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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Lichterkette ums Parlament: 18.Juni 2009



fullspeedahead
10-06-2009, 19:59
siehe:
http://lichterkette2009.blogspot.com/

http://derstandard.at/fs/1244460351194/FacebookInitiative-Lichterkette-gegen-rechte-Hetze


Wer ist dabei? :bounce:

Kuglblitz
11-06-2009, 08:19
Tolle Initiative, Hut ab! :toll:

Wenn's sich zeitlich ausgeht, bin ich dort!

Nichtinsgesicht
11-06-2009, 09:13
Wenn es sich ausgeht gern.
Mir geht die ständig wachsende Xenophobie in diesem Land eh auf den Sack, aber wichtiger als eine Lichterkette wäre einfach nur mehr Zivilcourage.

eleon
11-06-2009, 09:27
für sowas muss man sich die zeit nehmen. ob ich diesmal wieder kerzen aus der kirche flader wie vor 15 jahren weiss ich jetzt noch nicht :o

tri.freak
11-06-2009, 09:27
jap das ist echt ne tolle initiative und ich bin fix dabei!

für alle die facebook haben: hier der link zur gruppe (http://www.facebook.com/home.php#/group.php?gid=81733713338)

fullspeedahead
17-06-2009, 23:56
nicht vergessen! Fackeln gibts dort. 19h.

tri.freak
18-06-2009, 16:15
werde dort sein und ich hoffe noch seeeeehr viele andere

Nichtinsgesicht
18-06-2009, 16:29
Da ich heute vor 22 Uhr nicht aus der Arbeit komme - kann bitte jemand ein Extrakerzerl für mich anzünden?

el presidente
18-06-2009, 17:48
Tragst´s ein Lichterl für die Opfer von Einbrüchen und sonstiger Übergriffe?

nestor
18-06-2009, 19:31
Tragst´s ein Lichterl für die Opfer von Einbrüchen und sonstiger Übergriffe?

sorry, aber für user wie dich habens echt die ignorierfunktion erfunden. gsd gibt es die. jedes posting eindeutig in eine bestimmte richtung, keine differenzierung nix. eigentlich arm.

Nichtinsgesicht
18-06-2009, 19:38
Tragst´s ein Lichterl für die Opfer von Einbrüchen und sonstiger Übergriffe?

Ich wollte morgen eigentlich ein Lichtermeer veranstalten für die Opfer der heimtückischen und bösartigen Verbrechen begangen durch die Überlebenden des KZ Ebensee.
Und natürlich für die heldenhaften Polizisten, die unter Einsatz ihres Lebens die gesamte Bevölkerung Wiens vor dem Terroristen Mike Brennan geschützt haben.
Ganz tolle Leistung.

:k:

ajw
18-06-2009, 19:43
sorry, aber für user wie dich habens echt die ignorierfunktion erfunden. gsd gibt es die. jedes posting eindeutig in eine bestimmte richtung, keine differenzierung nix. eigentlich arm.

....aber so ganz unrecht hat er ja leider nicht, wie wir es hier an der grenze zu h und sk jeden tag erleben...

rgds
ajw

criz
18-06-2009, 19:45
sorry, aber für user wie dich habens echt die ignorierfunktion erfunden. gsd gibt es die. jedes posting eindeutig in eine bestimmte richtung, keine differenzierung nix. eigentlich arm.

:toll: die anzahl der antworten auf seine provokationen lässt darauf schließen dass ihn eh schon fast alle auf der ignorliste haben. in diesem sinne: don't feed the troll... :D

criz
18-06-2009, 19:49
....aber so ganz unrecht hat er ja leider nicht, wie wir es hier an der grenze zu h und sk jeden tag erleben...

rgds
ajw

und ist deshalb xenophobie okay? denke nicht... ;)

Intrud0r
18-06-2009, 20:02
sorry, aber für user wie dich habens echt die ignorierfunktion erfunden. gsd gibt es die. jedes posting eindeutig in eine bestimmte richtung, keine differenzierung nix. eigentlich arm.

Freut mich, dass ich mit der Meinung nicht alleine bin.
Aber aufgepasst gleich fordert er wieder Diskussionskultur ein...

ajw
18-06-2009, 20:43
und ist deshalb xenophobie okay? denke nicht... ;)


vielleicht nicht okay, aber doch zumindest einigermassen nachvollziehbar!
nur zur veranschaulichung: wir wohnen in einem sehr kleinen ort (ca.180 einwohner) mit etlichen häusern, die von alleinstehenden verwitweten alten damen bewohnt werden- nun sind in den letzten wochen mehrmals, kein wort deutsch sprechende "besucher" aufgetaucht, die einfach "von hintaus" die grundstücke betreten und sich dort ausführlich "umsehen"...
...und ich spreche nicht "wie der blinde von der farbe"- bei uns wurde in den letzten zehn jahren drei mal eingebrochen- gott sei dank bisher nur in die freistehende garage und nicht ins haus selbst...
es ist halt sehr leicht, diese haltung als "xenophob" zu verurteilen, wenn man nicht direkt mit diesen problemen konfrontiert ist-

rgds
ajw

Nichtinsgesicht
18-06-2009, 20:46
Ich denke, daß dir anhand dieser Fallbeispiele niemand Xenophobie vorhalten wird.

Aber das rechtgertigt für mich keinen Graf im Parlament und kein "Daham statt Islam".

criz
18-06-2009, 22:28
vielleicht nicht okay, aber doch zumindest einigermassen nachvollziehbar!
nur zur veranschaulichung: wir wohnen in einem sehr kleinen ort (ca.180 einwohner) mit etlichen häusern, die von alleinstehenden verwitweten alten damen bewohnt werden- nun sind in den letzten wochen mehrmals, kein wort deutsch sprechende "besucher" aufgetaucht, die einfach "von hintaus" die grundstücke betreten und sich dort ausführlich "umsehen"...
...und ich spreche nicht "wie der blinde von der farbe"- bei uns wurde in den letzten zehn jahren drei mal eingebrochen- gott sei dank bisher nur in die freistehende garage und nicht ins haus selbst...
es ist halt sehr leicht, diese haltung als "xenophob" zu verurteilen, wenn man nicht direkt mit diesen problemen konfrontiert ist-

rgds
ajw
wenns nicht okay ist sind wir uns ja einig. um nichts anderes gehts hier...

Blomma
18-06-2009, 23:02
Ich denke, daß dir anhand dieser Fallbeispiele niemand Xenophobie vorhalten wird.

Aber das rechtgertigt für mich keinen Graf im Parlament und kein "Daham statt Islam".

:toll:

BigHit2
18-06-2009, 23:10
Bringt doch nix.. verschärft die Fronten nur. :rolleyes:

Oder glaubts wirklich, das juckt irgend wen von der FPÖ?!

fullspeedahead
18-06-2009, 23:17
Tragst´s ein Lichterl für die Opfer von Einbrüchen und sonstiger Übergriffe?
wurde durchaus sehr indirekt gemacht.

Denn ohne hier allzu sehr Farbe für die anderen Parteien bekennen zu wollen war es nun einmal die schwarz-blaue Regierung, die eine ohnehin schon nicht glorreiche Polizeistruktur noch weiter zerstört hat und - typisch FPÖ - die Ängste der Bevölkerung zwar bedient hat, aber nie sinnvolle Lösungsansätze präsentiert hat, wahrscheinlich nicht einmal wirklich daran interessiert ist.

Dass Parteipolitik in der Wiener Polizei im Beispiel Geiger so tiefgreifend ist, dass ein Gericht beim Freispruch in zweiter Instanz feststellen muss, dass (wörtlich) (http://wien.orf.at/stories/263254/) "Methoden Platz gegriffen haben, die eines Rechtsstaats unwürdig sind" ist schon sehr bedenklich.

Und dass es in Wien passieren kann, dass ein Passant von Polizisten auf einem U-Bahnsteig geschlagen wird, sich die Polizeiführung in Widersprüchen verstrickt, das Videoband von genau diesen Kameras zu diesem Zeitpunkt zufällig verloren gehen kann, und das in einem Rechtsstaat kein Nachspiel hat, ist auch traurig.


Im Übrigen steht es jedem frei, eine eigene Demo mit anderen Schwerpunkten zu veranstalten, ebenso wie es diese 2 parteiunabhängigen Studentinnen gemacht haben.



