wolfi
07-05-2002, 09:53
Hi,
ich hab gerade auf www.rennradforum.de einen tollen Artikel über Sportgetränke gefunden!
Ciao
Wolfi
Hier der Original Artikel (gepostet von rene):
----------------------------------------------------------------------
Hi ihr Leut,
ich weiss das Thema hatten wir letztens schon mal.
Nach dem ich damals mit meinem Wasser-Apfelsaft-Zucker-Salz-Gemisch etwas demontiert wurde,
hab ich mal den damaligen Ökotropholigie Studenten
(mitlerweile hat er sein Diplom) Nils Schmidt aus Hamburg noch mal dazu befragt.
Ich hab seine Antowort mal angefügt.
Schon mal Tschüß
René
> Übrigens ich hab noch ein Frage zu deinem ApfelWasserZucker Salz-Getränk:
> Mach es eigentlich einen Unterschied, ob man Einfach-Zucker(Haushaltszeugs)
> oder MehrfachZucker( Maltodextrin, Traubenzucker, etc)
> nimmt? Im RR-Forum fanden einige die Zumischung von EinfachZucker für nicht
> sinnvoll.
Ich habe weiter unten mal ne Menge geschrieben was mir dazu einfällt. Ich weiß
nicht aus welchen Gründen der Haushaltszucker abgelehnt wird sonst gäbe es
bestimmt noch Argumente für oder wider. Mehr will ich da erstmal aber nicht
ins Detail gehen. (Letztendlich kann mann viele Verschiedene Lösungen finden
die Apfelsaft Zucker Salz Lösung ist aber die einfachste die ich kenne und wie
ich finde voll Zweckmäßig.)
Alles `ne Frage der Mengemit dem Zucker, aber erstmal muß ich noch was
klarstellen..:
Traubenzucker (Glukose) ist ein Einfachzucker (Monosacharid)
Fruchtzucker (Fructose) ist ein Einfachzucker (Monosacharid)
Haushaltszucker (Saccharose) ist ein Zweifachzucker (Disacharid), er besteht
zu zu je einem Teil aus Trauben- und Fruchtzucker
Maltodextrin ist ein Mehrfachzucker (Oligosacharid) wird aus
Stärke gewonnen was ein Vielfachzucker (Polisacharid) ist.
Nützlich ist es wenn der Körper während des Sports eine Mischung aus Fruktose
und Glukose bekommt, da im Apfelsaft Fruktose vorherrscht kann man ihn also
mit mit Traubenzucker oder Haushaltszucker aufwerten.
Es darf nur nicht zuviel werden, damit zum einen die Magenverweildauer nicht
verlängert wird und zum anderen im Dünndarm die Flüssigkeit schnell resorbiert
werden kann.
Die Resorption im Dünndarm hängt von der Osmolarität also der
Teilchenkonzentration ab.
Um die Flüssigkeits und Energieaufnahme zu optimieren darf so der
Gesamtzuckeranteil nicht über 10 % steigen (Absolute Obergrenze) bei ca. 5-7%
liegt das Optimum.
Maltodextrin bindet weniger Wassermoleküle, damit kann man mehr Energie in den
Drink tun als mit Zucker (egal ob Glukose oder Haushaltszucker) ohne die
Osmolalität zu erhöhen.
Ist zu viel Maltodextrin im Drink erzeugt dies ein Völlegefühl im Magen und
verlangsamt die Flüssigkeitsaufnahme.
Wenn mann zusätzlich zum Trinken noch Energie über Riegel etc aufnimmt kann
man denke ich besser auf Maltodextrin verzichten, die einfache
Apfelsaft-Zucker-Salz Rezeptur kommt zu etwa 5 % Kohlenhydratanteil, das ist
die Untergrenze dessen was wir schnell aufnehmen können, in meinen
Rezeptvorschlägen in der Zusammenfassung von Leer (s.u.) habe ich dann noch
bis zu 50 g je Liter Maltodextrin empfohlen, das geht dann an die Obergrenze
an. Wenn man denn aber noch ißt muß man wieder wasser trinken zum verdünnen.
Für mein Magengefühl bevorzuge ich aber mit einem dünneren Getränk zu fahren
und denn lieber noch ein paar Kohlenhydrate zu essen (alle Stunde eine
Grießschnitte)
Wie auch immer Du das jetz also kombinierst für Deine Energiebereitstrellung
ist es gleich, solange du nicht nur auf Fruktose setzt.
