Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Schlüssel abnehmen
Zufällig grad auf 25 gsehn:
Da hat ein Schauspieler einen auf betrunken gemacht, so angsoffen, dass er das Schlüsselloch zum Starten vom Auto nimmer findet.
Und dann Passanten gefragt, ob sie ihm bitte den Schlüssel ins Loch stecken können, damit er wegfahren kann.
In einer Stunde haben ihm 10 (!) Typen geholfen, nur 2 Burschen, die gemeinsam vorbeigekommen sind, haben ihm den Schlüssel weggenommen. :eek:
Das wär für mich überhaupt keine Frage, hab schon öfter Kunden von mir den Schlüssel abgenommen und die Leut ins Taxi gesetzt, aber wie's scheint, für die Jungen (waren alle zw. 18 und 25) ist das gar kein Thema, dass sie sich vielleicht selbst das Grab schaufeln, weil Ihnen der Angsoffene 5 Minuten später auf der Strasse entgegenkommt.
Bin entsetzt!
~stephan~
03-06-2004, 17:44
Nageh in Österreich ist das doch nicht schlimm angesoffen zu fahren... Denk nur mal an den Typen der in die Musikgruppe gefahren ist :mad:
ich find das super verantwortlich, das schlüssel abnehmen. das ist doch selbstverständlich dass man leute in sagen wir "leicht angeheitertem zustand" nicht mehr hinter's steuer lässt.
ich versteh einfach nicht wie manche in ihr blankes verderben rasen können wenn sie (v.a. in dem alter) alkoholisiert auto fahren. ich glaub denen ist nicht klar, dass sie das ihr leben kosten kann.
normalerweise würd ich ja sagen dass man aus erfahrung lernt aber hier ist das wohl nicht ganz zutreffend, :(
EineDrahra
03-06-2004, 18:40
Original geschrieben von Lena
normalerweise würd ich ja sagen dass man aus erfahrung lernt aber hier ist das wohl nicht ganz zutreffend, :(
najo, des mochns ka zweits moi mehr... http://www.click-smilies.de/sammlung0304/traurig/sad-smiley-066.gif
crazymike
03-06-2004, 18:50
ich würd es mal so sagen, wenn die betrunkenen nur sich selbst gefährden würden dann wäre das ja wirklich ihr "bier" wobei ich ihm auch nicht helfen würde vorweg, aber spätestens dann wenn auch andere gefährdet werden, was im straßenverkehr ja eigentlich normal is, da hört für mich der spaß auf....
wenn ich biken geh und mich stellts auf und mir passiert was, da wird vermutlich auch keiner mitleid haben, versteh ich auch da geh ich bewusst eine gefahr ein aber gefährde damit nur mich und niemand anderen!
Original geschrieben von EineDrahra
najo, des mochns ka zweits moi mehr... http://www.click-smilies.de/sammlung0304/traurig/sad-smiley-066.gif
sag das nicht, es gibt leuts die sind wegen trunkenheit am steuer bereits mehrmals verurteilt und fahren ohne führerschein immer noch betrunken und bauen unfälle...., aber in einem land wo die höchststrafe für bewaffneten raubüberfall niedriger is als für unbewaffneten und leuts für misshandlung / vergewaltigung von kindern mit 2 jahren auf bewährung heimgehen wundert mich nix mehr..... :f: :(
Original geschrieben von crazymike
ich würd es mal so sagen, wenn die betrunkenen nur sich selbst gefährden würden dann wäre das ja wirklich ihr "bier" wobei ich ihm auch nicht helfen würde vorweg, aber spätestens dann wenn auch andere gefährdet werden, was im straßenverkehr ja eigentlich normal is, da hört für mich der spaß auf....
da braucht ma aber net betrunken sein um andere zu gefährden.... wenn ich an den ar.... denk der mir letztes wochenende mit mind 100 auf meiner spur entgegenkam und mich um haaresbreite (und mehr wars wirklich nicht) nicht abgschossen hat dann wird mir jetzt noch schlecht und ich danke meinen schutzengeln dass nix passiert is! und der oar... hat glück dass ich ihn net in die finger kriegt hab!
