ckazok
17-01-2007, 09:49
Zu meiner Studienzeit bin ich ziemlich oft ins Kino gegangen, jetzt habe ich eher wenig Zeit, versuche trotzdem, mindestens 1 Mal in der Woche ins Kino zu gehen.
Da es offensichtlich kein dauerhaftes Kinothread gibt, möchte ich hiermit eins gründen, damit sich die Kinoliebhaber austauschen können; und mache selbst den Anfang mit den letzten drei Filmen, die ich mir angesehen habe:
Little Miss Sunshine: Relativ lieber Film, vor allem die spielerische Klasse ist bestechend. Die Handlung bleibt leider bißchen hinten dran, bei mir hat es nicht unbedingt die Gefühlsausbrüche erzeugt, von denen in diversen Kritiken die Rede war, jedoch sehenswert. Der Großvater mit den Lebensweisheiten (Fuck a lot of women, not one, a lot of), und die tolle Tony Collette beeindrucken.
Departed: Grandios im Aufbau, Handlung und in spielerischer Sicht. Nicholson ist top, DiCaprio wirkt endlich wie ein Mann. Überhaupt ist der Typ, den ich am Anfang seiner Karriere überhaupt nicht leiden konnte, allmählich zu einem Schauspieler gereift, der mMn in Coolness der legitime Nachfolger von Robert Mitchum sein wird. Die Handlung ist auch top, jedoch das Ende -und das ist mein Kritikpunkt an den Film- ist miserabel. Departed ist ein Remake von einem Hong Konger Film, an dessen Ende der böse Charakter (Matt Damon) überlebt und weiter munter Karriere macht. Das war wohl nicht zu ertragen für Hollywood, wo am Ende immer die Guten gewinnen sollen, sodaß Scorsese das Ende änderte und für eine finale Gerechtigkeit sorgte. Generell aber hatte ich den Eindruck, daß Scorsese so nach 2 Stunden plötzlich auf die Uhr geschaut und sich gedacht hat "scheiße, wieder ist's zu lang geworden, ich muß's schnell zu Ende bringen". Kurz: Der Film toll, das Ende miserabel.
Prestige: Christian Bale ist meiner Ansicht nach einer der besten Schauspieler unserer Zeit/der jüngeren Generation. Überhaupt, mit der Gruppe (neben Bale spielen Hugh Jackman und Michael Caine die Hauptrollen, an den Nebenrollen Scarlett Johansson und David Bowie) und dem Regisseur (Christopher Nolan - Memento) ist's relativ schwer, daß am Ende was schlechtes rauskommt. Die Handlung ist insbesondere in der ersten Hälfte für mein Geschmack bißchen undurchdringlich, erst gegen Ende lichtet sich das Ganze auf. Trotzdem ist die Übertragung der Obsessionen und Befangenheiten beider Illussionisten fabelhaft gelungen. Auf jeden Fall sehen!
Übrigens: Alle Filme im englischen Original.
Freue mich auf weitere Tipps und Kritik.
Da es offensichtlich kein dauerhaftes Kinothread gibt, möchte ich hiermit eins gründen, damit sich die Kinoliebhaber austauschen können; und mache selbst den Anfang mit den letzten drei Filmen, die ich mir angesehen habe:
Little Miss Sunshine: Relativ lieber Film, vor allem die spielerische Klasse ist bestechend. Die Handlung bleibt leider bißchen hinten dran, bei mir hat es nicht unbedingt die Gefühlsausbrüche erzeugt, von denen in diversen Kritiken die Rede war, jedoch sehenswert. Der Großvater mit den Lebensweisheiten (Fuck a lot of women, not one, a lot of), und die tolle Tony Collette beeindrucken.
Departed: Grandios im Aufbau, Handlung und in spielerischer Sicht. Nicholson ist top, DiCaprio wirkt endlich wie ein Mann. Überhaupt ist der Typ, den ich am Anfang seiner Karriere überhaupt nicht leiden konnte, allmählich zu einem Schauspieler gereift, der mMn in Coolness der legitime Nachfolger von Robert Mitchum sein wird. Die Handlung ist auch top, jedoch das Ende -und das ist mein Kritikpunkt an den Film- ist miserabel. Departed ist ein Remake von einem Hong Konger Film, an dessen Ende der böse Charakter (Matt Damon) überlebt und weiter munter Karriere macht. Das war wohl nicht zu ertragen für Hollywood, wo am Ende immer die Guten gewinnen sollen, sodaß Scorsese das Ende änderte und für eine finale Gerechtigkeit sorgte. Generell aber hatte ich den Eindruck, daß Scorsese so nach 2 Stunden plötzlich auf die Uhr geschaut und sich gedacht hat "scheiße, wieder ist's zu lang geworden, ich muß's schnell zu Ende bringen". Kurz: Der Film toll, das Ende miserabel.
Prestige: Christian Bale ist meiner Ansicht nach einer der besten Schauspieler unserer Zeit/der jüngeren Generation. Überhaupt, mit der Gruppe (neben Bale spielen Hugh Jackman und Michael Caine die Hauptrollen, an den Nebenrollen Scarlett Johansson und David Bowie) und dem Regisseur (Christopher Nolan - Memento) ist's relativ schwer, daß am Ende was schlechtes rauskommt. Die Handlung ist insbesondere in der ersten Hälfte für mein Geschmack bißchen undurchdringlich, erst gegen Ende lichtet sich das Ganze auf. Trotzdem ist die Übertragung der Obsessionen und Befangenheiten beider Illussionisten fabelhaft gelungen. Auf jeden Fall sehen!
Übrigens: Alle Filme im englischen Original.
Freue mich auf weitere Tipps und Kritik.