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fullspeedahead
28-10-2009, 00:41
Hi,
das kanns ja echt nicht sein, dass im sonst doch recht politischen Bikeboard kein Thread zu dem Thema existiert!


Auch wenn wohl die wenigsten hier in jedem Punkt mit den Forderungen, die im Audimax ausgearbeitet wurden, übereinstimmen werden, so wird doch umgekehrt jeder ein paar Punkte finden, die er unterstützenswert findet - und dafür sollte man imho bereit sein auf die Straße zu gehen!


Demo heute Mittwoch, 17h, Treffpunkt vor der Hauptuni am Schottenring!


Für Infos, am ehesten schaun auf
http://www.unibrennt.at/
http://derstandard.at/
(es ist eine Frechheit, in welcher Form der orf zu diesem Thema berichtet)

jüdo
28-10-2009, 05:28
;)

gernotbo
28-10-2009, 06:20
ich geh arbeiten.. was interessiert mich der studentenquatsch?!?! voll uninteressant

österreich gehört so und so nicht zu den elite unis..

GrazerTourer
28-10-2009, 06:23
österreich gehört so und so nicht zu den elite unis..

Und das sollte sich ändern ;)

stetre76
28-10-2009, 07:27
ich hab mir die Punkte der Studierenden sehr genau durchgelesen und bin schon der meinung, dass es Studierenden (sowie allen anderen Gruppen auch), möglich sein soll und muss, seine Meinung kund zu tun.

Nut, wenn ich manche der Forderungen so lese, dann kann ich nicht anders, als mir auf den Kopf zu greifen.



Freie Gestaltung des Studiums – Schluss mit der unnötigen Verzögerung durch Voraussetzungsketten
Freie Wahlfächer statt Erweiterungscurricula
Weg mit den intransparenten Anmeldesystemen
Freie Master und PhD Zugänge
Gewährleistung der Beendigung des begonnenen Studienplans (zB Diplom). Dazu bedarf es eines entsprechenden Lehrangebots und fixer Äquivalenzlisten sowie der bestehenden Übergangsfristen.
Aufrechterhaltung der noch bestehenden Diplomstudiengänge
Gewährleistung der Anrechenbarkeit von LVs und Abschlüssen im In- und Ausland
ad 1) dies zu fordern ist leicht ausgesprochen, aber dazu braucht es konkrete Vorschläge, wie das gehen soll. Einen Lehr/und Studiemsplan muss es geben.
dieser Punkt ist auch deshalb widersinnig, der er in unmittelbarem Widerspruch zum letzten Punkt steht.
ist das Studium komplett frei gestaltet, kann es zu keiner Anrechnung von LVs und Abschlüssen kommen, da schlichweg die Vergleichbarkeit fehlt....

ad "freie Master & PhD Zugänge") man sollte bitte einmal einen internationel Vergleich anstellen und sich ansehen, was Masterzugänge (ich spreche NICHT von postgradualen Programmen) - von PhD sprech ich jetzt auch nicht - so kosten.
Und dann sollte man noch einmal nachschauen, wie viele dieser Programme ohne Aufnahmebeschränkung zu besuchen sind. Viele wird man nicht finden.
Masse und Qualität verträgt sich leider nicht immer. Und gerade wenn es um die Ausbildung geht, ist es in vielen Bereichen einfach sinnvoller, auf Kleingruppen, die beschränkt aufgenommen wurden, zurück zu greifen und dieser Gruppe dafür wirklich Qualität zu bieten.

Fortführung Diplomstudien) zum einen ist es gesetzlich Vorgeschrieben, dass man, wenn man im Diplom begonnen hat, das Diplom auch fertigmachen kann, sofern man sich im zeitlichen Rahmen bewegt. Die Studierenden einfach in den bachelor "umzusiedeln" ist meines Wissens nicht so ohne Weiteres möglich

Die Forderung, den bologna Prozess zu stopppen, ist zwar an sich diskussionswürdig, aber da ist man in Österreich am falschen Platz. Da mögen die Studierenden doch bitte nach Brüssel pilgern und dort vorsprechen. Ich bin mir in diesem Punkt übrigens sicher, dass es nicht nur bei den österr. Studierenden bleiben würde - da würde sich schon eine ganze Menge europäischer Studierender finden, die dieses Anliegen unterstützen würden.

italien zum beispiel, geht jetzt in vielen Studienrichtungen wieder weg von Bachelor/Master, wobei ich pers. das für ebenfalls suboptimal halte....


freier Hochschulzugung & Abschaffung der studiengebühren
dieser punkt ist der, den ich am wenigsten verstehe, vor allem wenn ich mir die anderen Forderungen so ansehe.

Zum einen wird sich darüber beschwert, dass die Vorlesungen heilos überlaufen sind, dass die Qualität nicht stimmt, dass es zuwenige Betreuer gibt usw.

Zum anderen fordere ich im selben Atemzug, dass diese Zustände sogar noch gefördert und weitergeführt werden, in dem ich a) einen komplett freien hochschulzugang schaffe und b) keine Studiengebühren einhebe

Wir Österreicher richten es uns hier schon ganz fein ein.
Zum einen leben wir nach dem Motto "was nichts kostet kann auch nichts wert sein", gleichzeitig darf aber eine universitäre Bildung nichts kosten MUSS aber sehr viel wert sein und qualitativ hochwertig.

Ich pers. bin für die Wiedereinführung von Studiengebühren und zwar von solchen, die einem wirklich Überlegen lassen, ob das Studium für meinen weiteren Lebensweg entscheiden ist.
Wichtig dabei ist aber auch, dass die Studiengebühren zweckgebunden eingesetzt werden und die Studierenden unmittelbar davon profitieren.

Wenn ich mich heute entschliesse einen MBA/MSc/LLM für 25.000,- EUR zu machen, dann rechne ich mir auch vorher durch, bringt mir der etwas für meinen Beruf, ergeben sich dadurch Aufstiegschancen und wie lange brauch ich, bis ich die Kosten wieder herinnen hab.
warum darf das nicht ähnlich bei einem Studium sein?


So, jetzt ist das eh elendslang geworden, aber es wurde ja eine Diskussion zum Thema gewünscht....

Lars
28-10-2009, 07:40
.... rechne ich mir auch vorher durch, bringt mir der etwas für meinen Beruf, ergeben sich dadurch Aufstiegschancen und wie lange brauch ich, bis ich die Kosten wieder herinnen hab.
warum darf das nicht ähnlich bei einem Studium sein?.......
Weil Bildung nicht ausschließlich aus Kosten/Nutzen-Überlegungen stattfinden darf.

stetre76
28-10-2009, 08:17
es darf aber auch nicht sein, dass du Studierende hast, die
a) bereits seit 8 und mehr Jahren studieren (kenn einige Fälle nur aus meinem Umfeld)
b) Studierende alle 2-3 Semester die Fachrichtung wechseln, weil sie wieder einmal draufkommen, dass Fach X nix is, Fach Y zu schwer und Fach Z zu überlaufen ist
c) mehr Zeit in Aktivitäten die dem Studium nicht zuträglich sind investiert wird und das Studium gerade so eine Nebenbeschäftigung ist.

zu c) klar, man muss und soll seine Prioritäten setzten können. aber irgendwann muss ich mir auch überlegen, ob ich ein Studium abschliessen will, oder nicht.

und nein, ein Studium darf nicht nur in Bezug auf Kosten/Nutzen für das Individuum zu sehen sein, auch ein Mehrwert für die Gesellschaft, das Forschungsumfeld und das Land im Allgemeinen soll gegeben sein (und da sind wir wieder bei Kosten/Nutzen) - aber beginnen tut's trotzdem bei jedem Einzelnen.

Lars
28-10-2009, 08:26
es darf aber auch nicht sein, dass du Studierende hast, die
a) bereits seit 8 und mehr Jahren studieren (kenn einige Fälle nur aus meinem Umfeld)
b) Studierende alle 2-3 Semester die Fachrichtung wechseln, weil sie wieder einmal draufkommen, dass Fach X nix is, Fach Y zu schwer und Fach Z zu überlaufen ist
c) mehr Zeit in Aktivitäten die dem Studium nicht zuträglich sind investiert wird und das Studium gerade so eine Nebenbeschäftigung ist.

zu c) klar, man muss und soll seine Prioritäten setzten können. aber irgendwann muss ich mir auch überlegen, ob ich ein Studium abschliessen will, oder nicht.

und nein, ein Studium darf nicht nur in Bezug auf Kosten/Nutzen für das Individuum zu sehen sein, auch ein Mehrwert für die Gesellschaft, das Forschungsumfeld und das Land im Allgemeinen soll gegeben sein (und da sind wir wieder bei Kosten/Nutzen) - aber beginnen tut's trotzdem bei jedem Einzelnen.
a) Warum nicht? Der "Langzeitstudent" ist ein gerne herangezogenes Vorurteil, dass sich in der Praxis gar nicht bewahrheitet. Erstens kriegt ein "Langzeitstudent" keine Zuschüsse, liegt also "niemandem auf der Tasche", zweitens ist der Anteil an Alleinerziehern und (Vollzeit) Berufstätigen unter den Langzeitstudenten besonders hoch. Warum soll man nicht im zweiten Bildungsweg nebenbei studieren und dadurch naturgemäß extrem lange brauchen? Was spricht denn dagegen, dass einer lange studiert?
b) Warum nicht? Man verliert eh die Beihilfen. Und warum soll man nicht dass studieren, was einem taugt?
c) Warum nicht? Argumentation ähnlich a) und b).

nestor
28-10-2009, 08:31
a) Warum nicht? Der "Langzeitstudent" ist ein gerne herangezogenes Vorurteil, dass sich in der Praxis gar nicht bewahrheitet. Erstens kriegt ein "Langzeitstudent" keine Zuschüsse, liegt also "niemandem auf der Tasche", zweitens ist der anteil an Alleinerziehern und (Vollzeit) Berufstätigen unter den Langzeitstudenten besonders hoch. Warum soll man nicht im zweiten Bildungsweg nebenbei studieren und dadurch naturgemäß extrem lange brauchen? Was spricht denn dagegen, dass einer lange studiert?
b) Warum nicht? Man verliert eh die Beihilfen. Und warum soll man nicht dass studieren, was einem taugt?
c) Warum nicht? Argumentation ähnlich a) und b).


Lars, Du bist heute mein Held :klatsch:! Gut gebrüllt. Als jemand, der selbst Lehrveranstaltungen auf der Uni abhält, wundere ich mich seit Jahren, was sich die StudentInnen so alles gefallen lassen. Unpackbar. Ich sage das in jedem Semester aufs Neue. Ausserdem sollte man mal klar sagen, Studieren ist auch Arbeit. Und was die Forderungen betrifft: Klar ist da viel dabei, dass sowieso nicht umsetzbar sein wird, aber man braucht auch Spielraum für Verhandlungen... Sollte eigentlich klar sein.

GrazerTourer
28-10-2009, 08:38
@stetre
Du gehst vom schlimmsten Übel aus. Diese Leute sind ein kleiner Teil der Studierenden. Und selbst wenn jemand meint 10 Jahre brauchen zu müssen (egal aus welchem Grund), so sollte das in irgendeiner Weise möglich sein (diverse Fürderungen verliert man sowieso. Man könnte eventuell über Studiengebühren diskutieren, wenn Mindestzeiten nicht eingehalten werden etc). Warum sollte man beispielsweise nicht Job und Studium vebinden wie es einem passt? Was spricht dagegen? Der Mehrwert für die Gesamtbevölkerung ist ebenfalls da. Die Dauer ders Studiums wird natürlich länger.

Ich selbst habe 2002 nach 3-einhalb Semestern auf der TU auf eine FH gewechselt, da ich keinen Vorteil der Uni mehr erkennen konnte. Leider war es selbst auf der TU so, daß ich mir keine Lehrveranstaltungen aussuchen konnte, ich fixe Stundenpläne hatte und bei Auslassen einer Prüfung die selben Probleme bekommen hätte wie auf der FH. Ein Arbeiten neben dem Studium war mühsam und mit hohen Risiken verbunden. Zusätzlich waren viele Vorlesungen komplett überfüllt und die Sinnhaftigkeit des Erscheinens eher in Frage zu stellen.

Was ich damit sagen will: in meinem Fall hat eine FH über die TU gesiegt weil: Ich nach 4 Jahren fertig bin, ich keinen Unterschied (zumindest im ersten Abschnitt) erkennen konnte, und mir die Riskiken auf der TU zu groß waren (Verlust der Familienbeihilfe durch Übungen in die ich wegen Platzmangels nicht reingekommen wäre). Das ist eine extrem tragische Entwicklung! Eine Uni und eine FH vertreten doch eigentlich grundverschiedene Interessen. Es war von Anfang an nie mein Ziel mich zum 100% an die Wirtschaft anzupassen. Ich wollte studieren und nicht für das Berufsleben ausgebildet werden. Die TU hat das aber damals in meinem Studium schon falsch gemacht...

Unis sollten sich einfach nicht an der Wirtschaft orientieren, das müssen schon die Studenten selbst tun.... das gehört als Student dazu.

Intrud0r
28-10-2009, 08:42
a) Warum nicht? Der "Langzeitstudent" ist ein gerne herangezogenes Vorurteil, dass sich in der Praxis gar nicht bewahrheitet. Erstens kriegt ein "Langzeitstudent" keine Zuschüsse, liegt also "niemandem auf der Tasche", zweitens ist der Anteil an Alleinerziehern und (Vollzeit) Berufstätigen unter den Langzeitstudenten besonders hoch. Warum soll man nicht im zweiten Bildungsweg nebenbei studieren und dadurch naturgemäß extrem lange brauchen? Was spricht denn dagegen, dass einer lange studiert?
b) Warum nicht? Man verliert eh die Beihilfen. Und warum soll man nicht dass studieren, was einem taugt?
c) Warum nicht? Argumentation ähnlich a) und b).

Genau das ist es! :toll:
Die bösen Langzeitstudenten finanzieren sich entweder selber oder werden von Eltern oder sonstwem privat mitfinanziert. Wer Beihilfen bekommt kann nicht bummeln sondern muss Prüfungen ablegen und in einer entsprechenden Zeit fertig werden. Wenn jemand auf eigene Rechnung studiert soll er das meinetwegen von der Wiege bis zur Bahre tun.

Elite ist gut und notwendig aber es braucht auch einen breiten Mittelbau und daher muss Bildung möglichst frei zugänglich sein. Dafür sind finanzielle Mittel notwendig die auch vorhanden sind. Bei EM, Eurofightern, Bankenhilfen usw. ist Geld zur Hand wenn es um Bildung geht die ja für die Zukunft nicht ganz unwichtig ist sitzt das Staatsbörsl weit weniger locker. Darum gehen jetzt die Leute auf die Straße. Über Studiengebühren kann man diskutieren aber der Hahnsche Reflex auf jegliche Bildungsfragen mit Gebühren zu antworten kann nicht der richtige Weg sein.



Zu den Forderungen. Der Katalog wurde basisdemokratisch in Plenarsitzungen erarbeitet, da kann man nicht ein fehlerfreies, 1:1 umsetzbares Konzept erwarten. Für die Umsetzung ist die Politk zuständig - ich sehe den Forderungskatalog mehr als Denkansatz. Jedes Parteiprogramm/Wahlversprechen enthält ähnlich viele Utopien diese werden aber von Berufspolitkern erstellt.


Ich bin heute Abend dabei.

Moa
28-10-2009, 09:02
@ GernotBo: Interessante Ansicht, Österreich als Uni. Na hola

Der derzeitigen Studierendenproteste, die auch von Seite der Lehrenden unterstützt werden, sind eine einmalige und im Vergleich zu vorherigen Protesten große Chance, eine bildungspolitische Debatte vom Zaum zu brechen. Es braucht eine breite Bildung der Bevölkerung, um der Schließung der gesellschaftlichen Eliten entgegenzutreten, denn wohin dies führt, zeigt sich ohnehin mehr als deutlich. Die Einbettung der derzeitigen Proteste in diesen weiteren - ich sag mal Demokratiediskurs - wird von seiten der Studis auch diskutiert.

Die einzelnen Forderungen, die mal sehr konkret auch die Situation der derzeitigen Hochschulpolitik zentriert sind, finde ich allesamt richtig. Das Auseinanderklaffen zwischen Studienangebot- und Nachfrage immer zulasten der Nachfrage zu diskutieren, ist wieder mal nur peinlich und führt zum Ausschluß von höherer Bildung für große Teile der Bevölkerung.

@Stetre: Es ist schon eine Leistung, konkrete Forderungen zu stellen, Konzepte wie diese umgesetzt werden können innerhalb ein paar Tagen zu formulieren, is wohl zu viel erwartet

pirate man
28-10-2009, 09:10
gratulation an die studenten
wände wurde besprayt, studentin sind bekifft und besoffen

zum glück sind nicht alle studenten so und es gibt einige die sich wegen dem chaos tierisch aufregen weils am studieren gehindert werden (gehört/gesehen im radio/tv)

Lars
28-10-2009, 09:11
gratulation an die studenten
wände wurde besprayt, studentin sind bekifft und besoffen...
Und damit argumentiert man die Misere auf den Unis weg?

GrazerTourer
28-10-2009, 09:12
@pirate man
Diverse Entgleisungen wird es leider geben wenn viele Menschen auf einem Haufen eingesperrt sind. Von mir aus sollen sie saufen und kiffen. Das ändert nix an der Problematik um die es eigentlich geht. Die Forderungen sind durch die Bank gerechtfertigt.

pirate man
28-10-2009, 09:12
Und damit argumentiert man die Misere auf den Unis weg?
???

Intrud0r
28-10-2009, 09:17
gratulation an die studenten
wände wurde besprayt, studentin sind bekifft und besoffen


Schon am zweiten Tag wurden Reinigungstrupps aufgestellt. Ja es ging etwas Uniinventar kaputt aber das ist weder Zweck noch Methode der Proteste. Es wird immer einzelne Idioten geben die sich durch Zerstörung profilieren wollen und bei Menschenansammlungen kann auch immer unabsichtlich etwas kaputt gehen, die Breite Masse steht NICHT hinter solchen Aktionen und versucht diese aktiv einzudämmen was auch erfolgreich sein dürfte.
Am Abend wurde teilweise etwas getrunken und wahrscheinlich haben auch einige gekifft das sind Nebenereignisse. Gestern nacht wurde z.B. durchgearbeitet und eine U-Bahnzeitung aufgelegt.
http://unsereuni.at/wp-content/uploads/2009/10/morgen_01.pdf

pirate man
28-10-2009, 09:34
@pirate man
Diverse Entgleisungen wird es leider geben wenn viele Menschen auf einem Haufen eingesperrt sind. Von mir aus sollen sie saufen und kiffen. Das ändert nix an der Problematik um die es eigentlich geht. Die Forderungen sind durch die Bank gerechtfertigt.

ich hab die forderungen nicht detailliert durchgelesen aber gehört wie irgendeine studentensprecherin interviewt wurde
verstehen kann ich einige punkte nicht

auf der einen seite wird immer von überfüllten hörsälen gesprochen, auf der anderen seite will man keine zugangsbeschränkungen

dann will man mehr geld für unis, ist aber gegen die wiedereinführung von studiengebühren - das versteh ich sowieso am wenigsten, denn die leute die sichs nicht oder eher schwer leisten können bekommens eh wieder retour

AB
28-10-2009, 09:47
dann will man mehr geld für unis, ist aber gegen die wiedereinführung von studiengebühren - das versteh ich sowieso am wenigsten, denn die leute die sichs nicht oder eher schwer leisten können bekommens eh wieder retour

Weil nach der Wiedereinführung der Studiengebühren wahrscheinlich trotzdem nicht mehr Geld zur Verfügung steht, weil die Unis dann halt vom Staat weniger bekommen.

Und es gibt doch einige Studenten, die sichs schwer leisten können und keine Beihilfen bekommen. Bzw. müssen die Leute, die sie zurückbekommen, die Studiengebühren "vorstrecken". Wenn kein Geld da ist, ist das schon für den ein oder anderen eine Hürde.

Intrud0r
28-10-2009, 09:49
Wenn die Unis überfüllt kann man natürlich den Zugang restriktiv beschränken ODER man investiert etwas mehr in die Bildung. Da freut sich der Arbeiter der am neuen Hörsaal mitbaut genau wie der Student der darin studieren kann. Vielleicht macht der Arbeiter wenn er Lust hat seine Berufsreife oder Studienberechtigungsprüfung und studiert dann mit. Das wären jetzt mal zugespitzte Vorteile einer möglichst freien Bildung.

Oder wir pumpen noch mehr Geld in Banken die ihren Managern Boni auszahlen und an kleine Unternehmen keine Kredite rausrücken - auch wieder plakativ dargestellt.

Lars
28-10-2009, 09:55
ich hab die forderungen nicht detailliert durchgelesen aber gehört wie irgendeine studentensprecherin interviewt wurde
verstehen kann ich einige punkte nicht

auf der einen seite wird immer von überfüllten hörsälen gesprochen, auf der anderen seite will man keine zugangsbeschränkungen

dann will man mehr geld für unis, ist aber gegen die wiedereinführung von studiengebühren - das versteh ich sowieso am wenigsten, denn die leute die sichs nicht oder eher schwer leisten können bekommens eh wieder retour
ad Zugangsbeschränkungen: das Ziel sollte sein, das möglichst viele in den Genuß einer tertiären Bildung kommen, nicht möglichst wenige.
ad Geld: vergleiche Bildung bzw. Unis mit anderen Posten im Budget.

el presidente
28-10-2009, 11:04
Der Thread-Titel erschreckt mich. Erinnert an "Wo ist´s Steckerl, ja hol´s Steckerl", oder an die Omis, die blöd mit ihren Enkerl reden "Wo ist der/die (wegen Genderwahnsinn) .... (beliebigen Namen einsetzen), ja ist der/die....":f:

Zudem: Wer hat die Abschaffung der Studiengebühren zu verantworten? Jetzt sagt´s bloß nicht, dass diese Folgen nicht vorhersehbar waren.

Lernt´s ordentlich, gebt´s die Schuld an Eurem Versagen beim Studium nicht den anderen und bedankt Euch bei denen, denen Ihr diese Situation zu verdanken habt´s.
Haben die Roten und Grünen schon wieder so viel Geld gesammelt, um solche Proteste mit Würstel und Bier finanzieren zu können? Oder soll das einfach nur die Retourkutsche sein, um das Versagen der Schmid Claudia im Bildungsbereich zu kaschieren?
Jeder, der bei solchen Kundgebungen teilnimmt, soll auch für deren Kosten aufkommen.


:U:

So, jetzt könnt´s lästern über einen ehemaligen Studenten, der das Studium erfolgreich abgeschlossen hat.

gab
28-10-2009, 11:17
;)

mich zum beispiel ...

GrazerTourer
28-10-2009, 11:27
So, jetzt könnt´s lästern über einen ehemaligen Studenten, der das Studium erfolgreich abgeschlossen hat.

Wann hast du studiert?

AFX
28-10-2009, 11:30
seit jeher versucht das bürgerliche lager, die bedingungen für den eigenen nachwuchs so ideal und glatt wie nur irgend möglich zu gestalten...
daran ist ja eigentlich überhaupt nichts auszusetzen, oder?
wo kämen wir denn hin wenn jeder studieren könnte, und gratis noch dazu?
da würde ja plötzlich das "talent", und nicht wie früher die "herkunft" den weiteren lebensweg bestimmen....:devil:

wen's interessiert: diese studentenrevolte hat meine vollste sympathie und zustimmung!:toll:

fullspeedahead
28-10-2009, 11:41
Ich kopier hier einfach mal den Text rein, den ich ins Forum der faulen Medstudenten geschrieben habe:


Ich will mich hier auch einmalig einbringen - ich persönlich bin von der ÖMU massiv enttäuscht (zumindest nach allem was ich weiß, hab nicht alles hier gelesen)! In der Erklärung, die für mich die bisher einzige sichtbare Reaktion auf die Entwicklungen war, wird die ganze Thematik und derzeitige Entwicklung auf simple finanzielle Fragen reduziert und damit degradiert. Dass wir auf der Meduni keine eigene Hörsaalbesetzung oder ähnliches brauchen ist ganz klar, aber sich "aufs Schärfste zu distanzieren", von dem was sich in vielen anderen Unis derzeit abspielt, ist maßlos übertrieben. Nicht einmal die AG selbst hat sich zu einem derartig kurzsichtigem Kommentar hinreissen lassen.

Ich war 3x bei der Besetzung und habe mehrmals im Livestream mitgehört. Am Freitag Abend war im AudiMax tatsächlich primär Party, es war geil, laut und man hat gespürt, dass da Aufbruchstimmung in der Luft lag. Umgekehrt wars auch dreckig und stinkig, unkoordiniert und naja, ich hab befürchtet, dass die Bewegung so kaum das Wochenende überleben wird.
Heute war ich wieder dort und es war ein völlig anderes Bild. Will jetzt nicht 10min drüber schreiben, die Bilder hier geben auch einen Teil wieder: http://chilli.cc/?mm=cc_doctype_2:image&id=94-2-12&nr=1

Jedenfalls gehöre ich auf alle Fälle zu jenen, die mit vielen der Forderungen nicht übereinstimmen, aber um das konkreter zu machen einige Punkte:

- freier Unizugang: natürlich ist das utopisch, aber genauso ist die Menschenrechtskonvention, etc. utopisch. Hier geht es (mir) einfach darum, dass man in die Richtung arbeitet, dass der einzige Grund, warum eine Person nicht studieren sollte, mangelnde persönliche Motivation sein dürfte und nicht finanzielle, bürokratische oder organisatorische Hindernisse, etc.
das fängt bei einem Schulsystem an, das sozial Benachteiligte besser integriert bis hin zu akzeptablen Studienbedingungen für junge Eltern. Zugang zu höherer Bildung muss in einem so entwickelten Land einfach in entsprechendem Maße möglich sein. Das heißt aber freilich nicht, dass beliebig viele Menschen jedes Semester zu Medizin zugelassen werden sollten bzw. sollte z.B. imho eine Uni ihre Master-Studenten sehr wohl wählen dürfen.
(klar sind hier viele im Audimax anderer Meinung, aber ich nehme an, niemand wird ernsthaft glauben, dass der Meduni-Zugang frei wird, wenn er im Audimax die Studierenden unterstützt)

- mehr Demokratie auf den Unis: wessen Uni? Unsere Uni! Die Studenten dürfen es sich nicht gefallen lassen, dass ihnen (spätestens seit 2004) entscheidender Einfluss auf Entscheidungen weitgehend genommen wurde. Der Dialog zwischen den Ebenen (Studenten, Angestellte, Rektorat, Ministerium) muss intensiviert werden, Studenten als wertvolle Unterstützung in die Ausarbeitung von Studienplänen, etc. eingebunden werden.

- sinnvolle Umsetzung des Bologna-Prozesses - hier wurden und werden noch immer schwachsinnige Studienpläne entworfen. Das führt dazu, dass Bachelor kein anerkannter Titel ist, für den es auch keine Jobs gibt, dazu, dass sich am Betreuungsverhältnis und an der Berufsrelevanz des Masterabschlusses im Vergleich zum Mag. nichts verbessert, dazu, dass letztlich Barrieren dazukommen anstatt abgebaut werden. Hier fände ich eine echte Revolution von Nöten. Also weniger, aber breiter gefächerte und gut zugängliche Bachelor-Studien, die auch am Arbeitsmarkt von Relevanz sind sowie für die motivierten Studenten anschließend spezialisierte Master-Studien, wo z.B. auch das Betreuungsverhältnis klar verbessert werden muss in vielen Fächern. Z.B. ist ja auch das Ziel durch die Vereinheitlichung eine höhere Mobilität zu schaffen bisher ziemlich verfehlt worden. Die Verschulung des Unisystems, die mit großen Hürden zB für Berufstätige einhergeht aber auch insgesamt Pluralismus und Individualität einschränkt, ist imho auch ein großes Thema bei uns!

- damit einher geht die nicht nur bildungspolitische sondern vielmehr gesellschaftspolitische Frage, wann sich Bildung auszahlt, wie Bildung auszusehen hat, nach welchen Kriterien Bildung bewertet wird. Also ich für mich kann nur sagen, dass ich dem Humboldtschen Bildungsideal weit mehr abgewinnen kann als einer Uni, die sich rein ökonomischen Kriterien verschrieben hat, wo Optimierung, Konkurrenz, Rating, Vereinheitlichung und Leistung das Denken leiten. Da müsste aber - zumindest, hoffentlich und längerfristig - ein gesamteuropäisches Umdenken stattfinden.

- eine politisch unabhängige Uni - das bezieht sich auf Ämterbesetzungen, Transparenz bei der Finanzierung von Forschung und Lehre, sonstige Interventionen und auch die Verhinderung so lächerlicher Auswüchse wie zB dass das ewige parteipolitische, populistische Geplänkel um die Studiengebühren
Und dass ein Hahn, der selbst 22. Semester studiert hat (und über die faulen Studenten meckert), der bei seiner Dissertation "leserfreundlich zitiert" hat, wie "unabhängige" Gutachter festgestellt haben (er hat seitenweise aus Leopold Kohrs Buch "Die überentwickelten Nationen" abgeschrieben ohne Anführungszeichen zu verwenden, um es nett auszudrücken), der sich mit dem geplanten CERN-Austritt vollkommen blamiert hat, der die Studiengebühren bzw. deren Abschaffung als Ursache und Lösung aller Übel nennt und die Unis absolut nicht im Griff hat, für einen der wichtigesten Posten, die Österreich in der EU einnehmen kann, aus rein parteipolitischem Kalkül vorgeschlagen wird, soll hier nicht unerwähnt bleiben

- zur Finanzierung muss wohl nicht viel gesagt werden. Vielleicht will ja Österreich auf reiche Pensionisten-Einwanderer hoffen oder man will sich auf die ach so sicheren Tourismus-Standbeine stellen, aber vielleicht ist eine Investition in Bildung auch nicht soo blöd....und das waren in den letzten Regierungsprogrammen nur hohle Worte.

aja, und zum Beitrag vom magic "Und weil du das Bankenhilfspaket angesprochen hast für das ja plötzlich geld da war.. es wär echt schön wenn ihr euch alle einmal vorher informiert bevor ihr ständig so einen blödsinn verzapft. Die Hilfspakete sind Kapitalgarantien bzw. Kredite die wieder zurückbezahlt werden (inklusive Zinsen) müssen. Der Uni wird es wohl kaum etwas bringen wenn man ihr Geld borgt."
Danke für die großartige Erklärung, das hat natürlich niemand hier gewusst....eventuell schon einmal daran gedacht, dass Investitionen in Unis gewissermaßen denselben Kriterien folgen (wenn man es schon rein von dieser Seite betrachten will). In jeder Studie zeigt sich letztlich, dass sich Geld, das in höhere Ausbildungen fließt dank höherer Einkommenssteuer durch höhere Gehälter mehr als amortisiert (da sind Patente, Firmenansiedelungen, etc. gar nicht eingerechnet). Ob sichs ausgezahlt hat, die Pathohisto in 3M mit ungefähr 50 fetten Flatscreens auszustatten ist freilich eine andere Frage....
Faire Dienstverträge für die Angestellten sind aber sicherlich auch eine wichtige Sache und Vorraussetzung dafür, dass sich Spitzenforschung auf der Uni halten kann. Die http://www.ig-elf.at/ hat sich ja auch bereits solidarisiert!

