p.toth
31-03-2004, 21:00
An alle die sich überlegen, mit einem Rad im Koffer oder Karton auf Reisen zu gehen:
Ich habe mich total auf meinen Radurlaub in Kapstadt (inkl. grösstes Radrennen der Welt mit ca. 36000 Teilnehmern) gefreut und zum ersten Mal mein Rad (Trek 5500 OCLV) in einem Koffer, den ich im Jänner 2004 für diesen Zweck gekauft habe (375 Euro zuzügl. Versandkosten), mitgenommen.
Der Flug war über Luft****a gebucht und ging am 10. März von Wien mit Tyr****n nach München und von dort mit Luft****a nach Johannesburg, wo ich umsteigen musste, von dort ging es dann nach Kapstadt, wieder mit Luft****a.
Aufgrund des schlechten Wetters beim Abflug und eines sehr kurzen Aufenthalts in München war die Luft****a so nett und hat mich auf eine frühere Maschine nach München gebucht.
Eingecheckt habe ich über die Aus****n (Airlines) schon einen Tag früher, das Personal war ausgesprochen nett.
In Kapstadt habe ich dann eine böse Überraschung erlebt:
Das Rad war nicht da! Wenn man bedenkt, dass ich für das Radrennen und zum Radfahren dorthin geflogen bin, ein überaus schlimmes Erlebnis. Nach viel Nachfragen und Aufregen habe ich beim Swissport-Schalter erfahren, dass mein Rad in Frankfurt (???) sei.
Am Luft****a-Schalter versuchte ich, den Transport zu sichern bzw. zu beschleunigen, die 2 Damen dort am Schalter meinten sie wären "not in charge". Sie ließen sich dann doch überreden, nachdem sie ja die Luftlinie repräsentieren, alle Hebel in Bewegung zu setzen, dass das Rad schließlich am nächsten Tag unversehrt ankam und auch zugestellt wurde. Das hat zwar etwas Aufregung und einen Trainingstag gekostet, aber immerhin war ich froh, das Rad endlich zu haben.
Es kam noch besser:
Rückflug von Kapstadt mit Zwischenstopp ohne Umsteigen in Johannesburg mit Luft****a nach Frankfurt und von dort mit der Aus****n nach Wien. Eingecheckt habe ich zum frühest möglichen Termin.
In Wien war dann das Rad wieder nicht da!!!
Nur diesmal konnte mir auch niemand sagen, wo das Rad geblieben sei, und wann es komme (dies hat ja in Kapstadt wunderbar funktioniert und einigermassen für Beruhigung gesorgt). Viel Aufregung am lost-and-found-Schalter meinerseits hat nicht viel gebracht, ich musste den Flughafen ohne Information über den Verbleib meines Fahrrades verlassen. Information bekam ich aber sehr wohl darüber, dass das Rad - falls verschwunden - mit 20 US$ pro kg ersetzt würde - ein überaus schlechter Scherz, wenn man bedenkt, dass man viel dafür zahlt ein besonders leichtes Rad zu haben.
Eine Dame der Luft****a in Frankfurt teilte mir am Telefon noch mit, dass es nicht die Aufgabe der Fluglinie sei, den Koffer mit dem Rad zu suchen (nachdem es wohl auch nicht ihre Aufgabe war, diesen ordnungsgemäß zu befördern obwohl ich ein eigenes Ticket um 120 Euro für den Radkoffer gekauft habe). Außerdem sagte sie wörtlich, könne es sein, dass der Radkoffer nicht in das Flugzeug der Aus****n gepasst haben könnte. Fliegt die Aus****n eigentlich auch mit einer Cesna Linienflüge von Frankfurt nach Wien???
Jedenfalls habe ich mit ca. 12 Stunden Verspätung und sehr vielen Telefonaten den Radkoffer erhalten, und zwar so:
Der Hartschalenkoffer hat ein dreieckiges Loch in einer Seitenwand, Seitenlänge etwa 4 cm, eine Rolle ist ausgebrochen (wodurch sich das 1,3 x 0,9 x 0,35 m große Ding ja nicht sehr gut transportieren lässt) und überdies bei einem Tragegriff die Verankerung ausgebrochen.