Knud fähr teilweise nur mit Wasser Maltodextrin und Salz (weil er keinen
Apfelsaft ab kann) das geht auch schmeckt aber nicht toll.
Maltodextrin hat nur bezüglich der Wasserbindung Vorteile und das es nicht
süßt also nicht den Mund verklebt, die Energie ist die Gleiche wie bei
Haushaltszucker sie muß nur erst im Darm noch aufgespalten werden (das geht
aber sehr schnell und stört nicht)
aus der Zusammenfassung nach Leer:
Sportgetränk leicht hypoton einfachste Rezeptur:
200 ml Apfelsaft
30 g Zucker (ein gehäufter Teelöffel sind 5 g)
1.5 g Kochsalz (ein gestrichener Teelöffel mit Salz sind etwa 3 g)
800 ml Wasser
der Apfelsaft liefert neben ca. 20 g Kohlenhydraten auch ca 220 mg Kalium, was
der Obergrenze an Kaliumverlusten über den Schweiß entspricht.
Der Zucker liefert die restlichen Kohlenhydrate, so dass die
Zuckerkonzentration in dem Bereich liegt wo am schnellsten das Wasser
aufgenommen werden kann.
Das Kochsalz liefert Natrium und Chlorid etwa in der Konzentration wie es
durch den Schweiss verloren geht.
Manchen Apfelsäften ist Vitamin C zugesetzt sie schmecken oft etwas saurer und
machen sie für die Mischung mit Salz und Zucker geeigneter.
Letztendlich könnt Ihr das Rezept noch an euren Geschmack anpassen, etwas
weniger Salz reicht auch und maximal können 300 ml Apfelsaft verwendet werden.
Ihr könnt alternativ auch Johannisbeersaft (max 200ml), Traubensaft (max
150ml), oder Birnensaft verwenden.
wer den Kohlenhydratanteil weiter erhöhen möchte kann dies mit 15g Stärke
(drei Teelöffel Maisstärke gut gehäuft) oder mit bis zu 50g Maltodextrin tun.
Die Stärke muß vorher in einem Teil des Wassers aufgekocht werden (Stärke mit
etwas kaltem Wasser verühren, so dass sie aufgelößt ist, und dann in Kochendes
Wasser einrühren etwa 5 min köcheln lassen)
Dieses Stärkegel ist geschmacksneutral, erhöht aber die Viskosität.
ich hab gerade auf www.rennradforum.de einen tollen Artikel über Sportgetränke gefunden!
Ciao
Wolfi
Hier der Original Artikel (gepostet von rene):
----------------------------------------------------------------------
Hi ihr Leut,
ich weiss das Thema hatten wir letztens schon mal.
Nach dem ich damals mit meinem Wasser-Apfelsaft-Zucker-Salz-Gemisch etwas demontiert wurde,
hab ich mal den damaligen Ökotropholigie Studenten
(mitlerweile hat er sein Diplom) Nils Schmidt aus Hamburg noch mal dazu befragt.
Ich hab seine Antowort mal angefügt.
Schon mal Tschüß
René
> Übrigens ich hab noch ein Frage zu deinem ApfelWasserZucker Salz-Getränk:
> Mach es eigentlich einen Unterschied, ob man Einfach-Zucker(Haushaltszeugs)
> oder MehrfachZucker( Maltodextrin, Traubenzucker, etc)
> nimmt? Im RR-Forum fanden einige die Zumischung von EinfachZucker für nicht
> sinnvoll.
Ich habe weiter unten mal ne Menge geschrieben was mir dazu einfällt. Ich weiß
nicht aus welchen Gründen der Haushaltszucker abgelehnt wird sonst gäbe es
bestimmt noch Argumente für oder wider. Mehr will ich da erstmal aber nicht
ins Detail gehen. (Letztendlich kann mann viele Verschiedene Lösungen finden
die Apfelsaft Zucker Salz Lösung ist aber die einfachste die ich kenne und wie
ich finde voll Zweckmäßig.)
Alles `ne Frage der Mengemit dem Zucker, aber erstmal muß ich noch was
klarstellen..:
Traubenzucker (Glukose) ist ein Einfachzucker (Monosacharid)
Fruchtzucker (Fructose) ist ein Einfachzucker (Monosacharid)
Haushaltszucker (Saccharose) ist ein Zweifachzucker (Disacharid), er besteht
zu zu je einem Teil aus Trauben- und Fruchtzucker
Maltodextrin ist ein Mehrfachzucker (Oligosacharid) wird aus
Stärke gewonnen was ein Vielfachzucker (Polisacharid) ist.
