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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Transsexuelle zu olympischen Spielen?



TomCool
15-11-2003, 06:43
ORF-Bericht (http://sport.orf.at/index.html?url=http%3A//sport.orf.at/031114-4863/4863smallstory.html)

Das IOC wird in Zukunft geschlechtsoperierte Sportler in ihrem neuen Geschlecht starten lassen. Ist das fair? Wenn (ehemalige) Männer als Frauen um Medaillen laufen?

Ändert sich der Körperbau eines Transsexuellen tatsächlich so sehr, dass er mit einer Frau vergleichbar wird? (Ich red jetzt von der Muskulatur.)

Werden das erfolglose männliche Sportler als letzte Chance nutzen?

Matthias
15-11-2003, 07:59
Grundsätzlich ändert sich der Körperbau von Transsexuellen schon, aber nur, weil sie massenhaft Pillen/Hormone schlucken müssen, damit z.B das jeweils andere Geschlechthormon unterdrückt wird, also entweder Testosteron oder Östrogen.
Da stellt sich natürlich die Frage, was passiert, bei Dopingkontrollen? Diese Leute müssten eigentlich immer ins Netz gehen, da sie nicht nur synetische Hormone schlucken, sondern auch ihre Hormonspiegel dadurch merklich erhöht bzw. durcheinandergebracht sind.

Christoph
15-11-2003, 09:53
Da gibt's eh schon einige Beispiele. Zum Bleistift eine Downhillerin die für's kanadische Damen-Nationalteam fährt, und das aber auch schon mal fürs Herrenteam getan hat.
Oder eine österreichische Schifahrerin die später dann bei den Herren gestartet ist :p

Zweiteres finde ich eigentlich ganz lustig.
Aber die "Mann zu Frau"-Nummer ist einfach nur lame. Denn in vielen Sportarten sind Frauen nicht besser als halbwegs ambitionierte männliche Hobbysportler.
Mir fallen da schon ein paar Sportarten ein, in denen ich in der Frauenklasse gutes Geld verdienen könnte, als Mann brauch aber ich gar nicht bei einem Contest antreten...

Bei manchen Disziplinen kommt aber neue Spannung ins Spiel. zB bei den Hammerwerferinnen. Echt oder Unecht? :D

jogul
15-11-2003, 10:34
ich denke mal dass das ein schwachsinn ist, denn man müsste zuerst genau definieren ab wann ein mann eine frau is und das is denk ich schonmal schwer möglich. ausserdem find ich judmas einwand auch gerechtfertigt, schliesslich is das schlucken von hormonen ja nicht gerade gern gesehen ;) also ich bin dagegen, und gegen transsexuelle an sich auch :f: :p versteht das jetzt nicht falsch, aber irgendwie is mir das zu viel :D

Schipfi
15-11-2003, 11:46
dann gibts in den meisten sportarten nur mehr Maria Mutolas! :D wobei die eigentlich a echte frau is ud a scho immer war! :D

jogul
15-11-2003, 13:19
Original geschrieben von Schipfi2k
wobei die eigentlich a echte frau is ud a scho immer war! :D

ansich waren wir ja auch mal frauen, dazu gabs aber bereits einen thread, oder? :p

Schipfi
15-11-2003, 13:44
aja! mia san verkrüppelte frauen!


ohne brüste und riesen kitzler (was medizinisch korrekt ist) und a bissl mehr haar, was aber a ned immer zutrifft! :D

XY usw.

Slayer
15-11-2003, 18:49
dazu sag ich nur: PFUI

proud6
15-11-2003, 21:59
@ Schipfi2k

Bist dir da mit der Mutola sicher ? :D :D

adal
15-11-2003, 22:26
Original geschrieben von jogul
also ich bin dagegen, und gegen transsexuelle an sich auch :f: :p versteht das jetzt nicht falsch, aber irgendwie is mir das zu viel :D

Gibts nix falsch zu verstehen, schieben wirs auf Deine Jugend. Man kann sich nicht aussuchen wie man geboren wird ...

jogul
15-11-2003, 23:49
Original geschrieben von adal
Gibts nix falsch zu verstehen, schieben wirs auf Deine Jugend. Man kann sich nicht aussuchen wie man geboren wird ...

wie soll ich das bitte verstehen? :D

adal
16-11-2003, 07:20
Ist so zu verstehen, dass die Aussage "ich bin gegen Transsexuelle" zu den dümmeren gehört, die ich hier gelesen habe. Hier handelt es sich nicht um irgendwelche Livestyle Eskapaden, sondern um Menschen die wirklich schwer leiden und sich Ihre Entscheidung sicher nicht leicht machen.