Matthias
03-06-2004, 18:59
Erst wenn ein Alkomat in jedem Auto installiert sein wird, der mit der Zündung in Verbindung steht (>0,1 ‰ und der Motor startet nicht), dann wird es wohl kaum mehr Alkohol am Steuer geben.... :rolleyes: ;)
"Geh oida, kenntast ma in Alkomat hauchn, damit i mei Auto startn kau? Und bitte glei in Schlüssel ins Loch steckn, i triff nimma eine...."
Wurscht, das bringt genau so wenig!
crazymike
03-06-2004, 19:07
man kann kann alles immer und irgendwie umgehen!!! leider aber wahr!
das es immer wieder dumme autofahrer gibt die uns radfahrer gefährden is leider auch alltag! manche machen es schon absichtlich und schneiden einen wenn man nebeneinander fährt und sie nicht vorbei lässt, ich mein wo sind wir denn hier in österreich?
der strafkatalog sollte doch mal sehr gut überdacht werden und andere prioritäten gesetzt werden!
Matthias
03-06-2004, 19:08
Original geschrieben von TomCool
"Geh oida, kenntast ma in Alkomat hauchn, damit i mei Auto startn kau? Und bitte glei in Schlüssel ins Loch steckn, i triff nimma eine...."
Wurscht, das bringt genau so wenig!
Das würde sehr wohl was bringen, weil sich das Auto in besoffenen Zustand nicht starten lassen würde. ;)
Sicherlich, jede Hürde ist zu überwinden, so auch diese! Aber ein möglicher Ansatz.... :rolleyes:
Original geschrieben von judma
Das würde sehr wohl was bringen, weil sich das Auto in besoffenen Zustand nicht starten lassen würde. ;)
Sicherlich, jede Hürde ist zu überwinden, so auch diese! Aber ein möglicher Ansatz.... :rolleyes:
Wenn ein anderer Dodl für ihn reinhaucht und den Schlüssel umdreht? Wie stellst Du Dir das technisch vor?
na, das bringt nix. Zivilcourage ist angesagt.
so ein test war auch mal auf pro7 und da haben auch ca 2 von 10 den schlüssel abgenommen und die restlichen 8 haben dem auch noch in's auto geholfen.
das ist wirklich ZIVIL COURAGE angesagt.
wenn da noch mehr leute zu schaden kommen..
na ja ich denk es genügt soger EIN verletzer/toter/involvierter etc
Matthias
03-06-2004, 19:18
Original geschrieben von TomCool
Wenn ein anderer Dodl für ihn reinhaucht und den Schlüssel umdreht? Wie stellst Du Dir das technisch vor?
na, das bringt nix. Zivilcourage ist angesagt.
Wenn eine Jugendclique unterwegs ist, dann sind eh alle im Auto meist zu bis oben hin. :mad:
Wer soll denn dann reinblasen?
Und ein Wildfremder wohl kaum... Stichwort: Zivilcourage! ;)
Technisch ist das wohl am leichtesten umzusetzen!
Ein Alkomat, mit der Zündung verbunden. So einen Schaltkreis bringt ja schon ein Elektriklehrling zusammen.
Die finanzielle Sache wäre da ein anderes Problem >> Geräte sind teuer!
Original geschrieben von judma
Wenn eine Jugendclique unterwegs ist, dann sind eh alle im Auto meist zu bis oben hin. :mad:
Wer soll denn dann reinblasen?
Und ein Wildfremder wohl kaum... Stichwort: Zivilcourage! ;)
Technisch ist das wohl am leichtesten umzusetzen!
Ein Alkomat, mit der Zündung verbunden. So einen Schaltkreis bringt ja schon ein Elektriklehrling zusammen.
Die finanzielle Sache wäre da ein anderes Problem >> Geräte sind teuer!
Also in der grossen Menge (jedes Auot einer) werden auch Alkomaten billiger.
Aber die, die dem im Test geholfen haben, waren alles wildfremde!!!!
Einer hat sogar gefragt, ob er mitfahren darf. :spinnst?:
Quatsch, und zwar die Grenze.