- Feminismus: bei allem gebührenden Respekt, aber "min. 50% Frauenquote in allen Bereichen des universitären Personals" ist imho schlicht eine "umgekehrt-sexistische" Forderung. Dass aber sexistische Kriterien in Personalentscheidungen noch eine Rolle spielen aber keine Rolle spielen dürfen, ist außer Frage.


- Hörsaalbesetzungen: die Kritik daran ist zwar rührend, und es ist enorm wertvoll, wenn der orf grad auf der Suche nach einer möglichst studentenfeindlichen Überschrift ist ("100.000€ Schaden" schon am ersten Tag...), aber wie wirksam diese Form des Protests ist (und wie unwirksam alle Newsletter, Gespräche und Forenbeiträge Wink, die es wohl auch schon die letzten Jahre gab, waren) zeigt sich gerade recht deutlich. Man muss auch nicht so tun, als wäre kein Unterricht auf der Uni mehr möglich nur weil 1 Hörsaal besetzt ist. (Nach freundlicher Bitte, wurde heute glaube ich dem Wunsch nachgegangen, dass der Schlafraum untertags für Seminare genutzt werden kann).

Die Besetzung und Sitzung in der TU war übrigens auch spannend. Find ich toll, dass die ihre Solidarität bekundschaften und sich an den Arbeitsgruppen beteiligen.

Leider findet man hier genug Beispiele für selbstverliebtes, egoistisches Denken (will nicht die Menschen dahinter beurteilen, aber die Beiträge ergeben dieses Bild; es gibt aber auch genügend Gegenbeispiele). Freilich treffen nicht alle genannten Punkte auf die Meduni zu, bei uns ist die Lage eine ganz andere, aber ich denke (hoffe!) die wenigsten haben je ein Parteiprogramm gelesen, mit dem sie zu 100% übereingestimmt haben, und trotzdem gehen wohl die allermeisten wählen. Hier geht es darum, sich solidarisch zu zeigen mit jenen, die gerade mit übleren Missständen zu kämpfen haben, als wir auf der Meduni - ein anderes Mal ists vielleicht umgekehrt, wer weiß, womit wir noch konfrontiert werden...man könnts vielleicht fast als eine Form von Empathie und solidarischem Mitgefühl bezeichnen - und davon haben wir Mediziner denke ich eigentlich genug Smile (wenn man sich schon selbst so gar nicht betroffen fühlt, so denke ich doch, dass den meisten klar ist, dass an den Studienbedingungen, speziell auf der Hauptuni was geändert werden muss).

Also bitte ÖMU, zeigt, dass uns die anderen nicht egal sind und dass die ÖMU nicht der AG nach der Pfeife tanzen muss.

Und heute Mittwoch, 17h, große DEMO am Ring! http://unsereuni.at/
LG,
Mathias

ps: zu den Kommentaren von Leuten, die nur den Livestream gesehen haben: schaut euch einmal 1h eine live-übertragene Parlamentssitzung an - nicht minder chaotisch, um keinen Deut konstruktiver, ein ebenso verzerrtes Bild - niemand wird sich vorstellen können, dass ein funktionierender Staat dahintersteht.

bikeopi
28-10-2009, 11:42
es darf aber auch nicht sein, dass du Studierende hast, die
a) bereits seit 8 und mehr Jahren studieren (kenn einige Fälle nur aus meinem Umfeld)
......

das ist ja wohl ein widerspruch in sich....;)

habe die debatte gestern ein bissl im radio verfolgt, wurde viel geredet, interviewt, geschimpft, polemisiert, politisiert....usw

schliesslich ging es mir genauso wie den meisten zu wort gekommenen studenten auch: völlig unklar, worum es eigentlich geht.

als die kopfschmerzen ganz arg wurden, hab ich abgeschaltet.

das einzige, was ich klar erkennen konnte:

STUDENTEN heissen heutzutage STUDIERENDE.

interessant.
interessant wäre auch zu wissen, ob der umkehrschluss erlaubt und jeder studierende auch ein student ist. (also zb student des kalendariums, student des busfahrplans, student der kronen zeitung....):rofl:

Fl0
28-10-2009, 12:10
Der Schaden der durch den Schaß entsteht muss von den Unis bezahlt werden. (welche eh kein Geld haben) Vlt. ist euch das entgangen. Wenns den Protest auf der Donauinsel machen und selbst wieder zusammenräumen is mir das wurscht, aber solange ich (im gegensatz zu denen die zum protestieren Zeit haben) ernsthaft studieren, will ich nicht das hunderttausende €uro des Unibudgets in so einen scheiß Protest fließen müssen . In einen Protest wo keiner weiß um was es wirklich geht, keine wirklichen durchdachten einheitlichen Forderungen bestehen.
Mir kommt es so vor, als würde jeder den ein bisserl der Schuh beim studieren drückt protestieren gehen. Dabei sind mM viele Probleme "hausgemacht"


In diesem Sinne:
STUDIEREN STATT BLOCKIEREN!!!

Finanzierung;sind wir uns doch ehrlich;
Die Studiengebühren sind im Vergleich zu den restlichen Kosten (Wohnung, Bücher,...) , welche beim Studieren anfallen, so gering,dass sich wirklich keiner drüber aufregen kann. 363,36€ sind für andere Sachen schnell mal ausgegeben (radl, handy, computer, auto, teures gewand... ) aber wenns ums studieren geht muss natürlich alles Gratis sein ;-) Eh kloa.
Desweiteren war es immer so, dass jene von den Studiengebühren befreit waren, welche es sich wirklich nicht leisten hätten können.
Aus diesem Grund fällt für mich das Argument, "ich kann wegen den Studiengebühren nicht Studieren" völlig weg.
Ich bin gerne bereit die 363,36€ im Semester für eine bessere Situation an den Unis zu inverstieren.

Natürlich muss auch der Staat seinen Beitrag für eine gute Ausbildung leisten, schließlich kommt es dem ihm ja wieder zugute. (auch nicht immer)

Zugangsbeschränkungen: Über diesen Punkt bin ich mir eigentlich selbst nicht im klaren, wie man das am besten angeht. Keine Zugangsbeschränkungen, sind aber auch sicher der Falsche ansatz und werden die finanzielle Sitution in Zukunft noch wesentlich stärker anspannen.

Das hier eine Menge Diskussionsbedarf besteht, ist klar, aber sicher auf einer anderen Ebene. Das wird sicher noch ein spannendes politisches Thema, aber unter die Protestaktion sollte mM schnellstens, nötigenfalls auch mit Polizeigewalt, ein Schlussstrich gezogen werden.
Schließlich sollte jeder darüber nachdenken, welche möglichkeiten einem geboten werden, und es nicht selbstverständlich ist, dass man überhaupt die möglichkeit hat eine Universität zu besuchen.

In diesem Sinne Prost und gehts anstatt der Demo was lernen ;) Bringt euch mehr ;)

bleda bua
28-10-2009, 12:13
wie hoch ist studiengebühr ?????

habe gegoogelt.......
2006
in österreich : 363.- pro semester
in deutschland ca 500.- pro semester

dh zb :
2 mal 500 euronen dividiert durch 365 tage ergibt
wahnsinnige 2,74 euro pro tag !

el presidente
28-10-2009, 12:16
Wann hast du studiert?

Immatrikuliert im WS 95. Willst jetzt wissen was und wie lang?:U:

Fl0
28-10-2009, 12:17
In Ö könntest sogar um 1,99€ am Tag studieren :D:s:

AFX
28-10-2009, 12:36
Finanzierung;sind wir uns doch ehrlich;
Die Studiengebühren sind im Vergleich zu den restlichen Kosten (Wohnung, Bücher,...) , welche beim Studieren anfallen, so gering,dass sich wirklich keiner drüber aufregen kann. 363,36€ sind für andere Sachen schnell mal ausgegeben (radl, handy, computer, auto, teures gewand... ) aber wenns ums studieren geht muss natürlich alles Gratis sein ;-) Eh kloa.
Desweiteren war es immer so, dass jene von den Studiengebühren befreit waren, welche es sich wirklich nicht leisten hätten können.
Aus diesem Grund fällt für mich das Argument, "ich kann wegen den Studiengebühren nicht Studieren" völlig weg.
Ich bin gerne bereit die 363,36€ im Semester für eine bessere Situation an den Unis zu inverstieren.
vom elfenbeinturm hat man ja anscheinend den besten überblick, stimmts?
nur, die realität sieht leider etwas anders aus...

aber, schon klar...ein student der hier im BB aktiv ist, hat ein oder mehrere fahrräder, die sich jemand aus der unterschicht nicht mal im traum leisten könnte...
hast du schon mal darüber nachgedacht?...eventuell ist das der grund, wieso du hier im BB keinen studenten findest, dem die studiengebühr wirklich "weh tut".

zur info: ich konnte mir in meiner studienzeit die von dir erwähnten luxusgüter NICHT leisten, ich war froh wenn ich die wohnungsmiete rechtzeitig beisammen hatte, und nebenbei auch noch die notwendigen utensilien für das studium kaufen konnte. (und ja ich habe nebenbei gejobt, weil sonst wärs eh gar nicht gegangen...und
die von euch so runtergespielte studiengebühr tat mir empfindlich weh)

darum, liebe leute, seids froh wenn eure hose voll ist, und ihr euch leicht tut mit dem stinken :devil:...aber akzeptiert gefälligst dass ihr nicht alles kennt, weil es offensichtlich ausserhalb eures tellerrandes liegt!!!...:mad:

Intrud0r
28-10-2009, 12:42
Zudem: Wer hat die Abschaffung der Studiengebühren zu verantworten? Jetzt sagt´s bloß nicht, dass diese Folgen nicht vorhersehbar waren.


Oh mein Gott - da wollen sich Menschen bilden, womöglich auch noch welche die wenig Geld haben unfassbar sofort 100.000 Euro Studiengebühren damit nur mehr die echte Elite überbleibt. Vor allem wo die Studiengebühren so sinnvoll eingesetzt wurden und die Situation mit Studiengebühren sehr viel besser war als ohne.




Haben die Roten und Grünen schon wieder so viel Geld gesammelt, um solche Proteste mit Würstel und Bier finanzieren zu können?


Ist mir ganz entgangen, dass die Proteste von Rot/Grün begonnen wurden und finanziert werden. Na dann hoff ich, dass mir die heute ein paar Euro fürs mitgehn geben.



Oder soll das einfach nur die Retourkutsche sein, um das Versagen der Schmid Claudia im Bildungsbereich zu kaschieren?


Ich wusste gar nicht, dass die Claudia Schmid Wissenschaftsministerin ist, von dir lernt man heute lauter tolle Sachen.
Mal abgesehen davon würde das Versagen einer Person das einer anderen rechtfertigen?



Jeder, der bei solchen Kundgebungen teilnimmt, soll auch für deren Kosten aufkommen.


Demokratie pur sozusagen.




über einen ehemaligen Studenten, der das Studium erfolgreich abgeschlossen hat.

Auch interessant, dass es offenbar einen Studiengang für Polemik und Trolling in Internetforen gibt - muss wohl ein neuer sein auf der FH in Deppenhausen.

noc
28-10-2009, 12:44
Ich bin auch für eine Optimierung der Studienbedigungen, aber was die Krawallmacher-Studenten da aufführen ist für mich absolut nicht nachvollziehbar. Wenigstens hat sich die AG distanziert.

Was ich so auf der Uni erlebt habe, sind das auch gerade die Studenten die, wenn sie jetzt nicht den Hörsaal besetzen würden, halt im Kaffeehaus sitzen würden und sich mental schon auf das nächste Studentenfestl vorbereiten müssen, statt zu lernen.

Ich hab' mich nie an solchen Aktionen beteiligt und wenn ichs mir recht überlege, hätte ich bei 15-20h Arbeit pro Woche und dem Lernaufwand dafür auch keine Zeit gehabt. Ahja, meine ehemaligen Mitstudenten die in den diversen Studentenorganisationen aktiv sind, sind jedenfalls größtenteils noch nicht fertig .. muss wohl an den schwierigen Studienbedingungen liegen. ;)

Gegen Zugangsbeschränkungen bin ich allerdings auch, ich würde die Variante Ausgleichszahlungen durch die übrigen EU Staaten für ihre jeweiligen Studenten bevorzugen. Studiengebühren gehören jedenfalls wieder eingeführt ... man muss sich im klaren sein, dass derzeit die Studiengebühren de facto vom Steuerzahler getragen werden, da die Budgetierung ja nicht geändert wurde!!!

Intrud0r
28-10-2009, 12:50
Ich bin auch für eine Optimierung der Studienbedigungen, aber was die Krawallmacher-Studenten da aufführen ist für mich absolut nicht nachvollziehbar. Wenigstens hat sich die AG distanziert.


Ja wenigstens die AG, die AG übrigens die nach den ÖH Wahlen Bier an alle Wähler ausgegeben hat - soviel zu Party, Politik und so...




man muss sich im klaren sein, dass derzeit die Studiengebühren de facto vom Steuerzahler getragen werden, da die Budgetierung ja nicht geändert wurde!!!

Was ja auch total falsch ist schließlich sind Studenten niemals Steuerzahler (de hackln jo nix und protestiern nua) und werden auch nie welche. :rolleyes: Ist ja auch nicht die Aufgabe des Staates mit Steuergeldern Bildung zu finanzieren...wo kämen wir denn da noch hin. Am Ende finanziert der Steuerzahler womöglich noch die Schulbildung oder so - da hört sich ja alles auf.

Fl0
28-10-2009, 12:54
vom elfenbeinturm hat man ja anscheinend den besten überblick, stimmts?
nur, die realität sieht leider etwas anders aus...

aber, schon klar...ein student der hier im BB aktiv ist, hat ein oder mehrere fahrräder, die sich jemand aus der unterschicht nicht mal im traum leisten könnte...
hast du schon mal darüber nachgedacht?...eventuell ist das der grund, wieso du hier im BB keinen studenten findest, dem die studiengebühr wirklich "weh tut".

zur info: ich konnte mir in meiner studienzeit die von dir erwähnten luxusgüter NICHT leisten, ich war froh wenn ich die wohnungsmiete rechtzeitig beisammen hatte, und nebenbei auch noch die notwendigen utensilien für das studium kaufen konnte. (und ja ich habe nebenbei gejobt, weil sonst wärs eh gar nicht gegangen...und
die von euch so runtergespielte studiengebühr tat mir empfindlich weh)

darum, liebe leute, seids froh wenn eure hose voll ist, und ihr euch leicht tut mit dem stinken :devil:...aber akzeptiert gefälligst dass ihr nicht alles kennt, weil es offensichtlich ausserhalb eures tellerrandes liegt!!!...:mad:

ja genau für solche fälle wäre die befreiung vorgesehen, was ich auch durchaus sinvoll finde. also bitte verdreh mir da nicht das wort im mund ;). ich habe nicht geleugnet, dass es nicht leute, gibt die es sich nicht leisten können und ich kenne auch viele.
Das da eine Lösung hergehört ist doch bitte volkommen klar. Also stell mich hier bitte ned als asozialen hin und les bitte, was ich schreibe!
Desweiteren werden heutzutage viele kosten alleine von der Studienbeihilfe abgefedert. Ich weiß also nicht wann du studiert hast, (wegen deinem Alter im Profil) aber heutzutage ist die finanzielle Situation bei nützung aller beihilfen nicht sooo schlecht. desweiteren hat man noch 1/3 des Jahres Frei in denen man ja einer vollzeitbeschäftigung nachgehen kann.

ad studiengebühren:
Meinetwegen wäre auch eine Staffelung denkbar, schwierig ist dabei nur, was man hier als Bemessungsgrundlage heranzieht.
Ein weiterer Ansatz wäre, das man nach dem Studieren, einen gewissen prozentsatz seines eigenen Bruttoeinkommens, der universität rückführen muss.

noc
28-10-2009, 12:55
Ja wenigstens die AG, die AG übrigens die nach den ÖH Wahlen Bier an alle Wähler ausgegeben hat - soviel zu Party, Politik und so...

Und?



Was ja auch total falsch ist schließlich sind Studenten niemals Steuerzahler (de hackln jo nix und protestiern nua) und werden auch nie welche. :rolleyes: Ist ja auch nicht die Aufgabe des Staates mit Steuergeldern Bildung zu finanzieren...wo kämen wir denn da noch hin.

Sicher und Pensionen und Sparguthaben und Quelle Versand und Hacklerregelung und Kindergeld und Kindergarten usw. bei uns muss einfach alles mit Steuergeld finanziert werden .. nur wohers kommen soll weiß schön langsam keiner mehr.

Intrud0r
28-10-2009, 12:58
Und?

Nix und nur soviel zu den bösen Krawallstudenten die sich teilweise erdreistet haben im Rahmen der Proteste Bier zu konsumieren aber gut der Vorwurf kam nicht direkt von dir.



Hacklerregelung


Na das ist doch schon mal EIN schöner Punkt den du da aufwirfst könntest du gleich bei den Protesten einbringen. Das Geld das man "Hacklern" die ja oftmals in Wirklichkeit gar keine sind reinwirft könnte man zu gewissen Teilen durchaus sinnvoller für Bildung und Wissenschaft aufwenden, wobei natürlich echte Arbeiter und Schwerarbeiter selbstverständlich darauf Anspruch haben sollten.

bleda bua
28-10-2009, 13:03
stellts euch vor bikeboardparty

anmeldung voraussetzung - unentgeltlich natürlich
personenanzahl nicht beschränkt

:f::f::f::f::f::f:

stetre76
28-10-2009, 13:15
es darf aber auch nicht sein, dass du Studierende hast, die
a) bereits seit 8 und mehr Jahren studieren (kenn einige Fälle nur aus meinem Umfeld)
......


das ist ja wohl ein widerspruch in sich....;)



das ist genau so ein Fall, wo einfach zitieren eines Beitrags genau nix bringt!

der von dir zitierte Text war eine Antwort an Lars und muss im Zusammenhang mit meinem ersten post gesehen werden - ansonsten ergibt das nämlich genau null Sinn....


und wieso ist es ein Widerspruch? ich hab halt in meinem Verwandtschaftskreis einige Dauerstudenten - sei ihnen gegönnt, wenns meinen sie müssen es so machen...

@Fullspeedahead
komisch, soweit sind wir mit unserer Auffassung gar nicht auseinander. viele deiner Punkte finden sich auch in meinem ersten post wieder - manche wiederum weniger, aber das ist ja auch gut so.

GrazerTourer
28-10-2009, 13:49
Sicher und Pensionen und Sparguthaben und Quelle Versand und Hacklerregelung und Kindergeld und Kindergarten usw. bei uns muss einfach alles mit Steuergeld finanziert werden .. nur wohers kommen soll weiß schön langsam keiner mehr.

Ein kleiner Bruchteil der Österreicher bezahlt einen Großteil der Steuern. Alle die in der höchsten Lohnsteuerstufe sind bezahlen die Kosten ihres Studiums locker und x-fach an den Staat zurück. WEN, wenn nicht gute Akademiker braucht das Land also - von dieser Seite betrachtet? Weiters fehlen einem Akademiker viele Sozialversicherungsjahre. Auch das ist ein kleiner Naschteil. Aber dfafür genießt man Bildung!

Von dem her:
- Allgemeinbildung (AHS) wieder auf ein vernümnftiges Niveau bringen
- KEINE Zugangsbeschränkungen für Maturanten innerhalb von Österreich
- KEINE Studiengebühren
- EU Regelungen ignorieren, mit Füßen treten - was auch immer. Es kann nicht sein, daß unsere Unis als Auffanglager für andere Länder dienen, nur um diverse Zugangsregelungen in ihrem Land zu umgehen. Diese Leute bringen der Wirtschaft null, denn die bleiben auch nicht hier.
- Lehrberufe müssen einen höheren Stellenwert haben
usw usf

noc
28-10-2009, 14:16
Ein kleiner Bruchteil der Österreicher bezahlt einen Großteil der Steuern. Alle die in der höchsten Lohnsteuerstufe sind bezahlen die Kosten ihres Studiums locker und x-fach an den Staat zurück. WEN, wenn nicht gute Akademiker braucht das Land also - von dieser Seite betrachtet? Weiters fehlen einem Akademiker viele Sozialversicherungsjahre. Auch das ist ein kleiner Naschteil. Aber dfafür genießt man Bildung!

Von dem her:
- Allgemeinbildung (AHS) wieder auf ein vernümnftiges Niveau bringen
- KEINE Zugangsbeschränkungen für Maturanten innerhalb von Österreich
- KEINE Studiengebühren
- EU Regelungen ignorieren, mit Füßen treten - was auch immer. Es kann nicht sein, daß unsere Unis als Auffanglager für andere Länder dienen, nur um diverse Zugangsregelungen in ihrem Land zu umgehen. Diese Leute bringen der Wirtschaft null, denn die bleiben auch nicht hier.
- Lehrberufe müssen einen höheren Stellenwert haben
usw usf

Immer schön weiterträumen!

Lars
28-10-2009, 14:21
Immer schön weiterträumen!
Warum träumen? Wir sind in Sachen Akademikerquote ziemlich weit hinten. Ist es wirklich so verwegen, das ändern zu wollen? Ist es wirklich erwünscht, so wenige Universitätsabschlüsse, sei es durch die derzeit untragbaren Studienbedingungen oder eben durch möglichst strenge finanzielle oder faktische Barrieren, zu haben? Oder sollte man nicht anstreben, so viele Menschen wie möglich einer tertiären Bildung zuzuführen. Zum "Träumen": schau mal, was wir für Bildung, das möglicherweise wichtigste Kapital, eigentlich aufbringen.

noc
28-10-2009, 14:25
Wer sagt, dass größtmögliche Freiheit zu einer höheren Akademikerquote führt?

GrazerTourer
28-10-2009, 14:26
Wer sagt, dass größtmögliche Freiheit zu einer höheren Akademikerquote führt?

Wer sagt denn das?
Der Staat hat kein anderes Kapital als seine Bevölkerung. Diese Bevölkerung muß einen möglichst hohen Bildungsstand haben. Das beginnt in der Pflichtschule und muß danach bis zum Doktor weitergehen. Oder sollte man auch für Gymnasien Geld verlangen?

Was sind die Leute den Studenten denn neidig? Selbst wenn es Studenten gibt die jaahrelang faul sind und langsam studieren, so kosten sie dem Staat nicht mehr oder weniger. Wenn es sich jeder aussuchen kann, sind die Chancen für alle gleich. Geld oder sonstige Zufälligkeiten (dumme pubertäre Jahre etc) dürfen hier doch keine Rolle spielen.

noc
28-10-2009, 14:29
Was genau passt denn nicht an dem was ich geschrieben habe?

1. Dass wir uns einfach so über EU-Regelungen hinwegsetzen könnten, geschweige denn das überhaupt tun sollten!

2. Dass jeder Akademiker in eine hohe Steuerstufe kommt und somit LOCKER die Kosten seiner Ausbildung zurückzahlen könnte.

Lars
28-10-2009, 14:33
.....2. Dass jeder Akademiker in eine hohe Steuerstufe kommt und somit LOCKER die Kosten seiner Ausbildung zurückzahlen könnte.
Müssen Menschen sich immer rentieren?

noc
28-10-2009, 14:34
Müssen Menschen sich immer rentieren?

Wenn andere für ihre Kosten aufkommen, dann ja.

GrazerTourer
28-10-2009, 14:35
1. Dass wir uns einfach so über EU-Regelungen hinwegsetzen könnten, geschweige denn das überhaupt tun sollten!

2. Dass jeder Akademiker in eine hohe Steuerstufe kommt und somit LOCKER die Kosten seiner Ausbildung zurückzahlen könnte.

ad 2)
Ich habe geschrieben daß alle die in der höchsten Steuerstufe sind und studiert haben ihre Studienkosten locker zurückzahlen. Nicht, daß "alle die studieren in die höchste Steuerstufe kommen werden". Das ist ein großer Unterschied.
Ich habe ehrlich gesagt keine Ahnung ob es stimmt, würde aber darauf wetten daß sich mit den arbeitstätigen Akademikern und deren Steuern die Ausbildungskosten x-fach ausgleichen. (stellt sich nur die Frage wieviel davon wirklich budgetiert wird....)

ad 1)
Wieso denn nicht? Daß diese Regelung in Österreich offensichtlich für riesige Probleme sorgt kann niemand leugnen. Was bringt der EU (oder Österreich) ein Deutscher Student der hier ein Semester studiert um zu Hause die Aufnehmeregelungen zu umgehen?
Prinzipiell finde ich es toll, daß es solche Regelungen gibt, aber es kann auch nach hinten losgehen. Brauchen wir wirklich sauteure private Eliteunis (was ewig dauern würde bis es funktioniert) nur wegen solcher Regelungen? Ich bin der Meinung, daß es einmal vernünftiger gelöst war.
Aus Sicht des Staates würde ich mich mit allen Mitteln dagegen wehren.

stetre76
28-10-2009, 14:36
Lars, die niedrige Akademiker Quote hat aber nur bedingt etwas mit Zugangsbeschränkungen, Studiengebühren o.ä. zu tun.

Der befürchtete Einbruch bei den Studierendenzahlen mit Einführung der Studiengebühren ist ausgeblieben.

Weiters müssten die FHs derzeit ganz stark kämpfen, da sie immer noch Studiengebühren einheben - auch da gibts keine Bewerberrückgänge.

Zugangsbeschränkungen, wie zB Aufnahmeprüfungen, aliquote Aufnahemregelungen (Ausländer, Zugangsvoraussetzungen,...) müssen sich ebenfalls nicht negativ auf Studierendenzahlen auswirken. Im Gegenteil, in manchen Studienrichtungen könnte das sogar dazu führen, dass der Anteil der österr. Studierenden wieder steigt.
Ob das im Sinne einer europäischen Bildungspolitik (Anrechnungmöglichkeiten von Abschlüssen, Förderung der akademischen Mobilität,....) ist, ist eine andere Frage.

und eine hohe Akademikerquote muss auch nicht zwangsläufig heissen, dass alles eitler Wonne ist, promovierte Taxifahrer, Call-center Agenten,... sind zwar für eine Akademikerquote hilfreich, aber lösen nicht unbedingt.

Viell. wäre auch eine Steuerung in Bezug auf Studienanfänger in gewissen Studienrichtungen sinnvoll.
Was für einen Sinn macht es, wenn ich pro Jahr xyz Akademiker im Fachbereich A bekomme, der Markt aber keine Verwendung für diese hat, gleichzeitig der Fachbereich B aber dringend akademischen Input bräuchte....

der Weg/die Idee der FHs mit einer wiederkehrenden Evaluierung und ggf Nichtweiterführung eines Studiengangs, ist da viell. nicht der schlechteste....

Lars
28-10-2009, 14:37
Wenn andere für ihre Kosten aufkommen, dann ja.
Mit dem Argument kann man so ziemlich alles, vom Radweg bis zur Lehre abschaffen.

Ich verstehe nicht, warum manche glauben, ein Studierender nimmt ihm etwas weg. Jeder nutzt Allgemeingüter, von der Uni bis hin zum Mistkübel. Und auch der Student zahlt Steuern, seine Eltern haben Steuern bezahlt, und auch, wenn er das Studium abbricht und danach als Taxler hackelt, zahlt er noch genug Steuern.

Lars
28-10-2009, 14:40
...Was für einen Sinn macht es, wenn ich pro Jahr xyz Akademiker im Fachbereich A bekomme, der Markt aber keine Verwendung für diese hat, gleichzeitig der Fachbereich B aber dringend akademischen Input bräuchte.......
Man kann ein wenig über den Tellerrand blicken und den Menschen nicht nur als Gut, Nutztier oder Kostenstelle sehen, sondern Bildung auch als etwas Wertvolles sehen. Mir ist nicht ganz klar, warum sich einige so dagegen wehren, dass Menschen auch einfach so Bildung erfahren sollten/können, ohne dass es sich unbedingt rentiert.

GrazerTourer
28-10-2009, 14:46
Man kann ein wenig über den Tellerrand blicken und den Menschen nicht nur als Gut, Nutztier oder Kostenstelle sehen, sondern Bildung auch als etwas Wertvolles sehen. Mir ist nicht ganz klar, warum sich einige so dagegen wehren, dass Menschen auch einfach so Bildung erfahren sollten/können, ohne dass es sich unbedingt rentiert.

:toll:

@stetre
Ich habe einen Kollegen dessen Job kein Studium voraussetzt. Er macht seinen Job in der Produktion hervorragend, verdient aber nicht die Welt. Er hat einen Magister in Geschichte und Publizistik. Hätte er das nicht tun dürfen? Ich glaube, daß seine Erfahrung und sein Wissen selbst in diesem job etwas bringen. Und wenn nicht hier, dann bei Wahlen, bei Diskussionen die er mit Leuten führt usw usf. Er trägt viel dazu bei, daß andere Leute sich für Dinge interessieren an die sie niemals gedacht hätten - Kollegen aus der Produktion, ohne Chance auf eine akademische Ausbildung.

noc
28-10-2009, 14:53
Mit dem Argument kann man so ziemlich alles, vom Radweg bis zur Lehre abschaffen.

Ich verstehe nicht, warum manche glauben, ein Studierender nimmt ihm etwas weg. Jeder nutzt Allgemeingüter, von der Uni bis hin zum Mistkübel. Und auch der Student zahlt Steuern, seine Eltern haben Steuern bezahlt, und auch, wenn er das Studium abbricht und danach als Taxler hackelt, zahlt er noch genug Steuern.

Es geht hier gar nicht so wirklich um Langzeitstudenten, das war ja eigentlich auch nicht das Thema der Diskussion. Ich habe übrigens nix gegen Leute die Arbeiten gehn, Geld verdienen und das Studium halt auf einen längeren Zeitraum anlegen. Die Regelung vor Abschaffung war ja auch so dass man einem gewissen Beschäftigungsausmaß von den Studiengebühren befreit war - war absolut fair imho.

Ich hab auch nix gegen Leute, die aufgrund eines entsprechenden familiären Backgrounds lange oder ewig studieren (können!), denn die Schaden damit ja nur sich selbst und ihren Familien. Gerade habe ich von einer Studentin im weiteren Umfeld gehört die nach 11 Jahren Studium jetzt das eine Studium abgebrochen hat und ein anderes anfängt .. zahlt aber alles der Papa, also mir wurscht.

Die eigentlichen Themen waren ja andere, nämlich einerseits, wie wir den Studienbetrieb aufrechterhalten können, obwohl manche Unis von In- und vor allem Ausländern überschwemmt werden und andererseits wie wir BESSER werden können.

Und da sind die Forderungen mE genau die falschen, weil sie in so eine verträumte, verklärte Richtung gehen. Das derzeit wichtigste Thema scheint ja unter den Studenten nur zu sein, wie man die Räumung des Audimax bestmöglich verhindern kann.

stetre76
28-10-2009, 14:57
Man kann ein wenig über den Tellerrand blicken und den Menschen nicht nur als Gut, Nutztier oder Kostenstelle sehen, sondern Bildung auch als etwas Wertvolles sehen. Mir ist nicht ganz klar, warum sich einige so dagegen wehren, dass Menschen auch einfach so Bildung erfahren sollten/können, ohne dass es sich unbedingt rentiert.
Bildung IST wertvoll und sollte uns immer und bis ans Lebensende begleiten!

aber Bildung muss nicht automatisch ein Studium sein!!!

und genau da hakt es bei uns in Österreich - bei uns glauben die Leute du kannst nur was werden, wennst ein Studium hast und aus diesem Grund drängen dann die Leute auch zu Hauf auf die Unis, ob sie's für spätere Leben brauchen, oder nicht, ist da zweitrangig.

Eine gute, fundierte Ausbildung, á la Lehre und Meister sind extrem viel wert, aber in unserer Gesellschaft absolut unterbewertet.