Eine Demo für wirksamere Kriminalitätsbekämpfung, gerne auch einen gestärkten Polizeiapparat aber gegen fragwürdige Gesetzgebungen/Instrumente a la Bundestrojaner, Überwachung ohne richterliche Verfügung, Vorratsdatenspeicherung, dubiose Standortabfragen und andere Praktiken die rechtsstaatlichen Prinzipien und auch der Verfassung widersprechen (z.B. auch Abschiebung aus reinem Verdacht ohne jegliche Verfahren, wie von Fekter vorgeschlagen) würd ich auf alle Fälle unterstützen und besuchen. :toll:



Im Übrigen war das hier keine Demo gegen eine konkrete Partei, sondern
FÜR respektvolles Miteinander
FÜR menschenwürdige Behandlung für jede_n
FÜR Freude an Vielfalt statt Abkapseln in Einfalt
FÜR Zivilcourage statt Wegschauen
FÜR ehrliche Diskussionen statt Propagandalügen

Wer sich persönlich beleidigt fühlt, weil sie auch teilweise als Demo gegen Menschenhetze beschrieben wurde, dem ist sowieso nicht mehr zu helfen...:rolleyes:

Blomma
18-06-2009, 23:20
Bringt doch nix.. verschärft die Fronten nur. :rolleyes:

Oder glaubts wirklich, das juckt irgend wen von der FPÖ?!

duckmausern bringt in dem fall aber auch nix.

jogul
18-06-2009, 23:40
leute, bitte differenzierts amal ein bissl, nur ein BIIIISSL zumindest.

an dieser stelle möcht ich nur die ute bock zitieren, die letztens im club2 gemeint hat:

"i man... GENIEREN WIR UNS NED???"

Stonydesert
19-06-2009, 08:54
@ fullspeedahead :toll:

NoControl
19-06-2009, 09:32
:toll::klatsch:


wurde durchaus sehr indirekt gemacht.

Denn ohne hier allzu sehr Farbe für die anderen Parteien bekennen zu wollen war es nun einmal die schwarz-blaue Regierung, die eine ohnehin schon nicht glorreiche Polizeistruktur noch weiter zerstört hat und - typisch FPÖ - die Ängste der Bevölkerung zwar bedient hat, aber nie sinnvolle Lösungsansätze präsentiert hat, wahrscheinlich nicht einmal wirklich daran interessiert ist.

Dass Parteipolitik in der Wiener Polizei im Beispiel Geiger so tiefgreifend ist, dass ein Gericht beim Freispruch in zweiter Instanz feststellen muss, dass (wörtlich) (http://wien.orf.at/stories/263254/) "Methoden Platz gegriffen haben, die eines Rechtsstaats unwürdig sind" ist schon sehr bedenklich.

Und dass es in Wien passieren kann, dass ein Passant von Polizisten auf einem U-Bahnsteig geschlagen wird, sich die Polizeiführung in Widersprüchen verstrickt, das Videoband von genau diesen Kameras zu diesem Zeitpunkt zufällig verloren gehen kann, und das in einem Rechtsstaat kein Nachspiel hat, ist auch traurig.


Im Übrigen steht es jedem frei, eine eigene Demo mit anderen Schwerpunkten zu veranstalten, ebenso wie es diese 2 parteiunabhängigen Studentinnen gemacht haben.



Eine Demo für wirksamere Kriminalitätsbekämpfung, gerne auch einen gestärkten Polizeiapparat aber gegen fragwürdige Gesetzgebungen/Instrumente a la Bundestrojaner, Überwachung ohne richterliche Verfügung, Vorratsdatenspeicherung, dubiose Standortabfragen und andere Praktiken die rechtsstaatlichen Prinzipien und auch der Verfassung widersprechen (z.B. auch Abschiebung aus reinem Verdacht ohne jegliche Verfahren, wie von Fekter vorgeschlagen) würd ich auf alle Fälle unterstützen und besuchen. :toll:



Im Übrigen war das hier keine Demo gegen eine konkrete Partei, sondern
FÜR respektvolles Miteinander
FÜR menschenwürdige Behandlung für jede_n
FÜR Freude an Vielfalt statt Abkapseln in Einfalt
FÜR Zivilcourage statt Wegschauen
FÜR ehrliche Diskussionen statt Propagandalügen

Wer sich persönlich beleidigt fühlt, weil sie auch teilweise als Demo gegen Menschenhetze beschrieben wurde, dem ist sowieso nicht mehr zu helfen...:rolleyes:

tri.freak
19-06-2009, 09:53
@ fullspeedahead :toll:

find ich auch :toll:

und der event gestern war echt genial! so geil dass sie schon so bald den ring sperren mussten ;)
freut mich dass so viele dort waren!

Ully-Bär
19-06-2009, 09:54
Hi!

Im vollen Bewußtsein das man mich nun von linker Seite anspringen wird möchte ich doch versuchen (m)einen anderen Standpunkt darzulegen.

Ich bin als Polizist fast tagtäglich mit ausländischen Mitbewohnern beschäftigt. Aber nicht deshalb weil sie die Bevölkerungsmehrheit bilden sondern weil sie einfach öfter "anfallen" als Einheimische. Das beginnt bei einem "gestörten Eigentumsbegriff" (alles was irgendwo herumsteht ist zur freien Mitnahme) und endet bei den bekannten "Ehr- und Familiendelikten".

Viele Kollegen sind leider schon soweit das sie beim Einschreiten gegen Ausländer (insbesondere Personen mit dunkler Hautfarbe) und Personen mit ausländischer Herkunft (Neuösterreicher) von Beginn an ein "ungutes Gefühl" haben da man sehr schnell, auch wenn man sich wirklich gesetzestreu verhält, in ein schiefes Licht gerät.

So ist es mir selbst schon passiert das sich ein Afrikaner bei einer Verkehrskontrolle als ich ihn informierte das er 35 Euro zu bezahlen habe (Überholen auf Sperrlinie) zuerst auf den Boden gekniet hat und mit betenden Händen um Strafnachlaß gebettelt hat: Bitte, bitte, Sir, nix bezahlen ...." und als das nichts gefruchtet hat, hat er sich auf den Boden gelegt und um Hilfe geschrien: "Hilfe, Nazi, Hilfe ...." Da steht man als Österreicher daneben und schaut ganz schön blöd ..... Wenn das jemand mit Video mitschneidet (die Vorgeschichte natürlich wegläßt) hätte ich sicherlich ein "Erklärungsproblem".

Wenn in manchem kleinen Ort der Anteil von Personen mit nicht-österreichischem Geburtsort bereits an die 50 Prozent erreicht (konkretes Beispiel der Ort Mürzsteg) dann sind einfach Probleme vorprogrammiert. Das läßt sich mit einer Lichterkette in Wien weder gutreden noch verbessern. Die Bräuche und Sitten, der ganze Lebensstil, ist einfach zu unterschiedlich.

Ich bin der Meinung das nur derjenige an so einem Kerzerlmarsch mitwirkt der niemals in negative Berührung mit Ausländern/Asylanten kam. Somit kann er sich gar nicht vorstellen wie es anderen Menschen damit geht und das diese auch eine "gewachsene" Meinung haben ohne gleich die NS-Diktatur wieder einführen zu wollen.

Wer nun wann die Polizei in Österreich politisch geschwächt hat läßt sich schwer sagen. Fix ist nur das von Seite der Grünen keinerlei Hilfe für die Polizeiarbeit zu erwarten ist.

GrazerTourer
19-06-2009, 10:09
@Ully-Bär
Darum ging es bei dem Protest nicht. Man hat ja nicht behauptet daß es keine Problemem mit Einwanderern gäbe.

Nichtinsgesicht
19-06-2009, 10:17
Hi!
Ich bin als Polizist fast tagtäglich mit ausländischen Mitbewohnern beschäftigt. Aber nicht deshalb weil sie die Bevölkerungsmehrheit bilden sondern weil sie einfach öfter "anfallen" als Einheimische. Das beginnt bei einem "gestörten Eigentumsbegriff" (alles was irgendwo herumsteht ist zur freien Mitnahme) und endet bei den bekannten "Ehr- und Familiendelikten".
Glücklicherweise fällt bei Inländern weder häusliche Gewalt an noch wurde vor der Immigration des ersten Ausländers irgendwas gestohlen.
Auch der Herr Fritzl ist in seinem tiefsten Inneren Türke.


