österreich angebaut hat oder anbaut. Die einzigen Freisetzungsversuche die es gab waren Erdäpfel für die Kleberindustrie...
Also mich würde schon interessieren, wo Monsato gentechnisch veränderten Mais in Österreich angebaut hat oder anbaut. Die einzigen Freisetzungsversuche die es gab waren Erdäpfel für die Kleberindustrie...
mh, ne, in diesem kontext, weiss nicht welche firma es war!
von monsanto weiss ichs nur, dass sie es auch gemacht haben in den usa wie du ja gesagt hast!
16S rDNA
31-10-2007, 09:29
Na beim Kauf von Produkten welche absolut nicht-gentechnisch verändert sind und auch keine solche Bestandteile enthalten wünsche ich viel Spass.
Sojalecithin ist in unglaublich vielen Produkten und Soja wird meist als gentechnisch verändertes Soja produziert.
Maisstärke aus GVO-Mais - nicht nachweisbar, da die Stärke ja keine DNA enthält und in der Struktur absolut ident ist.
Vitamin B12 (in vielen Fruchtsäften) wird zumeist in Bakterien exprimiert und dann zugesetzt. Ist eigentlich eijne gentechnische Veränderung.
Palmöl, Erdbeeren u.v.m. werden - wie fast alle Zierpflanzen und viele Nahrungsmittelpflanzen kloniert. Der Trick dabei ist nur, dass der Gesetzgeben die Klonierung nicht als gentechnische Veränderung tituliert, da das Erbgut ja nicht verändert wurde sondern - mittels Gentechnologie - kopiert.
Ich würde ja gerne mal Bioprodukte - die ja eine 0,0% Grenze wollen testen. Man findet immer etwas. Vor allem. Was ist die Referenz? Erbgut ändert sich nun mal. Auch innerhalb einer Generation.
Nasenmann
31-10-2007, 09:31
die frage is, ob man überhaupt sicher gehen kann 100% genfreie artikel bei läden wie spar, billa, hofer, etc. zu bekommen.....
wenn ich mich recht entsinne, haben sie zumindest zugestimmt nur genfreie produkte zu vertreiben...... aber gabs da nicht mal die diskussion mit irgendwelchen pizzen und andren nahrungsmittel wo ein geringer anteil vorhanden war der aber nicht kennzeichnungs-pflicht war?
ich kauf schon jahrelang produkte direkt vom bauer oder aus bio-läden, da geh ich schon davon aus das die gen frei sind.
16S rDNA
31-10-2007, 09:45
ich kauf schon jahrelang produkte direkt vom bauer oder aus bio-läden, da geh ich schon davon aus das die gen frei sind.
Du weißt aber schon, dass das Bt-Toxin, welches den Bt-Mais lt. Medien sooo giftig macht, im Biolandbau als Spritzmittel erlaubt ist?!?!
16S rDNA
31-10-2007, 09:48
die frage is, ob man überhaupt sicher gehen kann 100% genfreie artikel bei läden wie spar, billa, hofer, etc. zu bekommen.....
wenn ich mich recht entsinne, haben sie zumindest zugestimmt nur genfreie produkte zu vertreiben...... aber gabs da nicht mal die diskussion mit irgendwelchen pizzen und andren nahrungsmittel wo ein geringer anteil vorhanden war der aber nicht kennzeichnungs-pflicht war?
Die Regelung sieht vor, dass nicht mehr als 0,9% (jetzt 0,5%) gentechn. Verunreinigt sein darf und dies muss unabsichtlich und unwillentlich passiert sein und/oder nicht vermeidbar sein.
Übrigens eine Regelung die die Bioindustrie haben wollte, da sie (zurecht) befürchtet hat, dass mit immer sensitiveren Methoden auch bei ihren Produkten was zu finden ist. Ein v.d. Politik propagierter Grenzwert von unter 0,1% wurde von der Bioindustrie verhindert, ach wenn sie es nicht zugeben wollen!
Nasenmann
31-10-2007, 09:59
Du weißt aber schon, dass das Bt-Toxin, welches den Bt-Mais lt. Medien sooo giftig macht, im Biolandbau als Spritzmittel erlaubt ist?!?!
wusst ich nicht, trotzdem sind mir die bio-produkte lieber.
16S rDNA
31-10-2007, 10:10
wusst ich nicht, trotzdem sind mir die bio-produkte lieber.
Bleibt jedem selbst überlassen. Darum sollte eine Kennzeichnung her und der mündige Konsument kann frei entscheiden. Produkte die niemand kauft eliminieren sich von selbst.
Nasenmann
31-10-2007, 10:16
Bleibt jedem selbst überlassen. Darum sollte eine Kennzeichnung her und der mündige Konsument kann frei entscheiden. Produkte die niemand kauft eliminieren sich von selbst.
da hast wahr!
ich hab nur angst das sich die ganzen gen-pflanzen zuviel verbreiten und auch die "normalen" getreide und so anbumsen!
gen-erell is mir bio auch much lieber! aber die gfraster haun glei mal murzmäßig den preis in die höhe weils nun eben a alternative zu bio gäbe...
aber ehrlich gesagt zahl ich dann auch gern mehr.