Die meißten der "betrunkenen" Autofahrer sind mit bis zu 0,8 Promille immer noch deutlich sicherer unterwegs gewesen, als viele anderen nüchtern.
Und den Fällen, die zu Senkung der Alkgrenze geführt haben (und eine weitere Senkung herbeifürhen werden), ist jedwede Grenze egal.
hm klar - die die trinken WOLLEN tun's sowieso , egal ob 0,0 0,5 oder 0,8 promille aber ich hoffe schon dass durch die 0,5% grenze zuminest ein paar davon abgehalten worden sind betrunken auto zu fahren.
da ich erst seit 8 monaten meinen führerschein hab hab ich eh 0,0% aber ich würd NIE IM LEBEN mit auch nur 0,01% fahren (außer verdauuungs promillen durch's apfel essen oder so)
Matthias
03-06-2004, 19:47
Original geschrieben von yellow
Quatsch, und zwar die Grenze.
Die meißten der "betrunkenen" Autofahrer sind mit bis zu 0,8 Promille immer noch deutlich sicherer unterwegs gewesen, als viele anderen nüchtern.
Und den Fällen, die zu Senkung der Alkgrenze geführt haben (und eine weitere Senkung herbeifürhen werden), ist jedwede Grenze egal.
Da hast du bestimmt recht, es ist vielmehr die Unaufmerksamkeit. Kommt dann noch Alk und/oder überhöhte Geschwindigkeit dazu... :f:
Aber: Unaufmerksamkeit kannst du kaum quantifizieren, den Alk-gehalt kannst bestimmen, Geschwindigkeit detto.
Deshalb kommen immer letztere 2 Parameter zur öffentlichen/politischen Diskussion. :rolleyes:
Jemand mit 0,8‰, der mit einem 50er auf der Straße fährt ist immer noch besser, als ein "junga Bua", der mit 160 über die Landesstraße donnert und nebenbei (ohne Freisprecheinrichtung) telefoniert, ißt und raucht. ;)
Original geschrieben von TomCool
Zufällig grad auf 25 gsehn:
Bin entsetzt!
Bin entsetzt, was du schaust :p :D
Nein, im Ernst, Bsoffene bringst normalerweise nicht dazu, klar und logisch zu denken - und wer nicht wirklich arg verknackt wird, lernt nichts draus :( :s:
es gibt auch so tests, wo ein blinder (so mit armschleife, etc.) passanten bittet, das auto aus einer parklücke zu fahren. dem wurde auch geholfen ...
bzgl schlüssel abnehmen: da gab's doch den vorfall in graz(?), wo ein alkofahrer von der polizei angehalten wurde, dann aber wieder ins auto sprang und wegfuhr (und dabei jemanden niederführte?). angeblich "durfte" die polizei auch nicht den schlüssel abnehmen ... [irgendsowas wurde angeführt ...]
man muss ja nicht gleich rechtliches glatteis betreten und ihm den schlüssel wegnehmen; dass man so jemaden aber noch hilft, das auto in betrieb zu nehmen, versteh ich auch nicht.
Matthias
03-06-2004, 20:00
Original geschrieben von Mr.T
bzgl schlüssel abnehmen: da gab's doch den vorfall in graz(?), wo ein alkofahrer von der polizei angehalten wurde, dann aber wieder ins auto sprang und wegfuhr (und dabei jemanden niederführte?). angeblich "durfte" die polizei auch nicht den schlüssel abnehmen ... [irgendsowas wurde angeführt ...]
Ja, das war letztes Jahr am Geidorfplatz in Graz. Und: 2 Leute mußten ihr Leben lassen... :mad: :(
wundet mich gar nicht die aktion... - in einem land, wo besoffen autofahren
nach wie vor als kavaliersdelikt gilt...:mad:
und da würde auch 0,0‰ gar nix dran ändern, weil diese trottel trotzdem
noch autofahren werden...
sehr drastische strafen würden vielleicht helfen. dazu zählt führerschein
abnehmen sicher nicht. eher geldstrafen, angepasst an das einkommen
oder monatelange sozialarbeit, z.b. in einem rehazentrum, wo diesen
ärschen dann deren opfer begegnen...