Viele Kollegen sind leider schon soweit das sie beim Einschreiten gegen Ausländer (insbesondere Personen mit dunkler Hautfarbe) und Personen mit ausländischer Herkunft (Neuösterreicher) von Beginn an ein "ungutes Gefühl" haben da man sehr schnell, auch wenn man sich wirklich gesetzestreu verhält, in ein schiefes Licht gerät. Wenn der Beamte sich korrekt verhält interessiert das doch keinen Menschen. Ist ja nicht so als würden wir argen Linken fordern, daß Ausländer von Strafe ausgenommen wären wenn sie Mist bauen.
Was mich persönlich schon stört, ist der Ton, den viele deiner Kollegen gegenüber Ausländern anschlagen, insbesondere hier in Wien.
Das klingt manchmal schon ein wenig nach KZ-Wachmannschaft.


So ist es mir selbst schon passiert das sich ein Afrikaner bei einer Verkehrskontrolle als ich ihn informierte das er 35 Euro zu bezahlen habe (Überholen auf Sperrlinie) zuerst auf den Boden gekniet hat und mit betenden Händen um Strafnachlaß gebettelt hat: Bitte, bitte, Sir, nix bezahlen ...." und als das nichts gefruchtet hat, hat er sich auf den Boden gelegt und um Hilfe geschrien: "Hilfe, Nazi, Hilfe ...." Da steht man als Österreicher daneben und schaut ganz schön blöd ..... Wenn das jemand mit Video mitschneidet (die Vorgeschichte natürlich wegläßt) hätte ich sicherlich ein "Erklärungsproblem". Gratuliere, da bist an einen Psycho geraten. Kommt sicherlich gelegentlich vor, insbesondere wenn man bei der Exekutive arbeitet.
Aber ist das jetzt eine Rechtfertigung dafür, daß Übergriffe auf KZ-Überlebende stattfinden?
Wieviele theaterspielende Schwarze rechtfertigen einen Graf im Parlament?


Wenn in manchem kleinen Ort der Anteil von Personen mit nicht-österreichischem Geburtsort bereits an die 50 Prozent erreicht (konkretes Beispiel der Ort Mürzsteg) dann sind einfach Probleme vorprogrammiert. Das läßt sich mit einer Lichterkette in Wien weder gutreden noch verbessern. Die Bräuche und Sitten, der ganze Lebensstil, ist einfach zu unterschiedlich. Daß die Einwanderungspolitik der Regierung seit den 60ern eigentlich komplett hirnlos ist muß eh nicht diskutiert werden.


Ich bin der Meinung das nur derjenige an so einem Kerzerlmarsch mitwirkt der niemals in negative Berührung mit Ausländern/Asylanten kam. Somit kann er sich gar nicht vorstellen wie es anderen Menschen damit geht und das diese auch eine "gewachsene" Meinung haben ohne gleich die NS-Diktatur wieder einführen zu wollen. Ich bin der Meinung, daß zu einem solchen Kerzerlmarsch primär Leute gehen, die zur Differenzierung fähig sind.
Negative Erfahrungen habe ich auch schon mit Ausländern gemacht. Es ist ja niemand heilig, nur weil er aus Anatolien kommt. Aber ich möchte deshalb trotzdem nicht die fäkalbraunen Rülpser der üblichen Verdächtigen aus Politik und Gesellschaft hören.


Wer nun wann die Polizei in Österreich politisch geschwächt hat läßt sich schwer sagen. Fix ist nur das von Seite der Grünen keinerlei Hilfe für die Polizeiarbeit zu erwarten ist.Es war in letzter Zeit die FPÖ, auch wenn du das nicht wahrhaben willst.

Ully-Bär
19-06-2009, 10:48
Servus Nichtinsgesicht!

Dein Posting gibt mir die Gewissheit mit meiner Einstellung doch nicht so falsch zu liegen. Dafür Danke!

Alleine das Zitat:


Glücklicherweise fällt bei Inländern weder häusliche Gewalt an noch wurde vor der Immigration des ersten Ausländers irgendwas gestohlen.

Ich mache den Beruf jetzt über 25 Jahre und ich kann Dir sagen: "Es hat sich was verändert!" Vor 25 Jahren hatten große Teile der Bevölkerung nichteinmal gewußt was ein Ehrenmord ist -in den letzten 5 Jahren hatten wir unserem Nest 2 davon (1 mal ist es beim Versuch geblieben mit lebensgefährlichen Verletzungen)!!!
Vor einigen Jahren kannte man seine "Pappenheimer" im Ort die für die gelegentlichen Diebstähle in Frage kamen, jetzt sind es reisende Täte, die wie "ganz normale Touristen" auftreten, aber über ein gut funktionierendes Netzwerk verfügen (Familienbeziehungen, Vereine, Clanbeziehungen). Daher auch entsprechende Probleme mit der Aufklärung. Vor 15 Jahren war bei uns ein Mensch mit dunkler Hautfarbe ein Exot der hier Urlaub macht oder an einem Seminar, Konzert etc teilnimmt. Jetzt sieht die Straße aus wie in Bagdad. Teppichwaschende, verschleierte Frauen, Familien die auf der Straße vor dem Haus sitzend am Boden essen. Unbeaufsichtigte Kinder die bis spät in der Nacht auf den Straßen unterwegs sind. Das führt zu Problemen. Nicht jeder ist so "kreativ - alternativ" das ihn ein solches Umfeld um sein Wohnhaus glücklich macht.



Zitat:
Wer nun wann die Polizei in Österreich politisch geschwächt hat läßt sich schwer sagen. Fix ist nur das von Seite der Grünen keinerlei Hilfe für die Polizeiarbeit zu erwarten ist.
Es war in letzter Zeit die FPÖ, auch wenn du das nicht wahrhaben willst.


Sorry - da muß mir etwas entgangen sein. Ich dachte die FPÖ stellt nicht den Innenminister und die Regierung ... und ich dachte die FPÖ hat in letzter Zeit einige Anträge im Nationalrat eingebracht die von SP/FP/Grüne niedergestimmt wurden (zB Personalaufstockung, Besserbezahlung der Polizeischüler, etc ...)

Aber das Schönste ist doch das wir hier über unsere gegensätzlichen Erfahrungen/Anschauungen noch schreiben dürfen.
Wer weiß ob es in 10 Jahren nicht ähnlich ausschaut wie in den Herkunftsländern unserer Kulturbereicherer (zB Iran)?
Da gibts dann statt einem polizeibeschützten Kerzerlmarsch ein paar Schlagstockprügel von den Revolutionswächtern.

tri.freak
19-06-2009, 10:49
Ich bin der Meinung, daß zu einem solchen Kerzerlmarsch primär Leute gehen, die zur Differenzierung fähig sind.
Negative Erfahrungen habe ich auch schon mit Ausländern gemacht. Es ist ja niemand heilig, nur weil er aus Anatolien kommt. Aber ich möchte deshalb trotzdem nicht die fäkalbraunen Rülpser der üblichen Verdächtigen aus Politik und Gesellschaft hören.


ja der meinung bin ich auch, ich habe auch schon sehr negative erfahrungen mit ausländern gemacht, aber habe auch negative erfahrungen mit österreichern gemacht. vor allem finde ich aber das man nicht verallgemeinern darf. und das leute wie der herr graf im parlament sind find ich auch nciht ok -> deswegen war ich auch gestern dort!

Intrud0r
19-06-2009, 10:56
Hi!
Das läßt sich mit einer Lichterkette in Wien weder gutreden noch verbessern.

Wer nun wann die Polizei in Österreich politisch geschwächt hat läßt sich schwer sagen. Fix ist nur das von Seite der Grünen keinerlei Hilfe für die Polizeiarbeit zu erwarten ist.

Ich weiss nicht wo mit der Lichterkette irgendetwas gutgeredet wurde. Ist jetzt jeder der gegen rechte Hetze ist ein Befürworter von Kriminalität? Ich finde diese unterschwelligen Rückschlüsse ziemlich problematisch.

Wer die Polizei geschwächt hat lässt sich relativ leicht sagen, die Grünen waren jedenfalls nicht in der schwarz/blau Koalition welche die Einsparungen beschlossen hat.
Die Idee, dass von den Grünen keinerlei Hilfe für die Polizeiarbeit zu erwarten ist halte ich auch für reichlich seltsam. Wie kommst du auf die Idee?
http://wien.gruene.at/weitere_themen/artikel/lesen/45760/

steve4u
19-06-2009, 11:01
Herkunftsländern unserer Kulturbereicherer (zB Iran)?


Also die Iraner in Österreich sind fast alle Ärzte, Teppichhändler (echt!) oder Kabarettisten!;)


Weiss schon was du meinst, nur Iran war gerade das schlechteste Beispiel.