Hast Du je mit solchen Menschen gesprochen, oder zu tun gehabt? Wahrscheinlich nicht, sonst würdest Dich schämen so etwas zu schreiben.

Übrigens, der Skifahrer, der bei den Damen angetreten ist, war nicht Transsexuell, sondern ein ganz normaler Mann mit einer Hodenfehlstellung, eigentlich eine Provinzposse, mangelnde ärztliche Betreuung, Eltern die nicht hinschauen, was auch immer.

Für die dies nicht wissen, Transsexualität kann man sich nicht aussuchen und ist kein Lebensstil. Sind Menschen, deren physischen und psychisches Geschlecht nicht kongruent sind. Haben ein enorm hohes Selbstmordrisiko und blöde Grunzer vom Stammtisch verstärken das noch. Also ein bissi nachdenken bitte.

irieman420
16-11-2003, 07:44
...schliesse mich adal an...hat zufällig jemand fm4 gestern abend gehört...da war das thema...die habens wirklich nicht leicht, aber dafür eine fabelhafte einstellung zur welt und zeigen auf, wie bescheuert viele leben (schwarz/weiss, groß/klein, schön/schirch)...

irie ites

Matthias
16-11-2003, 08:04
Original geschrieben von adal
Man kann sich nicht aussuchen wie man geboren wird ...

Da hast schon recht, aber was die Natur nicht wollte, soll der Mensch nicht erzwingen. :mad: ;)

proud6
16-11-2003, 08:29
@ Jogul
@ Judma

Jeez, wenn man eure Meldungen hier liest, dann kann man wirklich annehmen, daß die Menschheit noch nichts gelernt hat.


was die Natur nicht wollte, soll der Mensch nicht erzwingen


bin dagegen, und gegen transsexuelle an sich auch

Was bezeichnest Du als unnatürlich? Frauenseelen in Männerkörpern?Homosexuelle? Und was noch?

Alter, ich mein, ihr solltet eure Einstellungen mal von Grund auf überdenken!

Tommi
16-11-2003, 10:03
Aber ist es nicht den "echten" Frauen ungerecht gegenüber, wenn eine Frau starten darf die vom Körper her ein Mann ist? Und wo will man da eine schlüssige Grenze ziehen? Wer jetzt Frau ist und wer noch nicht?

Umgekehrt(also Frau die bei Männern startet) seh ich eigentlich kein Problem ausser fürn Athleten selber weil der nix reissen wird.

adal
16-11-2003, 10:12
Original geschrieben von judma
Da hast schon recht, aber was die Natur nicht wollte, soll der Mensch nicht erzwingen. :mad: ;)

Mit der selben Argumentation kann man gegen Bluttransfusion bzw. jegliche ärztliche Hilfe auftreten. Einfach nur dumm ...

jogul
16-11-2003, 10:57
dachte mir bereits dass meine aussage hier einigen unmut bereitet, daher hab ich unmittelbar danach auch geschrieben "bitte nicht falsch verstehen", zugegeben, viel gibts dran nicht falsch zu verstehen, aber ich habs nicht genau so gemeint wie ichs geschrieben hab. @adal: was du dazu gesagt hast stimmt schon, aber es gibt auch zwei typen von transsexuellen. jene die du beschrieben hast find ich voll ok, auch wenn ich keine/n kenn, zugegeben, wenn ich sojemanden kennenlernen würde wärs anfangs vielleicht schon etwas komisch, aber das legt sich mit der zeit. genauso wie homosexualität, anfangs war mir das auch ein graus, mittlerweile hab ich in meinem freundeskreis einige homosexuelle, allerdings die von der "normalen" sorte wenn du weisst was ich meine. und das hab ich auch bezüglich der transsexuellen so gemeint. ich hoffe ich konnte das damit jetzt einigermaßen aufklären, wollte nicht dass das statement gar so drastisch rüberkommt.