....die gfraster haun glei mal murzmäßig den preis in die höhe.....
Freilandhaltung ist deutlich teurer als Legebatteriehaltung. Pestizid/Herbizid/Chemie-freie Landwirtschaft ist deutlich teurer.
Ohne Wachstumshormone: weniger Fleisch in längerer Zeit.
Das hat mit "Gfraster" nichts zu tun.
gegrillt sind alle gene gleich!
Matthias
31-10-2007, 13:25
Pestizid/Herbizid/Chemie-freie Landwirtschaft ist deutlich teurer.
Nein, es ist nicht teurer, sondern der Ertrag ist geringer.
Nein, es ist nicht teurer, sondern der Ertrag ist geringer.
Ertrag pro kg Gemüse: höher
Ertrag pro ha Anbaufläche: geringer.
Mit "teurer" meinte ich eigentlich die Kosten. Oag ist der Unterschied bei Batterie vs. Freiland.
Bleibt jedem selbst überlassen. Darum sollte eine Kennzeichnung her und der mündige Konsument kann frei entscheiden. Produkte die niemand kauft eliminieren sich von selbst.
Ich denke mal, das ist 90 % der Verbraucher egal, hauptsache billig!
;)
Ich denke mal, das ist 90 % der Verbraucher egal, hauptsache billig!
;)
Ja, das ist leider so. Ich habe mich mit einem Produzenten hochwertiger Lebensmittel unterhalten. Der hat mit einer großen Lebensmittelkette verhandelt, und die haben gemeint, er muss billiger werden. Als er gesagt hat, das geht nicht, Qualität hat seinen Preis, haben die gemeint, dann muss eben die Qualität sinken. Das war aber schon vor Jahren, er hat gemeint, inzwischen sieht das schon besser aus.
Nasenmann
31-10-2007, 13:58
Ich habe mich mit einem Produzenten hochwertiger Lebensmittel unterhalten.
kakt der auch in die ecke?`
fullspeedahead
31-10-2007, 15:45
Aber bezügl. deiner Fragen:
..
..
danke für die Antworten.:toll: :toll:
Finds supa, dass sich da auch wer gefunden gehat, der nicht nur mit Gerüchten argumentiert sondern die nötigen Fakten kennt - hab die nämlich noch in keiner Zeitung lesen können.
Wird ja witzigerweise in Österreich oft sehr einseitig gebracht, da die allergrößte Mehrheit fast schon Angst mit dem Wort Gentechnik verbindet.
Überhaupt kommt mir Österreich mit einigen Fragestellungen im Schnittpunkt von Ethik und moderner Wissenschaft überfordert vor. Beispielsweise dass es erlaubt ist, ein entsprechend behindertes Kind im Mutterleib noch kurz vor der Geburt zu töten (hier noch von "Abzutreiben" zu sprechen ist inakzeptabler Euphemismus) während es verboten ist, Gefährdungen in vitro im 8-Zell-Stadium abzuklären. :f:
Sich Entwicklungen zu verschließen, die nicht zu verhindern sind, macht das Problem wohl teilweise nur größer.
Zudem ist ein Vermischen der Thematik mit der Problematik der Hormon- und Antibiotikafütterung nicht sinnvoll - auch wenn da dieselbe Firma mitspielt. Jedenfalls müsste das Urteil dasselbe sein, wie wenn die Wiener Uni hauptbeteiligt wäre.
In Anbetracht der Situation mit gentechnisch veränderten Lebensmitteln wären wohl Diskussionen darüber, wie
- problematisch die Auswirkungen aufs Ökosystem sind (besonders ob Unterschiede zu "gewöhnlichen Monokulturen" bestehen)
- man eventuell durch gesetztliche Auflagen verhindern kann, dass die Landwirte in zu starke Abhängigkeit geraten
- man verhindern kann, dass sich Riesenmonopole wie Monsato bilden, die wohl nicht einmal in der Pharmaindustrie derart stark zu finden sind
- in welchen Bereichen man es freigibt
(das wär zumindest das, was mir zuerst einfallen würde)
die Auflagen für das Genmanipulieren selbst erscheinen mir - soweit ich sie jetzt sehr grob kenne - durchaus sinnvoll.
A´dorfer
31-10-2007, 19:46
kakt der auch in die ecke?`
Das fürchte ich hat mit in die Ecke sche**n nyx zu tun.
Lebensmittelhandelsketten geben den Einkaufsreis vor (egal ob gelb-rote, blau-orangene oder sonstige Leutreklame) um den diese Butterkekse, pefferkörner (in der Mühle oder ganz) und so ziemlich alles andere dem Produzenten bzw Importeur bezahlen.
Sagt der Produzent / Importeur des Produktes das es um den Preis nicht machbar ist heist es das er versuchen soll irgendwie um den Preis verkaufen kann oder er kann sich sein Zeug sonst wohin stecken. Verhandelt wir ausserdem oft vom Einkäufer eines Produktes an zwei Fronten. Da gibts dann aufreibende diskussionen wie: mir ist ein Mitbewerber bekannt der das selbe um ??% oder € günstiger abliefern kann. Können Sie auch?