Auch Uni-Lehrgänge können einen immensen Mehrwert bilden, auch diese sind bei uns unterbewertet.

Wenn Leute immer nur ein Studium als "Ausbildung" sehen, dann krankt es nicht (nur) am Unisystem, sondern am Verständnis was Bildung und Ausbildung überhaupt ist.


bei uns arbeiten viele, die ein Studium haben, deren Job aber keines voraussehen würde - ich sehe da kein problem, unser Controller viell. schon.

Gleichzeitig haben wir aber auch einige, die kein Studium haben, aber einen Job bekleiden, der eingentlich eines vorsehen würde - auch kein Problem, so lange die Leistung, das Know-How und der Output stimmt.

>>> Bildung/Ausbildung ist nicht nur ein akademischer Grad!

NoReturn
28-10-2009, 14:59
Aktuell haben wir keinen "freien" Zugang zu Bildung. Denn wenn diverse Studienrichtung so überlaufen sind, dass nicht jeder sein Wunschstudium beginnen kann, dann führt sich das System ad absurdum. Meine Meinug: Studiengebühren wieder einführen und auch anheben. EUR 600.- Semester. Wenn man neben dem Studium arbeiten muss, dann ist das aus mehreren Gründen gut. Der wichtigste ist, dass man schon Berufserfahrung hat und daher die Jobsuche in vielen Fällen leichter sein wird. Das Problem ist viel mehr, dass viele Jugendliche schon in der Schule nicht entsprechend geförtert werden. Die Kinder gehören von Profis betreut - und die sozialen Schichten gut durchmischt, Begabungen erkannt und Interessen geförtert. Dann studieren auch nicht mehr so viele "das Falsche". Das ist nur durch ein gutes Schulmodell zu gewährleisten - und as haben wir gegenwärtig nicht. Von den Profis ganz zu schweigen...

noc
28-10-2009, 14:59
Noch ein paar Beispiele:

Großen Applaus erntete die Aussage der Arbeitsgruppen, dass keine Vertreter zu Verhandlungen entsandt werden würden, weil die Besetzer als Kollektiv auftreten wollen.


Gute Planung ist alles: Der Focus richtete sich ganz auf die Organisation der Demo. Auch Skurriles wird geplant: Der Rekord im Mambo-Tanz des österreichischen Bundesheers soll gebrochen werden. Das Motto lautet: „Tanz den Freien-Bildungs-Mambo“.


Die Diskussionen im Audimax laufen währenddessen sehr diszipliniert ab. Die vielen Arbeitsgruppen tragen ihre Ergebnisse vor. Diskutiert wird auch der Vorschlag des Grünen-Politikers Peter Pilz, der im Fall einer Räumung die Türen von Abgeordneten "immunisieren" lassen will. :rolleyes:

http://diepresse.com/images/uploads_425/2/c/9/516809/a620091027145745.jpg .. no comment

Und Hauptsache Attac ist vor Ort! :k:

Lars
28-10-2009, 15:05
Noch ein paar Beispiele...
Werfen wir denen tatsächlich ihre Unbeholfenheit und Naivität vor? Die Politik (hochbezahlte "Experten", die für den Job bezahlt kriegen) hat in den letzten 20 Jahren eigentlich nur Scheisse gebaut und die Unis an den Rande der Selbstzerstörung geführt und die paar Studenten im AudiMax sollen in ein paar Tagen die Lösung finden? Die sind nicht dafür da, die Bildungsmisere zu lösen.

AFX
28-10-2009, 15:14
Die Regelung vor Abschaffung war ja auch so dass man einem gewissen Beschäftigungsausmaß von den Studiengebühren befreit war - war absolut fair imho.

:f::rofl::rofl::rofl::f::f::f::rofl::rofl::rofl:
tschuldigung, aber mich hats gerade unter meinen designerschreibtisch geschmissen vor lauter lachen...

GrazerTourer
28-10-2009, 15:24
Meine Meinug: Studiengebühren wieder einführen und auch anheben. EUR 600.- Semester. Wenn man neben dem Studium arbeiten muss, dann ist das aus mehreren Gründen gut. Der wichtigste ist, dass man schon Berufserfahrung hat und daher die Jobsuche in vielen Fällen leichter sein wird.

Ich habe während dem Studium an den Wochenenden gearbeitet um genügend Geld für's Studium zu haben. Mehr als 300-400Eur schauen da im Monat aber nicht raus. Und das kastriert die Freizeit und das Studium schon ziemlich.

Rechnen wir noch 150Eur Familienbeihilfe dazu (die man nicht zwangsläufig bekommt), so sind wir bei 450-550Eur im Monat. Dann ziehen wir die 100Eur Studiengebühr ab bleiben noch 350-450EUR. Willst du mir ernsthaft erklärenn daß man davon sein Leben und das Studium finanzieren kann? Studieren ist so schon teuer genug.

el presidente
28-10-2009, 15:26
Oh mein Gott - da wollen sich Menschen bilden, womöglich auch noch welche die wenig Geld haben unfassbar sofort 100.000 Euro Studiengebühren damit nur mehr die echte Elite überbleibt. Vor allem wo die Studiengebühren so sinnvoll eingesetzt wurden und die Situation mit Studiengebühren sehr viel besser war als ohne.




Ist mir ganz entgangen, dass die Proteste von Rot/Grün begonnen wurden und finanziert werden. Na dann hoff ich, dass mir die heute ein paar Euro fürs mitgehn geben.



Ich wusste gar nicht, dass die Claudia Schmid Wissenschaftsministerin ist, von dir lernt man heute lauter tolle Sachen.
Mal abgesehen davon würde das Versagen einer Person das einer anderen rechtfertigen?



Demokratie pur sozusagen.




Auch interessant, dass es offenbar einen Studiengang für Polemik und Trolling in Internetforen gibt - muss wohl ein neuer sein auf der FH in Deppenhausen.

Zum ersten Absatz: Es gibt Stipendien. Ich hab mir auch damit mein Studium leisten können. Nur sollte man dann eben Gas geben und nicht herumsudern und alle anderen sind am eigenen Versagen Schuld.

Zum zweiten Absatz: Welche Studienrichtungen beschweren sich am meisten, wie sind dort die ÖH Wahlen ausgegangen, welchen Gesinnungsgruppen sind diese "Studenten" zuzuordnen?

Zum dritten Absatz: Wer lesen kann, ist klar im Vorteil. Woher nimmst Du heraus, dass die Schmid Wissenschaftsministerin ist? Hab ich das irgendwo geschrieben? Tut mir leid, wenn Lesen für Dich so schwer ist. Bist wohl in der Volksschule ausgeschult worden. Und dass Du gewisse Zusammenhänge erkennen könntest hab ich bei Dir schon lang aufgehört zu hoffen.

Zu Deinem nächsten Sätzchen: Geht´s noch? (Alles andere wär schon wieder zu kompliziert für Dich)

zum letzten Absatz: Da wirst Dir sicher einen runtergerubbelt haben für diesen Schwachsinn. Ich hoffe nur, dass ich Dich mit meinen Steuerzahlungen nie erhalten werden muss, für solche Volldillos ist jeder Cent zu viel. Witzig find ich nur Deine schon mehrfach bewiesene Untergriffigkeit, wennst sonst nichts zu melden hast.
Ehrlich gesagt hast Du mein vollstes Mitleid. An Deiner Stelle möcht ich echt nicht sein.

:devil:

NoReturn
28-10-2009, 15:27
Ja - iPhone und Digitale SLR halt erst mit dem ersten Job oder zu Weihnachten ;)


Ich habe während dem Studium an den Wochenenden gearbeitet um genügend Geld für's Studium zu haben. Mehr als 300-400Eur schauen da im Monat aber nicht raus. Und das kastriert die Freizeit und das Studium schon ziemlich.

Rechnen wir noch 150Eur Familienbeihilfe dazu (die man nicht zwangsläufig bekommt), so sind wir bei 450-550Eur im Monat. Dann ziehen wir die 100Eur Studiengebühr ab bleiben noch 350-450EUR. Willst du mir ernsthaft erklärenn daß man davon sein Leben und das Studium finanzieren kann? Studieren ist so schon teuer genug.

noc
28-10-2009, 15:42
:f::rofl::rofl::rofl::f::f::f::rofl::rofl::rofl:
tschuldigung, aber mich hats gerade unter meinen designerschreibtisch geschmissen vor lauter lachen...

Kannst wieder raufkommen, denn mit Vorlage des Einkommenssteuerbescheides war man befreit.

noc
28-10-2009, 15:44
Werfen wir denen tatsächlich ihre Unbeholfenheit und Naivität vor? Die Politik (hochbezahlte "Experten", die für den Job bezahlt kriegen) hat in den letzten 20 Jahren eigentlich nur Scheisse gebaut und die Unis an den Rande der Selbstzerstörung geführt und die paar Studenten im AudiMax sollen in ein paar Tagen die Lösung finden? Die sind nicht dafür da, die Bildungsmisere zu lösen.

Bin eigentlich ganz deiner Meinung und darf auf mein erstes Posting in diesem Thread verweisen http://nyx.at/bikeboard/Board/showpost.php?p=2025124&postcount=34

noc
28-10-2009, 15:49
Ich habe während dem Studium an den Wochenenden gearbeitet um genügend Geld für's Studium zu haben. Mehr als 300-400Eur schauen da im Monat aber nicht raus. Und das kastriert die Freizeit und das Studium schon ziemlich.

Rechnen wir noch 150Eur Familienbeihilfe dazu (die man nicht zwangsläufig bekommt), so sind wir bei 450-550Eur im Monat. Dann ziehen wir die 100Eur Studiengebühr ab bleiben noch 350-450EUR. Willst du mir ernsthaft erklärenn daß man davon sein Leben und das Studium finanzieren kann? Studieren ist so schon teuer genug.

Ich hab nur mit Studien- und Familienbeihilfe und nebenbei Arbeiten (15-20h/W) studiert. War Ansporn genug möglichst schnell fertig zu werden und hat mir in beruflicher Zukunftsaussicht sicher sehr geholfen!

bigair
28-10-2009, 15:51
den inhalt find ich großteils ok, und kann ich als student auch nachvollziehen. die durchführung dieser "diskussion" ist in meinen augen großteils ein fail. auf der TU wurde auch ein hörsaal "besetzt", und es wird gulasch verteilt dort :rolleyes::D

die diskussionen (es gab gestern einen livestream) sind zum teil sehr tiaf und entsprechen absolut nicht dem niveau von studenten (man sollte erwarten können das man keine fäkalausdrücke benötigt um etwas zu kommunizieren). Beim IT Studium tut sich auch grad einiges (Dekan wurde angeblich abgesägt :rolleyes:), und es wird wohl eher schlimmer werden.

AFX
28-10-2009, 16:24
Kannst wieder raufkommen, denn mit Vorlage des Einkommenssteuerbescheides war man befreit.

träumer!
das hat vielleicht in deinem speziellen fall und in deiner studienrichtung gefunzt.

es gibt aber genug studienrichtungen (speziell geisteswissenschaften und bildende kunst) die für den erhalt einer studienbeihilfe ziemlich rigurose mindeststundenanzahlen vorschreiben, die ein jobben während der "normalarbeitszeit" vollkommen unmöglich machen...
d.h. man ist (war) gezwungen zwischen stipendium oder arbeiten zu wählen...
die meisten studenten in diesen studienrichtungen (zumindest, die die nicht die maximal-studienbeihilfe erhielten) wählten das "arbeiten" und fielen somit auch um die gebühr-befreiung, die an die studienbeihilfe gekoppelt war.
einen steuernachlass gabs auch, jaja, aber als geringfügig angestellter bzw. freiberufler hat man eigentlich eh keine lohnsteuer eingezahlt --- also fürn a.

aber eventuell meinst du aber die abschwächung der studiengebühr nach dem machtwechsel in der regierung? vorher wars zumindest alles andere als fair!

el presidente
28-10-2009, 16:51
Ist´s jetzt um diese Uhrzeit für die Streikenden nicht schon ein bisserl kühl? Nicht dass sie krank werden und Schweinegrippe bekommen.
Oder brauchen´s die Dunkelheit zum Pflastersteine werfen?
Ich frag mich, warum die zuerst zum Bundeskanzleramt gehen. Der dort drinnen hat doch selbst nur sein Studium abgebrochen. Was soll der dazu sagen?
Gespannt bin ich auch auf die Geburtenrate in 9 Monaten, was sollen´s dort sonst außer Saufen und Kiffen machen......

:devil::devil::devil::devil:

AFX
28-10-2009, 17:00
irgendwie finde ich es immer wieder sehr erstaunlich, wenn (ehemalige) wohlstandskinder, die von klein auf alles in den a. geschoben bekamen, im nachhinein behaupten, sie hätten sich alles "selbst aufgebaut" und dann noch darüber echauffieren, dass es andere leichter haben könnten als sie selbst...:rolleyes:

neid ist was ganz schiaches!

nestor
28-10-2009, 17:03
Kannst wieder raufkommen, denn mit Vorlage des Einkommenssteuerbescheides war man befreit.

Gilt seit dem Antritt der jetzigen großen Koalition. Vorher nicht. Hat man allerdings derart dämlich gelöst, dass es ein toller bürokratischer Aufwand für beide Seiten ist. Hm, die Demo geht grad an meinem Büorfenster vorbei, es sind doch einige Leute dabei...

Kuglblitz
28-10-2009, 17:19
Hi,
das kanns ja echt nicht sein, dass im sonst doch recht politischen Bikeboard kein Thread zu dem Thema existiert!
Dafür hat sich der aber Fred schnell gefüllt. :)

Als ehemaliger Student (Kunstuni Graz) verfolg' ich die Sache naturgemäß mit großem Interesse.

Einerseits mit dem "Erwachsenen"-Gefühl: Überzogene Forderungen, alles nur Party, Weltfremde Träumerein etc.
Andererseits mit dem "Ehemaliger Student"-Gefühl: "Endlich passiert mal was in diesem verstaubten Land", "Wer, wenn nicht die Studenten, sollen etwas bewegen" etc.

Und alleine die (Nicht)reaktion der Politik gibt den Besetzern ja großteils Recht: Universitäten und Bildung sind den meisten offensichtlich wurscht, sofern bestellte Pfründe und "wohlerworbene" Rechte nicht angegriffen werden.
Klar, die Forderungen sind überzogen und weltfremd, aber gerade aus solchen an der Basis ansetzenden Denk- und Diskussionsprozessen wie wir sie gerade jetzt erleben, sind oft gravierende gesellschaftpolitische Erneuerungen passiert.

Ich bin gespannt, wie's weitergeht. Was die ganze Sache aber jetzt schon gebracht hat, ist eine Diskussion, die in dieser Schärfe und Offenheit in Österreich bisher nicht zu spüren war. Und das alleine ist schon ein Gewinn.

GrazerTourer
28-10-2009, 17:30
Ja - iPhone und Digitale SLR halt erst mit dem ersten Job oder zu Weihnachten ;)

Was ist denn das für ein doofer Satz? Als ob jeder Student solche Dinge besitzt.

GrazerTourer
28-10-2009, 17:32
Ich hab nur mit Studien- und Familienbeihilfe und nebenbei Arbeiten (15-20h/W) studiert. War Ansporn genug möglichst schnell fertig zu werden und hat mir in beruflicher Zukunftsaussicht sicher sehr geholfen!


Finde ich toll! :) Es schafft aber nicht jeder. Ganz abgesehen davon wären sich bei meinem Studium definitiv keine 15-20h Arbeit pro Woche ausgegangen.

bigair
28-10-2009, 17:44
Finde ich toll! :) Es schafft aber nicht jeder. Ganz abgesehen davon wären sich bei meinem Studium definitiv keine 15-20h Arbeit pro Woche ausgegangen.

einteilungssache. was war das für ein studium? ich kenn genug leute die mehr als 20h die woche arbeiten und in mindestzeit studieren. freizeit hat man dann halt nicht mehr viel, aber gehn tuts vermutlich bei 95% der studiengänge.

NoReturn
28-10-2009, 17:46
Was ist denn das für ein doofer Satz? Als ob jeder Student solche Dinge besitzt.

War als Metapher gemeint ;) Bin mir sicher, dass falsche Prioritäten gesetzt werden - zumindest bei Vielen. Außerdem wenn man von ca. 18 Wochen Ferien zumindest 1 Monat voll arbeitet, dann geht sich alles gut aus. Durch die Abschaffung der Studiengebühren ist die sicher nicht gute Situation an den Unis weiter verschärft worden. Könnte mir ein Modell vorstellen, dass man die ersten zwei Semester ohne Gebühren studieren darf, dann muss gezahlt werden. Weil gerade der Anfang ist (wenn man es ernst nimmt) hart.

soulman
28-10-2009, 17:59
was mich wundert ist, dass in all den bisherigen postings eigentlich noch niemand über die dt. studenten geschrieben hat, die um den numerus clausus zu umgehen, unsere unis bevölkern.

mich ärgert dieser umstand, weil sie sich hier gratis ausbilden lassen, danch wieder nach hause gehen und dort arbeiten.
es fehlt hier also die wertschöpfung.

und dass ausbildung nix kosten darf ist heutzutage schlichtweg schmarrn!
schauts doch was ein wochenkurs am wifi kostet.
um das geld kannst locker 2-4 semester studiengebühr bezahlen.
dort findets aber jeder für sebstverständlich.

el presidente
28-10-2009, 18:09
was mich wundert ist, dass in all den bisherigen postings eigentlich noch niemand über die dt. studenten geschrieben hat, die um den numerus clausus zu umgehen, unsere unis bevölkern.

mich ärgert dieser umstand, weil sie sich hier gratis ausbilden lassen, danch wieder nach hause gehen und dort arbeiten.
es fehlt hier also die wertschöpfung.

und dass ausbildung nix kosten darf ist heutzutage schlichtweg schmarrn!
schauts doch was ein wochenkurs am wifi kostet.
um das geld kannst locker 2-4 semester studiengebühr bezahlen.
dort findets aber jeder für sebstverständlich.

Das steht implizit in meinem ersten Posting, nur der Intrudor hat´s mal wieder nicht ganz verstanden.
Bin ganz Deiner Meinung. Manche verstehen die wirkliche Problematik nicht wirklich.

eik van dijk
28-10-2009, 18:21
einteilungssache. was war das für ein studium? ich kenn genug leute die mehr als 20h die woche arbeiten und in mindestzeit studieren. freizeit hat man dann halt nicht mehr viel, aber gehn tuts vermutlich bei 95% der studiengänge.

das mit den 95% glaub ich net so ganz, vor allem bei den ganzen technischen Studien wo du 3-4 Übungen im Semester hast wirds schwer.
:wink:

GrazerTourer
28-10-2009, 18:58
was mich wundert ist, dass in all den bisherigen postings eigentlich noch niemand über die dt. studenten geschrieben hat, die um den numerus clausus zu umgehen, unsere unis bevölkern.

http://nyx.at/bikeboard/Board/showpost.php?p=2025170&postcount=41

soulman
28-10-2009, 19:04
http://nyx.at/bikeboard/Board/showpost.php?p=2025170&postcount=41

sorry, habs überlesen!
aber dann passts eh...

Konfusius
28-10-2009, 19:10
Grundsätzlich kann man wohl sagen, dass die Proteste nicht ganz unbegründet und durchaus nachvollziehbar sind! Als Studierender der KF Uni Graz ist es nicht von der Hand zu weisen, dass Worte wie "persönliche Betreuung", "ausreichende Lehrveranstaltungs und Prüfungsplätze" etc. oft Fremdworte sind! Aber was solls, man(n) kämpft sich halt durch! :mad:

Zu verbessern gebe es jedenfalls einige Dinge (siehe aktuelle Regelung mit den deutschen Studienkollegen) und auch das finanzielle Argument zählt für mich nicht! Die Akademiker sind, allesamt über den Kamm geschoren, wohl die volkswirtschaftlich/steuerlich profitabelste Bevölkerungsgruppe unseres schönen Landes! Dafür sind die (Einkommens-)Steuerleistungen anderer (oft weniger gebildeter) Bevölkerungsteile fast zu vernachlässigen, aber naja...ist eigentlich eh bekannt...

Das einzige was mich an der ganzen Demonstrationssituation massivst stört ist ihre marxistische Prägung! Dieses ganze Geschwafel von einer leistungsfreier Gesellschaft etc. wurde zwar grösstenteils von den Protagonisten (wahrscheinlich aufgrund der selbst erkannten Lächerlichkeit) revidiert, aber ein gewisser Einschlag bleibt... :f:

Naja, vielleicht bin ja ich der Böse!? Ich hab aber ganz einfach keine Zeit mich längerfristig mit diesen teils doch recht ungewaschen wirkenden Kommilitonen auseinanderzusetzen...ich muss schließlich als 24jähriger Student noch einen (kleinen) Restkredit meiner selbstfinanzierten ersten Eigentumswohnung, meine Kawasaki + einen bescheidenen, aber mich zufriedenstellenden, "Lifestyle" finanzieren. Naja, jeder wie er glaubt! Ist auch eine Form der Freiheit... ;)


PS: Etwaige RS-Fehler dürfen gefunden und behalten werden, ich schreib vom Büro aus... :D

stetre76
28-10-2009, 19:12
was mich wundert ist, dass in all den bisherigen postings eigentlich noch niemand über die dt. studenten geschrieben hat, die um den numerus clausus zu umgehen, unsere unis bevölkern.


naja, man könnte jetzt dagegen halten, dass es den Österreichern ja auch freisteht, in ein anderes Land zu gehen, um zu studieren.

wenn's in dem Land Studiengebühren gibt, dann hat man diese halt zu bezahlen, kann aber dann von einem "besseren" System (denn das österr. Bildungsystem ist ja so schlecht ;)) profitieren.

Problem dabei - komischer Weise sind österr. Studierende eher mobilitätsfaul, vor allem wenns um degree-seeking students geht.

aber ich stimme dir schon zu, dieser Umstand ist wirklich ein Problem (Medi Innsbruck kann ein Lied davon singen), und könnte in Zukunft uU wirklich zu einem Personalengpass in gewissen Fachbereichen führen.

datoni
28-10-2009, 20:53
hab mir nicht alle posts durchlesen können, aber wenn ich lese dass studieren mit studiengebühr nur 1,99€ pro tag kosten würde bezweifle ich dass diese jenigen jemals an einer uni waren.

ganz ehrlich die studiengebühren sind die KLEINSTE finanzielle belastung, gebe jedes semester deutlich mehr für lehrmittel (skripten, papier, toner, bücher), anreise... aus, ganz zu schweigen von dem verdienstentgang.

ganz ehrlich finde dass dztige system, dass man innerhalb der mindeststudienzeit keine zahlen muss fair, und nach einem toleranzjahr schon, auch.

was sicherlich der größte kritikpunkt am studieren ist, dass es beachtliche finanzielle mittel benötigt um ein studium im realistischen zeitumfang abzuschließen.

nebenbei so arbeiten zu gehen um selbstversorger zu sein ist bei meinem stundenplan definitiv unmöglich.

trialELCH
28-10-2009, 21:16
Vielleicht bin ich hier wiedermal einer der vom Elfenbeinturm runter spricht:
Ich studier derzeit im 5. Sem auf einer FH.

Zugangsbeschränkungen: Kann mir bitte jemand, ohne einen untergriffigem Ton erklären was so schlimm ist daran. In Deutschland ist es scheinbar Standard? Nur Österreich ist böse weil sie welche haben??

Führt mich auch zum nächsten Punkt, den viele scheinbar vergessen: DEUTSCHLAND IST CA. 8 MAL GRÖßER IST ALS ÖSTERREICH
Somit ist es ein Unterschied wenn ein "paar" Studenten von Germanien zu uns studieren kommen. Oder umgekehrt....

Studiengebühren:
Klar gibt es leute die nicht einen dicken/keinen Finanzier hinter sich sitzen haben, AAAAABER es gibt derzeit einen Haufen Zusatzleistungen.
- Leistungsstipendien: Klar muss man dafür lernen, ein Studium nennt sich aber nicht umsonst VOLLZEITSTUDIUM und nicht berufsbegleitend.
- Studienbeihilfe: Soweit ich weiß, hängt es nur vom finanz. Background ab.
- Oder auch eine Möglichkeit: Davor arbeiten gehen!! ja das meine ich ernst. Selbsterhalterstipendien gibt es ja auch noch.
- Nebenbei arbeiten: Ist trotz Studienbeihilfe erlaubt, bis zu einem Betrag von 8000€ Netto im Jahr (inkl. 13. 14. Gehalt)

just mei thu sents, ein auf dem Elfenbeinthron sitzender Student

Flex
28-10-2009, 21:23
Ich habe während dem Studium an den Wochenenden gearbeitet um genügend Geld für's Studium zu haben. Mehr als 300-400Eur schauen da im Monat aber nicht raus. Und das kastriert die Freizeit und das Studium schon ziemlich.

Rechnen wir noch 150Eur Familienbeihilfe dazu (die man nicht zwangsläufig bekommt), so sind wir bei 450-550Eur im Monat. Dann ziehen wir die 100Eur Studiengebühr ab bleiben noch 350-450EUR. Willst du mir ernsthaft erklärenn daß man davon sein Leben und das Studium finanzieren kann? Studieren ist so schon teuer genug.
:klatsch:
genau so gehts mir auch wohne noch zaus weil ich mir eine eigene wohnung einfach nicht leisten kann/leisten will arbeite geringfügig neben dem studium(ca. 300€ im monat) familienbeihilfe bekomm ich die hälfte der 150 oder 160€ den rest meine eltern weil schließlich lieg ich ihnen doch auf der tasche, monatskarte zum in die uni fahrn 26€ im monat semesterticket kommt auch noch dazu dann die ganzen skripten usw.
computer besser gesagt laptop braucht man auch mehr oder weniger zwingend mittlerweile.

wenn da jetzt noch studiengebühren dazu kommen wüsst ich nicht wie sich das alles ausgehn soll

trialELCH
28-10-2009, 21:25
:klatsch:
genau so gehts mir auch wohne noch zaus weil ich mir eine eigene wohnung einfach nicht leisten kann/leisten will arbeite geringfügig neben dem studium(ca. 300€ im monat) familienbeihilfe bekomm ich die hälfte der 150 oder 160€ den rest meine eltern weil schließlich lieg ich ihnen doch auf der tasche, monatskarte zum in die uni fahrn 26€ im monat semesterticket kommt auch noch dazu dann die ganzen skripten usw.
computer besser gesagt laptop braucht man auch mehr oder weniger zwingend mittlerweile.

wenn da jetzt noch studiengebühren dazu kommen wüsst ich nicht wie sich das alles ausgehn soll

Du kannst auch noch Studienbeihilfe beantragen :)

Flex
28-10-2009, 21:28
Du kannst auch noch Studienbeihilfe beantragen :)
glaub mir das hab ich, allerdings bekomm ich keine , da meine mutter als alleinverdiener in der familie "zuviel" verdient..:f:

wie schon einige vorher erwähnt haben sind die forderungen aber etwas sehr eigen auf der einen seite keine zugangbeschränkungen und dann is ihnen der hörsaal zu klein...
aber wenn ich mir die arbeitshaltung von manchen meiner kollegen so anschau ist bei vielen das studieren eh nur sinn und zweck möglichst viel freizeit zu haben, aber ich denk die anzahl wird sich in ein paar semestern eh lichten

trialELCH
28-10-2009, 21:31
glaub mir das hab ich, allerdings bekomm ich keine , da meine mutter als alleinverdiener in der familie "zuviel" verdient..:f:

Konnte ich nicht wissen :rolleyes:
Edith hat noch folgendes: Baust/Restaurierst du dir derzeit nicht ein Auto zusammen.

Flex
28-10-2009, 21:34
Konnte ich nicht wissen :rolleyes:
Edith hat noch folgendes: Baust/Restaurierst du dir derzeit nicht ein Auto zusammen. ja mach ich

bigair
28-10-2009, 21:42
ich halt das für sehr fragwürdig wenn ein student sagt das er sich sein leben nicht finanzieren kann. meistens WILL derjenige dann nicht arbeiten und studieren gleichzeitig. mit jedem tag um die häuser ziehn ists halt dann nicht ;) wer will, der kann auch.

wuwo
28-10-2009, 21:51
Ich habe während dem Studium an den Wochenenden gearbeitet um genügend Geld für's Studium zu haben. Mehr als 300-400Eur schauen da im Monat aber nicht raus. Und das kastriert die Freizeit und das Studium schon ziemlich.

Rechnen wir noch 150Eur Familienbeihilfe dazu (die man nicht zwangsläufig bekommt), so sind wir bei 450-550Eur im Monat. Dann ziehen wir die 100Eur Studiengebühr ab bleiben noch 350-450EUR. Willst du mir ernsthaft erklärenn daß man davon sein Leben und das Studium finanzieren kann? Studieren ist so schon teuer genug.

doch das geht.
ich hab zb. 550 euro im monat zur verfügung.
damit muss ich neben wohnung, studiengebühren, die es auf der fh noch gibt, handy und internet alles finanzieren.
sicher ist es nicht einfach. aber wie bigair schon sagt.
wer will, der kann.

noc
28-10-2009, 21:55
wer will, der kann.

Blöderweise wollen viele nicht und demonstrieren is doch deutlich gemütlicher als richtig was dazuverdienden.

Was ich mich gerade frage ist, ob eigentlich die ÖH Gebühren, die ja jeder Inskribierte zahlen muss für diese Proteste in irgendeiner Weise verwendet werden.

trialELCH
28-10-2009, 21:56
Blöderweise wollen viele nicht und demonstrieren is doch deutlich gemütlicher als richtig was dazuverdienden.

Außerdem kann man dabei :U: :devil:

noc
28-10-2009, 22:02
Außerdem kann man dabei :U: :devil:

Wenn ich schon sowas lese, wie gerade auf der Protesthomepage:


Hahn und Häupl eröffnen morgen BOKU-Gebäude – Aktionen geplant

Das Vienna Institue of Biotechnology ist fertig und morgen um 10:00 Uhr wird es laut einer APA-Aussendung von Noch-Wisschenschaftsminister Hahn und Bürgermeister Häupl eröffnet. Der geschäftsführender Rektor Martin Gerzabek ist auch angekündigt. Aktionen sind schon geplant, Treffpunkt dafür ist um 8:30 an der U4-Station Heiligenstadt, Ausgang Muthgasse.

Da wird ein NEUES Gebäude für die Studenten der BOKU eröffnet und man hat nix besseres zu tun, als "Aktionen" dort zu "planen"

Aber Hauptsache:

Bundesheerweltrekord ist gebrochen – weit über 600 Paare tanzen den “Mambo no. 5″

Zur Abwechslung richtig positiv, der Forderungskatalog der Linzer: http://unsereuni.at/?p=2218

Wenn auch inhaltlich teilweise lächerlich.

Fl0
28-10-2009, 22:07
ich halt das für sehr fragwürdig wenn ein student sagt das er sich sein leben nicht finanzieren kann. meistens WILL derjenige dann nicht arbeiten und studieren gleichzeitig. mit jedem tag um die häuser ziehn ists halt dann nicht ;) wer will, der kann auch.