aber nochmal zum thema: ab gehört jemand zu einem bestimmten geschlecht? wird das ausschliesslich über primäre oder auch über sekundäre geschlechtsmerkmale bestimmt? ich denke man würde nämlich dadurch in ein ethisches dilemma kommen. daher find ich die idee auch nicht so berauschend

edit: die aussage
schieben wirs auf Deine Jugend find ich eigentlich auch super, entweder du nimmst postings ernst oder du tust es nicht. aber den inhalt von postings altersbezogen zu bewerten is in etwa genauso wie auf den postingzähler zu schauen ;)

proud6
16-11-2003, 12:01
Genau das ist die Diskussion um die Zulassung zu den Olympischen Spielen - primäre oder sekundäre Geschlechtsmerkmale.


allerdings die von der "normalen" sorte wenn du weisst was ich meine.

na, viel besser ist deine Aussage jetzt auch nicht geworden. Schätze "normal" beziehst Du auf die Verhaltensweise?
Was ist der zweite "Typ" von Transsexuellen?
Ich glaube nicht, daß man Menschen wegen ihrer Verhaltensweisen diskriminieren sollte, nur weil sie sich z.B. auch äußerlich als Homosexuelle zu erkennen geben.
Mir liegen zum Beispiel keine Oberproleten oder Supermachos - Auch Verhaltensweisen in ihren Extremformen, und trotzdem sind sie weder unnatürlich noch abnormal.

Übrigens zähle ich mich sicherlich auch nicht zu irgendeiner "normalen Sorte" :D .

jogul
16-11-2003, 12:06
ok, ich seh schon, hier wird jedes meiner worte dreimal umgedreht um zu sehen ob irgendeine diskriminierung dahintersteckt. ich hab versucht zu erklären wie ichs gemeint hab, wenn jemand nicht willens is zu versuchen den standpunkt des anderen auch zu verstehen kann ich nichts machen, hiermit zieh ich mich aus dieser diskussion zurück um mir nicht noch mehr unmut zuzuziehen.

proud6
16-11-2003, 13:48
Geh, sei net beleidigt, i will dir ja net an den kragen.

Wir sind nur alle nicht "normal" sondern jeder ein Individuum und gehören somit in keine Schublade.
Ich glaub, ich versteh auch deinen Standpunkt, aber weißt, wenn jemand mit Worten wie "ethisches dilemma" und "Sorte" als Klassifizierung für Menschen ankommt, dann geb ich meinen Senf dazu ab, steht Dir ja auch frei, mich zu kritisieren. :)

Also, sei net bös, **frieden will**

jogul
16-11-2003, 14:13
Original geschrieben von proud6
Geh, sei net beleidigt, i will dir ja net an den kragen.

Wir sind nur alle nicht "normal" sondern jeder ein Individuum und gehören somit in keine Schublade.
Ich glaub, ich versteh auch deinen Standpunkt, aber weißt, wenn jemand mit Worten wie "ethisches dilemma" und "Sorte" als Klassifizierung für Menschen ankommt, dann geb ich meinen Senf dazu ab, steht Dir ja auch frei, mich zu kritisieren. :)

Also, sei net bös, **frieden will**

das is mir schon klar dass man "normalität" nicht definieren kann, aber ich denke du weisst was ich damit ausdrücken wollte, und dass ich persönlich damit nunmal nichts anfangen kann wird mir doch hoffentlich keiner vorwerfen. das mit dem ethischen dilemma hab ich auf die trennung zwischen mann und frau bezogen, ab wann ist jemand mann oder frau? das genau zu definieren wäre wohl ein problem. ein ähnliches wie die definition ab wann leben leben ist. ich bin für kritik immer offen und gesteh auch ein dass ich mich in der wahl meiner worte durchaus vergriffen hab, auch der versuch diese wortwahl zu erklärenscheint mir ein bissl daneben gegangen zu sein, drum lass ichs lieber und hoff dass ihr einigermaßen versteht was ich damit sagen wollte.

thx
grüsse
jO

adal
16-11-2003, 16:59
@jogul

Ich glaub schon, dass ich versteh was Du meinst, halt nicht das Tuntige rausstreichen ... Aber so wies unter den heteros leute gibt, die sich affig aufführen (sag nur tiefergelegte Schlampenschleuder mit Ellbogen aus dem Fenster), gibt es unter den Schwulen solche und solche.

