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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Verwendung von Stereo (in da Musik)



yellow
26-07-2009, 19:10
... irgendwie ist bei heutiger Musik dieselbe immer "mittig" symmetrisch,

jetzt hab ich gerade ein paar ältere Aufnahmen von den Beatles in der Reissn, und die hatten damals anscheinend viel mehr "stereo" ausprobiert, jedenfalls kommts bei denen extremst oft vor, dass ein paar Instrumente, oder Stimme, oder ..., nur von einer Seite kommen.

Ist das eigentlich ein Qualitätskriterium der damaligen, oder heutigen, Aufnahmen, oder einfach nur so, ohne Hintergedanken?
:confused:

schirel
26-07-2009, 19:50
... irgendwie ist bei heutiger Musik dieselbe immer "mittig" symmetrisch,

jetzt hab ich gerade ein paar ältere Aufnahmen von den Beatles in der Reissn, und die hatten damals anscheinend viel mehr "stereo" ausprobiert, jedenfalls kommts bei denen extremst oft vor, dass ein paar Instrumente, oder Stimme, oder ..., nur von einer Seite kommen.

Ist das eigentlich ein Qualitätskriterium der damaligen, oder heutigen, Aufnahmen, oder einfach nur so, ohne Hintergedanken?
:confused:

das hatte bei den beatles einfach mit der damaligen technik zu tun. die englischen tonstudios hatten lange zeit nur 2 spuren zur verfügung, deswegen gesang auf der einen seite, instrumente auf der anderen, klingt am kopfhöhrer nicht unbedingt berauschend. erst bei den späteren alben hatten sie dann mehr spuren. man muss sich das sgt. pepper album mal genau anhören, da hatten sie meines wissens nach 7 spuren zur verfügung, damit kommt heute keiner mehr aus. es ist einfach eine sensation was sie im studio daraus gemacht haben.

greyz
26-07-2009, 19:55
die idee hinter stereo is eher eine räumliche abbildung schaffen zu können und nicht den spass den die beatles früher getrieben haben

ob der stereo effekt wirklich so erscheint wie er soll ist von der aufnahme und dem abspielgerät abhängig...

ich denk mal früher wars neu - da wurde einfach mehr rumexperimentiert


Die Beatles zum Beispiel nahmen anfangs ihre Songs mit einer Art der „Stereotechnik“ auf, die genauer betrachtet zweimal „Mono“ ist. Die Instrumentalbegleitung wurde auf einen Kanal und der Gesang auf den anderen Kanal gelegt. Das hat recht wenig mit Stereo zu tun, außer dass aus jedem Lautsprecher etwas Verschiedenes herauskam. Ebenfalls aus dieser Zeit ist der Begriff „Ping-Pong-Stereo“ bekannt und bezieht sich auf eine Aufnahmetechnik, die Instrumente von links nach rechts – oder umgekehrt – wandern lässt. Dieses war insbesondere in der Frühzeit der Stereoaufnahmetechnik bei populärer Musik gefragt: Eine Stereoanlage war in den frühen 1960er Jahren ein Statussymbol – und man wollte schließlich den Effekt auch deutlich hören und im Freundeskreis stolz vorführen.
quelle:wikipedia

sehr beeindruckend find ich auch http://de.wikipedia.org/wiki/Binaurale_Tonaufnahme

klingt echt unglaublich mit kopfhörern

Randolph_Carter
28-07-2009, 12:30
... irgendwie ist bei heutiger Musik dieselbe immer "mittig" symmetrisch


ist auch mein Eindruck, wenn es sich nicht um gute Aufnahmen handelt. Aber was ist denn heute noch gut, wenn eine "Hit" den anderen ablöst...

SirDogder
28-07-2009, 13:22
Autsch. Mir ist gerade ein Sack Reis auf die Zechn gfalln.

:D

yellow
28-07-2009, 14:59
I kenn wen, der bald mal verstehen wird, wieso ich immer Langfingerhandschuhe anhab ...
(Stichwort: Brennessel-Motivationsstangerl)
:D

SirDogder
29-07-2009, 08:41
I kenn wen, der bald mal verstehen wird, wieso ich immer Langfingerhandschuhe anhab ...
(Stichwort: Brennessel-Motivationsstangerl)
:D

Aber bitte in Sterio !!!!

:D:jump::devil:

Kuglblitz
29-07-2009, 08:58
Gutes Stereo kann (bei richtiger Bühnenaufstellung bzw. Sitzposition) einen dreidimensionalen Raum zwischen den Boxen erstaunlich gut abbilden. Die Frage ist: Was will ich als Produzent?

Ein möglichst natürliches Klangbild wie etwa bei Kammermusikaufnahmen? Oder das Stereopanorama experimentell ausnutzen, gewissermaßen als eigene ästhetische Klangkategorie, wie es etwa bei ECM-Aufnahmen gemacht wird (der berühmte Fjord, der in's Klavier geschüttet wurde).

Da das Ergebnis künstlich ist, gibt's eigentlich kein besser/schlechter, sondern nur die Frage, ob die räumliche Abbildung zur Musik passt.
Was aber erstaunlich ist, ist die Tatsache, dass in dern frühen 60-ern die mE nach wie vor besten Aufnahmen von Orchestern gemacht wurden. Die Kompaktheit und "Natürlichkeit" dieser Klangbilder ist nach wie vor verblüffend.