Persönlich meine ich, dass "sichtbare" Polizeipräsenz auf der Strasse das beste Mittel für das Sicherheitsgefühl der Leute ist - habe in meinem Viertel seit 2 Jahren keinen Polizisten (zu Fuss) gesehen....

Nichtinsgesicht
19-06-2009, 11:03
Servus Nichtinsgesicht!
Morgen, Ully-Bär.


Dein Posting gibt mir die Gewissheit mit meiner Einstellung doch nicht so falsch zu liegen. Dafür Danke!Angewandte Öffentlichkeitsarbeit.
Du gibst dir ja auch alle Mühe, das Bild des Polizeibeamten, das viele haben, zu untermauern.


Ich mache den Beruf jetzt über 25 Jahre und ich kann Dir sagen: "Es hat sich was verändert!" Vor 25 Jahren hatten große Teile der Bevölkerung nichteinmal gewußt was ein Ehrenmord ist -in den letzten 5 Jahren hatten wir unserem Nest 2 davon (1 mal ist es beim Versuch geblieben mit lebensgefährlichen Verletzungen)!!!
Vor einigen Jahren kannte man seine "Pappenheimer" im Ort die für die gelegentlichen Diebstähle in Frage kamen, jetzt sind es reisende Täte, die wie "ganz normale Touristen" auftreten, aber über ein gut funktionierendes Netzwerk verfügen (Familienbeziehungen, Vereine, Clanbeziehungen). Daher auch entsprechende Probleme mit der Aufklärung. Vor 15 Jahren war bei uns ein Mensch mit dunkler Hautfarbe ein Exot der hier Urlaub macht oder an einem Seminar, Konzert etc teilnimmt. Jetzt sieht die Straße aus wie in Bagdad. Teppichwaschende, verschleierte Frauen, Familien die auf der Straße vor dem Haus sitzend am Boden essen. Unbeaufsichtigte Kinder die bis spät in der Nacht auf den Straßen unterwegs sind. Das führt zu Problemen. Nicht jeder ist so "kreativ - alternativ" das ihn ein solches Umfeld um sein Wohnhaus glücklich macht.Das mag alles sein, glaube ich dir auch aufs Wort.
Aber die Idee hinter so einer Lichterkette ist ja nicht, zu fordern, daß die Österreicher sich jetzt der Sharia unterwerfen sollen, niemand fordert, daß ein straffälliger Türke ungeschoren davonkommt und niemand will einen Freiraum für schwarze Dealer am Südbahnhof.




Sorry - da muß mir etwas entgangen sein. Ich dachte die FPÖ stellt nicht den Innenminister und die Regierung ... und ich dachte die FPÖ hat in letzter Zeit einige Anträge im Nationalrat eingebracht die von SP/FP/Grüne niedergestimmt wurden (zB Personalaufstockung, Besserbezahlung der Polizeischüler, etc ...) Die größten Einsparungen für die Exekutive waren, wenn ich mich recht erinnere, unter Schwarz-Blau.
Außerdem nett daß du anerkennst, daß die FPÖ nicht schuld sein kann, weil sie ja nie den Innenminister gestellt hat.
Auf der anderen Seite sind die Grünen die Bösen, obwohl sie nie in der Regierung saßen.


Aber das Schönste ist doch das wir hier über unsere gegensätzlichen Erfahrungen/Anschauungen noch schreiben dürfen.
Wer weiß ob es in 10 Jahren nicht ähnlich ausschaut wie in den Herkunftsländern unserer Kulturbereicherer (zB Iran)?
Da gibts dann statt einem polizeibeschützten Kerzerlmarsch ein paar Schlagstockprügel von den Revolutionswächtern.Damit haben wir hierzulande ja unsere Erfahrungen, gell?
Von 1938-1945 war's ja auch eher schlecht gestellt um die Meinungsfreiheit in Österreich

Nichtinsgesicht
19-06-2009, 11:05
Persönlich meine ich, dass "sichtbare" Polizeipräsenz auf der Strasse das beste Mittel für das Sicherheitsgefühl der Leute ist - habe in meinem Viertel seit 2 Jahren keinen Polizisten (zu Fuss) gesehen....
Die wissen, daß Supersteve da für Recht und Ordnung sorgt.

Ully-Bär
19-06-2009, 11:16
Hi Intrud0r!

Ich kann mir nicht erlauben etwas über die Lage der Polizei in Wien zu sagen, da ich dort nicht Dienst mache.

Ich habe aber einiges an Erfahrung mit grünen Politikern gemacht in den 17 Jahren in denen ich bei der Gendarmerie-Einsatzeinheit war und den mehr als 25 Jahren gesamter Gendarmerie/Polizeidienstzeit. Für eine erfolgreiche polizeiliche Arbeit braucht man entsprechende rechtliche Möglichkeiten. Wenn ich bei fortschreitender, technischer Entwicklung der Kriminellen die Möglichkeiten der Polizei einschränke bzw nicht gewähre dann muß ich einfach damit leben das die Erfolge sinken und damit die allgemeine Sicherheitslage schlechter wird. Da stellt sich die Frage wer davon etwas hat bzw wer so eine Entwicklung fördert (in Bezug auf künftige Wählerstimmen - Einbürgerung/Ausländerwahlrecht und auf Beschäftigung von parteinahen Personen zB in diversen Vereinen und NGOs).

Wenn nun eine Partei auffällig gegen die Polizei und gegen jegliche Verbesserung der polizeilichen Möglichkeiten auftritt dann ist das (in meinen Augen) sicherlich keine Verbesserung.

Zugegeben ist es auch für die FPÖ/BZÖ/ÖVP ein Gebiet das es erfolgreich zu bearbeiten gilt, wenn die Kriminalität steigt und die Bevölkerung ein unsicheres Gefühl hat. Denn wenn alles OK wäre würde sich ja niemand für diese Thematik und damit für so manches "Kernthema" interessieren.


Wie gesagt beziehe ich mich hier auf eigene Erfahrungen und nicht auf Aussagen von Politikern.


@ Steve4u



Also die Iraner in Österreich sind fast alle Ärzte, Teppichhändler (echt!) oder Kabarettisten!

Wußte gar nicht das wir in unserer Gegend soviele Ärzte, Teppichhändler und Kabarettisten haben. Bei den Einvernahmen sagen sehr viele sie seien von Beruf: "Businessmen" oder "Farmer"

Ully-Bär
19-06-2009, 11:31
Aber die Idee hinter so einer Lichterkette ist ja nicht, zu fordern, daß die Österreicher sich jetzt der Sharia unterwerfen sollen, niemand fordert, daß ein straffälliger Türke ungeschoren davonkommt und niemand will einen Freiraum für schwarze Dealer am Südbahnhof.

Ich denke Leute die sich mit den Zielen der diversen "Lichterketten" nicht einverstanden erklären können sind auch nicht gleichzeitig für die Wiedereinführung der NS-Diktatur - soweit werden wir wohl einen Konsens finden.

Bezüglich der anderen Punkte gibt es zumindest interessante Standpunkte der grünen Politiker:




Bezüglich Drogen:

Die Kriminalisierung von KonsumentInnen trägt nichts zur Lösung der sehr schwierigen Problemlage bei. Daher setzen wir uns seit Jahren für eine Entkriminalisierung ein. Verfolgung und Strafen lösen keine Probleme, sondern schaffen sie erst.


Wirkungsvolle Maßnahmen wären Konsumräume, heroingestützte Substitutionsbehandlung, sowie genügend individuelle Therapieplätze.

Wir als GRÜNE JUGEND fordern eine aktive Drogenpolitik, die zwischen persönlicher Freiheit und Verantwortung für sich und andere abwägt sowie einen emanzipatorisch-aufgeklärten Umgang mit Drogen. Der Staat überlässt seinen BürgerInnen das Recht, selbst über ihr Verhalten zu entscheiden, wobei er die möglichen Optionen aktiv mitgestaltet. Ein regulierter Drogenmarkt gibt jedem Erwachsenen die Möglichkeit, qualitativ gute Drogen legal in Drogenfachgeschäften (Siehe auch: www.drogenfachgeschaeft.de) zu kaufen. Gleichzeitig werden zu Lasten der Freiheit des Marktes Verfügbarkeit, Werbung und Preis kontrolliert sowie Jugend- und VerbraucherInnenschutz konsequent durchgesetzt. Anstelle von Prävention mit dem Ziel Abstinenz wird der/die KonsumentIn durch neutrale Informations- und Beratungsangebote unterstützt selbstständig zu handeln und hierdurch selbst in die Lage zu versetzen negative Auswirkungen von Drogen zu mindern.

http://www.gruene-jugend.de/spunk/521835.html

Bezüglich Sharia/Ausländer:

Ziel grüner Politik sollte die Förderung von "sozialem Kapital" in der Zuwanderergesellschaft sein, d.h. Strategien der Inklusion, Integration und Interkulturalität.

http://www.gbw.vorarlberg.gruene.at/themen/frauen/artikel/artikel/was-ist-hinter-dem-schleier/

Intrud0r
19-06-2009, 11:35
Hi Intrud0r!