Transsexuelle wollen meist nur im neuen Geschlecht nicht auffallen, möglicherweise verwechselst Dus mit Transvestiten. Soll doch jeder glücklich werden wie er will ...

jogul
16-11-2003, 17:30
Original geschrieben von adal
[BTranssexuelle wollen meist nur im neuen Geschlecht nicht auffallen, möglicherweise verwechselst Dus mit Transvestiten. Soll doch jeder glücklich werden wie er will ... [/B]

1) stimmt, das hab ich wohl verwechselt, zumindest weisst du jetzt was genau ich gemeint hab ;)

2) ganz meine meinung

proud6
16-11-2003, 18:25
Juhuu - Friede Freude Eierkuchen.

Zum wirklichen Thema:
Soweit ich weiß, bleiben männliche Eigenschaften trotz der "Hormonetherapie" von transsexuellen erhalten.
Soll heißen zb.: Muskelmasse, Muskelfaserverteilung, ...

Oder?

Schipfi
16-11-2003, 18:27
in wie weit muss die umwandlung schon stattgefunden haben dass ma als "anderes Geschlecht" starten darf?


Weil es ürde ja schon komisch aussehen wenn da bei herrenbewerben Männer mit Brüste ummalaffn! :D

jogul
16-11-2003, 18:43
Original geschrieben von proud6
Soweit ich weiß, bleiben männliche Eigenschaften trotz der "Hormonetherapie" von transsexuellen erhalten.
Soll heißen zb.: Muskelmasse, Muskelfaserverteilung, ...

Oder?

meines wissens nach verändern sich sogar diese sekundären merkmale, sprich muskulatur, fettablagerung etc.

jogul
16-11-2003, 18:45
Original geschrieben von jogul
meines wissens nach verändern sich sogar diese sekundären merkmale, sprich muskulatur, fettablagerung etc.

aber eben das tellt sich mir wieder diese frage:

ab wann ist geschlecht geschlecht? und das zu definieren ist meiner meinung nach nicht möglich

Matthias
17-11-2003, 06:02
Original geschrieben von adal
Mit der selben Argumentation kann man gegen Bluttransfusion bzw. jegliche ärztliche Hilfe auftreten. Einfach nur dumm ...

Was ich damit gemeint habe, dass man nicht vorsätzlich sowas machen sollte. Denn eine Bluttransfusion, ärztlich Hilfe, etc. entsteht aus einer wirklichen Notlage heraus, wo es möglicherweise um Sein oder nicht Sein geht, aber bei Transsexualität ist es sicher nicht so tragisch. Das habe ich mit "...Natur nicht wollte, sollte der Mensch nicht erzwingen" gemeint.

proud6
17-11-2003, 08:23
Sogar das ist umstritten.
Die Zeugen Jehovas beispielsweise akzeptieren keine Bluttransfusionen, das geht gegen ihren Glauben. Selbst wenn es dabei um Leben oder Tod geht.
Außerdem würd ich mal sagen, für einen Transsexuellen, der sich zur Operation entschließt, ist das Leben in der jetzigen Form auch nicht lebenswert, also durchaus eine Indikation für eine OP, oder?

Ich hab jetzt übrigens nachgelesen: Durch die Hormontherapie werden tatsächlich alle männlichen Körpermerkmale umgewandelt, also auch Muskelaufbau, usw.
Laut dem IOC sollen Transsexuelle eine Frist nach der OP bekommen, in der sie gewisse Auflagen (Hormontherapie,...) zu erfüllen haben bevor sie starten dürfen. Tja, dann find ich das durchaus OK mit der Teilnahme.