CU,
HAL9000
Matthias
04-06-2004, 05:36
Original geschrieben von HAL9000
sehr drastische strafen würden vielleicht helfen. dazu zählt führerschein abnehmen sicher nicht. eher geldstrafen, angepasst an das einkommen oder monatelange sozialarbeit, z.b. in einem rehazentrum, wo diesen ärschen dann deren opfer begegnen...
Ich denke mir, letzteres würde am effizientesten sein! ;)
Strafen, schön und gut. Nur ist man im alkoholisierten Zustand nicht mehr zurechnungsfähig, an eine potentielle Strafe denkt dann keiner mehr.
Und während einer Feier o.ä. mit Freunden denkt auch keiner: Nein, ich darf nix trinken, weil sonst zahle ich... :rolleyes:
meine meinung dazu:
das grundübel ist einfach unsere ganze gesellschaft,
du wirst in österreich von klein an in den alkohol
hineingebohren,daran gewöhnt,
in der gesellschaft zu trinken,gilst zeitweise als ausenseiter
wennst beim fortgehn ned mittrinkst,
dann kommt noch der wirtschaftliche aspekt dazu,
alkoholwerbung in allen medien,
es ist einfach"normal"+ghört dazu sich einen anzuzwitschern.
das ganze übel alkohol gehört doch an den wurzeln erfasst,
aber welcher"versoffene"politiker würde sich da wohl drüber trauen?
na keiner
oder zeig ma an gendarmen der sein nachbarn,wenn er ihn ertappt als
alosüner zur rechenschaft zieht,
leider ist alkohol am steuer bei uns ein kavaliersdelikt :s:
solln sa sich von mir aus alle zu tode saufen,
aber lassts bitte eure fahrzeuge dann stehn
lg jimmy
.... ich finds interessant dass DU in den Alkohol hineingeboren wurdest (klingt leiwand). :D
Würde nicht den Alk verteufeln sondern eher die Tschecheranten die nur am Sauffen sind. ;)
Bin da wieder beim Glas Rotwein in der Wanne, des geht mit an Apfelsaft ned wirklich ! :D
geh boschl
waast scho wos i maan,nimmst halt an angegärten apfelsaft :D
und?wie woar dein gestriger ruhetag?
... war ich im Fitneß und habs alle ordentlich gschimpft ...... :mad:
Original geschrieben von Boschl
... war ich im Fitneß und habs alle ordentlich gschimpft ...... :mad:
wen?
die hosn :confused:
Matthias
04-06-2004, 06:16
In einem solchen befindet sich der Staat bei der Alkoholfrage genauso wie bei der Raucherfrage.
Auf der einen Seite verdient der Finanzmininster Mrd. € durch Steuern mit all den legalen Drogen mittel- und unmittelbar, auf der anderen Seite will man es verbieten, weil es 10-Tausende Todesopfer jährlich direkt und indirekt fordert. :rolleyes:
Aus rein wirtschaftlicher Sicht ist es doch so, dass erstere Option die erheblich bessere für den Staat im Augenblick ist. Er braucht Geld, jetzt & sofort!
Die Probleme und Kosten durch den Konsum solcher Sachen treten (meistens) Jahre später auf.
Denn niemand stirbt am Rauchen (beim Alkohol noch eher) unmittelbar, sondern hat ein erhöhtes Risiko, dass in eine Krankheit führen kann. Nicht jeder Raucher bekommt Lungenkrebs, als Beispiel.
Ganz zu schweigen von dem gewaltigen Wirtschaftszweig, der da dran hängt. Tausende Arbeitsplätze gefährdet? - das kann sich kein Politiker heutzutage leisten. :eek:
Kann mich nur Jimmy anschließen
Solange der Alkoholgenuss von der Gesellschaft - toleriert kann man nicht sagen , eher schon gefordert wird, kanns nicht besser werden.