Ich kann mir nicht erlauben etwas über die Lage der Polizei in Wien zu sagen, da ich dort nicht Dienst mache.

Ich habe aber einiges an Erfahrung mit grünen Politikern gemacht in den 17 Jahren in denen ich bei der Gendarmerie-Einsatzeinheit war und den mehr als 25 Jahren gesamter Gendarmerie/Polizeidienstzeit. Für eine erfolgreiche polizeiliche Arbeit braucht man entsprechende rechtliche Möglichkeiten. Wenn ich bei fortschreitender, technischer Entwicklung der Kriminellen die Möglichkeiten der Polizei einschränke bzw nicht gewähre dann muß ich einfach damit leben das die Erfolge sinken und damit die allgemeine Sicherheitslage schlechter wird. Da stellt sich die Frage wer davon etwas hat bzw wer so eine Entwicklung fördert (in Bezug auf künftige Wählerstimmen - Einbürgerung/Ausländerwahlrecht und auf Beschäftigung von parteinahen Personen zB in diversen Vereinen und NGOs).

Wenn nun eine Partei auffällig gegen die Polizei und gegen jegliche Verbesserung der polizeilichen Möglichkeiten auftritt dann ist das (in meinen Augen) sicherlich keine Verbesserung.


Gut das wäre dann vermutlich eine Datenschutzdiskussion da kann ich deine Position schon verstehen wenngleich ich keineswegs dafür bin den Datenschutz aufzuweichen. Ist aber ein Thema das müsste man sicher im Detail aufrollen denn natürlich muss auch auf technologische Entwicklungen reagiert werden.

An der Stelle kann man sicher ansetzen aber grundsätzlich fände ich mehr Polizisten die besser bezahlt und ausgebildet sind wesentlich sinnvoller als, ich sage mal polemisch, irgendwelche Schnüffelparagraphen. Wenn man sich alleine schon die Spekulationen um die zurückgehaltene Burn Out Studie ansieht lässt sich schon vermuten, dass es mit ein paar rechtlichen Befugnissen und verbesserten Methoden nicht getan sein dürfte.

Ully-Bär
19-06-2009, 12:03
An der Stelle kann man sicher ansetzen aber grundsätzlich fände ich mehr Polizisten die besser bezahlt und ausgebildet sind wesentlich sinnvoller als, ich sage mal polemisch, irgendwelche Schnüffelparagraphen. Wenn man sich alleine schon die Spekulationen um die zurückgehaltene Burn Out Studie ansieht lässt sich schon vermuten, dass es mit ein paar rechtlichen Befugnissen und verbesserten Methoden nicht getan sein dürfte.

Es kommt auf die Zahl der verfügbaren Beamten an. In letzter Zeit wurden zB viele junge Frauen aufgenommen, die dann (zur großen Verwunderung) reihenweise schwanger wurden und deshalb zwar am Papier, aber nicht faktisch zur Verfügung stehen. Genauso schaut es aus mit den Beamten die über Jahre für diverse Sonderverwendungen dienstzugeteilt sind. Den "Frontkämpfern" wäre mit verbesserten Methoden und mehr rechtlichen Befugnissen schon mal geholfen, denn bis die Personalaufstockung greifen würde (wenn man sofort zusätzliche Leute aufnimmt) würden wieder 2- 3 Jahre vergehen.

Beispiele aus der Praxis:

Eine Mutter macht die Anzeige das ihr Töchterlein seit dem letzten Abend abgängig sei. Mit einem sofortigen Zugriff auf die Standortdaten des Mobiltelefons (haben die Mädels ja alle mit) kann man einen schnellen Fahndungserfolg erzielen. Das können hunderte Beamte nicht erreichen, wenn man keine Ahnung hat wo das Mädl umgeht .... Früher war es ein kompliziertes Verfahren (übers Gericht und nur zu den Amtszeiten) - heute geht es schnell und unproblematisch.

Verkehrsunfall mit Fahrerflucht. Keine Zeugen. Über die Aufnahmen einer Verkehrsüberwachungskamera kann man das Kennzeichen ausforschen und eine sinnvolle Fahndung einleiten. Ohne Zugriff auf diese Daten - aussichtslos.

So gibt es oft Fälle in denen mit relativ einfachen Rechten und Möglichkeiten ein Erfolg erzielt werden kann, den man mit "reiner Personalstärkenerhöhung" niemals erreicht hätte. Um auf den beiden wachsenden Aufgabengebieten Kriminalität und Verkehrsaufkommen zumindest den Ist-Stand halten zu können bedarf es sowohl rechtlicher als auch personalpolitischer Verbesserungen.

Der Frust unter den Kollegen begründet sich oft in dem Gefühl etwas zu machen das eigentlich vom Dienstgeber (in letzter Konsequenz Bürger) gar nicht erwünscht ist. Wenn man einen Täter ausforscht, stundenlange Vernehmungen von Zeugen, Opfern und Tätern durchführt, seitenlange Anzeigen schreibt und dann kommt genau gar nichts raus weil das Verfahren eingestellt wird - dann stellt sich natürlich die Frage: "Bringts das überhaupt wenn ich mich anstrenge?" Da liegt der Hund begraben.

el presidente
19-06-2009, 12:17
Ich denke Leute die sich mit den Zielen der diversen "Lichterketten" nicht einverstanden erklären können sind auch nicht gleichzeitig für die Wiedereinführung der NS-Diktatur - soweit werden wir wohl einen Konsens finden.



Genau das wird aber von einigen praktiziert.
Hinsichtlich Ignorieren: Das seh ich als Realitätsverweigerung.
Aber eine gute Idee: Wenn mir im richtigen Leben was nicht passt, dann hab ich einen kleinen Knopf mit und wenn ich da draufdrücke, dann wird alles rund um mich ignoriert und alles wird gut.

Übrigens: Der größte Abbau an Polizisten war in den 90er Jahren.

Dass die Wiener Polizei sich lieber in Sauna-Clubs aufhält, ist mittlerweile auch schon bekannt. Dort sind sie wenigstens selbst sicher.

Lars
19-06-2009, 12:34
....Persönlich meine ich, dass "sichtbare" Polizeipräsenz auf der Strasse das beste Mittel für das Sicherheitsgefühl der Leute ist - habe in meinem Viertel seit 2 Jahren keinen Polizisten (zu Fuss) gesehen....
Mir rückens in letzter Zeit ziemlich auf den Pelz. Neues Wachzimmer in meinem Block.

Nichtinsgesicht
19-06-2009, 12:55
Ich denke Leute die sich mit den Zielen der diversen "Lichterketten" nicht einverstanden erklären können sind auch nicht gleichzeitig für die Wiedereinführung der NS-Diktatur - soweit werden wir wohl einen Konsens finden.
Du bist also nicht mit den Zielen der Lichterkette einverstanden.
Darf man das so verstehen, daß du FÜR einen Faschisten im Nationalrat bist?
Du bist FÜR Rassismus?


Bezüglich der anderen Punkte gibt es zumindest interessante Standpunkte der grünen Politiker:
Erstens sind das mal nicht "grüne Politiker" sondern die grüne Jugend.
Und was spricht gegen Konsumräume?
Klar, wir könnten ein Gesetz erlassen und Heroin verbieten.
Ach verdammt, das haben wir ja schon - erfolglos.
Und mir ist es lieber, daß die Abhängigen sich in einem sicheren Raum mit einer sauberen Nadel einen Schuß setzen als in irgendwelchen Hauseingängen verrecken.
Vermutlich bin ich aber wirklich ein unverbesserlicher Gutmensch.