Das Einzige, was übrigens nicht veränderbar ist, ist der Knochenbau. Wenn sich also ein 2,2m Basketballer zu einer OP entschließt, und dann wieder spielt, ist das dann doch nicht ganz fair ;) .

jogul
27-02-2004, 16:40
Gerade im ORF-Newsflash gesehen: die trenssexuelle Golferin, das is also schon möglich. hat aber garnicht schlecht ausgesehn :p

michlk
28-02-2004, 00:28
Ich glaube, das wenn man für sich entdeckt das man in den falschen Körper geboren wurde, das ein großer
psychischer und in späterer Folge auch physischer Einschnitt in sein Leben ist.

Zuerst mit sich selber zurecht zu kommen, mit dem Umfeld!! (was glaubst wieviele Wappler es gibt die
dich, oder deine Entscheidungen nicht akzeptieren können oder wollen), die Entscheidung zu fassen seinen
Körper "zurechtschnippseln" zu lassen - das ist harter Tobac!
Es ist jeder für sich selbst verantwortlich und das hat man zu akzeptieren.

Auf jeden Fall hast du das recht bei den olympischen Spielen (natürlich nur wennst dich qualifizierst) teilnehmen
zu dürfen.

Wenn das jetzt ein Mann war der sich zu einer Frau "gemacht" hat, soll sie auch bei den Frauen starten.

Fairness ist für mich da kein Thema - schauts euch doch im übrigen Sport oder im Berufsleben um - wieviel fairness
findets denn da noch, da gehts um Kohle, und da ist es mir wurscht ob eine "geborene Frau" oder ein/eine Transsexuelle
die Goldmedaille gewinnt - entweder ist sie sympatisch und ich gfreu mich mit ihr, oder eben nicht - aber das mach
ich ja bei jedem so..

Und falls es auf dieser großen, weiten Welt wirklich einen Vollkoffer gibt der sich nur "umoperieren" läßt weil er glaubt damit "Erfolg" haben zu könnnen - Tausend Rosen... :D ;)

Gruss
Michl

Matthias
28-02-2004, 06:22
Original geschrieben von jogul
Gerade im ORF-Newsflash gesehen: die trenssexuelle Golferin, das is also schon möglich. hat aber garnicht schlecht ausgesehn :p
In Sportarten, wo nicht die alleinige Muskelkraft im Vordergrund steht, könnte man auch eine Einheitsklasse machen - würde Medaillen sparen :D ;) . z.B. Pistolenschießen, Golfen etc. Da ist eine Frau einem Mann wohl kaum unterlegen, kommt es doch hier mehr auf Konzentration und Fingerspitzengefühl an, als auf die Muskelkraft.

Mr.T
28-02-2004, 09:42
Original geschrieben von michlk
Ich glaube, das wenn man für sich entdeckt das man in den falschen Körper geboren wurde,
[...]


ich glaube, dass man sich das wirklich nur schwer vorstellen kann, ...
... aber ich glaube, ich würde mich persönlich eher fragen, ob ich nicht doch mit dem falschen "geist" als mit dem falschen körper geboren wurde.
Und alles daran setzen, das problem psychisch zu lösen. denn ich fürchte, dass die physische prozedur letztendlich doch nur die 'symptome' beseitigt.
und das ist zur heilung, wie wir von anderen problemen mit körper und geist (a.k.a. krankheiten) wissen, nicht zielführend.

und um wieder zurück zum eigentlichen thema zu kommen: es gibt ja auch para-olympics, warum keine trans-olympics einführen?
nicht um jemanden auszugrenzen, aber so haben "männer" chancen auf medaillien, "frauen" würden durch ihren physischen vorteil die normal-geborenen frauen nicht benachteiligen. und die doping-frage könnte man im teilnehmerfeld auch einheitlich regeln.