Als ich vor 10 Jahren einen persönlichen Schlussstrich unter der Sache gezogen habe (0,0% seit damals) war das größte Problem, all jenen, die mir "einen ausgeben" wollten davon zu überzeugen dass ich eben kein Bier trink!
Gleichzeitig ist es so, dass zwar ein Aufstand gemacht wird wegen
ca 300 Drogentoter im Jahr Österreichweit (hier sind "klassische Drogen" wie Haschisch, Herroin, Kokain etc... gemeint), aber von den 30.000 (sic!) Alkoholtoten (gesamt nicht nur Verkehr, welcher nur einen Bruchteil ausmacht)) pro Jahr spricht niemand! Und die Dramen die sich durch Alkoholismus im restlichen Leben, Beruf, Familie etc. abspielen sind um nichts weniger grausam....
Wenn man dann auch noch sieht wie sich bereits die 13/14 jährigen mit den sog. Alko-Pops zuschütten dann kann einem nur der Graus kommen... :k:
lg werner5
Matthias
04-06-2004, 06:37
Aber überlegt selbst einmal: Wer von euch hatte noch nie im Leben einen (Voll-)Rausch? :confused:
Ich trau' mir da gleich eine vorsichtige Schätzung abzugeben: 20-30% :(
ich war zwar schon öfters mal - sagen wir - lustig aber so richtig voll bum zu dass ich am näxten tag kopfweh hatte oder dass mir schlecht war - nicht dass ich mich erinnern kann ;)
(aber kann man sich an so was immer erinnern ? *g*)
Original geschrieben von judma
... Wer von euch hatte noch nie im Leben einen (Voll-)Rausch? ...
ich schon... - studentenheim rulez... ;):p - nicht dass ich stolz darauf
wäre, aber ich war nicht immer ein apfelsaft-in-der-badewanne-schlürfer,
zum spießer bin ich erst später geworden... ;)
mein bruder z.b. hatte sicher noch nie einen, der hat mich zu meinen
studenten-zeiten erlebt und damit gar nicht erst angefangen... :p
CU,
HAL9000
Matthias
04-06-2004, 06:52
Wie schon der JIMMY geschrieben hat und auch der werner5 ist eben das Alkohol ein rein gesellschaftliches Problem.
Niemand würde auf die (rationale) Idee kommen, ein Nervengift zu konsumieren, dass Hefepilze zur Abwehr von "Feinden" produzieren, wenn es ihm die Gesellschaft nicht einreden würde. :spinnst?:
Ist jetzt überspitzt formuliert, trifft die Sache - meiner Meinung nach - auf den Punkt. ;)
Der Peter
04-06-2004, 08:08
Das wir uns an den Geschmack von alkoholischen Getränken gewöhnen (wem schmeckte der erste Schnaps, bitte aufzeigen) liegt in unserer evolutionären Prägung. Der Mensch hat im Unterschied zu den Tieren gelernt, alles was er zu sich nimmt, nicht nur nach dem Geschmack zu beurteilen. Z. B. ist "bitter" eine typische Geschmacksnote von Pflanzen die dem Organismus nicht zuträglich sind. Wir aber haben gelernt (zumindest manche von uns), dass uns "bitter" auch zuträglich sein kann. Alkoholische Getränke entsprechen diesem Lerneffekt, obwohl das Wort "zuträglich" scheinbar von jedem anders interpretiert wird.
Seit tausenden von Jahren kommen Menschen darauf so etwas herzustellen und zu trinken. Ich glaube es war Philippus Aureolus Theophrast Bombast aka Paracelsus der gesagt hat: "Alle Dinge sind Gift und nichts ist ohne Gift; allein die Dosis machts, dass ein Ding kein Gift ist." Es geht wie bei allem um den verantwortungsvollen Umgang mit "Giften". Alkohol ist in unserer Gesellschaft als Rauschmittel seit Jahrtausenden akzeptiert. Immer schon hatte man Probleme mit der verantwortungslosen "Anwendung". Auf gut deutsch: "Deppat augsoffene hots imma gebn." Dies gilt praktisch für alle Rauschmittel. In den klassichen Mohnanbauländern gab es immer schon Menschen, die mit dem Opiatrausch umgehen konnten. Es gab aber auch immer Menschen die damit nicht umgehen konnten. Das ist einfach eine Frage der Persönlichkeit.