Ich habe natürlich sofort reklamiert und alle Mängel bei der Übernahme schriftlich festgehalten.
Heute habe ich ein Formular der Aus****n erhalten, ich solle die Tickets diesbezüglich schicken. Ich habe dann dort angerufen, um mich zu erkundigen, wie das ganze jetzt ablaufen würde, denn ich brauche den Radkoffer in 1 1/2 Wochen wieder (ich fliege am Karsamstag nach Mallorca). Die nette Dame am Telefon sagte mir, ICH müsse den Koffer zum Geschäft schicken, wo ich ihn gekauft habe um den Schaden begutachten zu lassen (am Rande sei erwähnt, dass dieser Transport hin und zurück wohl ca. 60 Euro kostet) und wenn er als kaputt eingestuft wird (ein Hartschalenkoffer mit einem Loch? Nona!), dann würde mir wieder der ominöse Kilopreis laut Warschauer Abkommen gezahlt (was ungefähr 100 Euro weniger als der Kaufpreis des Koffers, dessen erste Reise dies war bedeutet).
Das heisst im Klartext: im besten Fall kostet mich eine Beförderung eines Radkoffers mit Luft****a und Aus****n zusätzlich zum Ticketpreis 160 Euro, da die genannten Fluglinien wohl nicht in der Lage sind, die ihnen anvertrauten Dinge mit der gebotenen Vorsicht zu behandeln!
Eigentlich habe ich nicht vor, mir das gefallen zu lassen (habe natürlich einen Rechtsschutz, den ich bei diesen Gepflogenheiten des Ersetzens eines schwer beschädigten Gepäckstücks wohl hinzuziehen muss).
Das alles habe ich geschrieben, weil ich alle die mit einem Radkoffer verreisen wollen warnen will vor den Folgen die ihnen blühen könnten. Erfahrungen diesbezüglich habe ich mit Au****n und Luft****a gemacht, ob das auch für andere Fluglinien gilt kann ich nicht sagen.
Ich hoffe dass mich die neue Fl*N**i diesbezüglich positiv überraschen kann, denn bis jetzt kann ich nur sagen, dass 100% aller meiner Radtransporte nicht geklappt haben!
Gruß, Peter
Ich habe mich total auf meinen Radurlaub in Kapstadt (inkl. grösstes Radrennen der Welt mit ca. 36000 Teilnehmern) gefreut und zum ersten Mal mein Rad (Trek 5500 OCLV) in einem Koffer, den ich im Jänner 2004 für diesen Zweck gekauft habe (375 Euro zuzügl. Versandkosten), mitgenommen.
Der Flug war über Luft****a gebucht und ging am 10. März von Wien mit Tyr****n nach München und von dort mit Luft****a nach Johannesburg, wo ich umsteigen musste, von dort ging es dann nach Kapstadt, wieder mit Luft****a.
Aufgrund des schlechten Wetters beim Abflug und eines sehr kurzen Aufenthalts in München war die Luft****a so nett und hat mich auf eine frühere Maschine nach München gebucht.
Eingecheckt habe ich über die Aus****n (Airlines) schon einen Tag früher, das Personal war ausgesprochen nett.
In Kapstadt habe ich dann eine böse Überraschung erlebt:
Das Rad war nicht da! Wenn man bedenkt, dass ich für das Radrennen und zum Radfahren dorthin geflogen bin, ein überaus schlimmes Erlebnis. Nach viel Nachfragen und Aufregen habe ich beim Swissport-Schalter erfahren, dass mein Rad in Frankfurt (???) sei.
Am Luft****a-Schalter versuchte ich, den Transport zu sichern bzw. zu beschleunigen, die 2 Damen dort am Schalter meinten sie wären "not in charge". Sie ließen sich dann doch überreden, nachdem sie ja die Luftlinie repräsentieren, alle Hebel in Bewegung zu setzen, dass das Rad schließlich am nächsten Tag unversehrt ankam und auch zugestellt wurde. Das hat zwar etwas Aufregung und einen Trainingstag gekostet, aber immerhin war ich froh, das Rad endlich zu haben.
Es kam noch besser:
Rückflug von Kapstadt mit Zwischenstopp ohne Umsteigen in Johannesburg mit Luft****a nach Frankfurt und von dort mit der Aus****n nach Wien. Eingecheckt habe ich zum frühest möglichen Termin.