NB: ich will transsexuelle nicht als "verrückte" oder geistig behinderte darstellen; ich will aber auch nicht transsexualität als "normal" bezeichnen (und glaube, dass wir in einem system leben, wo man das gefahrlos [für die betroffenen] tun kann. Und da wir hier nicht an einem x-beliebigen, bierversumpften stammtisch sind, nehme ich an, dass ich das auch tun kann, ohne die betroffenen gesellschaftlich an den rand zu drängen].
wenn jemand überzeugt ist, dass er mit einer physischen geschlechtsumwandlung glücklicher leben kann, dann will ich ihm das nicht zum vorwurf machen.
Soll doch jede/r glücklich werden wie sie/er will ... ;)

tommy d. p.
28-02-2004, 20:51
alles hab ich mir ja net durchglesen, die beiträge sind sehr ausführlich. ich hols aber sicher nach.

ich bin allerdings der meinung, dass die zulassung der transsexuellen sehr problematisch ist. mir tun all die steffi grafs jetzt schon leid..... :rolleyes:

immer gegen männer zu laufen, das muss für ne frau der blanke horror sein.

Matthias
29-02-2004, 05:33
Original geschrieben von tommy d. p.
immer gegen männer zu laufen, das muss für ne frau der blanke horror sein.
Aber eine Frau ist dann ja keine Frau mehr.... :D

NoMan
29-02-2004, 08:33
Also was ich jetzt an der Sache am Interessantesten finde: 3 Seiten gibt's schon, und allesamt stammen sie aus Männerhand... wenn ihr euch nur im "täglichen Sportlerleben" auch so um die armen, benachteiligten Frauen sorgen würdet :rolleyes:
Überlegt mal: wieviele Transsexuelle wird's wohl geben, die im Hochleistungssport sind? Garantiert verschwindend wenige. Und dass sich einer nur wegen der höheren Gewinnchancen operieren lässt, glaubt ihr doch nicht wirklich, oder? Das ist nicht mit ein paar Schnipserln erledigt, sondern ist eine Prozedur, die sich über Jahre hinzieht
Und dann überlegt mal, mit wievielen institutionalisierten Benachteiligungen Sportlerinnen seit jeher konfrontiert sind, gegen die kein einziger von euch protestiert: Unmögliche Startzeiten, die weder Zuschauer noch Medien interessieren, wesentlich niedrigere Preisgelder (und kommt mir jetzt nicht mit Einzelfällen - ich rede vom Durchschnitt und somit Alltag), Ignoranz gegenüber ihren Leistungen (Die Siegerin der Croco-Trophy wurde erst nach allen Altersklassen, Punktesiegern und sogar nach der Light-Version aufs Podest geholt, als die Kamera sicher nicht mehr lief - zum Kotzen; Damen-Siegerinnen der Langdistanz werden regelmäßig nicht mal mehr vom Moderator registriert, weil der da schon Biertrinken und Würstel-Essen ist - zuletzt geschehen in Bärnkopf; ...)
Nicht zu vergessen das ewige Gemurre über "die Steffi Grafs". Das ist doch wohl deren Sache! Nur weil so manche Sportlerin nicht aussieht, wie es den Vorstellungen jener 50% entspricht, die leider immer noch den öffentlichen Diskurs ziemlich ausschließlich bestimmen... :mad: Warum ist eine Sportlerin immer erst dann eine wirklich gute, respektable, wenn sie auch "gut aussieht" (=so wie sich Männer das wünschen)? Gerade beim Biken würden mir ganz schnell einige gute Männer einfallen, die nicht gerade in die Kategorie fesch fallen - komischerweise hört man bei denen aber nie das berühmte "schnell ist er ja, ABER..."
Da solltet ihr ansetzen und euch um Fairness bemühen, nicht bei ein paar Transsexuellen weltweit - die machen das Kraut wahrlich nicht fett.

Mr.T
29-02-2004, 11:39
Original geschrieben von NoMan
Also was ich jetzt an der Sache am Interessantesten finde: 3 Seiten gibt's schon, und allesamt stammen sie aus Männerhand... wenn ihr euch nur im "täglichen Sportlerleben" auch so um die armen, benachteiligten Frauen sorgen würdet :rolleyes:


ob's wirklich das interessanteste ist? es ist m.e. wenig überraschend, um nicht zu sagen "typisch". aber nicht (nur) "typisch mann", sondern vor allem "typisch frau".

im bikeboard ist sicher keine frauenbenachteiligungsfunktion eingebaut, die das posten von kommentaren für's weibliche geschlecht erschwert.
ich denke auch nicht, dass (die in bb schreibenden) es nicht gewagt haben, diese relativierende meinung kundzutun, weil es off-topic zu diesem thread-thema ist bzw. möglicherweise off-topic wäre.
ich finde es aber bemerkenswert, dass es 3 seiten dauerte, bis ein weiblicher kommentar die tragweite dieses "problems" relativierte.