100% agree :klatsch:

ich finde es fragwürdig, wenn ein Student zuhause wohnt und mit 420€ nicht auskommt. Sorry Flex aber da musst echt noch leren was sparsam leben heißt ;) ich kenn dich nicht, und auch deine genauen umstände nicht, aber wenn da ned irgendein spezieller Grund vorliegt, welcher dein Lebensstil so teuer macht, kann ichs mir einfach ned vorstellen.

ich komm mit 550€ im Monat inkl. Whng aus. Und da ist alles dabei, von Büchern, Semesterticket, Internet, Handy, verpflegung, bis hin zur Heimreise am WE, welche mittlerweile auch schon schön teuer ist (17,70€ Pro richtung)
Ich wäre noch nie auf die Idee gekommen mich zu beschweren. Und hab eigentlich immer noch geld für so sinnlose sachen wie Fahrräder etc. ;)

bigair
28-10-2009, 22:08
Wenn auch inhaltlich teilweise lächerlich.

um eine herauszugreifen


Hohe Durchsfallquoten teilweise nicht akzeptabel

:rolleyes:

Fl0
28-10-2009, 22:16
um eine herauszugreifen



:rolleyes:

ich krieg auch durchfall wenn ich sowas höre.
In einem Massenmail von der ÖH (welche übrigens für ihre propaganda den ZID Mailverteiler nutzt):

- Selbstbestimmtes Lernen und Leben ohne Konkurrenz- und Leistungsdruck!

:rofl::rofl::rofl:
Die das fordern sollten sich schleunigst in irgendeine höhle verkriechen nur dann habens evtl. die chance auf ein leben ohne Konkurrenz und Leistungsdruck.
und selbst dort müssen sie sich durchsetzen und sich versorgen :D

eik van dijk
28-10-2009, 22:21
Da wird ein NEUES Gebäude für die Studenten der BOKU eröffnet und man hat nix besseres zu tun, als "Aktionen" dort zu "planen"


Nanana...
Es geht darum dass das neue Gebäude nur zur Hälfte von der Boku genutzt wird, im anderen Teil werden firmen angesiedelt. Die Lehrsäle die gemacht wurden sind mit 100 Plätzen recht klein geraten, also keine richtige Lösung für das Platzproblem.

Wobei ich persönlich finde, dass das Platzproblem auf der Boku bei weitem nicht so groß ist wie auf der Hauptuni.

Flex
28-10-2009, 22:21
100% agree :klatsch:

ich finde es fragwürdig, wenn ein Student zuhause wohnt und mit 420€ nicht auskommt. Sorry Flex aber da musst echt noch leren was sparsam leben heißt ;) ich kenn dich nicht, und auch deine genauen umstände nicht, aber wenn da ned irgendein spezieller Grund vorliegt, welcher dein Lebensstil so teuer macht, kann ichs mir einfach ned vorstellen.


wie kommst du auf 420€??
und zweitens habe ich gesagt dass es sich mit dem betrag nicht ausgehn würde mir eine eigene wohnung oder ein zimmer in einer wg zu nehmen.

weil semesterticket bleibt gleich
fixkosten wie essen/bekleidung usw bleiben gleich bzw. werden höher
skripten und andere materialien bleiben gleich
handy ist bei mir mit 7-11€ im monat vernachlässigbar
internet würde dazu kommen(ist mittlerweile fürs studium mehr oder weniger verpflichtend notwendig, weil wie willst dich sonst bei so lustigen anmeldezeiten wie 3:40 anmelden)
miete würd dazukommen, studentenzimmer oder wg wäre mit sagen wir 200/250€ schon sehr gering bemessen,


im moment geht es sich schön aus mitn geringfügigen einkommen mir noch was zur seite zulegen und wofür auch immer anzusparen da ich noch bei meinen eltern wohne, mir eine eigene wohnung damit zu nehmen ist aber nicht wirklich drinnen

Fl0
28-10-2009, 22:28
sry hab dich da misverstanden ;)

bigair
28-10-2009, 22:33
mit geringfügigem einkommen würd sichs bei mir auch hinten und vorne ned ausgehen, aber das wird es bei keinem. ich hab daumen mal pi ca 800euro fixkosten, dann braucht man eben einen job wo man mehr als 800 verdient. besser arbeiten und studieren als nur arbeiten. und was man nicht unterschätzen sollte ist auch die praxiserfahrung die man dabei gewinnt. (natürlich stark vom studium abhängig)

aber einfach zu sagen "ich bekomm nicht genug beihilfen, ich kann deshalb nicht studieren, ich fall durch das soziale system,..." ist auch nicht die lösung (ich bekomm auch keine beihilfen, ist aber kein grund deswegn gleich die ganze bildungspolitik des landes schlecht zu machen)

fullspeedahead
29-10-2009, 00:08
Ohne hier allzu offensiv werden zu wollen, aber warum kann ein und dieselbe Person argumentieren, dass sie Hochschulbildung wertvoll findet, jedoch die Studienbedingungen verdammt hart sind (mein Respekt für die Hingabe!! :toll: ), ABER dass sie Demos zur Verbesserung der Situation nicht unterstützen kann? :confused:

Das kommt mir so vor, wie jemand, der sich täglich unter miesen Bedingungen mit dem Fahrrad in die Arbeit schleppt und das auch mit Einschränkungen schafft, aber nicht willig ist, sich für mehr Radwege, Duschen, Abstellplätze, Akzeptanz im Stadtverkehr oder was auch immer einzusetzen, weils ja doch irgendwie schaffbar ist.

(und sich dann vielleicht noch über die engagierten Demonstranten aufregt, weil sie eine Straße blockieren)


Und der orf zeigt in seiner Berichterstattung wieder seine massive Beeinflussung.
1) waren das doch ohne jeglichen Zweifel mehr als 10.000 Leute! In der ersten Meldung der Polizei vom Anfang der Demo um 17h war schon von gut 10.000 die Rede. Da kamen aber noch ewig viele Leute dazu, die entweder woanders gestartet sind oder sich erst später angeschlossen haben. Jedenfalls war der Ring am Ende von der Höhe Gonzagagasse in der einen Richtung bis zum Parlament in der anderen Richtung voll - stehend, also eng beinand. Also jeder soll das für sich schätzen, aber mit 10.000 Leuten bekommt man nicht über 1km Ring voll!

Im Übrigen war das Polizeiaufgebot ein Witz. Da standen 10 Leute vorm Parlament, 10 Leute haben den Ring abgesperrt um den Zug dann über den Volksgarten weiterzuleiten, aber z.B. am Ballhausplatz hab ich 2 Polizisten gesehen, am Minoritenplatz keinen einzigen. Letztlich eh positiv. Aber wenn ein paar Vollidioten es provoziert hätten, würden jetzt ein paar tausend Leute im Parlament sitzen. Spricht imho sehr für die Demonstrierenden, dass kein einziger Zwischenfall gemeldet wurde.

2) wird z.B. geschrieben "Die Parolen auf den Transparenten reichten von politischen wie "Schluss mit Unterfinanzierung, Wettbewerbslogik und Elitenbildung" ....... bis zu sinnfreien wie "Chuck Norris studiert in Mindeststudienzeit".
Ist denn jetzt alles humoristisch Ausgedrückte plötzlich sinnfrei?!

Wenn ich z.B. meine Schwester hernehme, die engagiert und sehr erfolgreich (daher auch zeitweise mit Leistungsstipendium) Psychologie studiert hat, erst nach 15 Semestern fertig wird, weil es einfach eine Lotterie um die Plätze für Übungen, etc. ist, dann ist das ein massiver Missstand! Und eine umso größere Schweinerei, wenn sie für die unverschuldeten Semester auch noch Studiengebühren zahlen musste.



Zu Radikalen Linken:

Ich stimme da ABSOLUT ÜBEREIN! Mich kotzt das an :k:, dass zu solchen Möglichkeiten alle verkappten Kommunisten oder sonstige linke Versagergestalten nicht nur aus ihren Löchern kriechen und auftauchen, sondern massiv Raum für sich beanspruchen, sei es in Form von Infoständen, Transparenten/Flyern, Redezeit im Plenum aber sogar in den Formulierungen im Forderungskatalog.

Da diese teilweise mit denselben Argumenten auf erträgliches Maß zurückgedrängt werden könnten wie es bei den Burschenschaftlern ZURECHT angewandt wurde (zB antidemokratische Ausrichtung), sollte das auch umgesetzt werden!

Es geht hier um Unipolitik, die hier geschaffene Plattform darf nicht für andere politische Zwecke missbraucht werden!

Nochdazu wo zB die Anarchie-Zeichen (der letztlich im Promille-Bereich kleinen Gruppe) die Akzeptanz in der Bevölkerung stark verringern.

roots
29-10-2009, 00:09
mich ärgert dieser umstand, weil sie sich hier gratis ausbilden lassen, danch wieder nach hause gehen und dort arbeiten.
es fehlt hier also die wertschöpfung.

"Fehlt" stimmt so nicht ganz:

Wohnung/Heim zahlens in Österreich, nicht in Deutschland
Leberkässemmal kaufens in Österreich, nicht in Deutschland
Skripten kaufens in Österreich, nicht in Deutschland
etc, etc...

AFX
29-10-2009, 00:30
doch das geht.
ich hab zb. 550 euro im monat zur verfügung.
damit muss ich neben wohnung, studiengebühren, die es auf der fh noch gibt, handy und internet alles finanzieren.
sicher ist es nicht einfach. aber wie bigair schon sagt.
wer will, der kann.

tut mir leid, aber das glaub ich dir einfach nicht.

und so nebenbei wenn du dich wirklich selbst erhalten müsstest, ohne regelmässige geldspritzen von den eltern, die dir nebenbei deinen ganzen luxus vor dem studium bereits finanziert haben, würdest du keine 2 monate überleben.

ausserdem, keiner, absolut keiner der während des studiums ein fahrrad im wert von über 1000,- besitzt hat nur einen blassen schimmer davon, wie es studenten geht, die wirklich aus armen verhältnissen kommen.

und ganz nebenbei, sich selbst zu erhalten heisst nicht nur wohnung, handy und internet...da gehören haushaltsartikel, essen, kleidung, fahrkarten, versicherungen, kreditzinsen, heizung, strom, nicht selten kinder bzw. alimente, notwendige geräte wie computer und je nach studium noch weitere "luxus"-artikel die man braucht, usw. dazu...selten aber doch, würde man auch gerne mal ein bier mit freunden trinken...

mit 550,- im monat geht sich das alles nicht aus, und schon gar nicht wenn du auch noch studiengebühr bezahlen musst.

also wuwo, sorry aber ich glaub dir deine story einfach nicht.

wuphi
29-10-2009, 01:57
tut mir leid, aber das glaub ich dir einfach nicht.

und so nebenbei wenn du dich wirklich selbst erhalten müsstest, ohne regelmässige geldspritzen von den eltern, die dir nebenbei deinen ganzen luxus vor dem studium bereits finanziert haben, würdest du keine 2 monate überleben.

ausserdem, keiner, absolut keiner der während des studiums ein fahrrad im wert von über 1000,- besitzt hat nur einen blassen schimmer davon, wie es studenten geht, die wirklich aus armen verhältnissen kommen.

und ganz nebenbei, sich selbst zu erhalten heisst nicht nur wohnung, handy und internet...da gehören haushaltsartikel, essen, kleidung, fahrkarten, versicherungen, kreditzinsen, heizung, strom, nicht selten kinder bzw. alimente, notwendige geräte wie computer und je nach studium noch weitere "luxus"-artikel die man braucht, usw. dazu...selten aber doch, würde man auch gerne mal ein bier mit freunden trinken...

mit 550,- im monat geht sich das alles nicht aus, und schon gar nicht wenn du auch noch studiengebühr bezahlen musst.

also wuwo, sorry aber ich glaub dir deine story einfach nicht.

ständig! :rofl:

es geht sich aus! ;)

stetre76
29-10-2009, 06:44
"Fehlt" stimmt so nicht ganz:

Wohnung/Heim zahlens in Österreich, nicht in Deutschland
Leberkässemmal kaufens in Österreich, nicht in Deutschland
Skripten kaufens in Österreich, nicht in Deutschland
etc, etc...
stimmt aber auch nur teilweise

natürlich hast du Recht mit Lebenserhaltungskosten wie Miete, Essen, usw.

nur schau dir einmal an, wo gut mehr als 2/3 dieser Studierenden gemeldet sind - im Heimatland und nicht in Österreich

das hat versch. Gründe, einer ist zB dass Sie, auch wenn sie in AT studieren, in D Zugang zu gewissen Unterstützungen haben, die sie in AT nicht bekommen würden.

somit verliert hier der Staat schon auch wieder einiges.

in Wien mag es viell. etwas anderes aussehen, aber in grenznahen Unistädten (Salzburg, Innsbruck, Linz) ist es einfach so, dass eben gut 2/3 (teilweise mehr) der Studierenden nicht in AT haupt- oder überhaupt gemeldet sind...


und wegen "wieviel braucht man zum Leben" - es geht auch mit unter 500,- EUR im Monat
ich hab mit knapp 1.000 USD/Monat in L.A. auch überlebt
da waren alleine 550,- USD für Miete und 178,- USD für die Autoversicherung (ohne Auto in L.A. kein Überleben) fällig.
Der Lebensstandard war halt eher schlecht, McD mein wöchentlicher Essensbegleiter (2,- USD Burger) und halt recht wenig aussertourliches.
aber gehn tut das schon....wenn man will und muss!

bigair
29-10-2009, 09:00
ausserdem, keiner, absolut keiner der während des studiums ein fahrrad im wert von über 1000,- besitzt hat nur einen blassen schimmer davon, wie es studenten geht, die wirklich aus armen verhältnissen kommen.


das hindert keinem etwas selbst dazuzuverdienen. ich mach das seit ich 15 bin.

GrazerTourer
29-10-2009, 09:08
das hindert keinem etwas selbst dazuzuverdienen. ich mach das seit ich 15 bin.

Ich glaube wir müssen nicht darüber diskutieren wieviel wer hat. Nicht alle können sich eben alles leisten. Wenn man die angesprochenen 550,- im Monat hat, dann gehe ich schon davon aus, daß das die Fam-Beihilfe plus dazuverdientes Geld beinhaltet. Woher sonst solld as Geld kommen? Das was man sich im Sommer dazuverdient geht dann eben noch für Kleidung, Fortgeen, den ein oder anderen Urlaub, einmal Schifahren oder was auch immer drauf. Es wird knapp genug. Sollten die 550,- bspw. von den Eltern kommen ist es klar, daß man keine finanziellen Probleme hat. Das ist dann aber schon ordentlich gehobener Wohlstand und hat mit der Durchschnittsbevlkerung nichts mehr zu tun.

Aber darum sollte es hier herinnen wohl nicht gehen.

bigair
29-10-2009, 09:12
Ich glaube wir müssen nicht darüber diskutieren wieviel wer hat. Nicht alle können sich eben alles leisten. Wenn man die angesprochenen 550,- im Monat hat, dann gehe ich schon davon aus, daß das die Fam-Beihilfe plus dazuverdientes Geld beinhaltet. Woher sonst solld as Geld kommen? Das was man sich im Sommer dazuverdient geht dann eben noch für Kleidung, Fortgeen, den ein oder anderen Urlaub, einmal Schifahren oder was auch immer drauf. Es wird knapp genug. Sollten die 550,- bspw. von den Eltern kommen ist es klar, daß man keine finanziellen Probleme hat. Das ist dann aber schon ordentlich gehobener Wohlstand und hat mit der Durchschnittsbevlkerung nichts mehr zu tun.

Aber darum sollte es hier herinnen wohl nicht gehen.

Nein. Es geht darum das viele Studenten glauben sie müssen nur die Hand aufhalten und ihnen wird ihr Leben von irgendwem finanziert. Und genau diejenigen die das auf lange Zeit praktizieren wollen (ohne Beschränkungen, alles möglich einfach,...) die sitzen jetzt im Audimax.

Wenn man sich was leisten will, soll man was dafür machen, nicht nur immer betteln und suddern. Ich kenn wirklich keinen, bei dems nicht möglich wär mindestens 20h pro Wochen nebenbei zu hackln.

Lars
29-10-2009, 09:18
Nein. Es geht darum das viele Studenten glauben sie müssen nur die Hand aufhalten und ihnen wird ihr Leben von irgendwem finanziert. Und genau diejenigen die das auf lange Zeit praktizieren wollen (ohne Beschränkungen, alles möglich einfach,...) die sitzen jetzt im Audimax.

Wenn man sich was leisten will, soll man was dafür machen, nicht nur immer betteln und suddern. Ich kenn wirklich keinen, bei dems nicht möglich wär mindestens 20h pro Wochen nebenbei zu hackln.
Immer wieder schön, wenn die größten Töne in Sachen Verdienen, Lebensunterhalt, Arbeiten, usw. aus dem Hotel Mama kommen.

GrazerTourer
29-10-2009, 09:22
Nein. Es geht darum das viele Studenten glauben sie müssen nur die Hand aufhalten und ihnen wird ihr Leben von irgendwem finanziert. Und genau diejenigen die das auf lange Zeit praktizieren wollen (ohne Beschränkungen, alles möglich einfach,...) die sitzen jetzt im Audimax.


Wieso sollten nur solche Leute jetzt im Audimax sitzen?
Diejenigen die glauben sie müssen nur die Hand aufhalten sind doch eh die, die genug haben. Leute die wirklich wissen und spüren daß 500,- im Monat schweine viel Geld sind, die denken sicher nicht so.



Wenn man sich was leisten will, soll man was dafür machen, nicht nur immer betteln und suddern. Ich kenn wirklich keinen, bei dems nicht möglich wär mindestens 20h pro Wochen nebenbei zu hackln.

Ich hatte während der FH einen stinknormalen 8h Tag unter der Woche und war durch das System FH leider extrem unflexibel. Da wäre sich definitiv nicht mehr ausgegangen als am Wochenende zu arbeiten. Jedes zweite Wochenende eine Nacht durcharbeiten hat gereicht um 300 - 400Eur zu verdienen. Mehr war einfach nicht drin. Ich habe wegen der FH sogar einen sehr guten Job als Verkäufer aufhören müssen weil es zeitlich nicht gegangen ist (beim Conrad - bummbummbumm CarHifi Müll verchecken :D )
Von den 1000,- die man sich im Sommer im Monat dazuverdient hat wurde halt der Urlaub finanziert. In Summe ist das nicht viel. (OK, ich hatte einmal einen super Nebenjob erwischt bei dem ich in einem Monat irre viel Kohle gamacht habe. Davon wurde das erste Bike gekauft und ein Jahr lang alle Ausflüge finanziert.)

krull
29-10-2009, 09:33
Nein. Es geht darum das viele Studenten glauben sie müssen nur die Hand aufhalten und ihnen wird ihr Leben von irgendwem finanziert. Und genau diejenigen die das auf lange Zeit praktizieren wollen (ohne Beschränkungen, alles möglich einfach,...) die sitzen jetzt im Audimax.

Wenn man sich was leisten will, soll man was dafür machen, nicht nur immer betteln und suddern. Ich kenn wirklich keinen, bei dems nicht möglich wär mindestens 20h pro Wochen nebenbei zu hackln.

Eigentlich wollte ich mich ja raushalten, aber manchmal ists wirklich schwierig. Ich kenne diese Studenten, die meinen sie müssen nur die Handaufhalten, nicht. Ich kann von der WU berichten (und am Beginn der jeweiligen Vorlesung werden wir das vom Prof. regelm. gefragt), dass der überwiegende Großteil der Studenten neben dem Studium regelmäßig arbeitet. Das hat vor 20 Jahren noch anders ausgesehen.

Bzgl 20h/Woche regelmäßig arbeiten: Ich kann dir aus meinem Studium berichten, dass das, wenn man in Mindestzeit bleiben will, über weite Phasen des zweiten Abschnitts quasi unmöglich ist. Das liegt schon alleine daran, dass die Vorlesungen nicht regelmäßig stattfinden (also beispielsweise jede Woche am Dienstag) sondern so gelegt sind, wie freie LV-Räume "gefunden" werden. Ohne regelmäßige Vorlesungen, ists mit der Arbeitseinteilung schwierig. Klar könnte man jetzt argumentieren, dass der Student ja als Barkeeper in der Nacht arbeiten könnte. Aber irgendwann muss man sich ja auch vorbereiten, lernen, schlafen etc. Du kannst nicht von jedem erwarten als Selbstständiger in der IT Branche zu arbeiten und eine entsprechend flexible Zeiteinteilung zu haben. Zudem hat auch ein Student ein Recht auf etwas Lebensqualität. Ich will nicht schon nach 4 Jahren Studium ein Wrack sein. Vielleicht liegts aber auch nur daran, dass ich und die Studenten die ich kenne allesamt eine schlechtere Auffassungsgabe haben als du. ;)

Danke an fullspeedahead, loco, Grazer Tourer und Co für die wertvollen Wortmeldungen.

trialELCH
29-10-2009, 09:41
Ich kann nur von mir berichten, aber man muss als student nicht zwangsweise flyern/kellnern ....
Auch ich sitz trotz FH "zwangsstundenplan" derzeit 19 std/woche im büro und es geht sich aus .... Und das obwohl ich noch im hotel mama wohne.
Und bezgl. Vor 20 jahren hats studieren anders ausgeschaut, schön das es so war, aber wir sind jetzt im jahr 2009 und ned 1989 ....

krull
29-10-2009, 09:50
Ich kann nur von mir berichten, aber man muss als student nicht zwangsweise flyern/kellnern ....
Auch ich sitz trotz FH "zwangsstundenplan" derzeit 19 std/woche im büro und es geht sich aus .... Und das obwohl ich noch im hotel mama wohne.
Und bezgl. Vor 20 jahren hats studieren anders ausgeschaut, schön das es so war, aber wir sind jetzt im jahr 2009 und ned 1989 ....

Das ist schön für dich - Stundenplan klingt nach Regelmäßigkeit. Das gibts bei uns im zweiten Abschnitt eher selten. Abgesehen davon, du wirst es nicht gerne hören, aber es gibt doch recht viele Studienrichtungen die vom workload her wesentlich aufwändiger sind als deine FH (Sportgerätetechnik war das doch oder?).

Das Bsp mit "vor 20 Jahren" soll nur verdeutlichen, dass es dieses klassische Studentenbild von vor 20 Jahren heute nicht mehr gibt (gab es das überhaupt jemals?). Studenten die nur Party machen und nix weiterbringen gibt es bei uns quasi nicht. Und gibt es sie doch, werden die mitleidig belächelt. Fast jeder arbeitet und versucht einigermaßen zielstrebig die Uni möglichst schnell wieder zu verlassen.
Nur damit hier mal im Bikeboard kein falsches Bild entsteht.

Und ja ich arbeite auch und finanziere mir mein Leben selbst. Aber ich hab zum Glück eine flexible Arbeit und studierte nur zeitweise in Mindestzeit.

bigair
29-10-2009, 10:23
Immer wieder schön, wenn die größten Töne in Sachen Verdienen, Lebensunterhalt, Arbeiten, usw. aus dem Hotel Mama kommen.

:confused: weißt du was was ich nicht weiß?

trialELCH
29-10-2009, 10:47
@krull: dann sind wir uns ja einig, das wenn man will es auch geht :)

soulman
29-10-2009, 10:53
ich denk mir halt, dass ein student bei dem es sich finanziell immer nur knapp ausgeht, an der demo grösstenteils erst gar nicht teilnimmt, weil er sich eben denkt:
"bevor i mi da hinstell und rambazamba mitmach, geh i lieber was hackeln, wo ich sonst die möglichkeit eh nicht hätt..."
zumindest tät ich es so machen.

Intrud0r
29-10-2009, 11:01
Zum ersten Absatz: Es gibt Stipendien. Ich hab mir auch damit mein Studium leisten können. Nur sollte man dann eben Gas geben und nicht herumsudern und alle anderen sind am eigenen Versagen Schuld.

Zum zweiten Absatz: Welche Studienrichtungen beschweren sich am meisten, wie sind dort die ÖH Wahlen ausgegangen, welchen Gesinnungsgruppen sind diese "Studenten" zuzuordnen?



Zum dritten Absatz: Wer lesen kann, ist klar im Vorteil. Woher nimmst Du heraus, dass die Schmid Wissenschaftsministerin ist? Hab ich das irgendwo geschrieben? Tut mir leid, wenn Lesen für Dich so schwer ist. Bist wohl in der Volksschule ausgeschult worden. Und dass Du gewisse Zusammenhänge erkennen könntest hab ich bei Dir schon lang aufgehört zu hoffen.

Zu Deinem nächsten Sätzchen: Geht´s noch? (Alles andere wär schon wieder zu kompliziert für Dich)

zum letzten Absatz: Da wirst Dir sicher einen runtergerubbelt haben für diesen Schwachsinn. Ich hoffe nur, dass ich Dich mit meinen Steuerzahlungen nie erhalten werden muss, für solche Volldillos ist jeder Cent zu viel. Witzig find ich nur Deine schon mehrfach bewiesene Untergriffigkeit, wennst sonst nichts zu melden hast.
Ehrlich gesagt hast Du mein vollstes Mitleid. An Deiner Stelle möcht ich echt nicht sein.

:devil:


zu 1: Es geht nicht nur um die Studiengebühren - über die man durchaus diskutieren kann. Es gibt einige Forderungen, viele vielleicht utopisch einige vielleicht grob unsinnig aber das ist mal eine Initialzündung - die mögliche Umsetzung von diesen Denkanstößen ist immer noch Sache der Politik.

Aber schön, dass du Gasgeben erwähnst - genau das ist vielen Studenten eben durch verschiedene Hindernisse (Voraussetzungsketten, zu hohe Auslastung usw.) nicht oder nur schwer möglich.

Nebenbemerkung - in der Zeit in der du angeblich studiert hast gab es wohl mal keine Studiengebühren...

zu 2: Darum geht es nicht. Du unterstellst den Grünen/Roten sie würden die Demos anzetteln bzw. sie finanzieren. Das ist schlichtweg eine Lüge egal aus welchen Gesinnungsgruppen die Demonstranten möglicherweise oder tatsächlich kommen.


zu 3: Nun ja nachdem du die Proteste durch Verfehlungen von Schmid abwerten willst liegt die Annahme nahe. Ist sie natürlich nicht und nie gewesen - warum bringst du sie dann überhaupt ins Spiel? Die wichtige Frage hast du übrigens auch nicht beantwortet - Wenn Schmid versagt hat darf man gegen Hahn nicht aufbegehren? Macht irgendwie überhaupt keinen Sinn.

zu 4: Gehts noch? Das solltest du dich selber fragen. Du verlangst, dass Kosten die im Rahmen von Demonstrationen entstehen von den Teilnehmern finanziert werden - eine ziemlich antidemokratische Forderung. Zur Erinnerung die Versammlungsfreiheit ist ein Grundrecht in Österreich und für eine Demokratie höchst notwendig. Wenn irgendwelche Schäden entstehen werden die (sofern sie ausfindig zu machen sind) sowieso den Personen die sie verursacht haben angelastet.

zu 5: Deine Zuwendungen brauche ich genausowenig wie dein Mitleid. Bei dem Vorwurf der Untergriffigkeit von deiner Seite aus weiss ich allerdings nicht ob ich lachen oder weinen soll. Deine Beiträge zu politischen Themen basieren regelmäßig auf Unterstellungen, Untergriffen, Lächerlichmachen und Polemik. Wenn dir dann jemand mit den selben Mitteln Kontra gibt laufen gleich dicke Trolltränen.



Das steht implizit in meinem ersten Posting, nur der Intrudor hat´s mal wieder nicht ganz verstanden.
Bin ganz Deiner Meinung. Manche verstehen die wirkliche Problematik nicht wirklich.

Schön, dass du mich da so nett einbeziehst obwohl ich zu deutschen Studierenden kein Wort gesagt habe.

krull
29-10-2009, 11:03
@krull: dann sind wir uns ja einig, das wenn man will es auch geht :)

Bei mir mit meinen Voraussetzungen und meinem Studium gehts, bei dir anscheinend auch. Ich muss aber auch keine 20h arbeiten und hab ein relativ hohes Einkommen sowie Voraussetzungen, die nicht jeder hat.

@Souli: Also wenn ich nicht mal ein Mal im Semester am Abend 2 Std für eine Sache aufbringen kann, die mir wichtig ist, hör ich bestimmt auf zu studieren. Was kommt als nächstes? Sex mit Stoppuhr? ;)

bigair
29-10-2009, 11:38
Eigentlich wollte ich mich ja raushalten, aber manchmal ists wirklich schwierig. Ich kenne diese Studenten, die meinen sie müssen nur die Handaufhalten, nicht. Ich kann von der WU berichten (und am Beginn der jeweiligen Vorlesung werden wir das vom Prof. regelm. gefragt), dass der überwiegende Großteil der Studenten neben dem Studium regelmäßig arbeitet. Das hat vor 20 Jahren noch anders ausgesehen.

Bzgl 20h/Woche regelmäßig arbeiten: Ich kann dir aus meinem Studium berichten, dass das, wenn man in Mindestzeit bleiben will, über weite Phasen des zweiten Abschnitts quasi unmöglich ist. Das liegt schon alleine daran, dass die Vorlesungen nicht regelmäßig stattfinden (also beispielsweise jede Woche am Dienstag) sondern so gelegt sind, wie freie LV-Räume "gefunden" werden. Ohne regelmäßige Vorlesungen, ists mit der Arbeitseinteilung schwierig. Klar könnte man jetzt argumentieren, dass der Student ja als Barkeeper in der Nacht arbeiten könnte. Aber irgendwann muss man sich ja auch vorbereiten, lernen, schlafen etc. Du kannst nicht von jedem erwarten als Selbstständiger in der IT Branche zu arbeiten und eine entsprechend flexible Zeiteinteilung zu haben. Zudem hat auch ein Student ein Recht auf etwas Lebensqualität. Ich will nicht schon nach 4 Jahren Studium ein Wrack sein. Vielleicht liegts aber auch nur daran, dass ich und die Studenten die ich kenne allesamt eine schlechtere Auffassungsgabe haben als du. ;)


Ich weiß nicht warum jeder in der IT Branche automatisch flexible Zeiteinteilung hat, ich hab jedenfalls 3 normale Arbeitstage in der Woche (von Mo - Fr, zu normalen Bürozeiten). An einer FH schaut es natürlich anders aus, ich kenn aber genug Leute an einer FH die genug Zeit für einen Job nebenbei haben.

Was ich halt bedenklich find, sind die leute die bis 10 schlafen, von 1 bis 3 in eine VO gehen, und dann groß herumjammern das es ihnen so schlecht geht.

GrazerTourer
29-10-2009, 11:44
Was ich halt bedenklich find, sind die leute die bis 10 schlafen, von 1 bis 3 in eine VO gehen, und dann groß herumjammern das es ihnen so schlecht geht.

Ja, sowas ist "bedenklich". Abrer der Großteil ist nicht so. Und selbst wenn man bis 10 schlafen will, dann wird eben nachts gelernt. Im Prinzip ist's wurscht.

test
29-10-2009, 13:09
Der Aufwand eines Studiums ist nicht überall gleich. Selbst auf der TU-Wien kann man das Informatikstudium mit dem Maschinenbaustudium nicht vergleichen. Auf der Montanuni gibt es seit der Einführung des Bachelor/Mastersystems ganze Studienrichtungen in den kein einziger Student den Bachelor in Mindestzeit geschafft hat.

Man sollte schon immer nach der jeweiligen Situation urteilen und nicht annehmen, dass das was man selber macht auch für Andere möglich ist.

el presidente
29-10-2009, 14:50
@Intrud0r: Bist schon wach? War das Mambo-Tanzen gestern nicht zu anstrengend für Dich?
Wennst was nicht versteht was Du liest, dann ist´s besser, nichts darauf zu antworten, wirft einfach ein schlechtes Licht auf Dich.
:wink:

Intrud0r
29-10-2009, 15:15
@Intrud0r: Bist schon wach? War das Mambo-Tanzen gestern nicht zu anstrengend für Dich?
Wennst was nicht versteht was Du liest, dann ist´s besser, nichts darauf zu antworten, wirft einfach ein schlechtes Licht auf Dich.
:wink:

Ja ich glaube was Untergriffe und Unterstellungen betrifft dürften inzwischen die meisten begriffen haben woher der Wind weht. Manifestiert sich unter anderem darin, dass du jetzt schon komplett auf Argumente verzichtest.