Marihuana gehört sowieso legalisiert - die Prohibition dieses Stoffes ist einfach nur dämlich weil nichts für das Verbot spricht.
Marihuana tötet keine Menschen, es macht Menschen (abgesehen von der derzeitigen Beschaffungsproblematik) nicht kriminell. Verglichen mit Tabak und Alkohol hat Marihuana in jeder Beziehung eine gesellschaftlich und gesundheitlich bessere Position, ist aber aufgrund unserer realitätsfremden Legislative illegal.

Und aus deinem unteren Text kann ich beim besten Willen keinen Zusammenhang zum Thema Sharia finden - kann es sein, daß du da ein wenig verbissen was hineinprojizierst?

el presidente
19-06-2009, 13:03
Du bist also nicht mit den Zielen der Lichterkette einverstanden.
Darf man das so verstehen, daß du FÜR einen Faschisten im Nationalrat bist?
Du bist FÜR Rassismus?




Den hat´s mit Friedrich Peter doch schon gegeben, schon vergessen?

Kurze Frage noch, bevor ich biken gehe: Was findest Du schlimmer: Nationalismus oder Kommunismus?

Nichtinsgesicht
19-06-2009, 13:17
Den hat´s mit Friedrich Peter doch schon gegeben, schon vergessen?
Der hat's aber schon eine Weile hinter sich.


Kurze Frage noch, bevor ich biken gehe: Was findest Du schlimmer: Nationalismus oder Kommunismus?
Nationalismus per se finde ich persönlich zwar beschränkt aber ungefährlich.
Kommunismus ist eine feine Idee, die bislang aber immer sehr aus dem Ruder gelaufen ist.

Im Endeffekt forderst du gerade von mir, mich zwischen einem Hirntumor und Lungenkrebs zu entscheiden. ;)

Ully-Bär
19-06-2009, 13:38
Nationalismus per se finde ich persönlich zwar beschränkt aber ungefährlich.
Kommunismus ist eine feine Idee, die bislang aber immer sehr aus dem Ruder gelaufen ist.


Damit hat sich wohl jede "ausgleichende" Debatte erledigt. Wer Kommunismus als feine Idee bezeichnet hat wohl aus der Geschichte noch nichts gelernt. Beide Systeme sind menschenverachtend und absolut abzulehnen. Leider ist aber Linksextremismus immer noch in manchen Kreisen gesellschaftsfähig und im Gegenteil von Rechtsextremismus auch rechtlich nicht verboten.

Zu Deinen Ideen betreffend Drogen kann ich nur sagen: Deine Meinung sei Dir unbenommen - ein Verdienst unseres demokratischen Systems ...

Nichtinsgesicht
19-06-2009, 13:45
Damit hat sich wohl jede "ausgleichende" Debatte erledigt. Wer Kommunismus als feine Idee bezeichnet hat wohl aus der Geschichte noch nichts gelernt. Beide Systeme sind menschenverachtend und absolut abzulehnen.
Ich habe damit die Grundidee hinter dem Wort "Kommunismus" gemeint und das auch explizit so geschrieben!
Das kann man eigentlich nur mit Vorsatz mißverstehen.

Das, was da hinter dem eisernen Vorhang praktiziert wurde, hatte mit Kommunismus soviel zu tun wie Nationalsozialismus mit Sozialismus.


Zu Deinen Ideen betreffend Drogen kann ich nur sagen: Deine Meinung sei Dir unbenommen - ein Verdienst unseres demokratischen Systems ...
Immerhin äußere ich sie und beschränke mich nicht nur auf allgemeine Floskeln.

Intrud0r
19-06-2009, 13:52
Damit hat sich wohl jede "ausgleichende" Debatte erledigt. Wer Kommunismus als feine Idee bezeichnet hat wohl aus der Geschichte noch nichts gelernt. Beide Systeme sind menschenverachtend und absolut abzulehnen. Leider ist aber Linksextremismus immer noch in manchen Kreisen gesellschaftsfähig und im Gegenteil von Rechtsextremismus auch rechtlich nicht verboten.


Autsch. Der Kommunismus ist an und für sich in keinster Weise menschenverachtend und hat auch mit Linksextremismus überhaupt nichts zu tun. Menschenverachtend war der Kommunismus dort wo er von irgendwelchem Diktatoren umgesetzt wurde.

Ein Beispiel für einen Kommunismus ohne Grausamkeiten und Diktatur von Sovietkommunismus und Co. ist die Provinz Kerala in Indien.




Zu Deinen Ideen betreffend Drogen kann ich nur sagen: Deine Meinung sei Dir unbenommen - ein Verdienst unseres demokratischen Systems ...

Das ist halt kein Gegenargument.

noc
19-06-2009, 14:01
Die grundsätzliche Idee, so wie man es auf der Homepage und im Standard-Artikel lesen kann wäre ja nicht schlecht und wäre auch zu befürworten, nur leider dienen solche Veranstaltungen heutzutage nur der "linken Propaganda" ... schade eigentlich.

Nichtinsgesicht
19-06-2009, 14:04
Die grundsätzliche Idee, so wie man es auf der Homepage und im Standard-Artikel lesen kann wäre ja nicht schlecht und wäre auch zu befürworten, nur leider dienen solche Veranstaltungen heutzutage nur der "linken Propaganda" ... schade eigentlich.

Scheinbar sind für dich alle, die keine Freunde von Rassismus sind, linke Propagandisten.
Spricht jetzt auch nur bedingt für dich.

noc
19-06-2009, 14:06
Scheinbar sind für dich alle, die keine Freunde von Rassismus sind, linke Propagandisten.
Spricht jetzt auch nur bedingt für dich.

Absolut nicht. Hab ich auch nicht behauptet.

Lars
19-06-2009, 14:08
....Zu Deinen Ideen betreffend Drogen kann ich nur sagen: Deine Meinung sei Dir unbenommen - ein Verdienst unseres demokratischen Systems ...
Das derzeitige System: jeder, vom Schüler bis zum Polizeipräsidenten weiss, wo gedealt/gespritzt wird, man sieht darüber hinweg. Die Schaffung von Konsumräumen stellt dem Gegenüber eine Verbesserung dar, schon alleine hinsichtlich hygienischer Zustände.

Intrud0r
19-06-2009, 14:09
Die grundsätzliche Idee, so wie man es auf der Homepage und im Standard-Artikel lesen kann wäre ja nicht schlecht und wäre auch zu befürworten, nur leider dienen solche Veranstaltungen heutzutage nur der "linken Propaganda" ... schade eigentlich.

Zwei unabhängige Initiatorinnen, keinerlei linksextreme Gewalt, höchst mögliche Distanz zu anderen Aktionen. Was darfs denn noch sein um sich nicht deinem Vorwurf der linken Propaganda aussetzen zu müssen?

Nichtinsgesicht
19-06-2009, 14:13
Zwei unabhängige Initiatorinnen, keinerlei linksextreme Gewalt, höchst mögliche Distanz zu anderen Aktionen. Was darfs denn noch sein um sich nicht deinem Vorwurf der linken Propaganda aussetzen zu müssen?
Der Slogan "Ausländer raus" vermutlich. :k:

noc
19-06-2009, 14:14
Vielleicht noch einmal einfacher formuliert, dass ihr es auch kapierts:

Aktion, Initiierung, Idee dahinter voll ok!!!!!

Leider bei solchen eigentlich "neutralen" Aktionen heutzutage .. Mißbrauch für linke Propaganda.

Somit wiederrum viel zu einseitig, politisch motiviert und eher nervig als zielführend.

Alles klar?

Nichtinsgesicht
19-06-2009, 14:20
Vielleicht noch einmal einfacher formuliert, dass ihr es auch kapierts:

Aktion, Initiierung, Idee dahinter voll ok!!!!!

Leider bei solchen eigentlich "neutralen" Aktionen heutzutage .. Mißbrauch für linke Propaganda.

Somit wiederrum viel zu einseitig, politisch motiviert und eher nervig als zielführend.

Alles klar?
Versuch's mal mit Argumenten, dann kapieren vielleicht sogar wir es.
Wo genau war da die böse linke Propaganda?

Und add einseitig - die FPÖ könnte ja auch mal eine Aktion gegen Intoleranz und Rassismus starten.
Das wäre auf der einen Seite nicht einseitig, andererseits Aktionskabarett par excellence.

criz
19-06-2009, 14:21
Ich glaube es bringt hier nichts Datenschutzgesetze und Drogenpolitik zu diskutieren, da kann man sehr unterschiedlicher Meinung sein.