In Wien war dann das Rad wieder nicht da!!!
Nur diesmal konnte mir auch niemand sagen, wo das Rad geblieben sei, und wann es komme (dies hat ja in Kapstadt wunderbar funktioniert und einigermassen für Beruhigung gesorgt). Viel Aufregung am lost-and-found-Schalter meinerseits hat nicht viel gebracht, ich musste den Flughafen ohne Information über den Verbleib meines Fahrrades verlassen. Information bekam ich aber sehr wohl darüber, dass das Rad - falls verschwunden - mit 20 US$ pro kg ersetzt würde - ein überaus schlechter Scherz, wenn man bedenkt, dass man viel dafür zahlt ein besonders leichtes Rad zu haben.
Eine Dame der Luft****a in Frankfurt teilte mir am Telefon noch mit, dass es nicht die Aufgabe der Fluglinie sei, den Koffer mit dem Rad zu suchen (nachdem es wohl auch nicht ihre Aufgabe war, diesen ordnungsgemäß zu befördern obwohl ich ein eigenes Ticket um 120 Euro für den Radkoffer gekauft habe). Außerdem sagte sie wörtlich, könne es sein, dass der Radkoffer nicht in das Flugzeug der Aus****n gepasst haben könnte. Fliegt die Aus****n eigentlich auch mit einer Cesna Linienflüge von Frankfurt nach Wien???
Jedenfalls habe ich mit ca. 12 Stunden Verspätung und sehr vielen Telefonaten den Radkoffer erhalten, und zwar so:
Der Hartschalenkoffer hat ein dreieckiges Loch in einer Seitenwand, Seitenlänge etwa 4 cm, eine Rolle ist ausgebrochen (wodurch sich das 1,3 x 0,9 x 0,35 m große Ding ja nicht sehr gut transportieren lässt) und überdies bei einem Tragegriff die Verankerung ausgebrochen.
Ich habe natürlich sofort reklamiert und alle Mängel bei der Übernahme schriftlich festgehalten.
Heute habe ich ein Formular der Aus****n erhalten, ich solle die Tickets diesbezüglich schicken. Ich habe dann dort angerufen, um mich zu erkundigen, wie das ganze jetzt ablaufen würde, denn ich brauche den Radkoffer in 1 1/2 Wochen wieder (ich fliege am Karsamstag nach Mallorca). Die nette Dame am Telefon sagte mir, ICH müsse den Koffer zum Geschäft schicken, wo ich ihn gekauft habe um den Schaden begutachten zu lassen (am Rande sei erwähnt, dass dieser Transport hin und zurück wohl ca. 60 Euro kostet) und wenn er als kaputt eingestuft wird (ein Hartschalenkoffer mit einem Loch? Nona!), dann würde mir wieder der ominöse Kilopreis laut Warschauer Abkommen gezahlt (was ungefähr 100 Euro weniger als der Kaufpreis des Koffers, dessen erste Reise dies war bedeutet).
Das heisst im Klartext: im besten Fall kostet mich eine Beförderung eines Radkoffers mit Luft****a und Aus****n zusätzlich zum Ticketpreis 160 Euro, da die genannten Fluglinien wohl nicht in der Lage sind, die ihnen anvertrauten Dinge mit der gebotenen Vorsicht zu behandeln!
Eigentlich habe ich nicht vor, mir das gefallen zu lassen (habe natürlich einen Rechtsschutz, den ich bei diesen Gepflogenheiten des Ersetzens eines schwer beschädigten Gepäckstücks wohl hinzuziehen muss).
Das alles habe ich geschrieben, weil ich alle die mit einem Radkoffer verreisen wollen warnen will vor den Folgen die ihnen blühen könnten. Erfahrungen diesbezüglich habe ich mit Au****n und Luft****a gemacht, ob das auch für andere Fluglinien gilt kann ich nicht sagen.
Ich hoffe dass mich die neue Fl*N**i diesbezüglich positiv überraschen kann, denn bis jetzt kann ich nur sagen, dass 100% aller meiner Radtransporte nicht geklappt haben!
Gruß, Peter