Aber danke der Nachfrage, beim Mambo Tanzen war ich nicht dabei ebensowenig bei den angekündigten Partys danach, wach seit ca. 7 Uhr. Ich unterstütze die Demonstrationen aber sicher nicht jeden Unsinn der dabei passiert wobei das Mambo Tanzen ja durchaus ein netter Unsinn ist.

eleon
29-10-2009, 15:18
ständig! :rofl:

es geht sich aus! ;)

und wenn man sich dem wuwo sein gewicht anschaut bleibt auch einiges für süssigkeiten übrig!

:D

zur thematik:
a) kein studierender und lebender mensch kommt autark mit unter 800 euro aus. und autark bedeuted für mich: ausser der kinderbeihilfe keinerlei unterstützung von staat, familie oder weiteren gönnern. inklusive erbe.

b) bildung sollte das heiligste in einem sozialen gefüge sein. mehr gibts eigentlich nicht zu diskutieren. deshalb ist die derzeitige situation einfach nicht hinnehmbar. in österreich gibt es kaum die möglichkeit ein, im internationalen vergleich, kompetitives studium zu absolvieren. und es wird weiter gespart. einfach lächerlich. es drängt sich der verdacht auf, dass es sich um expliziert installierte hürden handelt um wissensentwicklung für das bürgerliche lager zu kasernieren. das ist nicht linke propaganda, sondern offensichtlich. und da passt der hahn und die ignoranz in seinem dunstfeld wie die faust aufs aug.

die methodik der protestierer ist aber zum teil natürlich unglücklich. zeugt aber für mich zumindest von der (über)motivation der bewegung, leider auch von der unkoordiniertheit. da man als verhandlungspartner jedoch mit eher unrealistischen forderungen in den ring steigt ist aber natürlich auch nachvollziehbar. sonst wird man entweder ausgezählt oder kommt ausser mit ein paar watschen mit gar nix davon.

Bernhard_K
29-10-2009, 15:47
die methodik der protestierer ist aber zum teil natürlich unglücklich. zeugt aber für mich zumindest von der (über)motivation der bewegung, leider auch von der unkoordiniertheit. da man als verhandlungspartner jedoch mit eher unrealistischen forderungen in den ring steigt ist aber natürlich auch nachvollziehbar. sonst wird man entweder ausgezählt oder kommt ausser mit ein paar watschen mit gar nix davon.

Im Punkt Organisation ist auch die mMn viel zu Parteiabhängige ÖH das Problem. Jene Leute die das Interesse der Studierenden vertreten sollen tun dies (aus parteipolitischen Gründen) häufig nicht.

Dort wären aber Stukturen vorhanden soetwas gut zu organisieren. Ich bin eigentlich eher im Gegenteil davon überrascht wie strukturiert sich die Sache entwickelt. Das dauert aber, da sich die Leute in den besetzten HS eben erst aufeinander abstimmen müssen. Eine Organisation wie die ÖH hätte das im Vorfeld machen können. "Die Studierenden selbst" brauchen für die entwicklung dieser strukturen eben ein paar Tage.


...und da passt der hahn und die ignoranz in seinem dunstfeld wie die faust aufs aug...
Wenn er das Wissenschafts ressort bekommt werd ich managa. Weil dann kannst in europa die Wissenschaft ohnehin eingraben.


Allgemein ärgert mich aber, dass sich heutzutage niemand mehr um soetwas kümmert.
1984 besetzen ein paar hasln ein stück supf und die Bundesregierung lässt das Kraftwerk nicht bauen.
1980 unterschreiben gut 140000 Leutln ein Volksbegehren und in der darauffolgenden Diskussion wird ein (bereits gebautes!) KKW nicht in Betrieb genommen.
Irgendwie hab ich den Eindruck sowas wäre heute nicht mehr möglich.

Da besetzen ein paar tausend Leute staatliche Gebäude und eigentlich denkt trotzdem niemand ernsthaft darüber nach ob man nicht vielleicht doch was ändern sollte.

ulmus
29-10-2009, 15:49
dem Standard is langweilig...siehe: http://derstandard.at/fs/1256743603367/Ausstiegsszenarien-Solange-Essen-da-ist-wird-besetzt

<Philipp>
29-10-2009, 16:10
Was auch grotesk ist, ist die Tatsache, dass der Kasperl jetzt EU-Komissar wird. Noch dazu für so einen Bereich. :s::f:

Bernhard_K
29-10-2009, 16:15
Der Bereich ist ja zum Glück noch nicht fix!
Oder?

eleon
29-10-2009, 16:23
Da besetzen ein paar tausend Leute staatliche Gebäude und eigentlich denkt trotzdem niemand ernsthaft darüber nach ob man nicht vielleicht doch was ändern sollte.

Da stimm ich dir vollkommen zu.

Das ganze hat ja das Bundesmascherl Hosentaschennapoleon Schüssel bei den Demos gegen Schwarz-Blau eingeführt.


Des san jo nur 50.000 Alt-68er

Im Endeffekt müsst die Regierung schon was unternehmen wenn nur ein einziger Protestant vorm Parlament skandiert.

Die Wappler sollten sich mal klar werden dass sie eigentlich nur Dienstleister fürs Volk sind.

Der mächtigste Mann der Welt lädt einen persönlich gekränkten Sheriff auf ein Bier ein und bei uns scheissen die Provinzpolitiker auf zehntausende.

:s:

<Philipp>
29-10-2009, 16:24
Der Bereich ist ja zum Glück noch nicht fix!
Oder?

Soweit ich gelesen hab, ist der Bereich schon fix. Hab aber in den letzten 2 Tagen mich nicht mehr damit beschäftigt...

<Philipp>
29-10-2009, 16:26
Der mächtigste Mann der Welt lädt einen persönlich gekränkten Sheriff auf ein Bier ein und bei uns scheissen die Provinzpolitiker auf zehntausende.

:s:

Wir sind auch die Bananenrepublik und die USA ned. :D:look:

eleon
29-10-2009, 16:28
Wir sind auch die Bananenrepublik und die USA ned. :D:look:

das stimmt.

aber dafür haben wir ein geiles sozialsystem :rolleyes: deswegen lassen sich alle leut am schädl scheissen :D

***chandler***
29-10-2009, 16:37
Warum träumen? Wir sind in Sachen Akademikerquote ziemlich weit hinten. Ist es wirklich so verwegen, das ändern zu wollen?

und wenns dann irgendwann nurnoch akademiker gibt, von denen vermutlich eh die meisten dann arbeitslos sind, wer repariert dann eure autos, fahrräder, aufzüge.....? ;)

eleon
29-10-2009, 16:43
und wenns dann irgendwann nurnoch akademiker gibt, von denen vermutlich eh die meisten dann arbeitslos sind, wer repariert dann eure autos, fahrräder, aufzüge.....? ;)

es geht hauptsächlich um eine breite bildungsschicht.

wer nicht schnallt, dass es hier nicht nur um die universitäten geht, dem ist nicht zu helfen.

vorteil ist die struktur und protestbereitschaft der studenten. oder glaubst wirklich, dass sich irgendwelche berufsschüler hinstellen und gegen die minderwertigkeit ihrer ausbildung neben der werkstätte skandieren?

bildung ist für alle und jeden. und die qualität muss auf jeder ebene stimmen. vom kindergarten bis zum doktorrat. und sie stimmt in österreich auf keiner einzigen!

shroeder
29-10-2009, 16:43
und wenns dann irgendwann nurnoch akademiker gibt, von denen vermutlich eh die meisten dann arbeitslos sind, wer repariert dann eure autos, fahrräder, aufzüge.....? ;)

bei uns gibts kane thyssen-aufzüge also müss ma nix repariern :D

Intrud0r
29-10-2009, 16:44
und wenns dann irgendwann nurnoch akademiker gibt, von denen vermutlich eh die meisten dann arbeitslos sind, wer repariert dann eure autos, fahrräder, aufzüge.....? ;)

Da gibt es viele Möglichkeiten da ließe sich eine Stunde schwadronieren. Je nach Entwicklung werden die Berufe begrifflich aufgewertet, Höherqualifizierte ergreifen die Berufe trotz "Überqualifikation" (das Klischee -der Taxifahrende Dr.), die Berufe werden besser entlohnt oder sozial aufgewertet um somit mehr Arbeitskräfte zu gewinnen usw.

Eine aktute Gefahr, dass es wegen der hohen Akademikerquote zu einem Mangel an handwerklichen Arbeitskräften kommt sehe ich aber nicht.

eleon
29-10-2009, 16:44
bei uns gibts kane thyssen-aufzüge also müss ma nix repariern :D

um bei tussen in aufzügen rohre zu verlegen bedarf gewisser es handwerklicher vorraussetzung - soviel ist klar.

<Philipp>
29-10-2009, 17:01
um bei tussen in aufzügen rohre zu verlegen bedarf gewisser handwerklicher vorraussetzung - soviel ist klar.

:rofl:

stetre76
29-10-2009, 17:11
es geht hauptsächlich um eine breite bildungsschicht.

wer nicht schnallt, dass es hier nicht nur um die universitäten geht, dem ist nicht zu helfen.

ich glaub das schnallt nicht wirklich jemand hier und ich wage zu behaupten, am wenigsten die, die jetzt demonstrieren!

eine Ausnahme scheinst hier im thread zu geben - jemand hat nämlich richtiger Weise angemerkt, dass die eigentliche Misere nicht auf der Uni beginnt, sondern bereits eine, viell. sogar schon zwei Stufen früher.

bereits in der Grundschule, sollte Top-Wualität und Betreuung und Bildung geboten werden, dann muss es in den Pflichtschulen so weiter gehen - die Uni/FH ist nur der letzte Schritt und letzten Endes der Feinschliff.

ich hab in einem meiner letzten posts ebenfalls angemerkt, dass ich hier die Kenntnis vermisse, dass auch eine Lehre und eine Meisterprüfung als überaus wertvoll anzusehen ist, diese aber in Österreich, neben weiteren nicht universitären Weiterbildungen, weiter unter Wert verkauft wird.

Also nein, es schnallt kaum jemand, dass es nicht nur um den tertiären Sektor gehen sollte...

shroeder
29-10-2009, 17:15
um bei tussen in aufzügen rohre zu verlegen bedarf gewisser es handwerklicher vorraussetzung - soviel ist klar.



Wennst was nicht versteht was Du liest, dann ist´s besser, nichts darauf zu antworten, wirft einfach ein schlechtes Licht auf Dich.
:wink:

:rofl:

eleon
29-10-2009, 17:20
:rofl:

immer diese side-kicks auf die alten nazi-kollaborateur-unternehmen. :D

eleon
29-10-2009, 17:23
Also nein, es schnallt kaum jemand, dass es nicht nur um den tertiären Sektor gehen sollte...

ich seh das nicht so negativ. natürlich gehts den studenten in erster linie um ihre eigene haut. verständlich. aber es wird durchaus bildung als ganzes in die waagschale geworfen. das kommt zumindest in den medien rüber die ich so konsumier. ok. da gehört die krone u. Ö3 nicht dazu... :D

und wenns wirklich keiner schnallt dann sollt ich auch gleich demonstrieren gehen weil dann stehts um die bildung schlimmer als befürchtet :rofl:

nestor
29-10-2009, 20:30
Livestream (http://www.ustream.tv/channel/unsereuni)

Bernhard_K
30-10-2009, 09:37
Also nein, es schnallt kaum jemand, dass es nicht nur um den tertiären Sektor gehen sollte...

Ich glaube schon, dass das recht gut rüber kommt!

Wenn auch vielleicht nicht bei der gesamten Bevölkerung.

Was aber auch kein Wunder ist wenn der ORF nach 5 Tagen Besetzung noch immer runde Tische über "Schweinegrippe" und EU Kommissare abhält und die Demos mit 1:30 min ZIB Beiträgen abhandelt.

stetre76
30-10-2009, 11:08
Ich glaube schon, dass das recht gut rüber kommt!

Wenn auch vielleicht nicht bei der gesamten Bevölkerung.

also ich hätt's jetzt eher so gemeint, dass es schon bei den demonstrierenden Studierenden nicht so weit geht, dass sie sich auf "Bildung im Allgemeinen" beziehen, sondern "nur" auf den Universitätsbereich.

und auch hier im board hab ich weiter den Eindruck - denn wie der Name Schmied nur genannt wurde, kam eine kleine Welle der Entrüstung, dass sie damit ja überhaupt nix zu tun hat - stimmt, im tertiären bereich nicht, aber im Bildungswesen Gesamtheitlich sehr wohl.....

mir fiele jetzt auch keine Forderung der Studierenden ein, die sich zB auf die bescheidenen Vorbedingungen im Bildungswesen beziehen

ich bleib also dabei - hier gehts rein um den Universitätsbereich und das ist zuwenig

Lars
30-10-2009, 12:17
...ich bleib also dabei - hier gehts rein um den Universitätsbereich und das ist zuwenig
Natürlich ist das zuwenig, aber das ist halt nun mal der "Uni"-Thread. ;) Die Gedanken kann man aber weiterführen, denn was die Bildungspolitik mit den Lehrlingen aufführt, ist sowieso ein Verbrechen.

Bernhard_K
30-10-2009, 12:22
ich bleib also dabei - hier gehts rein um den Universitätsbereich und das ist zuwenig

Schade. Schau halt einfach mal auf die HP.
Es wird durchaus versucht die Proteste auf SchülerInnen auszuweiten.
http://unibrennt.at/?cat=14
Und mit den streikenden KindergärtnerInnen haben sie sich ebenfalls solidarisiert.
(OK die Kindergartenkinder selbst werden schwer zu mobilisieren sein ;-) )

Wie gesagt nur uni ist zu wenig!
(aber nur weils zu wenig ist ist es auch nicht schlechter als nix)

stetre76
30-10-2009, 13:01
Natürlich ist das zuwenig, aber das ist halt nun mal der "Uni"-Thread. ;)
komisch Lars, in einem vorangegangenen posting von dir meinst selber, dass ein bezug nur auf die Universitätsbildung zu wenig ist, jetzt meinst "das ist hier halt nun der Uni thread" :f:

Lars
30-10-2009, 14:09
komisch Lars, in einem vorangegangenen posting von dir meinst selber, dass ein bezug nur auf die Universitätsbildung zu wenig ist, jetzt meinst "das ist hier halt nun der Uni thread" :f:
Siehe Smiley am Ende des Satzes. ;) Uni kann man nicht isoliert betrachten, das wäre ja ziemlich vertrottelt. Lernen die Leute in der Schule nichts, dann kann die Uni auch nichts mehr richten. Eine wissenschaftliche Ausbildung (was die Uni zunehmend weniger macht) ist auch nicht für jeden was. Verschiedenste Berufsbilder erfodern sowieso gänzlich andere (Aus-)bildungsstätten. Die allerdings alle von der Misere betroffen sind.

stetre76
30-10-2009, 14:18
sorry, den Grinser am Ende hatte ich übersehen!!!

Intrud0r
30-10-2009, 16:49
http://derstandard.at/fs/1256743694083/Die-2009er---Generation

Eine gute Betrachtung der Proteste die ich (im Gegensatz zu manch anderen Forderungen) zu 100% teile.

fullspeedahead
30-10-2009, 18:23
bin grad auf der Uni lernen (nein, nicht im Audimax ;) ). Wollt aber kurz hinweisen:

heute, 22.25, ORF 2:

TV-Hinweis
Aus aktuellem Anlass ändert der ORF sein Programm und zeigt am Freitag um 22.25 Uhr in ORF2 einen runden Tisch zum Thema "Aufstand der Studenten - Was ist uns die Bildung wert?" Diskutieren werden unter anderen Hahn, ÖH-Vorsitzende Sigrid Maurer, Audimax-Besetzerin Isabella Weiss und TU-Rektor Peter Skalicky - mehr dazu in tv.ORF.at.
Sigrid Maurer ist die ÖH-GRAS-Frau, die da sehr aktiv ist
Isabella Weiss ist jene, die auch in der ZIB 24 gesprochen hat:
http://www.youtube.com/watch?v=y7j8nWJvlTw (ab 4:30)


Bin jedenfalls gespannt! :bounce:

Intrud0r
30-10-2009, 18:47
Juhu Hahn drückt einmal die Geldklospülung und verdrückt sich dann nach Brüssel. Das bringt in Wahrheit fast nichts. Die Probleme sind nicht durch eine Einmalzahlung zu lösen.
Anständige Finanzierung (laufend) wäre eine schöne Sache aber damit ist es nicht getan. An den Bachelor und Masterplänen muss anständig gearbeitet werden (Steps, Wahlfächer, Spezialisierungen...), die ÖH muss wieder mehr Einfluss gewinnen (damit Studenten zur politischen Artikulation eben keine Hörsäle besetzen müssen) usw. usw.

Hahn wäre gut beraten wenn er anständige Gespräche aufnimmt und sich um eine langfristige Perspektive kümmert. Geldpaket hinwerfen ist keine Unipolitik. Das traurige ist - ihm kann es eigentlich egal sein. Er kann sich jetzt wahlweise als Retter aufspielen oder die Studenten undankbar nennen wenn sie den Knochen nicht fressen und geht dann als glorreicher Retter auf seinen Versorgungsposten.

Die kleine Hoffnung wäre ja, dass er das jetzt wirklich als Akutmittel sieht und sich dann den anderen Wehwehchen des Patienten Unibildung widmet aber nennt mich pessimistisch irgendwie glaub ich daran nicht.

stetre76
30-10-2009, 19:25
Juhu Hahn drückt einmal die Geldklospülung und verdrückt sich dann nach Brüssel. Das bringt in Wahrheit fast nichts. Die Probleme sind nicht durch eine Einmalzahlung zu lösen.
Anständige Finanzierung (laufend) wäre eine schöne Sache aber damit ist es nicht getan. An den Bachelor und Masterplänen muss anständig gearbeitet werden (Steps, Wahlfächer, Spezialisierungen...), die ÖH muss wieder mehr Einfluss gewinnen (damit Studenten zur politischen Artikulation eben keine Hörsäle besetzen müssen) usw. usw.


ich mag jetzt weder den Hahn verteidigen, noch sonst irgendwie Stellung beziehen.

nur, wenn ein Ministerium nicht mehr Geld hat, dann kann es auch nicht mehr geben. Dass es da an den Budgetverhandlungen liegt und diese nicht "ideal" gelaufen sind, ist ein anderes Thema.

nur da ist dann die gesamte Regierung/Politik gefordert und es ist nicht sehr konstruktiv, wenn der BK meint, na der Wissenschaftsminister soll sich was einfallen lassen (ich glaube nicht, dass die Situation anders wäre, wäre das Farbenspiel anders)

und zu den Bachelor/Masterstudiengängen und den Inhalten:
Österreich nimmt am Bologna Prozess teil - mehr oder weniger freiwillig, mehr oder weniger begeistert, mehr oder weniger erfolgreich.

Ob Bologna selbst ein Erfolg ist oder je sein kann, ist mittler Weile an zu zweifeln, aber damit steht Österreich nicht alleine da.

Die Inhalte werden bitte nicht von der Regierung vorgegeben, die Inhalte, den Aufbau und Ablauf der Programme, dürfen/müssen die Institute selbst verantworten.

Das Einzige, was vorgegeben ist, ist die Dauer und der Umfang der zu erbringend ECTS - und so hat man sich in Österreich halt darauf geeinigt, dass der Bachelor 3 Jahre (180 ECTS) und der Master 2 Jahre (120 ECTS) umfassen muss.

Intrud0r
30-10-2009, 19:40
Die Inhalte werden bitte nicht von der Regierung vorgegeben, die Inhalte, den Aufbau und Ablauf der Programme, dürfen/müssen die Institute selbst verantworten.

Das Einzige, was vorgegeben ist, ist die Dauer und der Umfang der zu erbringend ECTS - und so hat man sich in Österreich halt darauf geeinigt, dass der Bachelor 3 Jahre (180 ECTS) und der Master 2 Jahre (120 ECTS) umfassen muss.

Bist du dir sicher, dass Erweiterungscurricula und teils unsinnige Voraussetzungsketten ausschließlich von den Instituten bestimmt werden?

Das mit dem Budget muss man sich natürlich ansehen. Wäre ich der Hahn würde ich vors Plenum treten, das Budget offenlegen und ausargumentieren warum nicht mehr für Universitäten da ist. Wenn er das schlüssig macht können sich die Studenten immer noch an die Regierung wenden, auf die nächsten Budgetverhandlungen warten o.ä.

Mit dem Farbenspiel hast du natürlich recht vermutlich wäre es in anderen Konstellationen ähnlich gelaufen - trotzdem macht der Hahn allgemein einen sehr unwilligen Eindruck und durch besonderen Einsatz für zusätzliche Gelder ist er mir bis jetzt auch nicht aufgefallen. Die Novomatics Vergangenheit tut das übrige um das Bild des Wissenschaftsministers der wohl eher Vertreter der Wirtschaftskammer sein sollte zu komplettieren.

wo-ufp1
30-10-2009, 20:50
ich mag jetzt weder den Hahn verteidigen, noch sonst irgendwie Stellung beziehen.

nur, wenn ein Ministerium nicht mehr Geld hat, dann kann es auch nicht mehr geben.
Nein? :zwinker:

...kündigte Hahn im Ö1-Mittagsjournal aus der "Ministerreserve" für Notfälle zusätzliche 34 Mio. Euro für die Universitäten an. Das sei allerdings nicht das Ergebnis von "Erpressung" durch die protestierenden Studenten, sondern Folge breiterer Diskussionen.

132 Mio. Euro "Ministerreserve"
In der am 1. Oktober in Kraft getretenen Novelle des Universitätsgesetzes (UG) ist eine Art "Ministerreserve" von zwei Prozent des Unibudgets vorgesehen. Für die Jahre 2010 bis 2012 beträgt diese insgesamt 132 Mio. Euro.

Die eine Hälfte davon, 66 Mio. Euro, geht an den Wissenschaftsfonds FWF. Die andere Hälfte ist für Notfälle reserviert - ein solcher ist nun offenbar eingetreten. Von den 66 Mio. werden nun 34 Mio. ausgeschüttet.

Quelle: ORF (http://www.orf.at/091030-44182/?href=http%3A%2F%2Fwww.orf.at%2F091030-44182%2F44183txt_story.html)

fullspeedahead
31-10-2009, 00:43
dramatische Wende: http://www.salaminews.at/unser-geld-und-politik/protest-hahn-und-sein-kabinett-besetzen-wiener-studentenwohnheim/ :D

viel blabla, aber scheinbar auch gerade viel Reformwilligkeit hat der runde Tisch imho gezeigt. Denn so richtig zufrieden mit der momentanen Situation scheint ja keiner zu sein.

Man kann nur hoffen, dass hier auch tatsächlich ein echter weitgefasster Reform-Prozess inkl. entsprechendem "was brauchen und was wollen wir für eine Bildung in Österreich?" und daher auch konkreten Plänen für die nächsten Jahre seinen Ausgang nimmt.

Dann wäre die Solidarität mit den Besetzern auch rasch dahin und die Hörsääle wieder für Lehrveranstaltungen frei. Man kann ja ein PostIt hinterlassen, dass man sich die Besetzungsoption auf alle Fälle im Hinterkopf behält für den Fall, dass die Gespräche im Sand verlaufen....

adal
31-10-2009, 11:54
Die Steuerzahler sollten mE schon das Recht haben zu entscheiden, wie ihr Geld ausgegeben wird. 2200 neue Publizistik Studenten pro Jahr? Danke, brauchen wir nicht. Bedarf real <= 0. Gute Journalisten sind weder Mangelware, noch haben sie meist Publizistik studiert.

Das sind Selbstverwirklichungsgeschichten ohne Nutzen für die Allgemeinheit, mit dem gleichen Recht könnte ich 40.000 EUR pro Jahr von der Allgemeinheit für mein Triathlonstudium wollen.

Das Studium gehört massiv verbessert (was ich auf der WU gelernt hab, ist nicht praxistauglich, real 6 (inklusive Zivildienst) verlorene Jahre, nur als "Eintrittskarte" geeignet, finanziell hat es sich als Eintrittskarte rentiert, mehr nicht) und an die Bedürfnisse der Gesellschaft (nicht des Marktes !) angepasst.

Und dann sollen die Studenten selektiert werden und was beitragen, ein Studium (=4-6 Jahre keine produktive Arbeit) ist ein Privileg und wir (Akademiker) schulden es denen, die dafür bezahlen, einen Wert zurückzugeben.

Kein Mensch braucht wirklich die derzeitigen Akademikerquoten, die Milchmädchenrechnung, mehr Akademiker - weniger Arbeitslose , geht nicht auf, wie schwach kann man in Statistik sein, dass man die derzeitig gerade noch etwas bessere Beschäftigungsquote bei Akademikern umlegt auf "wenn nur 85% studiert hätten". Sind das Soziologen, die das "ausgerechnet" haben?

Mehr als den realen Bedarf an Ärzten, Chemikern, Juristen etc. öffentlich zu bezahlen bedeutet entweder mehr Schulden (=Belastung späterer Generationen), oder man muss es einer anderen Gruppe wegnehmen (und nicht wieder den Superreichen, das bringt nix, seit ehrlich genug und sagt, die Mindestrentner sollen weniger kriegen, oder der Mittelstand höher besteuert werden).

Ich denke, die Besten sollten sich um die wenigen Stipendien bewerben und selektiert werden, der Rest darf ein Studium machen, wenn man sichs leisten kann. Freies Studium + arbeitsloses Mindesteinkommen für Alle + super Studienbedingungen ... das geht sich nicht aus, wenn sich nicht im Marchfeld doch noch riesige Ölquellen auftun.

Sonst besetzt irgendwann der (real) steuerzahlende Mittelstand das Audimax und tritt in Steuerstreik. Und das tut dann wirklich weh :devil:

Intrud0r
31-10-2009, 12:24
2200 neue Publizistik Studenten pro Jahr? Danke, brauchen wir nicht. Bedarf real <= 0. Gute Journalisten sind weder Mangelware, noch haben sie meist Publizistik studiert.


Ich will ja nicht behaupte, dass in Österreich ein Mangel an Publizistikstudenten besteht aber die Journalismus Aussage ist etwas kurzsichtig. Publizistik ist kein Journalismusstudium.

Ich nehms mal von Studentpoint:
Kommunikationsberufe in Praxisfeldern wie Journalismus (Presse, Hörfunk, Fernsehen, Multimedia), Öffentlichkeitsarbeit, Werbung, Marketing und Meinungsforschung sowie der Medien- und Kommunikationsforschung



Das sind Selbstverwirklichungsgeschichten ohne Nutzen für die Allgemeinheit, mit dem gleichen Recht könnte ich 40.000 EUR pro Jahr von der Allgemeinheit für mein Triathlonstudium wollen.


Wenn Wissenschaft anständig betrieben wird ist sie nie ohne Nutzen nur kann man keinen direkten ökonomischen Nutzen errechnen und das macht sie anfällig für den Sparstift. Dein Triathlonstudium ist keine Wissenschaft und auch nicht auf Erkenntnisgewinn gerichtet.




Und dann sollen die Studenten selektiert werden und was beitragen, ein Studium (=4-6 Jahre keine produktive Arbeit) ist ein Privileg und wir (Akademiker) schulden es denen, die dafür bezahlen, einen Wert zurückzugeben.


4-6 Jahre keine Produktive Arbeit - das erzähl mal den Studenten die nebenbei Voll oder Teilzeit arbeiten(das sind nicht wenige), denen die schon während des Studiums in Forschungseinrichtungen mitarbeiten (teils unbezahlte Praktika leisten) usw.



Kein Mensch braucht wirklich die derzeitigen Akademikerquoten, die Milchmädchenrechnung, mehr Akademiker - weniger Arbeitslose , geht nicht auf, wie schwach kann man in Statistik sein, dass man die derzeitig gerade noch etwas bessere Beschäftigungsquote bei Akademikern umlegt auf "wenn nur 85% studiert hätten". Sind das Soziologen, die das "ausgerechnet" haben?


Die Milchmädchenrechnung ist so tatsächlich Wunschdenken. Es gibt allerdings viele Länder mit wesentlich höheren Akademikerquoten und die sitzen dort auch nicht auf der Straße.




Sonst besetzt irgendwann der (real) steuerzahlende Mittelstand das Audimax und tritt in Steuerstreik. Und das tut dann wirklich weh :devil:

Mal abgesehen davon, dass Studenten auch real steuerzahlende Menschen sind haben sich u.a. schon Arbeitnehmer u. Angestellte solidarisiert (nicht nur Einzelpersonen). Man muss kein Student sein um den Wert von Bildung zu erkennen und ausserdem wurde hier mal eine Initialzündung gesetzt um die Verteilungsgerechtigkeit zu hinterfragen (Proteststichwort - Geld für Bildung statt für Banken)

adal
31-10-2009, 12:40
Kommunikationsberufe in Praxisfeldern wie Journalismus (Presse, Hörfunk, Fernsehen, Multimedia), Öffentlichkeitsarbeit, Werbung, Marketing und Meinungsforschung sowie der Medien- und Kommunikationsforschung

Ok, also braucht man vielleicht 2-3 Studenten pro Jahr, soll sein. Was sind "´Kommunikationsberufe", ich bin schon eine Weile weg von der Uni, für mich klingts bissi nach "bullshit", weil ich kaum Berufe kenn, in denen man keine Kommunikation betreiben und keine gehobenen, in denen man nicht eine erstklassige Kommunikationsplanung braucht. Das kann aber auch ein Techniker. Aber ich lass mich gerne umstimmen, wieviel % der Absolventen arbeiten als Kommunikationstheoretiker und wieviele fahren Taxi?


Dein Triathlonstudium ist keine Wissenschaft und auch nicht auf Erkenntnisgewinn gerichtet. [/i]

Du kennst meinen Zugang zu Triathlon nicht :D Ich fordere Freiheit der Wissenschaft!





Mal abgesehen davon, dass Studenten auch real steuerzahlende Menschen sind haben sich u.a. schon Arbeitnehmer u. Angestellte solidarisiert (nicht nur Einzelpersonen). Man muss kein Student sein um den Wert von Bildung zu erkennen und ausserdem wurde hier mal eine Initialzündung gesetzt um die Verteilungsgerechtigkeit zu hinterfragen (Proteststichwort - Geld für Bildung statt für Banken)

Man muss schon eine Menge nebenbei (legal!) verdienen, um real als Student Steuern zu zahlen. Mit real mein ich, mehr an den Staat abzuliefern, als zu kosten.

Was ist "solidarisiert"? Absichtserklärungen ok, ich bin auch dafür, dass Alle Alles bekommen, nur wem nehmen wirs weg? Die Banken haben real bisher nix bekommen (erst wenn sie wirklich ausfallen und dann verliert der Staat richtig), der Staat rechnet sich für die Beteiligungen einen positiven Zinsertrag ins Budget. Das zu unterrichten - statt dem Gscheiterlsprech wie "solidarisieren" wär angebracht, damit man in einer Verteilungsdiskussion auch Gesprächspartner hat, die erkennen, dass es derzeit NICHTS zu verteilen gibt. Umverteilen kann man, von den 25%, die noch netto was beitragen, zu den 75% Transferempfängern.