Aber gegen Ausländerfeindlichkeit und Rassismus sollte sich eigentlich jeder vernünftige Mensch aussprechen können. Und dass ohne als Gutmensch oder auch nur linksgerichtet bezeichnet zu werden. Dieses versuchte gegeneinander Ausspielen von Menschen, dieses Aufsplitten der Gesellschaft in zwei Lager auf Basis von Begriffen, die eigentlich Grundkonsens einer aufgeklärten Gesellschaft sein sollten, halte ich für sehr bedenklich.

Überparteiliche Veranstaltungen wie gestern find ich deshalb nicht schlecht. Eigentlich sollten sich hier auch Institutionen wie die kath. Kirche vermehrt engagieren, aber das ist anscheinend nur bedingt zu erwarten...

noc
19-06-2009, 14:24
@ Nichtinsgsicht:
Wozu? Für meine persönliche Meinung brauch' ich keine Argumente. Ich zwinge sie auch niemandem auf.

Im Übrigen muss ich noch sagen, dass ich es arg finde, dass bei euch jeder der solche Sachen nicht uneingeschränkt super findet oder sonst eurer Ansicht ist, gleich als rechtsextremer NeoNazi hingestellt wird. Das grenzt ja auch schon fast an "Hetze".

Nichtinsgesicht
19-06-2009, 14:35
Im Übrigen muss ich noch sagen, dass ich es arg finde, dass bei euch jeder der solche Sachen nicht uneingeschränkt super findet oder sonst eurer Ansicht ist, gleich als rechtsextremer NeoNazi hingestellt wird. Das grenzt ja auch schon fast an "Hetze".

Das überschreitet aus deinem Mund schon weit die Schwelle zur Bigotterie - es ging hier um eine überkonfessionelle, parteilose Veranstaltung und du ortest wiederholt linke Propaganda.
Aber vermutlich merkst du die Einschläge schon gar nicht mehr.

criz
19-06-2009, 14:35
Im Übrigen muss ich noch sagen, dass ich es arg finde, dass bei euch jeder der solche Sachen nicht uneingeschränkt super findet oder sonst eurer Ansicht ist, gleich als rechtsextremer NeoNazi hingestellt wird. Das grenzt ja auch schon fast an "Hetze".

da geb ich dir recht. wobei man aber auch nicht leute, die sich gegen ausländerfeindlichkeit und rassismus einsetzen, "linke propaganda" vorwerfen sollte. diese grundwerte sollten eigentlich in jedem parteiprogramm zu finden sein und ich versteh nicht, warum es verwerflich sein sollte, sich dafür einzusetzen? hört mal auf mit diesem depperten lagerdenken...

Ully-Bär
19-06-2009, 14:40
Warum MUSS jeder mit Gewalt Ausländerfreund sein??? Und der Begriff Rassismus setzt voraus das man von verschiedenen Rassen innerhalb der Menschheit überzeugt ist. Und gerade das wird doch als typische Nazi-Ideoologie bezeichnet.

Also wenn ich nicht an verschiedene Rassen glaube dann kann ich auch nicht rassistisch sein sondern maximal ausländerfeindlich und das wird man wohl oder übel auch akzeptieren müssen.

Ich kenne viele Leute die durchaus zugezogene Mitbewohner akzeptieren aber eben ein an unsere Sitten und Gebräuche angemessenes Verhalten und die grundlegenden Sprachkenntnisse unserer Landessprache einfordern. Und da liegt das Problem. Wer nicht für die "Vielfalt der Kulturen" ist wird sofort als Nazi bezeichnet und an den Pranger gestellt.

Ich bin gerne und oft im Ausland unterwegs und bemühe mich, sogar während kurzer Aufenthalte, die dortigen Sitten zu beachten und zumindest ein paar Worte der Landessprache zu lernen. Sollte ich mich entschließen in einem fremden Land zu leben würde ich als erstes die Sprache lernen. Und in jedem Land habe ich bisher festgestellt das Fremden die dort zuziehen zumindest ein "kalter Wind entgegenbläst".Schaut Euch das zB in USA oder Kanada (um typische Einwandererländer zu nennen) an.

Ich bin GEGEN Zuwanderer die
1.) nicht bereit sind unsere Sprache zu lernen und im Alltag zu sprechen
2.) nicht bereit sind sich an unsere Sitten und Gesetze zu halten
3.) ihre "heimische" Lebensweise ohne Rücksicht auf die heimische Bevölkerung leben
4.) die heimische Bevölkerung nur als Geldgeber betrachten aber sich sonst für überlegen halten und
5.) nicht bereit sind sich in die Bevölkerung des neuen Landes zu integrieren sondern bemüht sind eine Parallelgesellschaft aufzubauen.

Und jetzt bin ich in den Augen der Linken ein ganz ein übler Mensch!

noc
19-06-2009, 14:45
da geb ich dir recht. wobei man aber auch nicht leute, die sich gegen ausländerfeindlichkeit und rassismus einsetzen, "linke propaganda" vorwerfen sollte. diese grundwerte sollten eigentlich in jedem parteiprogramm zu finden sein und ich versteh nicht, warum es verwerflich sein sollte, sich dafür einzusetzen? hört mal auf mit diesem depperten lagerdenken...

Ja da geb ich dir vollkommen recht. Ich hab aber im Grunde nie jenen Leuten das vorgeworfen die aus diesen Gründen dort waren oder das initiert haben.
Aber wenn man sich die Berichterstattung rundherum und auch die daraus hervorgegangenen Diskussionen anschaut, dann gehts in keinster Weise um einen neutralen Einsatz für Menschlichkeit sondern um konkrete Dinge wir Graf, Winter, FPÖ oder was auch immer.

Es wäre doch schön wenn man das einmal ohne das parteipolitische Hickhack machen könnte .. also ganz im Sinne der Initiatorinnen als reine "PRO" Veranstaltung.

Nichtinsgesicht
19-06-2009, 14:47
Warum MUSS jeder mit Gewalt Ausländerfreund sein??? Und der Begriff Rassismus setzt voraus das man von verschiedenen Rassen innerhalb der Menschheit überzeugt ist. Und gerade das wird doch als typische Nazi-Ideoologie bezeichnet.

Also wenn ich nicht an verschiedene Rassen glaube dann kann ich auch nicht rassistisch sein sondern maximal ausländerfeindlich und das wird man wohl oder übel auch akzeptieren müssen.

Ich probier's ein letztes Mal mit Argumenten und Fakten.
Definition Rassismus (http://de.wikipedia.org/wiki/Rassismus)


Ich kenne viele Leute die durchaus zugezogene Mitbewohner akzeptieren aber eben ein an unsere Sitten und Gebräuche angemessenes Verhalten und die grundlegenden Sprachkenntnisse unserer Landessprache einfordern. Und da liegt das Problem. Wer nicht für die "Vielfalt der Kulturen" ist wird sofort als Nazi bezeichnet und an den Pranger gestellt.
Unfug.
Ich stehe ein gutes Stück links der Mitte und halte Sprachkenntnisse für unbedingt erforderlich.


Ich bin gerne und oft im Ausland unterwegs und bemühe mich, sogar während kurzer Aufenthalte, die dortigen Sitten zu beachten und zumindest ein paar Worte der Landessprache zu lernen. Sollte ich mich entschließen in einem fremden Land zu leben würde ich als erstes die Sprache lernen. Und in jedem Land habe ich bisher festgestellt das Fremden die dort zuziehen zumindest ein "kalter Wind entgegenbläst".Schaut Euch das zB in USA oder Kanada (um typische Einwandererländer zu nennen) an.
Hat mit der Lichterkette was genau zu tun?


Und jetzt bin ich in den Augen der Linken ein ganz ein übler Mensch!
Du scheinst ja auch davon auszugehen, daß wir auf dem Weg in die Arbeit jedem Türken den Kopf streicheln, Stalin super finden und mehr afrikanische Dealer im Sinne der Pluralität fordern, insofern ist das nur fair.

Intrud0r
19-06-2009, 14:53
Es wäre doch schön wenn man das einmal ohne das parteipolitische Hickhack machen könnte .. also ganz im Sinne der Initiatorinnen als reine "PRO" Veranstaltung.

Also erstens kann man niemanden abhalten zu einer Demonstration zu kommen, zweitens kommt ja diese Demo nicht aus heiterem Himmel und ist insofern natürlich nicht vollkommen frei von jeder Parteipolitik.

el presidente
19-06-2009, 18:50
@Ulli-Baer: solche Forderungen und Wünsche darfst doch hier nicht äußern. Jeder der dagegen etwas sagt hat mindestens einem Einwanderer eine Wohnung und einen Arbeitsplatz verschafft.