Und dann überlegt mal, mit wievielen institutionalisierten Benachteiligungen Sportlerinnen seit jeher konfrontiert sind, gegen die kein einziger von euch protestiert:
[...]
Warum ist eine Sportlerin immer erst dann eine wirklich gute, respektable, wenn sie auch "gut aussieht" (=so wie sich Männer das wünschen)? Gerade beim Biken würden mir ganz schnell einige gute Männer einfallen, die nicht gerade in die Kategorie fesch fallen - komischerweise hört man bei denen aber nie das berühmte "schnell ist er ja, ABER..."
Da solltet ihr ansetzen und euch um Fairness bemühen, nicht bei ein paar Transsexuellen weltweit - die machen das Kraut wahrlich nicht fett.

die institutionalisierten benachteiligungen (beginnend mit der berichterstattung d.h. medienpräsenz, von der ja alles ander direkt oder indirekt abhängt (zb preisgelder)) sind m.e. bedingt durch
a) das geilen nach absoluten physischen höchstleistungen der vorwiegend männlichen, größtenteils wenig-/nicht-/un-sportlichen zuschauerschaft (-> doping)
b) die tatsache ansich, dass von den interessierten freizeit-/hobby-sportlern unverhältnismässig mehr männer nicht nur an wettkämpfen teilnehmen, sondern auch wettkampflos sport betreiben. schau dir die länge der teilnehmerlisten an. schau auf den mtb-strecken, der donauinsel, wo immer (der) sport betrieben wird, wer in die pedale tritt, usw.
und wenn man das noch mit der statistik vergleicht, wo's sogar einen (leichten?) frauenüberschuss gibt...


und wegen "fesch":
a) zwar kein (profi)radler, aber stellvertretend als tdf-eröffner (oder was er da gemacht hat) ... ich kenne nicht zu wenig mädchen, die beim herminator nur die sportlichen erfolge bewundern. [was mir wiederum völlig unverständlich ist ;) ]
b) solange manche teilnehmerinnen im damensport sehr wohl mit dem beauty-faktor kokettieren (zB damen-tennis), werden sie in der männerwelt dankbare abnehmer und dadurch ihre vorteile haben.

die symptome der "institutionalisierten benachteiligungen" sind nicht zu leugnen, die gründe dafür aber nicht ausschliesslich der männerwelt anzulasten; und m.e. auch nur von den (betroffenen) frauen selbst zu korrigieren.

letztendlich lauft's auf das "alte" thema emanzipation raus ... und die diskussion darüber endet bei mann/frau oftmals bei einer "unterschiedlichen ideologischen grundhaltung".

TomCool
29-02-2004, 12:12
Original geschrieben von judma
In Sportarten, wo nicht die alleinige Muskelkraft im Vordergrund steht, .... Golfen etc. Da ist eine Frau einem Mann wohl kaum unterlegen

ich darf auf den Thread "Pseudosport Golf" (http://nyx.at/bikeboard/Board/showthread.php?s=&threadid=7539&highlight=golf) verweisen, in dem ich meine Meinung zum Golfsport kundgetan habe.

Übrigens, gerade einige Turniere in letzter Zeit haben schon gezeigt, dass es keinesfalls so ist. Selbst die besten Mädels sind mindestens 10% kürzer als die guten Jungs.

Wer glaubt im Golfsport ohne Ausdauer- und Krafttraining an die Spitze zu kommen, irrt sich gewaltig.

Ich glaube sogar, dass es auch bei den von Dir angesprochenen Schützen Unterschiede gibt. Die höhere Konzentrationsfähigkeit der Frauen, die verminderte Wahrnehmungsfähigkeit der Männer sobald eine Frau (andere Schützin) neben ihnen steht, und genetische Veranlagung, die beiden Geschlechtern unterschiedliche Instinkte mitgegeben hat, machen den Wettbewerb zwischen den Geschlechtern interessant, aber unfair. ;)