Was ist also der konkrete Finanzierungsvorschlag? Es den 25% wegzunehmen ?

Intrud0r
31-10-2009, 13:13
Ok, also braucht man vielleicht 2-3 Studenten pro Jahr, soll sein. Was sind "´Kommunikationsberufe", ich bin schon eine Weile weg von der Uni, für mich klingts bissi nach "bullshit", weil ich kaum Berufe kenn, in denen man keine Kommunikation betreiben und keine gehobenen, in denen man nicht eine erstklassige Kommunikationsplanung braucht. Das kann aber auch ein Techniker. Aber ich lass mich gerne umstimmen, wieviel % der Absolventen arbeiten als Kommunikationstheoretiker und wieviele fahren Taxi?


Ich hab von Publizistik wenig Ahnung aber Kommunikationsberufe gibts doch zu Genüge. Ob das jetzt Pressesprecher, Presseabteilung, PR, interne Unternehmenszeitschrift und was weiss ich noch nicht alles ist.




Was ist "solidarisiert"? Absichtserklärungen ok, ich bin auch dafür, dass Alle Alles bekommen, nur wem nehmen wirs weg? Die Banken haben real bisher nix bekommen (erst wenn sie wirklich ausfallen und dann verliert der Staat richtig), der Staat rechnet sich für die Beteiligungen einen positiven Zinsertrag ins Budget. Das zu unterrichten - statt dem Gscheiterlsprech wie "solidarisieren" wär angebracht, damit man in einer Verteilungsdiskussion auch Gesprächspartner hat, die erkennen, dass es derzeit NICHTS zu verteilen gibt. Umverteilen kann man, von den 25%, die noch netto was beitragen, zu den 75% Transferempfängern.

Was ist also der konkrete Finanzierungsvorschlag? Es den 25% wegzunehmen ?

Solidarisieren heisst im konkreten Fall, dass Arbeitnehmer und Angestelltenverbände ihre Unterstützung bekannt gegeben haben. Das ging glaube ich von Besuchen im Audimax bis zu Sachspenden für die Presseabteilung.

Finanzierungsvorschlag - spannendes Thema. Du sprichst hier wie selbstverständlich von den 25 Erhalterprozent die jetzt immer durch die Medien geistern. Was bei der Diskussion gerne vergessen wird ist, dass es eine Menge Kapital (nicht Einkommen) gibt das man besteuern könnte. Darüber muss diskutiert werden aber das wird dann gerne ganz schnell mit "Neid" oder "da zahlen die Häuslbauer drauf" abgewürgt. Vermögenssteuer, Transaktionssteuer, Erbschaftssteuer (nicht alle aber eine Diskussion darüber) Dazu gibts ja noch die Hacklerregelung, Verwaltungseinsparungen usw.
Und bitte nicht mit dem Kapitalfluchtargument kommen, es gibt Länder die Kaptial höher besteuern und denen nicht plötzlich die ganzen wichtigen Reichen weggelaufen sind. Österreich hat so viele Vorzüge, wer da denkt die Reichen würden nur wegen der netten Steuerpolitik bleiben - naja.

Croco-Hü
31-10-2009, 13:17
guter ansatz, dass für studenten unwürdige Slogans richtig gestellt werden:toll:
die banken bekommen letztlich keinen euro vom staat.
eine notmaßnahme in diesem bereich mit der frage,
ob bildung ein recht für jedermann sei,
aufzurechnen zeigt kein großes geistiges niveau.


OB universitäre bildung unabhängig von begabung, steuerleistung, etc. ein allgemeinse recht ist, ist ein diskussionswürdiges thema.

oder dass ähnlich wie externe effekte in der betriebswirtschaft-
der indirekte Nutzen der akademischen Bildung tatsächlich schwer (in Zahlen) fassbar ist, aber dennoch vorhanden.
selbst das studium der sportwissenschaften könnt mehr hervorbringen als bloß einen tria-maniak ;)

adal
31-10-2009, 13:27
Ich hab von Publizistik wenig Ahnung aber Kommunikationsberufe gibts doch zu Genüge. Ob das jetzt Pressesprecher, Presseabteilung, PR, interne Unternehmenszeitschrift und was weiss ich noch nicht alles ist.


Ja, aber diese Berufe werden doch nur zu einem geringen Teil von Publizistikstudenten ausgeübt. Nix gegen das Studium konkret, wenns Bedarf gibt, ists ja gut, nur wenns keinen Bedarf gibt, sollte es der Staat auch nicht unendlich finanzieren.


Finanzierungsvorschlag - spannendes Thema. Du sprichst hier wie selbstverständlich von den 25 Erhalterprozent die jetzt immer durch die Medien geistern. Was bei der Diskussion gerne vergessen wird ist, dass es eine Menge Kapital (nicht Einkommen) gibt das man besteuern könnte. Darüber muss diskutiert werden aber das wird dann gerne ganz schnell mit "Neid" oder "da zahlen die Häuslbauer drauf" abgewürgt. Vermögenssteuer, Transaktionssteuer, Erbschaftssteuer (nicht alle aber eine Diskussion darüber) Dazu gibts ja noch die Hacklerregelung, Verwaltungseinsparungen usw.
Und bitte nicht mit dem Kapitalfluchtargument kommen, es gibt Länder die Kaptial höher besteuern und denen nicht plötzlich die ganzen wichtigen Reichen weggelaufen sind. Österreich hat so viele Vorzüge, wer da denkt die Reichen würden nur wegen der netten Steuerpolitik bleiben - naja.

Das Diskutieren bringt kein Geld, das Besteuern der Supervermögen auch nicht. Entweder man besteuert die breite Masse, oder es bringt kein Volumen.

Die Transaktionssteuer bringt - wenn überhaupt - nur international was, das dauert noch mindestens 5 Jahre, wenn sich die Amis nicht dafür stark machen und das ist derzeit (Stichwort Governement Sachs) nicht wahrscheinlich.

Warum sagen die Studenten nicht konkret, wer zahlen soll?

Statt Bankenpaket? Ungenügend, setzen. (derzeit budgetär hoch positiv, der Staat zahlt 3-4% für Bundesanleihen und erhält bis zu 10% Beteiligungsertrag, wenn nur 50% der Banken zahlen, ein super geschäft, solange keine Bank ausfällt)
Vermögenssteuer für die Superreichen? Ungenügend, setzen.

Real:

1. Massensteuern (Umsatzsteuer, Einkommenssteuer)
2. Vermögenssteuer, die wirklich niedrig ansetzt
3. echt sparen (dann haben wir aber 25% Arbeitslosigkeit, weil derzeit ein Großteil der éientlich arbeitslosen in transferverschleiernden pseudojobs/ausbildungen tätig sind)
4. Geld drucken (machen die Amis, kann böse enden)
5. den Stein der weisen finden (nich wirklich real, aber realer, als das, was ich bisher von den Studenten zur Finanzierung gehört habe)

adal
31-10-2009, 13:41
Mein Sohn hat mit 5 Jahren den Wunsch, nach einem echten Ferrari geäußert. Auf die Frage nach der Finanzierung ein kurzes Nachdenken und dann der Geistesblitz: ".. . wir holens vom Bankomat ...".

Heute mit 7 ist er weiter, ich habe das Gefühl, viele Studenten wollen das Geld immer noch aus dem Bankomat nehmen ...

Intrud0r
31-10-2009, 13:42
Die Transaktionssteuer bringt - wenn überhaupt - nur international was, das dauert noch mindestens 5 Jahre, wenn sich die Amis nicht dafür stark machen und das ist derzeit (Stichwort Governement Sachs) nicht wahrscheinlich.


Wäre immerhin mal ein Anfang.



Warum sagen die Studenten nicht konkret, wer zahlen soll?


Geh ins Plenum und frag "die Studenten" :D




Statt Bankenpaket? Ungenügend, setzen. (derzeit budgetär hoch positiv, der Staat zahlt 3-4% für Bundesanleihen und erhält bis zu 10% Beteiligungsertrag, wenn nur 50% der Banken zahlen, ein super geschäft, solange keine Bank ausfällt)
Vermögenssteuer für die Superreichen? Ungenügend, setzen.


Dafür muss ich dich mal um Quellen bitten. Es gibt auch komplett gegenteilige Behauptungen die meinen die Banken würden an dem Staat der sich durch die Hilfspakete ausgebrannt hat krumm verdienen (Staatsanleihen)
Letztendlich ist wohl auch besonderes Augenmerk auf das "solange keine Bank ausfällt" zu legen. Meiner Ansicht nach steht der nächste Crash vor der Tür, schließlich hat sich so gut wie nichts geändert.

Du musst mir auch mal erklären warum eine Vermögenssteuer nichts bringen kann. Ziehen wir mal einfach ein Szenario auf. Häuslbauer und Mittelstand wollen wir nicht belasten. Gut was kostet so ein Haus greifen wir mal gleich hoch sagen wir 300.000 (da geht sich schon ein sehr anständiges aus). So das ist der Freibetrag und Vermögen darüber besteuern wir mit einem bestimmten Prozentsatz. Warum sollte das bitte keine Einnahmen bringen? Das würde selbst noch einiges bringen wenn man den Freibetrag auf 500.000 raufsetzt.
Oder man führt die Erbschaftssteuer wieder ein (mit entsprechenden Freibeträgen für Immobilien) hat die auch nichts gebracht?


Mal abgesehen davon - viele Forderungen kosten wenig bis nichts. Ganz wichtig wäre eine Stärkung der ÖH damit sich Studenten politisch einbringen können ohne Hörsäle zu besetzen.

wicked
31-10-2009, 13:57
demostudent - ane auf die zähnt!

adal
31-10-2009, 13:59
Geh ins Plenum und frag "die Studenten" :D

Wofür?


Dafür muss ich dich mal um Quellen bitten. Es gibt auch komplett gegenteilige Behauptungen die meinen die Banken würden an dem Staat der sich durch die Hilfspakete ausgebrannt hat krumm verdienen (Staatsanleihen)


Behauptungen mag es ja geben, der Staat hat sich beteiligt und bekommt für die Beteiligung Zinsen. Da es sich um Eigenkapital handelt um die 9% (solange die Bank positiv wirtschaftet - deshalb Eigenkapital). Der Staat refinanziert sich mit Staatsanleihen, die derzeit unter 5% verzinst sind. Was brauchst für Quellen? Die Zinsen der Staatsanleihen? Wenn die Banken keinen Ertrag zusammenbringen, fallen die Zinsen bis max. 2 Jahre aus, das ist derzeit nur in geringem Umfang der Fall, daher ist die Durschnittsverzinsung für den Staat deutlich höher, als die Refinanzierungskosten. Im Budget ist das Bankenhilfspaket derzeit positiv. Das sind keine Geheiminfos, kannst Alles nachgooglen. ICh liefer Dir gerne Quellen auf konkrete Fragen, aber das ist die Basis.

Dazu kommen noch Staatshaftungen für Anleihen, für die bekommt der Staat eine Haftungsprämie und wird nur in Anspruch genommen, wenn die Bank ausfällt. Rat mal, wie der Staat so eine Eventualverbindlichkeit bilanziert? Wie ein ordentlicher Kaufmann?


Du musst mir auch mal erklären warum eine Vermögenssteuer nichts bringen kann. Ziehen wir mal einfach ein Szenario auf. Häuslbauer und Mittelstand wollen wir nicht belasten. Gut was kostet so ein Haus greifen wir mal gleich hoch sagen wir 300.000 (da geht sich schon ein sehr anständiges aus). So das ist der Freibetrag und Vermögen darüber besteuern wir mit einem bestimmten Prozentsatz. Warum sollte das bitte keine Einnahmen bringen? Das würde selbst noch einiges bringen wenn man den Freibetrag auf 500.000 raufsetzt.
Oder man führt die Erbschaftssteuer wieder ein (mit entsprechenden Freibeträgen für Immobilien) hat die auch nichts gebracht?

Und wieviel Österreicher gibt es mit einem Nettovermögen > 500.000?

Oder willst auch den typsichen Mittelstandsschuldner mit 400.000 Haus und 450.000 EUR Schulden besteuern? Weil dann kannst gleich die Privatkonkursabteilung aufstocken.

Und nur wirklich Dumme haben ein ausgewiesenenes Nettovermögen über der Freibetragsgrenze, 2 Wochen, nachdem so eine Regelung beschlossen ist.

Kannst mich als Beispiel nehmen, wenn so eine Steuer kommt, kann ich mit sicherheit sagen, dass ich zum Zeitpunkt der Exekution kein Nettovermögen über der Freibetragsgrenze besitze (egal, wie hoch die Freibetragsgrenze ist). Und wenn ich Goldmünzen im Kofferraum in ein schweizer Safe bring.

Die meisten teuren Immobilien sind massiv überschuldet, kein Reicher weist ein Nettovermögen aus, das sind völlige Phantasiefinanzierungen.

Und wie bekommst überhaupt das Nettovermögen raus? Massives Datenscreening? Alle Konten öffenen, alle Safes staatlich erfassen, Filzen der Wohnungen? Ob dafür die linken/grünen/revolutionären/emanzipatorischen StudentInnen mitdemonstrieren?

Keinen Plan wegen der Finanzierung, die ganze Demo für die Fische.

Intrud0r
31-10-2009, 14:06
Kannst mich als Beispiel nehmen, wenn so eine Steuer kommt, kann ich mit sicherheit sagen, dass ich zum Zeitpunkt der Exekution kein Nettovermögen über der Freibetragsgrenze besitze (egal, wie hoch die Freibetragsgrenze ist). Und wenn ich Goldmünzen im Kofferraum in ein schweizer Safe bring.


Ja da muss ich dann aber gar nicht mehr weiterdiskutieren. Das was du beschreibst (Münzen im Kofferraum in die Schweiz) ist eine strafbare Handlung. Wenn ich davon ausgehe, dass sich der Bürger sowieso mit jedem erdenklichen Mittel dem Gesetz entzieht dann ist praktisch jede lenkende Maßnahme sinnlos und wir können uns den Staat gleich sparen und eine Finanzanarchie einführen.

Aber hey vielleicht sollten das die 25% auch machen immerhin müssen die armen ja noch Steuern zahlen - kann man ja sicher auch schwarz laufen lassen.


Spannend auch - wenn die Rettungspakete an die Banken so eine tolle Rendite bringen - warum zur Hölle sollte der Staat dann sparen? Da hat der Staat ja mehr als je zuvor also können wir ja die Bildung gleich aus den Gewinnen der Bankenrettungen finanzieren.

adal
31-10-2009, 14:15
Ja da muss ich dann aber gar nicht mehr weiterdiskutieren. Das was du beschreibst (Münzen im Kofferraum in die Schweiz) ist eine strafbare Handlung.

Seit wann? Welches Gesetz? Meines Wissens ist das völlig legal.


Spannend auch - wenn die Rettungspakete an die Banken so eine tolle Rendite bringen - warum zur Hölle sollte der Staat dann sparen? Da hat der Staat ja mehr als je zuvor also können wir ja die Bildung gleich aus den Gewinnen der Bankenrettungen finanzieren.

Weil der Staat für Pensionen, Lehrergehälter, die Öbb etc. jährlich mehr ausgeben und sich gewaltig mehr verschulden muss. Massen real Arbeitsloser in Pseudobildungsinstituten durchfüttert (samt dem dortigen Ausbildnern die auch keine reale Arbeit finden) und die Wirtschaft mit diversen Abwrackprämien finanziert.

Der Staat ist weit über den Maastrichkriterien und verschuldet sich gerade.

Mehr Schulden --> Lasten der Zukunft

Also sag jetzt bitte endlich konkret, wer zahlen soll. Dich nächsten Generationen, die Pensionisten, die ÖBB ... Und wenn der Staat spart, wer kümmert sich um die Arbeitslosen? Weil jede wirksame Sparmaßnahme des Staates setzt unweigerlich Schwammerln frei, die in der realen Wirtschaft keinen Platz haben.

Ich bin ja für bessere Unis, aber die bisherigen Finanzierungsvorschläge klingen eher nach Krone-Bunt, als nach Universität.

trialELCH
31-10-2009, 15:12
Mein Sohn hat mit 5 Jahren den Wunsch, nach einem echten Ferrari geäußert. Auf die Frage nach der Finanzierung ein kurzes Nachdenken und dann der Geistesblitz: ".. . wir holens vom Bankomat ...".

Heute mit 7 ist er weiter, ich habe das Gefühl, viele Studenten wollen das Geld immer noch aus dem Bankomat nehmen ...

http://www.youtube.com/watch?v=XGSG1aJvYaM

wo-ufp1
31-10-2009, 15:21
Die Steuerzahler sollten mE schon das Recht haben zu entscheiden, wie ihr Geld ausgegeben wird.
Haben sie ja auch.
Genau so, wie sie das Recht haben, darüber zu entscheiden, ob Autobahnen, Garagen, Kraftwerke, Rad- oder Fußballstadien, Geriatrie- bzw. Spitalszentren, Golfanlagen gebaut oder Militärflugzeuge gekauft werden.



Das Studium gehört massiv verbessert (was ich auf der WU gelernt hab, ist nicht praxistauglich, real 6 (inklusive Zivildienst) verlorene Jahre, nur als "Eintrittskarte" geeignet, finanziell hat es sich als Eintrittskarte rentiert, mehr nicht) und an die Bedürfnisse der Gesellschaft (nicht des Marktes !) angepasst.
Zum Beispiel?



[...]
Sonst besetzt irgendwann der (real) steuerzahlende Mittelstand das Audimax und tritt in Steuerstreik.
Den Tag möcht ich erleben :rolleyes:

el presidente
31-10-2009, 15:33
Der Thread wird immer witziger:
Seit wann ist es strafbar, Münzen in die Schweiz zu bringen????
Reichensteuer: Auch super. Wie sind die meisten zu diesem "Reichtum" gekommen? Wurden dafür nicht schon etliche Steuern abgeliefert? Ahja, die bösen Stiftungen, nur liegen auf denen nur die Goldmünzen, oder sind diese eher wieder an Firmen beteiligt, sichern so unzählige Arbeitsplätze und liefern Steuern ab? Wohl noch nicht den genauen Zweck einer Stiftung verstanden.
Bankenhilfspaket versus Erhöhung des Budgets der Unis: Sind die Unis auch verpflichtet, die geliehenen Summen verzinst zurückzuzahlen?
Irgendwie nicht ganz nachgedacht bei diesen Forderungen.:k:

Der Runde Tisch gestern war auch sehr amüsant. Die drei Mäderl haben nicht genau gewußt, worum´s geht, hauptsache, es wird weiter demonstriert.
Wann hat diese Misere dieses Ausmaß angenommen? Erst durch die Abschaffung der Studiengebühren in dieser wahnwitzigen Nationalratssitzung letzten September.
Wer wirklich kein Geld hat, bekommt Stipendien, ist von der Studiengebühr befreit, was soll das Gejammere also?

Nachdenklich machte mich der Vorschlag der ÖH-Tante, zu Studienbeginn ein "Evaluierungsjahr" einzuführen, wo jeder mal so heraumschau´n kann, was ihm gefällt und was nicht. Hallo, geht´s noch?
Selbst 14jährige müssen sich entscheiden, wie sie ihr Leben weitergestalten wollen, entweder weiter in die Schule, oder einen Beruf lernen. Und dann sollen 18jährige Maturanten noch immer nicht wissen, was sie in ihrem weiteren Leben machen wollen? Da stimmt doch was nicht. Werden damit alle Studierenden als Vollkoffer dargestellt, die sich einfach nur zum Spaß auf die Uni begeben? Mit solchen Vorschlägen verlieren die Forderungen jegliche Glaubwürdigkeit.
Wie schon Hahn gestern hierzu meinte: offensichtlich ist die Arbeit der ÖH im Bereich der Studieninformation unzureichend, sonst würde diesen Problemen schon vorher begegnet werden können.

Wie mir auch jemand anderer noch zustimmte: Das Problem beginnt schon weit früher, sprich im Ressort der Schmid, warum wird in den Schulen nicht genauer auf das weitere Leben hingewiesen, welche Möglichkeiten es gibt, mit welchen Zukunftsaussichten, aber dafür sind die Lehrer auch zu realitätsfern.

Abschließend, wenn ich als Studierender mich von solchen Leuten wie gestern im Fernsehen gezeigt wurde vertreten werde, dann müsst ich mich fremdschämen.

:U:

Intrud0r
31-10-2009, 15:38
Seit wann? Welches Gesetz? Meines Wissens ist das völlig legal.


Arg aber du hast wohl recht in Deutschland ist das wesentlich strenger geregelt. :eek:
Immerhin:

Seit dem 15. Juni 2007 müssen bei der Ein- und Ausfuhr von Barmitteln (dazu zählen auch Inhaberpapiere, Reiseschecks und übertragbare Papiere wie Schecks, Wechsel und Zahlungsanweisungen) aus einem bzw. in ein Nicht-EU-Land Beträge ab EUR 10.000,– bei den zuständigen Behörden (in der Regel Zollbehörden) deklariert werden.



Also sag jetzt bitte endlich konkret, wer zahlen soll. Dich nächsten Generationen, die Pensionisten, die ÖBB ... Und wenn der Staat spart, wer kümmert sich um die Arbeitslosen?


Ich habe Vorschläge gemacht die du u.a. mit dem Argument des scheuen Kapitals abgeschmettert hast. Transaktionssteuer ist für dich hinfällig, klar ist sowas nicht leicht aber notwendig wärs und jetzt möglicher als je zuvor.
Weitere Vorschläge hast du ja schon selber gemacht, Pensionsreform, ÖBB, Abwrackprämien, Hacklerregelung da kann man einiges machen.

Ganz konkretes Beispiel - alle die nicht körperlich gearbeitet haben profitieren nicht von der Hacklerregelung das ist nur fair und spart Geld.


Davon abgesehen nochmal:
1.) Die Forderungen beschränken sich nicht auf mehr Geld
2.) Das sind Forderungen kein ausgearbeitetes 1:1 umsetzbares Programm. Die Politik ist jetzt am Zug möglichst offen darzulegen was man machen könnte und warum dies und das vielleicht auch nicht machbar ist.

el presidente
31-10-2009, 15:55
Arg aber du hast wohl recht in Deutschland ist das wesentlich strenger geregelt. :eek:
Immerhin:

Seit dem 15. Juni 2007 müssen bei der Ein- und Ausfuhr von Barmitteln (dazu zählen auch Inhaberpapiere, Reiseschecks und übertragbare Papiere wie Schecks, Wechsel und Zahlungsanweisungen) aus einem bzw. in ein Nicht-EU-Land Beträge ab EUR 10.000,– bei den zuständigen Behörden (in der Regel Zollbehörden) deklariert werden.



Ich habe Vorschläge gemacht die du u.a. mit dem Argument des scheuen Kapitals abgeschmettert hast. Transaktionssteuer ist für dich hinfällig, klar ist sowas nicht leicht aber notwendig wärs und jetzt möglicher als je zuvor.
Weitere Vorschläge hast du ja schon selber gemacht, Pensionsreform, ÖBB, Abwrackprämien, Hacklerregelung da kann man einiges machen.

Ganz konkretes Beispiel - alle die nicht körperlich gearbeitet haben profitieren nicht von der Hacklerregelung das ist nur fair und spart Geld.


Davon abgesehen nochmal:
1.) Die Forderungen beschränken sich nicht auf mehr Geld
2.) Das sind Forderungen kein ausgearbeitetes 1:1 umsetzbares Programm. Die Politik ist jetzt am Zug möglichst offen darzulegen was man machen könnte und warum dies und das vielleicht auch nicht machbar ist.

Was soll daran arg sein? Diese Beschränkung gibt´s für die Deutschen nicht für Reisen in die Schweiz, sondern auch nach Österreich. Brauchst eben nur ein paar Leut mehr im Auto mitnehmen, schon steigt der Betrag auch.:zwinker:
Das zeigst mir, dass die "Hacklerregelung" jetzt nur mehr für die richtigen Hackler gelten soll. Die haben nach wie vor die Abschläge bei Pensionsantritt, nur bei den anderen traut sich keiner was zu machen, wie hat der Maturant da mal so schön gesagt, er lasse keinen Computer über die zukünftigen Pensionen entscheiden, schließlich sind die Pensionisten mittlerweile zur einzigen fixen Stimmenschar der ..... geworden.:devil:
Warum soll sich die "Politik" jetzt Gedanken machen? Wenn ich was ändern will, dann muss ich auch wissen, wie die Änderung aussehen soll und das nicht anderen überlassen. Gehst auch einen Lottoschein aufgeben und sagst, "ich möcht den Hauptreffer haben", nur wie, das soll dann die nette Dame bei der Annahmestelle machen und wenn nicht das gewünschte Ergebnis rauskommt, dann machst einen Sitzstreik?:confused::confused::confused:

adal
31-10-2009, 16:27
bin eh schon wieder weg

test
31-10-2009, 22:47
So ein niedriges Niveau wie in deiem letzter Beitrag, erreichen die von dir genannten Personen wahrscheinlich nicht.

el presidente
01-11-2009, 06:52
bin eh schon wieder weg

Hast Dich der Zensur beugen müssen, oder haben gewisse Gruppen massiven Druck auf Dich ausgeübt?
Was war falsch an der Wahrheit?
:eek::confused::confused::confused:

tommy d. p.
01-11-2009, 09:38
wir haben definitiv zu wenige akademiker. weil wer braucht sie schon, die niederen dienste?

wer braucht
- die krankenschwester
- den installteur
- den bauhackler
- den polizisten
- die friseuse
- den masseur
- den strassenkehrer
- den malermeister
- den elektriker
- den automekaniker
- die kellnerin
- den kellner
- den billakassier
- die strassenbahnfahrerin
- den masseur
- den leistungssportler
- die verkäuferin
- den altenpfleger

etc. etc. etc. ..

kann mir irgendeiner der protestierer mal erklären, wer in zukunft all diese jobs erledigen soll wenn nur noch akademiker rumrennen? mit hübschen powerpointpräsentationen kannst einem todkranken nicht wirklich helfen! :s:

die zukunft liegt im handwerk!!!! :look:

AFX
01-11-2009, 11:50
nach dem überfliegen der letzten paar seiten, bin ich wieder extrem glücklich darüber, dass ich mit den meisten hier, keinen persönlichen kontakt haben muss...:devil:

piwi
01-11-2009, 12:10
kann mir irgendeiner der protestierer mal erklären, wer in zukunft all diese jobs erledigen soll wenn nur noch akademiker rumrennen? mit hübschen powerpointpräsentationen kannst einem todkranken nicht wirklich helfen! :s:



:rofl: Herrlich! Ein Schmuckstück. Ausdrucken, aufbewahren.

<Philipp>
01-11-2009, 12:16
wir haben definitiv zu wenige akademiker. weil wer braucht sie schon, die niederen dienste?

wer braucht
- die krankenschwester
- den installteur
- den bauhackler
- den polizisten
- die friseuse
- den masseur
- den strassenkehrer
- den malermeister
- den elektriker
- den automekaniker
- die kellnerin
- den kellner
- den billakassier
- die strassenbahnfahrerin
- den masseur
- den leistungssportler
- die verkäuferin
- den altenpfleger

etc. etc. etc. ..

kann mir irgendeiner der protestierer mal erklären, wer in zukunft all diese jobs erledigen soll wenn nur noch akademiker rumrennen? mit hübschen powerpointpräsentationen kannst einem todkranken nicht wirklich helfen! :s:

die zukunft liegt im handwerk!!!! :look:

Sehr beschränkte Sichtweise.
Auch für die angesprochenen Jobs benötigt man ein Wissen.
Bildung passiert nicht nur auf der Uni, sondern bereits im Kindergarten. ;)

Nicht nur Akademiker können hübsche Powerpointpräsentationen basteln.

Lars
01-11-2009, 13:01
wir haben definitiv zu wenige akademiker. weil wer braucht sie schon, die niederen dienste?

wer braucht
- die krankenschwester
- den installteur
- den bauhackler
- den polizisten
- die friseuse
- den masseur
- den strassenkehrer
- den malermeister
- den elektriker
- den automekaniker
- die kellnerin
- den kellner
- den billakassier
- die strassenbahnfahrerin
- den masseur
- den leistungssportler
- die verkäuferin
- den altenpfleger

etc. etc. etc. ..

kann mir irgendeiner der protestierer mal erklären, wer in zukunft all diese jobs erledigen soll wenn nur noch akademiker rumrennen? mit hübschen powerpointpräsentationen kannst einem todkranken nicht wirklich helfen! :s:

die zukunft liegt im handwerk!!!! :look:
Den brauchen wir. :rofl:

Ad Akademikerquote: es geht weniger um konkrete Berufsbilder als um einen Ausdruck der Bildung eines Volkes.

Intrud0r
01-11-2009, 13:55
Was soll daran arg sein? Diese Beschränkung gibt´s für die Deutschen nicht für Reisen in die Schweiz, sondern auch nach Österreich. Brauchst eben nur ein paar Leut mehr im Auto mitnehmen, schon steigt der Betrag auch.:zwinker:


Da du dich offenbar wieder auf einen argumentativen Boden bewegst versuch ich es halt nochmal. Klar, dass man die deutschen Regelungen auch biegen kann - wie so ziemlich jedes Gesetz. Hier zeigt sich allerdings, dass das flüchtige Kapital kein Naturgesetz ist sondern eingedämmt werden kann.

Zu dem Posting weiter oben - von Stiftungen hab ich kein Wort erwähnt. Tatsache ist, dass Kapital oft leistungslos erworben wird und da kann man dann durchaus fordern, dass es vermehrte Besteuerung erfährt. Ja das Geld wurde irgendwann einmal versteuert nur das ist kein sinnvolles Argument. Der 20er in meiner Geldbörse wurde auch schon mal versteuert, troztdem kann ich nicht zum Billa gehen und verlangen keine Mwst zu zahlen.



Das zeigst mir, dass die "Hacklerregelung" jetzt nur mehr für die richtigen Hackler gelten soll. Die haben nach wie vor die Abschläge bei Pensionsantritt, nur bei den anderen traut sich keiner was zu machen, wie hat der Maturant da mal so schön gesagt, er lasse keinen Computer über die zukünftigen Pensionen entscheiden, schließlich sind die Pensionisten mittlerweile zur einzigen fixen Stimmenschar der ..... geworden.:devil:


Ja traurig, dass es so läuft aber das wäre eben ein Punkt an dem man eventuell Geld in dem Fall für Bildung freimachen könnte. Argumentativ geht es mir bei der Sache mal rein darum, dass das "wo soll denn das Geld bitte herkommen" eine Verteilungs und Willensfrage ist.



Warum soll sich die "Politik" jetzt Gedanken machen? Wenn ich was ändern will, dann muss ich auch wissen, wie die Änderung aussehen soll und das nicht anderen überlassen. Gehst auch einen Lottoschein aufgeben und sagst, "ich möcht den Hauptreffer haben", nur wie, das soll dann die nette Dame bei der Annahmestelle machen und wenn nicht das gewünschte Ergebnis rauskommt, dann machst einen Sitzstreik?:confused::confused::confused:

Die Politik soll sich dazu Gedanken machen weil sie dafür bezahlt und gewählt wird. Das ist der demokratische Prozess. Wenn jede Bürgerinitiative, Protestgruppe oder Interessensgemeinschaft 100% umsetzbare und widerspruchsfreie Forderungen aufstellen würde bräuchte man keine Berufspolitiker mehr. Es wurden und werden laufend Änderungswünsche (von durchaus diskutabler Qualität) von den Studis aufgestellt, eine mögliche Verwirklichung kann allerdings nicht von ihnen durchgeführt werden und das ist ja auch gut so. Ein Lottoschein ist Glücksspiel, (Bildungs)politik sollte genau das nicht sein.

el presidente
01-11-2009, 15:30
@Intrud0r: Ohne Untergriffe schaffst Du´s einfach nicht, siehe Dein erster Absatz.
Dass Du fernab jeglicher Realität bist, zeigen Deine Postings. Wennst es wirklich gern haben willst, dass das Kapital im eigenen Land gebunden bleiben musst, dann geh bitte nach Russland, China, etc. Dort kannst als ausländischer Investor/Unternehmen zwar brav investieren, die Gewinne bekommst von dort aber fast nicht raus. So eine Gesellschaft schwebt Dir mit Deinen Wünschen doch vor, oder?