Es gibt eben offenbar Menschen die niemals erwachsen und verantwortungsbewusst werden. Was Menschen alles im Rausch anstellen ist ja sowieso unwahrscheinlich und die Folgen ihnen oftmals erst im nüchternen Zustand bewußt (vgl. Maxims of Law aus Bouvier's 1856 Law Dictionary: Qui peccat ebuius, luat sobrius.). Das Problem ist eben, dass der Rausch die Sinneswahrnehmung und Selbsteinschätzung des berauschten zum Zeitpunkt der Berauschung (also eben auch der Tat) wesentlich beeinflußt. Daher Muss man schon im unberauschten Zustand verantwortlich agieren. Wie sagt man: "Sauf ned wonnst as ned vartrogst." und eigentlich sollte jeder wissen ob er das Saufen veträgt.
Ich habe den Beitrag übrigens auch gesehen. Ich war nicht besonders verwundert. Wer hätte sich was anders erwartet? Die Dummheit ist eben Legion. Ich hätte wahrscheinlich auch den Schlüssel nicht abgenommen (vgl. rechtliches Glatteis), aber der könnte einem ja *hoppla* aus der Hand und unter das Auto fallen *g*. Gestartet hätte ich das Auto in keinem Fall. Vielleicht wäre ich aus Feigheit einfach weiter gegangen.
blizzard
04-06-2004, 08:13
Original geschrieben von Der Peter
allein die Dosis machts
der Standartspruch meines ehemaligen Chemielehrers... ;)
EineDrahra
04-06-2004, 10:04
Original geschrieben von judma
Aber überlegt selbst einmal: Wer von euch hatte noch nie im Leben einen (Voll-)Rausch? :confused:
ich.
Original geschrieben von judma
In einem solchen befindet sich der Staat bei der Alkoholfrage genauso wie bei der Raucherfrage.
Auf der einen Seite verdient der Finanzmininster Mrd. € durch Steuern mit all den legalen Drogen mittel- und unmittelbar, auf der anderen Seite will man es verbieten, weil es 10-Tausende Todesopfer jährlich direkt und indirekt fordert. :rolleyes:
Aus rein wirtschaftlicher Sicht ist es doch so, dass erstere Option die erheblich bessere für den Staat im Augenblick ist. Er braucht Geld, jetzt & sofort!
Die Probleme und Kosten durch den Konsum solcher Sachen treten (meistens) Jahre später auf.
Denn niemand stirbt am Rauchen (beim Alkohol noch eher) unmittelbar, sondern hat ein erhöhtes Risiko, dass in eine Krankheit führen kann. Nicht jeder Raucher bekommt Lungenkrebs, als Beispiel.
Ganz zu schweigen von dem gewaltigen Wirtschaftszweig, der da dran hängt. Tausende Arbeitsplätze gefährdet? - das kann sich kein Politiker heutzutage leisten. :eek:
was mich stört bzw. aufregt: dass der staat (ok, mehr die exekutive) sich versteift, mich im strassenverkehr vor "selbst-gefährdung" zu schützen (gurten/helm-pflicht, der ganze fahradl-sch****, ... ) aber alk-kontrollen sehr spärlich durchführt (oder auch handy-telefonieren prakt. nicht geahndet wird)
wie kann ich mir sonst erklären, dass in meiner mehr als 20-jährigen autofahrer-"karriere" kein einziges mal mein alk kontrolliert wurde? dafür habe ich haufenweise "tickets" wegen irgendwelcher dubioser park-vergehen, gurtenanlegen im sommer, und ein paar wenige wegen schnellfahren (zb 70 statt 50 bei einer ortsaus(!)fahrt oder am ring ---noch mit'n motorradl.)
[irgendiwe ist es auch eigenartig, dass sich die leute bei zeltfesten der feuerwehr ansaufen und dann von ebendieser nach dem unfall aus dem wrack geschnitten werden.]