Nützlich ist es wenn der Körper während des Sports eine Mischung aus Fruktose
und Glukose bekommt, da im Apfelsaft Fruktose vorherrscht kann man ihn also
mit mit Traubenzucker oder Haushaltszucker aufwerten.
Es darf nur nicht zuviel werden, damit zum einen die Magenverweildauer nicht
verlängert wird und zum anderen im Dünndarm die Flüssigkeit schnell resorbiert
werden kann.
Die Resorption im Dünndarm hängt von der Osmolarität also der
Teilchenkonzentration ab.
Um die Flüssigkeits und Energieaufnahme zu optimieren darf so der
Gesamtzuckeranteil nicht über 10 % steigen (Absolute Obergrenze) bei ca. 5-7%
liegt das Optimum.
Maltodextrin bindet weniger Wassermoleküle, damit kann man mehr Energie in den
Drink tun als mit Zucker (egal ob Glukose oder Haushaltszucker) ohne die
Osmolalität zu erhöhen.
Ist zu viel Maltodextrin im Drink erzeugt dies ein Völlegefühl im Magen und
verlangsamt die Flüssigkeitsaufnahme.
Wenn mann zusätzlich zum Trinken noch Energie über Riegel etc aufnimmt kann
man denke ich besser auf Maltodextrin verzichten, die einfache
Apfelsaft-Zucker-Salz Rezeptur kommt zu etwa 5 % Kohlenhydratanteil, das ist
die Untergrenze dessen was wir schnell aufnehmen können, in meinen
Rezeptvorschlägen in der Zusammenfassung von Leer (s.u.) habe ich dann noch
bis zu 50 g je Liter Maltodextrin empfohlen, das geht dann an die Obergrenze
an. Wenn man denn aber noch ißt muß man wieder wasser trinken zum verdünnen.
Für mein Magengefühl bevorzuge ich aber mit einem dünneren Getränk zu fahren
und denn lieber noch ein paar Kohlenhydrate zu essen (alle Stunde eine
Grießschnitte)
Wie auch immer Du das jetz also kombinierst für Deine Energiebereitstrellung
ist es gleich, solange du nicht nur auf Fruktose setzt.
Knud fähr teilweise nur mit Wasser Maltodextrin und Salz (weil er keinen
Apfelsaft ab kann) das geht auch schmeckt aber nicht toll.
Maltodextrin hat nur bezüglich der Wasserbindung Vorteile und das es nicht
süßt also nicht den Mund verklebt, die Energie ist die Gleiche wie bei
Haushaltszucker sie muß nur erst im Darm noch aufgespalten werden (das geht
aber sehr schnell und stört nicht)
aus der Zusammenfassung nach Leer:
Sportgetränk leicht hypoton einfachste Rezeptur:
200 ml Apfelsaft
30 g Zucker (ein gehäufter Teelöffel sind 5 g)
1.5 g Kochsalz (ein gestrichener Teelöffel mit Salz sind etwa 3 g)
800 ml Wasser
der Apfelsaft liefert neben ca. 20 g Kohlenhydraten auch ca 220 mg Kalium, was
der Obergrenze an Kaliumverlusten über den Schweiß entspricht.
Der Zucker liefert die restlichen Kohlenhydrate, so dass die
Zuckerkonzentration in dem Bereich liegt wo am schnellsten das Wasser
aufgenommen werden kann.
Das Kochsalz liefert Natrium und Chlorid etwa in der Konzentration wie es
durch den Schweiss verloren geht.
Manchen Apfelsäften ist Vitamin C zugesetzt sie schmecken oft etwas saurer und
machen sie für die Mischung mit Salz und Zucker geeigneter.
Letztendlich könnt Ihr das Rezept noch an euren Geschmack anpassen, etwas
weniger Salz reicht auch und maximal können 300 ml Apfelsaft verwendet werden.
Ihr könnt alternativ auch Johannisbeersaft (max 200ml), Traubensaft (max
150ml), oder Birnensaft verwenden.
wer den Kohlenhydratanteil weiter erhöhen möchte kann dies mit 15g Stärke
(drei Teelöffel Maisstärke gut gehäuft) oder mit bis zu 50g Maltodextrin tun.
Die Stärke muß vorher in einem Teil des Wassers aufgekocht werden (Stärke mit
etwas kaltem Wasser verühren, so dass sie aufgelößt ist, und dann in Kochendes
Wasser einrühren etwa 5 min köcheln lassen)
Dieses Stärkegel ist geschmacksneutral, erhöht aber die Viskosität.