Wennst schon wegen dem 20er beim Einkaufen redest. Jetzt kaufst Dir damit was, zahlst die USt und wennst zu viel von einem Zeugs zu Haus hast, dann kommt wer und verlangt nochmals eine Besteuerung. Mhm, gute Idee.

Deine Verteilungsphantasien sind auch hübsch, wie willst das bitte von den Pensionen auf die Bildung verschieben? Bitte konkrete Vorschläge und nicht einfach nur wirre Gedankengänge kundtun.

Warum soll es nicht möglich sein, wenn man Probleme anspricht, auch etwaige Lösungsmöglichkeiten darzulegen???
Klar ist die Variante einfacher, die Probleme zu nennen, dann warten, was andere für Lösungen haben und dann diese Varianten schlechtzureden. Das macht doch der HC derzeit auch mit Erfolg. Nähern sich hier die Studenten diesem Lager an, oder wollen´s doch nicht so sein? Unterschiede erkenne ich derzeit keine.
Hahn machte den Vorschlag, dass die Studierendenvertreter bei der Verteilung der zusätzlichen Gelder gestalterisch mitwirken sollen. Beim Runden Tisch hat das der ÖH-Tante nicht so gepasst, die hofft, dass weiter besetzt wird. Sehr konstruktiv.
Für diese Studenten muss man sich als ehemaliger Absolvent einer Uni zutiefst schämen. Mag auch daran liegen, dass ich kein Orchideenstudium belegt habe.
:U:

bikeopi
02-11-2009, 09:15
wir haben definitiv zu wenige akademiker. weil wer braucht sie schon, die niederen dienste?

wer braucht
- die krankenschwester
- den installteur
- den bauhackler
- den polizisten
- die friseuse
- den masseur
- den strassenkehrer
- den malermeister
- den elektriker
- den automekaniker
- die kellnerin
- den kellner
- den billakassier
- die strassenbahnfahrerin
- den masseur
- den leistungssportler
- die verkäuferin
- den altenpfleger

etc. etc. etc. ..

kann mir irgendeiner der protestierer mal erklären, wer in zukunft all diese jobs erledigen soll wenn nur noch akademiker rumrennen? mit hübschen powerpointpräsentationen kannst einem todkranken nicht wirklich helfen! :s:

die zukunft liegt im handwerk!!!! :look:

:toll::D

das ding läuft allerdings noch verkehrter. viele dieser berufe werden nämlich kurzerhand akademisiert (zb bringen in der geburtshilfe inzwischen die ersten bachelorinnen die kinder in diesem land zur welt).

zum warum:) hab ich nur vermutungen:

die berufsgruppen erhoffen sich bessere bezahlung und die politik meint, wenn sie sich überall und immer dem eu schnitt annähert, wird das schon richtig sein.

beide dürften allerdings auf dem holzweg sein, denn die arbeit, die letztlich von irgendwem getan werden muss, bleibt die gleiche.

eine meiner lieblingsideen moderner akademien ist die pflegewissenschaft.:f:
die spuckt inzwischen zahlreiche pseudowissenschafter aus, die dem kollaps nahe sind, wenn sie einen kranken aus der nähe nur sehen. niemand weiss genau, was und wo die eigentlich arbeit finden sollen. also baut man hurtig krankenhausbetten ab und schreibtische auf, zieht eine neue führungsebene ein, um die engagierten und hart arbeitenden unakademischen schwestern und pfleger vollständig zu demotivieren, indem man ihnen jede karrieremöglichkeit nimmt.

aber hauptsach´ die akademikerquote passt.
falls diese massnahmen aber noch nicht ausreichen sollten, schlage ich autopflegewissenschaft, schuhpflegewissenschaft und freundschaftspflegewissenschaft als zukunftsträchtige studien vor.

el presidente
02-11-2009, 09:56
:toll::D

aber hauptsach´ die akademikerquote passt.
falls diese massnahmen aber noch nicht ausreichen sollten, schlage ich autopflegewissenschaft, schuhpflegewissenschaft und freundschaftspflegewissenschaft als zukunftsträchtige studien vor.

Find ich super, dann macht man den Bäcker oder den Masta im Bereich Facebook oder StudiVZ. Wer die meisten Freunde hat, bekommt den Bäcker geschenkt?
:U:

stetre76
02-11-2009, 10:04
Bist du dir sicher, dass Erweiterungscurricula und teils unsinnige Voraussetzungsketten ausschließlich von den Instituten bestimmt werden?

Das mit dem Budget muss man sich natürlich ansehen. Wäre ich der Hahn würde ich vors Plenum treten, das Budget offenlegen und ausargumentieren warum nicht mehr für Universitäten da ist. Wenn er das schlüssig macht können sich die Studenten immer noch an die Regierung wenden, auf die nächsten Budgetverhandlungen warten o.ä.

Mit dem Farbenspiel hast du natürlich recht vermutlich wäre es in anderen Konstellationen ähnlich gelaufen - trotzdem macht der Hahn allgemein einen sehr unwilligen Eindruck und durch besonderen Einsatz für zusätzliche Gelder ist er mir bis jetzt auch nicht aufgefallen. Die Novomatics Vergangenheit tut das übrige um das Bild des Wissenschaftsministers der wohl eher Vertreter der Wirtschaftskammer sein sollte zu komplettieren.

ja, ich bin mir ziemlich sicher, dass die Inhalte, ABER nicht alle Zugangsvoraussetzungen (zB Zugang zu einem Studium) von der Uni bzw. dem Institut getragen sind.

Nennt sich Freiheit der Lehre und ist eigentlich eines der höchsten Prinzipien in der Bildung.
Das geht sogar soweit, dass sich manche Vortagenden nicht einmal in ihre Inhalte dreinreden lassen, was ja ganz gut/legitim ist (solange sie sich im großen inhaltlichen Rahmen bewegen).

Ein Problem das sich allerdings mit Bologna stellt ist, dass ehemalige, 4-jährige Diplomstudien nicht einfach um 1 Semester gekürzt werden sollten, sondern das Curriculum komplett neu geschrieben werden sollte.
Das ist aber in den wenigsten Fällen (die mir bekannt sind) so passiert, sondern es wurde einfach ausgedünnt. Dass das dann weitere Unstimmigkeiten im weiteren Studiumsverlauf und allenfalls im weiterführenden Master mit sich bringt, darauf kommen viele Hochschulen jetzt gerade drauf.

Auch hier ist aber anzumerken, dass dieses Problem kein österreichisches ist, sondern alle Bologna-Länder betrifft.

und was den Hahn bzw. Budget betrifft - da widerspreche ich dir in keinster Weise.

stetre76
02-11-2009, 17:45
kann mir bitte jemand helfen und mir Folgendes erklären:
Der Bundeskanzler stellte sich vor Kurzem hinter die protestierenden Studierenden und forderte den Wissenschaftsminister auf, auf die Forderungen der Studierenden einzugehen und Lösungen zu bringen.

soweit, so gut.

heute lese ich über die APA, die Presse und sonstige Medien, dass Faymann groß verkündet, er denkt über die Einführung von Zugangsbeschränkungen nach (was ich pers. prinzipiell nicht als ganz falsch sehe).

hab ich bitte irgendwas verpasst? haben wir heute den 1. April? oder was steckt hinter dieser Meldung?

vor allem weil eine der ersten Forsderungen der Studierenden war, dass es KEINE Zugangsbeschränkungen geben darf....

:confused:

top6oldie
02-11-2009, 18:12
Mir geht das Geimpfte auf!

Da werden einige Sachen vermischt.
Hacklerregelung = Langzeitversicherte.
Die zahlen 45 Jahre Pensionsversicherungsbeiträge ein.
Studierende max. 25 bis 30 Jahre.
Die Definition Hacklerregelung ist falsch und irreführend da die Mehrheit an Schwerarbeit denkt (?).
Ich zahle schon 36 Jahre ein und muss noch 11 einzahlen um eine viel niedrigere Pension als ein Akademiker zu erhalten.

lg top6oldie

el presidente
02-11-2009, 19:13
kann mir bitte jemand helfen und mir Folgendes erklären:
Der Bundeskanzler stellte sich vor Kurzem hinter die protestierenden Studierenden und forderte den Wissenschaftsminister auf, auf die Forderungen der Studierenden einzugehen und Lösungen zu bringen.

soweit, so gut.

heute lese ich über die APA, die Presse und sonstige Medien, dass Faymann groß verkündet, er denkt über die Einführung von Zugangsbeschränkungen nach (was ich pers. prinzipiell nicht als ganz falsch sehe).

hab ich bitte irgendwas verpasst? haben wir heute den 1. April? oder was steckt hinter dieser Meldung?

vor allem weil eine der ersten Forsderungen der Studierenden war, dass es KEINE Zugangsbeschränkungen geben darf....

:confused:

Was ist daran nicht zu verstehen? Faymann at it´s best. So ist er eben, der Herr Teflon-Kanzler. Was erwartest Dir von ihm? Hat doch selbst kein Studium geschafft und das ist sicher wieder eine Idee, die ihm der Onkel Hans eingeredet hat.:zwinker:

Intrud0r
03-11-2009, 08:45
So sieht Meinungsmache der Kronenzeitung aus:
http://www.bildblog.de/13334/wo-ein-wille-ist-ist-auch-eine-wand/

Krone: Vermummte Demonstrierer[sic!] besprayen die Wände der Uni.
Realität: Ein Sprayer besprüht eine Holzwand und schützt sich mit einem Tuch vor den Dämpfen.

eleon
03-11-2009, 08:48
Was ist daran nicht zu verstehen? Faymann at it´s best. So ist er eben, der Herr Teflon-Kanzler. Was erwartest Dir von ihm? Hat doch selbst kein Studium geschafft und das ist sicher wieder eine Idee, die ihm der Onkel Hans eingeredet hat.:zwinker:

ich bin absolut kein fan vom faymann aber ich denke er hat sich unglücklich ausgedrückt!

prinzipiell gibt es ja zwei möglichkeiten um eine qualitätssteigerung zu erreichen.

a) mehr geld in die bildung buttern
b) zugangsbeschränkungen (=weniger studenten) bei gleichem budget

bundenkasperl hält wohl den weg b) als realistischer

Intrud0r
03-11-2009, 09:03
Der Teflon Begriff ist übrigens ausschließlich auf die Marke Karl Heinz Grasser zugelassen - den besten und schönsten Finanzminister aller Zeiten im ganzen Universum.

Der Faymann ist immer noch die Grinsekatze.

el presidente
03-11-2009, 09:12
Nö, so wurde er auch schon damals als Hausmeister in Wien genannt. Keine Ahnung, wer daher schon vorher diese Bezeichnung in Anspruch genommen hat. Dann sag ich von nun an eben eines seiner vielen Synonyme, z.B. Feygmann, schließlich drückt er sich auch in dieser Angelegenheit um eine klare Entscheidung.

<Philipp>
03-11-2009, 09:29
prinzipiell gibt es ja zwei möglichkeiten um eine qualitätssteigerung zu erreichen.

a) mehr geld in die bildung buttern
b) zugangsbeschränkungen (=weniger studenten) bei gleichem budget

bundenkasperl hält wohl den weg b) als realistischer

Auch wenn's Variante a nehmen, bleibt das Problem der überlaufenen Universitäten bestehen.

el presidente
04-11-2009, 15:21
Was will er denn nun?
http://www.orf.at/091104-44358/index.html
Vertritt er jetzt die Meinung von Österreich, oder von der Krone, oder wechselt er jeden Tag?
:confused::confused::confused:

hermes
04-11-2009, 15:46
Was will er denn nun?
http://www.orf.at/091104-44358/index.html
Vertritt er jetzt die Meinung von Österreich, oder von der Krone, oder wechselt er jeden Tag?
:confused::confused::confused:
naja, dass der kerl etwas ... hmmm ... seltsam ist, ist ja nichts neues.
wenigstens kann er hinterher immer sagen, dass ers ja immer so gesagt hat - egal was geschieht. :rolleyes:

<Philipp>
04-11-2009, 15:46
Was will er denn nun?
http://www.orf.at/091104-44358/index.html
Vertritt er jetzt die Meinung von Österreich, oder von der Krone, oder wechselt er jeden Tag?
:confused::confused::confused:

So wie der Wind kommt, dreht sich das Faymannsche Fähnchen....

el presidente
04-11-2009, 16:09
Was mich bei der Sache interessiert: Hat´s schon eine Evaluierung gegeben, aus welchen Studienbereichen sich die Protestanten, äh Protestierer oder wie auch immer die heißen mögen, zusammensetzen?

Intrud0r
04-11-2009, 17:13
Ich weiss ja was du gerne hören magst daher:

99% Langzeitstudenten aus Geisteswissenschaftlichen Studienrichtungen und sonstigen Orchideenstudien. 89% davon haben wiederum lange Haare, sind Marihuanadauerkonsumenten, Marxisten, Maoisten, Stalinisten und Anarchos, der Rest konnte aufgrund des hohen Alkoholpegels an dieser Stelle nicht mehr an der Umfrage teilnehmen.
Das übrige Prozent setzt sich aus Obdachlosen, Sozialschmarotzern und Linksautonomen Berufsdemonstranten zusammen.

Zufrieden?

AFX
04-11-2009, 17:28
Ich weiss ja was du gerne hören magst daher:

99% Langzeitstudenten aus Geisteswissenschaftlichen Studienrichtungen und sonstigen Orchideenstudien. 89% davon haben wiederum lange Haare, sind Marihuanadauerkonsumenten, Marxisten, Maoisten, Stalinisten und Anarchos.
Das restliche Prozent setzt sich aus Obdachlosen, Sozialschmarotzern und Linksautonomen Berufsdemonstranten zusammen.

Zufrieden?

:rofl::toll:

Intrud0r
04-11-2009, 17:30
:rofl::toll:

Ja man muss halt unserem lieben presidente ein bisschen Futter geben damit er gut schlafen kann.

m0le
04-11-2009, 17:32
Was mich bei der Sache interessiert: Hat´s schon eine Evaluierung gegeben, aus welchen Studienbereichen sich die Protestanten, äh Protestierer oder wie auch immer die heißen mögen, zusammensetzen?

Naja die Proteststarter waren Studenten der Akademie der Bildenden Künste! Also gaaanz wichtige angehende Akademiker! :f:

Intrud0r
04-11-2009, 17:39
Ja na was braucht ein Tourismusland das für seine Kultur und Kunstschaffenden weltberühmt ist schon Leute die sowas studieren. Alles Schmarotzer wirkliwahr - ich schreib gleich einen Leserbrief an die Krone.

Auch sehr spannend sowas von gerade von einem Hobbyfotografen zu hören. Aber goldener Schnitt, Bildgestaltung, Farbenlehre usw. wurde vermutlich von Juristen, Stahlarbeitern und Maschinenbauern "erfunden".

stetre76
04-11-2009, 17:55
Ja na was braucht ein Tourismusland das für seine Kultur und Kunstschaffenden weltberühmt ist schon Leute die sowas studieren. Alles Schmarotzer wirkliwahr - ich schreib gleich einen Leserbrief an die Krone.

Auch sehr spannend sowas von gerade von einem Hobbyfotografen zu hören. Aber goldener Schnitt, Bildgestaltung, Farbenlehre usw. wurde vermutlich von Juristen und Stahlarbeitern "erfunden".

ich hab mit den Kunstunis kein Problem, noch viel weniger mit deren Studierenden, aber dein Kommentar hinkt ein bissl.

wie viele der wirklich bedeutenden Künstler haben ein abgeschlossenes Kunststudium?
und wie viele kommen aus einer anderen Richtung (vor allem anderen Studienrichtung), oder haben rein durch ihr Können und nicht auf Grund ihres Studiums den Durchbruch geschafft?

el presidente
04-11-2009, 17:56
Dazu passt der Vorschlag von der Bures, Gelder, die für die Forschung bestimmt sind, anderweitig zu verwenden. Wer braucht denn schon Forschung und Entwicklung. So eine Zahnarztgehilfin kann ganz schön gefährlich werden.

Intrud0r
04-11-2009, 17:59
wie viele der wirklich bedeutenden Künstler haben ein abgeschlossenes Kunststudium?
und wie viele kommen aus einer anderen Richtung (vor allem anderen Studienrichtung), oder haben rein durch ihr Können und nicht auf Grund ihres Studiums den Durchbruch geschafft?

Zu 1 - vermutlich relativ wenige
Zu 2- vermutlich relativ viele

Kultur besteht allerdings nicht nur aus Künstlern und "Kunstkonsumenten". Es gibt Galeristen, Restaurateure, Autoren v. Sachbüchern, Kulturmanager usw. usw.
Klar kann es davon theoretisch zu viele geben aber mit diesem sarkastischen Unwissen und Geringschätzung von wegen "gaaaanz wichtige Studenten" komm ich wirklich nicht klar.

datoni
04-11-2009, 18:00
ich hab mit den Kunstunis kein Problem, noch viel weniger mit deren Studierenden, aber dein Kommentar hinkt ein bissl.

wie viele der wirklich bedeutenden Künstler haben ein abgeschlossenes Kunststudium?
und wie viele kommen aus einer anderen Richtung (vor allem anderen Studienrichtung), oder haben rein durch ihr Können und nicht auf Grund ihres Studiums den Durchbruch geschafft?

das wird jetzt nur noch ein hin und her welche studienrichtungen nach irgendwelchen ermessen "sinnvoll" sind und welche nicht...los gehts!
:du:

stetre76
04-11-2009, 18:08
das wird jetzt nur noch ein hin und her welche studienrichtungen nach irgendwelchen ermessen "sinnvoll" sind und welche nicht...los gehts!
:du:
nein, absolut nicht

ich sehs immer noch so, dass es nicht darum geht, was jemand studiert hat, sondern darum was jemand kann und leistet.

mit ein Grund, warum ich mich in Finnland und Norwegen so wohl gefühlt habe - da fragt dich keiner nach einem Titel, da wird g'schaut, was du so drauf hast.

und was die Kunsthändler, Galeristen, Kunsteventmanager,... betrifft, da is es ebenso wurscht, was die für ein Studium haben - auf die Outputs kommts an.

und übrigens, Österreich lebt von seiner Kultur der Vergangenheit und definitv nicht der der Gegenwart.

Nach Wien oder Salzburg kommt kaum jemand, wegen der modernen Architektur, sondern eher wegen der Historie des Landes und der damaligen Kultur

Zeitgenössisches gibts in unserem Land vergleichsweise wenig, mit dem sich die Akademiker der letzten 50-70 Jahre ausgezeichnet hätten.

Intrud0r
04-11-2009, 18:14
und was die Kunsthändler, Galeristen, Kunsteventmanager,... betrifft, da is es ebenso wurscht, was die für ein Studium haben - auf die Outputs kommts an.


Es ist aber nicht von der Hand zu weisen, dass ein einschlägiges Studium für solche Berufe äusserst nützlich sein kann.



und übrigens, Österreich lebt von seiner Kultur der Vergangenheit und definitv nicht der der Gegenwart.


Ich denke dass dir Leute die sich in Sachen Kunst auskennen durchaus widersprechen würden. Selbst wenn es so wäre kann es nicht schaden wenn es Leute gibt die sich mit der Kultur der Vergangenheit auskennen, diese erforschen, lehren usw.

Ein Output lässt sich gerade hier natürlich recht schlecht messen alleine schon wenn man bedenkt wie das bei Künstlern funktionieren sollte die erst nach ihrem Tod berühmt wurden. Aber vielleicht erfindet ja ein findiger Kopf ein Benchmarksystem für künstlerische Nachtodwertschöpfung dann können wir den Sektor auch zu 100% der Wirtschaftleistung anpassen. :rolleyes:

el presidente
04-11-2009, 18:17
Ja man muss halt unserem lieben presidente ein bisschen Futter geben damit er gut schlafen kann.

Zu Deinen üblichen Untergriffen sag ich nur:
Si tacuisses, philosophus mansisses

Vielleicht weißt, was das heißt, sonst wird Dir sicher jemand dabei helfen.
:wink:

Intrud0r
04-11-2009, 18:24
Zu Deinen üblichen Untergriffen sag ich nur:
Si tacuisses, philosophus mansisses

Vielleicht weißt, was das heißt, sonst wird Dir sicher jemand dabei helfen.
:wink:

Na musst ja nicht böse sein ich bin ja nur um dein Wohl besorgt, was wär denn wenn dir jemand sagen würde, dass sogar supernützliche TU Leute an den Protesten beteiligt sind. Ich mag ja dein Weltbild nicht kaputt machen. :wink::wink:

stetre76
04-11-2009, 18:30
@Intrud0r

ich könnt jetzt auch einwerfen, dass für gewisse politische Tätigkeiten und Ministerposten ein facheinschlägiges Studium ebenfalls von Vorteil wäre - dennoch bleiden sehr viele Personen ein überaus wichtiges Amt, ohne eine solche fachspezifische Ausbildung genossen zu haben.

solange die erzielten Ergebnisse stimmen, könnte man jetzt wieder sagen - wurscht, ob und was studiert wurde.

was die Kultur betrifft - ich sehe es von einem touristischen Gesichtspunkt und dem kulturellen Standing Österreichs in der Welt.
Und da sehe ich jetzt den Otto-Normalverbraucher, der uU nicht einmal was mit Helnwein, C.L. Attersee, A. Egger-Lienz oder ähnlichen was anfangen kann.

Da wirst du bei Otto-Normalverbraucher Mozart, Sound of Music, Salzburg und Vienna hören. Dann noch Schönbrunn und mit etwas Glück Hundertwasser.
Aja, die Albertina darf man nicht vergessen, is aber eher bei den Hard-core Fans ein Begriff.

so gesehen kann man sehr wohl sagen, dass Österreich von der kulturellen Erbe vergangener Jahrhunderte lebt.

el presidente
04-11-2009, 18:33
Du bist zu gütig.
Wenn man nicht Deiner Meinung ist, dann zuckst wie ein Wahnsinniger aus, vielleicht findest ein paar Psychologen, die Dir während der Demos beratend zur Seite stehen können.
Was war an meiner Frage hinsichtlich der Demonstranten so aufrührerisch für Dich? War eine ganz normale Frage. Oder hast irgendwelche Komplexe? Wie schon erwähnt, im Audimax wirst sicher ein paar finden, die Dir helfen können.

Intrud0r
04-11-2009, 18:40
Was war an meiner Frage hinsichtlich der Demonstranten so aufrührerisch für Dich? War eine ganz normale Frage. Oder hast irgendwelche Komplexe?

Mhh stimmt woher nur mein manischer Sarkasmus kommt :( Wenn man bedenkt wie neutral bis wohlgesonnen du den an den Protesten teilnehmenden Personen gegenüberstehst war das vermutlich wirklich eine vollkommen normale Frage ohne jeden Hintergedanken wie man es von dir gewohnt ist.

mea culpa <- extra für dich mein alter Lateiner.

datoni
04-11-2009, 19:06
Mir ist gerade der wahrscheinlich größte Vorteil der ganzen Demo-Besetzungssache gekommen!

Durch die Berichterstattung auch im Ausland wird es eventuell weniger Interesse geben aus einem anderen Land kommend in Österreich zu studieren....:bounce:

bikeopi
04-11-2009, 20:37
offenbar will mir die frage keiner beantworten, warum die studenten neuerdings überall studierende heissen - selbst wenn sie gerade streiken, also derzeit eher nicht-studierende sind..:D

aber eigentlich wurscht.

bologna halte ich nicht für den grossen wurf, ein abkommen, das zwar gut gemeint, aber letztlich völlig unnotwendig ist und meinem gefühl nach eher zu einer niveauregulierung der europäischen uniwelt nach unten geführt hat. (nicht zuletzt auch aufgrund der von mir bereits andernorts kritisierten studienverschulung bzw. akademisierungsinflation).

weiters hat bologna den berühmten bildungspolitikern dieses landes eine gute möglichkeit geboten, sich hinter formalen reformen zu verstecken anstatt eine echte, spürbare verbesserung des bildungssystems zu etablieren. ganz im gegenteil: die situation an den heimischen unis, akademien und forschungsinstituten hat sich in den letzten jahren kontinuierlich verschlechtert - hab irgendwo ein treffendes graffiti gelesen: die sparschweine hungern uns aus! ;)

die situation mit zugangsbeschränkungen verbessern zu wollen und gleichzeitig über die zu niedrige akademikerquote zu jammern, heisst übersetzt nichts anderes: nein wir haben keine ideen und schon gar keine perspektive. ciao, gio! tschüss, werner! baba, pepi!

wer massenhaft geld für marode banken auftreibt, sollte in der lage sein, das ebenso schnell und grosszügig für die bildung zu tun!
bis es so weit ist:
weiterstreiken!

BigHit2
04-11-2009, 21:17
offenbar will mir die frage keiner beantworten, warum die studenten neuerdings überall studierende heissen - selbst wenn sie gerade streiken, also derzeit eher nicht-studierende sind..:D

Weil man heutzutage auch immer Studentinnen dazu sagen müsste, wenn man Studenten sagt..? Bei "Studierenden" is es leichter.^^

Schaut's eh grad am Punkt auf ATV? :toll:

tommy d. p.
04-11-2009, 21:21
inzwischen könnten die demonstranten sich ja ein bissl nützlich machen und zb in diversen altersheimen aushelfen. es gibt ja eh zu wenig pflegepersonal und der dienst am menschen kann den charakter schulen .... :look:

el presidente
04-11-2009, 21:42
Weil man heutzutage auch immer Studentinnen dazu sagen müsste, wenn man Studenten sagt..? Bei "Studierenden" is es leichter.^^

Schaut's eh grad am Punkt auf ATV? :toll:

So erspart man sich das Bienen-i.
Am Punkt ist echt ein Trauerspiel. Die Maurer kann außer sinnlos lachen gar nix, hat sie das vom Werner abgschaut?
Die Forderung der einen Studierenderin zu Beginn mit der Forderung nach Prüfungen, wann immer sie es will und Lehrveranstaltungen, wann immer es ihr einfällt ist für mich schwer verständlich. Was macht die dann im wirklichen Leben? Geht sie dann arbeiten, wann sie es gerade für richtig hält, erledigt ihre Arbeit, wann immer ihr es passt, Termine sind ja nicht einzuhalten? Sorry, geht´s noch?
Und die Jammerei wegen Bildung-Ausbildung: Ich für meinen Teil kann sagen, ich habe Bildung auf der Uni bekommen und diese für meine Ausbildung verwendet
Wie stellen sich die Protestanten sich das vor? Immer ein bisserl was anderes studieren, überall ein wenig reinschnuppern? Was wird aus denen dann?
Ich seh die Uni als eine hohe Ausbildungsstufe, die nicht jeder besuchen kann, einerseits aus geistigen Gründen, andererseits aus Interessengründen, und aus dieser Möglichkeit sollte man doch auch einen nicht nur imaginären Nutzen ziehen.
Wie schon einmal geschrieben. 14jährige müssen sich auch entscheiden, wie sie ihren Weg weiterbestreiten wollen, ob weitere Schulbildung oder Lehre. Weshalb ist es volljährigen Menschen, die man eigentlich als "intelligenter" einstufen kann nicht möglich, nach weiteren 4 Jahren in einer höherbildenden Schule zu wissen, was sie in ihrem weiteren Leben machen wollen, sich Ziele setzen und diese dann auch erreichen wollen.
Mir persönlich kommt das mittlerweile nur mehr als Kampagne von Grün und Rot vor, von den einen, um wieder mal im Blickpunkt zu sein, und die anderen, um den Pfusch, den sie in letzter Zeit betrieben haben abzulenken und mal den Koalitionspartner wieder ordentlich in die Pfanne zu hauen.
Wenn der Oberhäuptling Werner keine Ahnung hat, worum es hier überhaupt geht, der Charly Blecha sich mit seinen Pensionisten solidarisch zeigt und die Evi sich ins Audimax legen will, dann ist klar, was hier gespielt wird.
Es geht doch gar nicht um irgendwelche Verbesserungen. Das ist denen doch vollkommen Wurscht.
Erinnert Euch diese Vorgehensweise der Demonstranten nicht irgendwie an das kleine Mäderl in Oberösterreich, das ihren Aufenthalt auch mit Drohungen erwirkt hat? Wird die Regierung jetzt erpressbar? Mir gefällt was nicht, ich streik jetzt, spiel den Beleidigten und schon läuft alles so wie ich es will? Hmmm, wär mal einen Versuch wert. Dann würd ich aber einen gut ausgebildeten Psychiater brauchen, Psychologen bringen da nichts mehr.

:mad:

wo-ufp1
04-11-2009, 21:50
Du bist zu gütig.
Wenn man nicht Deiner Meinung ist, dann zuckst wie ein Wahnsinniger aus, vielleicht findest ein paar Psychologen, die Dir während der Demos beratend zur Seite stehen können.
Was war an meiner Frage hinsichtlich der Demonstranten so aufrührerisch für Dich? War eine ganz normale Frage. Oder hast irgendwelche Komplexe? Wie schon erwähnt, im Audimax wirst sicher ein paar finden, die Dir helfen können.
Passabel und richtig erkannt. Deine Diagnose über el presidente den Informator.

In fast allen deinen Beiträge kommen vor:
a) Beleidigungen
b) Untergriffe
c) ins lächerliche ziehen
d) polemisieren(d)
e) alles schlecht reden/machen/abqualifizieren
:zzzz:

In 0,01% deiner Beiträge kommt Selbstlob (hab ich immer schon gesagt/gewußt). Hie und da mal ein, "...war nicht so schlecht der Vorschlag von..."

Sag, wieviel hatt dich der MA(G) Titel auf der (Bike-)Insel gekostet?

Tröste dich, noch ärger als du sind die arbeitslosen ex-Bikeverkäufer.

Wir sind aber ja auch selber schuld, don't feed the trolls.
Wenns wenigstens unterhaltsam wäre :rolleyes:.

Fl0
04-11-2009, 21:53
wer massenhaft geld für marode banken auftreibt, sollte in der lage sein, das ebenso schnell und grosszügig für die bildung zu tun!
bis es so weit ist:
weiterstreiken!

Wenn ich sowas lese kann ich nur den Kopf schütteln.
1. Kann ein Studierender als Leistungsempfänger nicht Streiken, sondern lediglich Boykottieren oder Protestieren

2. Gehts nicht immer so superfriedlich zu dort ;):

http://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20091029_OTS0281

http://www.heimfest.at/uni-brennt-schattenseiten-der-proteste

Wer sowas gutheißen kann, der hat noch nicht genug steuern gezahlt ;)

dazu kommen wie gesagt 16000€ pro besetzungstag für das Ersatzquartier ;)

und so wie es aussieht ist auch nach abzug der besetzter das audimax länger nicht benützbar

wo-ufp1
04-11-2009, 22:27
dazu kommen wie gesagt 16000€ pro besetzungstag für das Ersatzquartier ;)

und so wie es aussieht ist auch nach abzug der besetzter das audimax länger nicht benützbar
Hundstrümmerl, Abfälle (in der Stadt, U-Bahn, im Wald), Versetzung von Ortstafeln, Buwog, Gemeindespekulationen, Bundesfinanzierungsagentur, Skylink, ÖBB...