Die Übel der freien Marktwirtschaft bzw übertriebenem Globalisierungswahn halt.
Nasenmann
01-11-2007, 10:30
Das fürchte ich hat mit in die Ecke sche**n nyx zu tun.
Lebensmittelhandelsketten geben den Einkaufsreis vor (egal ob gelb-rote, blau-orangene oder sonstige Leutreklame) um den diese Butterkekse, pefferkörner (in der Mühle oder ganz) und so ziemlich alles andere dem Produzenten bzw Importeur bezahlen.
Sagt der Produzent / Importeur des Produktes das es um den Preis nicht machbar ist heist es das er versuchen soll irgendwie um den Preis verkaufen kann oder er kann sich sein Zeug sonst wohin stecken. Verhandelt wir ausserdem oft vom Einkäufer eines Produktes an zwei Fronten. Da gibts dann aufreibende diskussionen wie: mir ist ein Mitbewerber bekannt der das selbe um ??% oder € günstiger abliefern kann. Können Sie auch?
Die Übel der freien Marktwirtschaft bzw übertriebenem Globalisierungswahn halt.
ist mir schon klar, ich hab das vom loco so verstanden das man wenn man sich gesund ernähren will, in einer höhle leben und in die ecke kaken muss...
österreich ist sowieso schon lange keine gentechnikfreie zone mehr.
es wird 10.000t-weise (manipuliertes) soja importiert, mit dem unsere
rindviecher u.ä. gefüttert werden...
gentechnik reflexartig abzulehnen halte ich nicht für richtig. schwierig
ist allerdings die grenzziehung zwischen tatsächlichem nutzen für die
menschheit (ertragssteigerung, medizinische behandlungsmethoden, etc.)
und reiner geschäftemacherei.
es ist halt einfacher, kategorisch nein zu sagen (und auf die chancen zu
verzichten), als das ganze differenziert zu betrachten...
@ zacki
in der eu nur schlechtes zu sehen, ist eine österreichische krankheit,
die völlig an der realität vorbeigeht. natürlich passiert auch dort viel scheiß,
aber wenn es danach ginge, hätten wir schon lange den volkszorn
auf unsere "regierung" loslassen müssen. diese herrschaften, beeinflussen viel
direkter unser tägliches leben, als die eu.
CU,
HAL9000
als ich damals dafür plädiert hab, Mock und Vranitzky zu teeren und zu federn und aus der Stadt zu peitschen, ham die Leute gesagt, ich mal alles zu schwarz....mittlerweile sind Währung und Eigenstaatlichkeit beim Teufel und wir werden von einer Lawine von sinnlosen EU-Vorschriften niedergewalzt und zusätzlich finanziell ausgequetscht wie eine Zitrone....:f: Wer steht hinter diesen Dingen? Die Amis gaben vor Europa soll sich um die Türkei kümmern...wegen Sicherung der langen Versorgungsleitungen (Pipelines), und Sie schickten ein Team nach Brüssel welches nur dazu kam um Genverändertes uns reinzudrücken, weil die alle Vorarbeiten schon geleistet, sowie die meisten Samenbanken regieren (Maissamen und dazugehörend Spritzmittel!).:f: Und unsere meisten Politiker leben nach diesen Diktaten.....:k: Der Volkeswille zählt nicht mehr.....!:(
... Der Volkeswille zählt nicht mehr.....!:(
wenn der "volkeswille" aus verschwörungstheoretikern wie dir bestünde,
wäre das so schlecht nicht... ;)
CU,
HAL9000
......wegen Sicherung der langen Versorgungsleitungen (Pipelines)....
Genau! Das Benzin in Österreich wird nämlich aus der Schnitzelfriteuse recycelt.... Böse, böse EU!
ElSpecko
01-11-2007, 16:38
Ich habe vor einiger Zeit einen interessanten Bericht im WDR gesehen, in dem es um die Zulassung von gentechnisch veränderten Pflanzen in den USA gegangen ist.
Mitarbeiter von Monsanto hatten bei der FDA, der Zulassungsbehörde in den USA, angeheuert und durften auf Grund ihres Wissens die Zulassungen bearbeiten. Nach den Zulassungen kündigten sie wieder und heuerten wieder bei Monsanto an.
Ein Schelm der etwas Böses dabei denkt.
Im Bericht war auch zu sehen, wie sich die Ausbringung des gentechnisch veränderten Sojas in Argentinien auf die dortige Flora und Fauna ausgewirkt hat, die Bauern berichteten über unerklärliche Erkrangungen bei Mensch und Tier, deren Beginn zeitlich mit der erstmaligen Ausbringung dieser Sojapflanzen auftrat.
Empfehle den Film "we feed the world". Da kann man als zumeist sehr ahnungsloser Konsument schon einiges in Erfahrung bringen. Z.B. bei den darin getätigten Aussagen eines franz.Fischers, span.Managers etc.