AFX
04-11-2009, 22:42
Naja die Proteststarter waren Studenten der Akademie der Bildenden Künste! Also gaaanz wichtige angehende Akademiker! :f:

wow! :mad:
hätt ich mir zwar nicht von dir erwartet, aber ich nehme deine persönliche beleidigung zur kenntnis und werde eventuell beim nächsten treffen im RL darauf zurückkommen...:f:

ich bin nämlich einer dieser "gaaanz wichtigen Akademiker!"

Fl0
04-11-2009, 22:42
Hundstrümmerl, Abfälle (in der Stadt, U-Bahn, im Wald), Versetzung von Ortstafeln, Buwog, Gemeindespekulationen, Bundesfinanzierungsagentur, Skylink, ÖBB...

Natürlich sind das Peanuts, auch die 34 Mio. vom Hahn sind Peanuts. wenn man die Bildungsbudgets betrachtet.

Ich kann aber ned für mehr Geld und bessere Bedingungen Protestieren und gleichzeitig allen anderen das studieren erschweren und noch mehr Schaden anrichten, ;) Das ist einfach nur DUMM!!
Der Protest wird auf dem Rücken der Unis und der Studierenden ausgetragen, die original NIX für die Situation können.
Kein wunder, dass die Herren im Wissenschaftsministerium noch ruhig sitzen; ihnen kanns egal sein, wenn Hörsääle besetzt werden; ist ja schließlich Sache der UNI ersatz zu finden, und den Betrieb aufrecht zu erhalten.....
Aber wehe die Uni kommt auf die Idee gebühren einzuhebnen; dann ist es vorbei, schließlich muss alles Gratis sein. Zugangsbeschränkungen soll es auch keine geben und den Leistungsgedanken sollte man von der Uni auch verbannen.

"Eine von jeglichem Leistungsgedanken befreite Waldorf-Universität kann nicht unsere Antwort auf die Herausforderungen sein mit denen ein Akademiker im 21. Jahrhundert konfrontiert sein wird.", Marlis Zöhrer, stv. Vorsitzende der ÖH Leoben.

Jedem der hier weiters für die Besetzung in dieser Form ist empfehle ich dringend einen Lokalaugenschein im Audimax ;)

wo-ufp1
04-11-2009, 23:11
Die Forderung der einen Studierenderin zu Beginn mit der Forderung nach Prüfungen, wann immer sie es will und Lehrveranstaltungen, wann immer es ihr einfällt ist für mich schwer verständlich. Was macht die dann im wirklichen Leben? Geht sie dann arbeiten, wann sie es gerade für richtig hält, erledigt ihre Arbeit, wann immer ihr es passt, Termine sind ja nicht einzuhalten?
Gabs da nicht mal was von "Freiheit der Lehre" oder so?


Und die Jammerei wegen Bildung-Ausbildung: Ich für meinen Teil kann sagen, ich habe Bildung auf der Uni bekommen und diese für meine Ausbildung verwendet
Wie man sieht.
Was war das, die Burschenschaften?


Wie stellen sich die Protestanten sich das vor? Immer ein bisserl was anderes studieren, überall ein wenig reinschnuppern?
Das nennt man wohl über den Tellerrand schauen.
Sich für etwas begeistern.
Seinen Bildungshorizont erweitern.
Sich interessanter für die DG machen.

Natürlich wäre es sinnvoller, wenn die Studenten das lernen, was ihnen die Konzerne vorgeben. Für die Konzernpraxis lernen wir.
Das, was die Wirtschaft wünscht. Ausgebildete Heuschrecken :zwinker:
Ethik, Moral, Anstand und Sitte lassen wir natürlich auch gleich weg.


Was wird aus denen dann?
Präsidenten? El's.


Mir persönlich kommt das mittlerweile nur mehr als Kampagne von Grün und Rot vor
Wiedereinmal die Verschwörungsmaschinerie angeworfen Herr Präsi?

Onkel Werner zum Paten Kurl: Du, wir brauchen wieder einen Aufreger. Bildung hätt ma scho lang nicht mehr.
Gut, schick ma a poor marxistisch grün angehauchte Sozis zum Audi Mäxchen.
Schwarz, auch nicht blöd, zieht seine Figur zurück und geht damit zwei Schritte weiter nach Brüssel.
Dame schlägt König.
Damit nicht genug, wird der Eindringling Intruder auch noch des pösen Spiels verdächtigt.



der Charly Blecha sich mit seinen Pensionisten solidarisch zeigt
Die faulen reichen sportlichen Pensionisten also.
Auch die haben sich verschworen.
Und eigentlich ist ja der Blecha der Wolf im Schafspelz.
Der fordert eine Minus Nulllohnrunde für die Pensionisten.
Ich seh schon deine Schlagzeile:
Pensionisten zahlen die Zeche für die Studenten.
Nicht genug.
Nachdem die Pensionisten schon Zeit ihres Lebens gehackelt und nunmehr deshalb die Hacklerregelung in Anspruch genommen haben, dürfen sie jetzt das desolate Bildungssystem "sanieren".
Dank des Wirtschaftsaugurenministers El Presidente.


Es geht doch gar nicht um irgendwelche Verbesserungen. Das ist denen doch vollkommen Wurscht.
:zzzz:
Klar, die wollen doch alle nur in die Hi Society, Seitenblicke, zum Kaiser, Willkommen Österreich usw.


Mir gefällt was nicht, ich streik jetzt, spiel den Beleidigten und schon läuft alles so wie ich es will? Hmmm, wär mal einen Versuch wert. Dann würd ich aber einen gut ausgebildeten Psychiater brauchen, Psychologen bringen da nichts mehr.

So rennt das nicht.
Hände falten, Goschn halten.
Solltest auch beherzigen :wink:

Fl0
04-11-2009, 23:21
Wie man sieht.
Was war das, die Burschenschaften?





Ihr links linken seit mir schon ein lustiges völkchen. alle die rechter stehen als ihr sind automatisch radikale und burschenschafter :rofl::rofl:

echt lächerlich und wirklich unterste schublade :f:
Du bist sicher in zukunft der letzte der mich korregieren darf wenn ich mich verbal im ton vergreiffe.

_____


da fällt mir doch glatt eine lustige anekdote aus dem livestream ein:

Ein besetzer des Linzer HS1 kommt nach Wien und fordert im Audimax studenten auf mit ihm nach Linz zu kommen, da sie ansonsten den HS1 nicht halten können :rofl:
Grund dafür war;
Nach jeder Plenarsitzung wurde in Linz abgestimmt ob der HS1 weiter besetzt werden soll. Natürlich war das nie ein Problem.
Bis ein paar Besetzungsgegner auf die Idee kamen diese Besetzung demokratisch zu beenden, und mit ihrer Gegenstimmue den Saal freimachen.
Als die Besetzer aber überzuckert haben, dass Leute im Saal sitzen, welche dagegen stimmen werden und dies auch angekündigt wurde, wurde kurzerhand der Tagesablauf geändert und die Abstimmung ausgelassen.

Und das sind die gleichen Leute die mehr Demokratie fordern!:rofl:
Auch hier wurde im vorherein gewettert und natürlich alle die gegen die Besetzung waren, sind Burschenschafter etc.

Kann man sowas noch ernst nehmen?

so uninteressant ist außerdem die "verschwörungstheorie" mit den grünen nicht. Man muss nur schauen auf wen der domain "unsereuni.at" registreiert ist und kann dann relativ leicht eine passende Verbindung zu den grünen herstellen ;-)
Leider finde ich auf der Seite kein Impressum, das ist wahrscheinlich dann doch kedem zu peinlich sich für den inhalt verantwortlich zu zeigen.

wo-ufp1
04-11-2009, 23:21
Natürlich sind das Peanuts, auch die 34 Mio. vom Hahn sind Peanuts. wenn man die Bildungsbudgets betrachtet.

Ich kann aber ned für mehr Geld und bessere Bedingungen Protestieren und gleichzeitig allen anderen das studieren erschweren und noch mehr Schaden anrichten
Kollateralschäden.
Und wegen der zwei Wochen das studieren erschweren, wo es ihnen schon seit einiger Zeit erschwert wird.


Der Protest wird auf dem Rücken der Unis und der Studierenden ausgetragen, die original NIX für die Situation können.
Siehe oben, Kollateralschäden.
Das ist nun einmal so bei einem Protest/Demonstration/Streik etc.

Ich finde ja auch, dass sie ihre Forderungen in ein Sackerl mitn Gekackerl reden bzw. sich mit Wattebäusche bewerfen sollten...
Oder noch mehr Twitter-, Blogbeiträge etc. verfassen sollten...



Zugangsbeschränkungen soll es auch keine geben und den Leistungsgedanken sollte man von der Uni auch verbannen.
Die Uni hat nicht, oder nicht nur die Aufgabe, Share Holder Maschinen für die Wirtschaft zu produzieren.

Aufgabe und Ziel der Universität (http://public.univie.ac.at/index.php?id=6576&no_cache=1&tx_ttnews[tt_news]=13181&tx_ttnews[backPid]=6088&cHash=0361f53e46) ist es, Forschung und Lehre in höchster Qualität zu schaffen und zu erhalten. Forschung und Lehre werden dabei als untrennbare Einheit verstanden ("forschungsgeleitete Lehre"). Eine hohe Forschungsorientierung und eine Kombination von Grundlagenforschung und anwendungsorientierter Forschung machen die Universität attraktiv für die besten Köpfe.


Natürlich spricht auf demokratischem Wege nichts dagen, dies zu ändern. In dem Sinn den die Mehrheit will.



"Eine von jeglichem Leistungsgedanken befreite [...] Universität
Bin ich auch nicht dafür.



Jedem der hier weiters für die Besetzung in dieser Form ist empfehle ich dringend einen Lokalaugenschein im Audimax ;)
Dort gibt es gute Musik :dance5: Energy Drinks :du:, coole Frauen :love: und mal eine geile Location :flower: fernab jeden lernenden Miefs...

BigHit2
04-11-2009, 23:29
Die Forderungen sind zum Teil schon lächerlich. Da fragt man sich, ob die das ernst meinen...?

An jeder Ecke wird Geld gefordert. Abgesehn davon, dass Österreich jetzt sowieso mehr Geld in die Bildung pumpt sollten sich die Studenten, die protestieren, auch überlegen wieviel Geld die Unis wirklich zusätzlich brauchen.

Dabei vielleicht auch einen Blick auf staatsschulden.at werfen, denn da kommt noch was auf uns zu. :corn:

wo-ufp1
04-11-2009, 23:34
Ihr linken seit mir schon ein lustiges völkchen. alles was rechter steht als ihr sind automatisch radikale und burschenschafter
Klar, Godwin's Law.



da fällt mir doch glatt eine lustige anekdote aus dem livestream ein:
[...]
Kann man sowas noch ernst nehmen?
Polemik.
Natürlich kann man sich immer ein negatives Beispiel suchen und dann mit dem Finger hinzeigen, so wie du es machst, und sagen: Na da schauts her, die depperten, die assis etc. :zzzz:

Und um gleichzeitig von den eigentlichen Problemen, die du ja hoffentlich nicht abstreitest, abzulenken.

@BigHit2
Und wieviel sind gerechtfertigt oder gut?

Fl0
04-11-2009, 23:41
Und um gleichzeitig von den eigentlichen Problemen, die du ja hoffentlich nicht abstreitest, abzulenken.



Die Probleme sind da. Nur mein Lösung ist halt eine andere; meine heißt Studiengebühren und Quotenregelungen in allen Bereichen. Natürlich ist das auch für mich schlecht, aber wenns nicht anders geht, gehts nicht anders. Und der Vergleich mit den Banken hinkt ein bisschen ;)
Es ist völlig klar, dass Diksussionsbedarf besteht, jedoch muss dass auf einer anderen Ebenen ausgetragen werden. Ein Protest in der Form kann nur die allerletzte Maßnahme sein! Und mM sind die Bedingungen nicht so schlecht, dass diese Maßnahme bereits gerechtfertigt wäre.




Miefs...

Mief in form von Geruchsbelästigung wirst in diesen Tagen auf jeden fall dort finden :k:

shroeder
04-11-2009, 23:41
wie viele der wirklich bedeutenden Künstler haben ein abgeschlossenes Kunststudium?


u.a. helnwein, paul, deix, bramer, hausner, fuchs, brauer, hutter, lehmden, gütersloh...

die sollten zu der frage eigentlich jedem intressierten in den ersten 5 nachdenkminuten einfallen...

nach zwei weiteren minuten is mir noch der brus eingfallen...

und wemma sich einfach von einem zum andern weiterklickt im web, kommen noch mikl, lassnig, attersee, hollein, holzbauer etcetcetc



und wie viele kommen aus einer anderen Richtung (vor allem anderen Studienrichtung), oder haben rein durch ihr Können und nicht auf Grund ihres Studiums den Durchbruch geschafft?

arnulf rainer...

BigHit2
04-11-2009, 23:55
Und mM sind die Bedingungen nicht so schlecht, dass diese Maßnahme bereits gerechtfertigt wäre.
Stimmt... wer in Österreich Bildung will, bekommt sie. Ich finde die Zustände an der Uni Graz z.B. nicht so furchtbar wie ein paar Besetzer immer jammern.

Das mit den sogenannten "Künstlern" is wieder eine andere Geschichte...

wo-ufp1
05-11-2009, 00:02
Die Probleme sind da. Nur mein Lösung ist halt eine andere; meine heißt Studiengebühren und Quotenregelungen in allen Bereichen.
Na bitte, geht ja.
Bloß, was genau meinst du mit Quotenregelungen?

Frauenquote :zwinker: ?


Natürlich ist das auch für mich schlecht, aber wenns nicht anders geht, gehts nicht anders. Und der Vergleich mit den Banken hinkt ein bisschen ;)
Ich will mich gar nicht über die Volkswirschaftliche Bedeutung der Banken"rettung"/kredite auslassen.
Nur darüber, ob und wenn ja, wieviel uns die Bildung wert ist.

Mag vielleicht schon etwas abgedrochen sein, aber, sind uns die Abfangjäger, teure Tiefgaragen/Tunnels, prestigeträchtige Fußballstadien, Beraterverträge, Millionenparteiwerbung etc. dies alles so viel wert?



Es ist völlig klar, dass Diksussionsbedarf besteht, jedoch muss dass auf einer anderen Ebenen ausgetragen werden. Ein Protest in der Form kann nur die allerletzte Maßnahme sein! Und mM sind die Bedingungen nicht so schlecht, dass diese Maßnahme bereits gerechtfertigt wäre.
Ok.

Fl0
05-11-2009, 00:14
Na bitte, geht ja.
Bloß, was genau meinst du mit Quotenregelungen?

Frauenquote :zwinker: ?


Ich will mich gar nicht über die Volkswirschaftliche Bedeutung der Banken"rettung"/kredite auslassen.
Nur darüber, ob und wenn ja, wieviel uns die Bildung wert ist.

Mag vielleicht schon etwas abgedrochen sein, aber, sind uns die Abfangjäger, teure Tiefgaragen/Tunnels, prestigeträchtige Fußballstadien, Beraterverträge, Millionenparteiwerbung etc. dies alles so viel wert?


Ok.

wenn du den thread aufmerksam gelesen hättest, wären dir meine forderungen auf den ersten seiten sicher nicht entgangen. ich wiederhole nur das was ich ohnehin schon geschrieben habe.

Mit quotenregelung meine ich die klar EU rechtswidrige Regelung, Ausländische Studenten auf einen gewissen Prozentsatz bei den Zulassungen zu beschränken. Auch wenn die EU das anders sieht als ich bin ich da stark dafür.

Nur kurz: die Banken bekommen das Geld vom Staat nicht geschenkt sondern müssen es klarerweise wieder zurückzahlen + zinsen ;)
Mit dem Bankenpaket kauft sich der Staat quasi anteile der Banken.

Natürlich kann man all das in Frage stellen, ob das alles sein muss. aber letztendlich kann man sich auch die Frage stellen "was ist einem seine eigene Bildung wert?"
Ich bin der Meinung das nicht der Staat sondern letztendlich immer noch der einzelne am meisten von einer guten Bildung profitiert. Deshalb finde ich es gerechtfertigt auch hier einen kleinen Beitrag zur finanzierung der Bildung einzuverlangen.
Es mag schon sein, dass der Staat von gut Ausgebildeten Menschen in Form von hohen Steuereinnahmen gut verdient (was aber auch nicht immer so ist) Letztendlich studiert man aber nicht für die Staatseinnahmen, sondern für sich selbst.
Für den einzelnen bringt eine gute Bildung fast NUR Vorteile (okay es gibt akademikerdiskrimnierung) man muss aber eben mM auch kleinere Nachteile in Kauf nehmen. (studiengebühren, stau vor dem Hörsaal...)

stetre76
05-11-2009, 06:17
Zitat von el presidente
Die Forderung der einen Studierenderin zu Beginn mit der Forderung nach Prüfungen, wann immer sie es will und Lehrveranstaltungen, wann immer es ihr einfällt ist für mich schwer verständlich. Was macht die dann im wirklichen Leben? Geht sie dann arbeiten, wann sie es gerade für richtig hält, erledigt ihre Arbeit, wann immer ihr es passt, Termine sind ja nicht einzuhalten?

Gabs da nicht mal was von "Freiheit der Lehre" oder so?


Wo-ufp, wennst schon Begriffe in den Raum schmeißt, dann bitte in ihrer Richtigen Verwendung!

vielleicht hast aber auch nur nicht aufmerksam gelesen, was die "Freiheit der Lehre" im Bildungsbereich eigentlich zu bedeuten hat.

Da geht's einfach darum, dass Lehrende vor Einmischung von Aussen geschützt sind und ihnen nicht vorgeschrieben werden kann, was sie im Hörsaal, in der Klasse, ... vortragen müssen.
Dass sie sich im Rahmen des von der Bildungsinstitution vorgegebenen Palns befinden (was die Outcomes betrifft) ist natürlich klar.

Die "Freiheit der Lehre" jetzt so zu intepretieren, dass ich studiere wann es mir gefällt, was mir gefällt, LVs und Prüfungen bekomme wann immer ich es als Einzelner will, das ist gar a bissl weit an der Realität vorbei.
Aber bitte, jedem das seine...


Nochmals wegen Bologna:
ja, im Nachhinein betrachtet, ist Bologna wirklich nicht das, was man sich vorgestellt hat - das Projekt ist mehr oder weniger schief gelaufen, was und ob noch etwas zu retten ist, wird die Zukunft zeigen, wobei diese Zukunft recht kurz sein könnte.

Der Hintergedanke war nicht nur eine Vereinheitlichung des universitären Sektors in Europa, nicht was die Inhalte betrifft, sondern was den Studienaufbau betrifft, sondern auch eine Vereinfachung der Mobilität.
Da wollte man vor allem die Hürden mit GB und den USA aus dem Weg schaffen, da ja bereits im Bachelor, Master, Ph.D "System" leben.

Dass man dabei vergessen hat, die USA bei diesem Prozess mit ins Boot zu holen, ist eigentlich unverzeihlich - die Bachelors in den USA sind 4-jährig und da spielt es den USA auch keine Rolle, dass Jahr eins mehr oder weniger mit unserem Maturajahr gleich zu setzen ist - ein Jahr Bachelor zu wenig >>> Gleichwertigkeit nicht gegeben.
Das Bildungssystem GB's hat man sich anscheinend auch nicht genau angesehen - ist ja auch schwer, GB ist ja nur EU Mitglied...
auch dort sind Bachelor mit 4 Jahre möglich, die BA Honours und diese erlauben dir dann den Zutritt zu den Master Studien.

da sind also sehr viele Fehler, in sehr grundlegenden Dingen passiert, die das Projekt eigentlich schon von Anfang an zum Scheitern verurteilt haben.

Beim wem die Schuld für das Scheitern zu suchen ist, wird sich wohl nie klären lassen, bzw. spielt jetzt auch keine Rolle mehr, da eine Notbremsung, als sie noch sinnvoll gewesen wäre, ebenfalls versäumt wurde.


@shroeder: touché

el presidente
05-11-2009, 08:42
@wo-ufp1: Gestern hattest wohl etwas zu viel. Hast auf die Freiheit der Leere getrunken?
Deine Angriffe spotten jeder Beschreibung. Wer nicht für Euch ist, ist gegen Euch. Kritische Meinungen sind nicht erwünscht.
Kannst mir bitte erklären, was es mit dem "Troll" auf sich hat? Sowas les ich nur im Standard, wenn den Goodies die Argumente ausgehen.
Zu meinem akademischen Grad: Neidig? Was hat das mit meiner Signatur zu tun? Geht´s Euch nicht um Demokratie und Meinungsfreiheit? Oder gilt das nur in eine Richtung? Ich werd auch weiterhin die "Insel" dort stehen haben.
Warum gebärdest Dich so, wenn ich darauf hinweise, wer die Demonstranten unterstützt? Und von wem eventuell die ganze Sache ausgegangen ist? Kannst mir doch das Gegenteil beweisen.
Warum unterstellst mir, dass ich bei einer Burschenschaft gewesen sein soll? So ein absoluter Schwachsinn. Fällt Dir sonst nichts anderes ein?
Den Unterschied zwischen Bankenhilfspaket und Finanzierung der Universitäten hast auch noch nicht begriffen. :f:

<Philipp>
05-11-2009, 09:07
Irgendwie driftet der Thread ins Lächerliche ab.

Lars
05-11-2009, 09:10
Irgendwie driftet der Thread ins Lächerliche ab.
Richtig.

bikeopi
05-11-2009, 10:09
Wenn ich sowas lese kann ich nur den Kopf schütteln.
1. Kann ein Studierender als Leistungsempfänger nicht Streiken, sondern lediglich Boykottieren oder Protestieren

2. Gehts nicht immer so superfriedlich zu dort ;):

http://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20091029_OTS0281

http://www.heimfest.at/uni-brennt-schattenseiten-der-proteste

Wer sowas gutheißen kann, der hat noch nicht genug steuern gezahlt ;)

dazu kommen wie gesagt 16000€ pro besetzungstag für das Ersatzquartier ;)

und so wie es aussieht ist auch nach abzug der besetzter das audimax länger nicht benützbar

hast natürlich recht: streiken ist der falsche ausdruck - was ich gemeint habe war aber wohl klar.

man kann natürlich bei fast jeder sache negative randerscheinungen in den mittelpunkt zerren - das sagt aber nach den gesetzen der logik nichts über die grundintention.

der vergleich mit den banken ist nur beim schnellen hinschauen hinkend. so wie die pleite einer grossbank breitgestreute folgen für viele zeitigt, so ähnlich ist es mit der bildung - vielleicht ist der zusammenhang nicht so unmittelbar und direkt erkennbar, aber doch eindeutig vorhanden.

bevor man also noch 27 neue einkaufszentren, 33 thermen und 412 schneekanonen fördert, könnte man in der politik einmal kurz pause machen und überlegen, ob es um forschung und lehre in diesem land wirklich so supergut bestellt ist, dass man die derzeitigen proteste als überzogen oder gar lächerlich abtun kann.

um es klarzustellen: ich unterstütze und verstehe bei weitem nicht alles, was da von den studenten gefordert wird, auch sind derartige proteste eine ultimative massnahme, aber welche andere möglichkeit als demonstrieren haben sie denn, um auf die brennenden probleme in der bildungspolitik aufmerksam zu machen?

dass inzwischen von politischer seite reagiert wird, gibt ihnen letztlich recht.

CptJack
05-11-2009, 10:13
Irgendwie driftet der Thread ins Lächerliche ab.

Ja das is wie mit den Protesten.

<Philipp>
05-11-2009, 10:16
Ja das is wie mit den Protesten.
Würde sagen es darauf ankommt wofür oder wogegen man protestiert.

sts9
05-11-2009, 10:24
Wenn ich sowas lese kann ich nur den Kopf schütteln.
1. Kann ein Studierender als Leistungsempfänger nicht Streiken, sondern lediglich Boykottieren oder Protestieren

2. Gehts nicht immer so superfriedlich zu dort ;):

http://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20091029_OTS0281

http://www.heimfest.at/uni-brennt-schattenseiten-der-proteste

Wer sowas gutheißen kann, der hat noch nicht genug steuern gezahlt ;)

dazu kommen wie gesagt 16000€ pro besetzungstag für das Ersatzquartier ;)

und so wie es aussieht ist auch nach abzug der besetzter das audimax länger nicht benützbar

Na wenn’s so weitergeht wird von Hahns 34 Mio.-Paket - nach Bezahlung der Mieten und Instandsetzungsarbeiten - nicht viel übrig bleiben… Ein voller Erfolg.

Dass da immer ein paar Ar***löcher dabei sein müssen…:f:

outmen
05-11-2009, 11:45
habe mir gestern die diskussion im fernsehen ansehen wollen, mußte nach einiger zeit aber schlafen gehen weil ich mir dieses gelaber einfach nicht mehr anhören konnte, hoffentlich werden die studenten nicht noch soooo gescheit das sie bald mit sich selber nix mehr anfangen können:devil:

der typ der ganz stolz erzählt hat das er schon 2 wochen in diesem saal schläft und jeder der schon mal bei einer vorlesung gewesen ist weiß wie ungemütlich es sich auf solchen bänken schläft, zeugt für mich total von durchblick und hirn, so etwas in dieser situation im fernsehen zu sagen, da fürchte ich mich jetzt schon, sofern der mal akademiker wird:f:

wahnsinn wie wichtig sich manche menschen nehmen, offensichtlich geht es uns wirklich zu gut:f:
und dann immer dieses schei.. argument, es gehe um bildung und nicht um ausbildung, weil ausbildung is scheinbar ja nix, weiß überhaupt nich wie man mit einer soliden ausbildung heute überhaupt noch leben kann:devil:

short
05-11-2009, 12:10
inzwischen könnten die demonstranten sich ja ein bissl nützlich machen und zb in diversen altersheimen aushelfen. es gibt ja eh zu wenig pflegepersonal und der dienst am menschen kann den charakter schulen .... :look:

Auch FRAUEN?!

Hm...klingt eigentlich ganz vernünftig: gleiche Rechte - gleiche Pflichten. Schluss mit dem Rosinenpicken - echte "Allgemeine Wehrpflicht", jetzt!

SirDogder
05-11-2009, 12:28
De Studentengfrasta solln endlich was hackln. Oder Studiern.
Wurscht woss.

Debbat de pappn aufreißn kann i selba a.

wo-ufp1
05-11-2009, 12:43
habe mir gestern die diskussion im fernsehen ansehen wollen, mußte nach einiger zeit aber schlafen gehen weil ich mir dieses gelaber einfach nicht mehr anhören konnte,
Es gibt ja auch nichts leichteres, als ständig Fernseauftritte und Diskussionen zu üben. Tagtägliche Briefings.

Klar sind manche Aussagen schlecht rüber gebracht, unsicher, stotternd, unbeholfen etc.
Das ist genau so wie diese überfallsartigen Straßenbefragungen (Micro Man, Raab etc.) wo man gerne jemanden blosstellt.
Wer lacht nicht darüber, freut sich, dass man es selber besser hätte können (na ned) bzw. über die Dummheit der anderen...

Aber es ist schon richtig, je besser man Auftritt, desto besser verkauft man sich bzw. seine anliegen.
Siehe el presidente.


der typ der ganz stolz erzählt hat das er schon 2 wochen in diesem saal schläft und jeder der schon mal bei einer vorlesung gewesen ist weiß wie ungemütlich es sich auf solchen bänken schläft, zeugt für mich total von durchblick und hirn, so etwas in dieser situation im fernsehen zu sagen,
Du, ich glaub dem gings nicht um die gute Schlafqualität :zzzz: im Audimax, sonder wohl eher darum, dass er für die Forderungen und Rechte der Studenten eintritt :wink:


wahnsinn wie wichtig sich manche menschen nehmen
Nur weil gerade dieser eine interviewt worden ist?
Oder hat er sich wie die Susanne Pumper, Nina Bruckner und die anderen Hi Societys ins Bild (auf-)gedrängt :confused:


offensichtlich geht es uns wirklich zu gut:f:
Die Frage muß man sich stellen, ja.
Man könnte jetzt natürlich wieder Vergleiche anstellen.
Österreich ist Spitz in der ....
dafür wieder Schlußlich in ...
Dafür sind wir ja auch eines der reichsten Länder dieser Erde!?



und dann immer dieses schei.. argument, es gehe um bildung und nicht um ausbildung,
Wer bring so sch+#@ Argumente?
Es geht sehr wohl um beides.
Ich sag nur Hahn und Schmied.

wo-ufp1
05-11-2009, 12:56
@wo-ufp1: Gestern hattest wohl etwas zu viel.
Ja sorry, da müssen einige Freds schlecht angeschlagen haben.


Hast auf die Freiheit der Leere getrunken?
Ja, dannach waren sie alle leer.
Wie dein ... :zwinker:


Wer nicht für Euch ist, ist gegen Euch.
Nun mal halblang.
Wer ist Euch? Bin ich Kaiser?
Bin ich einer von den linksmarxistisch verblendeten ökkofuzzis der auf einem Auge taub ist?

Andererseits, wenn Georg Bush das sagen darf...
Ich glaub ja auch, dass du ein Schurke in einem Staat bist.


Kritische Meinungen sind nicht erwünscht.
Kannst mir bitte erklären,
Ja.
Kritische Meinungen sind nicht nur erlaubt, sondern auch gewünscht.
Kritische, fundamentierte, nachvollziebare Argumente, in einer nüchternen "halbwegs" neutralen ausdrucksweise.
Und nicht fürn pop, nicht popolistische Aussagen und mit der Keule schwingend. Auch nicht so gehaltvolle Aussagen wie vom SirDodger (http://nyx.at/bikeboard/Board/showpost.php?p=2029815&postcount=247) (aber gut, der will ja nur deppert reden, soll er ins Audimax damit gehen)
Z.B. wie fullspeedahead, afx, bikeopi und dein Weltverschwörerfreund Intruder.
Ohne Untergriffe und geistiger Müllabladung gehts bei dir nicht.



was es mit dem "Troll" auf sich hat? Sowas les ich nur im Standard, wenn den Goodies die Argumente ausgehen.
http://www.troll-page.de/
Aber Goodies?
Ich dachte das sind kleine Extras, nützliche Werbegeschenke?


Zu meinem akademischen Grad: Neidig?
Kommt auf den Grad an. Advocatus Diaboli?
Ansonsten, ja :devil:


Ich werd auch weiterhin die "Insel" dort stehen haben.
Recht so. Wir sind reif für die Insel.



dass ich bei einer Burschenschaft gewesen sein soll
Hast recht Burschi :U:
Zurückgezogen.



Den Unterschied zwischen Bankenhilfspaket und Finanzierung der Universitäten hast auch noch nicht begriffen. :f:
?
Hab ich das kritisiert? Nein.
Und ja, es gibt einen Unterschied. Nicht nur einen finanziellen.
Sondern einen Ideologischen. Und ich glaube das weißt du auch (was frag ich auch).

SirDogder
05-11-2009, 13:04
Auch nicht so gehaltvolle Aussagen wie vom SirDodger (http://nyx.at/bikeboard/Board/showpost.php?p=2029815&postcount=247) (aber gut, der will ja nur deppert reden, soll er ins Audimax damit gehen)
h).


Der eine Satz von mir war zumindest genauso gscheid wie 10 unediche Postings von dir.