Ich find´s sehr bedenklich, dass der Kommunismus hier mehr oder weniger gutgeheißen wird. Welche Form hat mehr Opfer zu zählen? Aber macht nix, der Gusenbauer hat in Moskau auch den Boden geküsst.
Und wenn das nicht reicht, wird auf eine kleine Provinz verwiesen, wo alles so wunderbar ist. Warum wandern diese Leute dann nicht dorthin aus?

Andere Frage: Wenn schon die Lichterlkinder so stolz sind, dass der Ring gesperrt werden musste: Wer übernimmt die Kosten dafür? Wer ist für die Entschädigungen der in dieser Zeit stattfindenden strafrechtlich relevanten Vorfälle zur Verantwortung zu ziehen, wenn die Polizei die Lichterl begleiten müssen?
Wurden die Lichterlträger auch mit Tomaten und anderem beworfen, oder ist das nur ein Vorrecht der Gutis bei anderen? Prominentestes Beispiel und Vorbild dürfte doch der ehemalige Vizekanzler und Außenminister von Deutschalnd sein.
So, jetzt versucht´s wieder alles zu zerreissen. Was mich noch wundert: Ein Deutscher erklärt den Österreichern Geschichte, insbesondere legt er uns die geschichtliche Aufarbeitung nahe. Interessant.
Schaut man sich die damaligen Ereignisse rechtlich an, wer hat den Anschluß am liebsten gewollt? Welche Anhänger waren das? Ahja, das wird wieder unterm Tisch gekehrt, und es war ja schon lange her, schwache Begründung, war rezitiert. Geschichtlich darf man nur so weit zurückreichen, wie es gewissen hier passt, oder solange es in eine bestimmte Richtung geht.
Schreibt´s lieber im Standard-Forum, da habt´s Eure Realitätsverweigerung
So, und jetzt habt´s ein ganzes Wochenende wieder zum Ärgern. Viel Spaß
:U:

Lars
19-06-2009, 18:54
....der Kommunismus hier mehr oder weniger gutgeheißen wird. ...
Der Kommunismus ist ein klarer Fall für die Klospülung.

tri.freak
19-06-2009, 19:02
Der Kommunismus ist ein klarer Fall für die Klospülung.
es ist unmöglich in so einer gesellschaft kommunismus zu leben, vor allem wenn man kommunismus ernst nehmen würde dürfte man als kommunist nciht einmal zur wahl gehen, weil man ein demokratisches system damit unterstützen würde...

Nichtinsgesicht
19-06-2009, 19:04
Ich find´s sehr bedenklich, dass der Kommunismus hier mehr oder weniger gutgeheißen wird. Welche Form hat mehr Opfer zu zählen? Aber macht nix, der Gusenbauer hat in Moskau auch den Boden geküsst.

Langsam glaube ich wirklich, daß es bei dir nicht am verstehen wollen sondern am verstehen können scheitert.

Intrud0r
19-06-2009, 19:05
Ich find´s sehr bedenklich, dass der Kommunismus hier mehr oder weniger gutgeheißen wird. Welche Form hat mehr Opfer zu zählen?
Und wenn das nicht reicht, wird auf eine kleine Provinz verwiesen, wo alles so wunderbar ist. Warum wandern diese Leute dann nicht dorthin aus?


Ich habe lediglich etwas dagegen wenn Kommunismus mit Nationalsozialismus verglichen wird. Ich bestreite in keiner Weise, dass der Realkommunismus extrem viele Opfer gefordert hat und ich bin auch kein Anhänger einer anderen Form des Kommunismus.
Ich wandere auch nicht nach Kerala aus. Der Kommunismus funktioniert dort zwar (in einer demokratischen Form) relativ gut aber es ist immer noch Indien und der Lebensstandard liegt weit unter dem von Österreich. Es ist dort sicher nicht alles wunderbar aber einiges besser als im Rest von Indien. Was ich damit unterstreichen wollte ist lediglich, dass eine demokratisch legitimierte Form des Kommunismus ohne Gulags, Diktatur usw. funktionieren kann.
Auch auf vielen anderen Ebenen ist es unsinnig Kommunismus als moralisch gleichwertigen Gegenpol zum Nationsozialismus heranzuziehen.


es ist unmöglich in so einer gesellschaft kommunismus zu leben, vor allem wenn man kommunismus ernst nehmen würde dürfte man als kommunist nciht einmal zur wahl gehen, weil man ein demokratisches system damit unterstützen würde...

Das ist vollkommener Blödsinn. Kommunismus ist eine politische Theorie die keineswegs an eine Diktatur gebunden ist - das hat viele Realkommunisten freilich nicht davon abgehalten diese Theorie eben mittels Diktatur, Repression, Gewalt usw. durchzusetzen.

Lars
19-06-2009, 19:07
es ist unmöglich in so einer gesellschaft kommunismus zu leben, vor allem wenn man kommunismus ernst nehmen würde dürfte man als kommunist nciht einmal zur wahl gehen, weil man ein demokratisches system damit unterstützen würde...
Das Gegenteil von Demokratie ist nicht Kommunismus. Aber das driftet zu sehr in die Polittheorie ab.

el presidente
19-06-2009, 19:11
Langsam glaube ich wirklich, daß es bei dir nicht am verstehen wollen sondern am verstehen können scheitert.

Diese Sorge habe ich eher bei Dir. Entweder es ist jemand Deiner "Meinung", oder er wird ins absolute rechte Eck denunziert. Argumente kannst leider keine liefern, ist eben Deine Art von Selbstschutz.
:f:

Nichtinsgesicht
19-06-2009, 19:14
Diese Sorge habe ich eher bei Dir. Entweder es ist jemand Deiner "Meinung", oder er wird ins absolute rechte Eck denunziert. Argumente kannst leider keine liefern, ist eben Deine Art von Selbstschutz.
:f:
Paßt schon, Herr Hobbypsychologe.
Und weiterhin ein schönes Leben.

el presidente
19-06-2009, 19:14
Ich habe lediglich etwas dagegen wenn Kommunismus mit Nationalsozialismus verglichen wird. Ich bestreite in keiner Weise, dass der Realkommunismus extrem viele Opfer gefordert hat und ich bin auch kein Anhänger einer anderen Form des Kommunismus.
Ich wandere auch nicht nach Kerala aus. Der Kommunismus funktioniert dort zwar (in einer demokratischen Form) relativ gut aber es ist immer noch Indien und der Lebensstandard liegt weit unter dem von Österreich. Es ist dort sicher nicht alles wunderbar aber einiges besser als im Rest von Indien. Was ich damit unterstreichen wollte ist lediglich, dass eine demokratisch legitimierte Form des Kommunismus ohne Gulags, Diktatur usw. funktionieren kann.
Auch auf vielen anderen Ebenen ist es unsinnig Kommunismus als moralisch gleichwertigen Gegenpol zum Nationsozialismus heranzuziehen.



Das ist vollkommener Blödsinn. Kommunismus ist eine politische Theorie die keineswegs an eine Diktatur gebunden ist - das hat viele Realkommunisten freilich nicht davon abgehalten diese Theorie eben mittels Diktatur, Repression, Gewalt usw. durchzusetzen.

Möchtest jetzt Österreich mit Indien vergleichen?
Nur nochmals: Welche Form hat mehr Opfer gefordert? Und welche Form wird mehr gutgeheißen?

Lars
19-06-2009, 19:16
...Nur nochmals: Welche Form hat mehr Opfer gefordert? Und welche Form wird mehr gutgeheißen?
Die Form, die am meisten Opfer gefordert hat, ist die Diktatur. Sowohl von Hitler, Stalin oder Pol-Pot. Einen demokratischen Kommunismus (wie erdacht), hat es nie gegeben und wird es mMn auch nie geben.

tri.freak
19-06-2009, 19:16
Das Gegenteil von Demokratie ist nicht Kommunismus. Aber das driftet zu sehr in die Polittheorie ab.

habe ich auch nciht behauptet

Intrud0r
19-06-2009, 19:18
Möchtest jetzt Österreich mit Indien vergleichen?
Nur nochmals: Welche Form hat mehr Opfer gefordert? Und welche Form wird mehr gutgeheißen?


Ich heisse keine Form des Kommunismus gut die Opfer gefordert hat.
Warum sollte ich Österreich mit Indien vergleichen oder warum sollte ich es nicht tun? Ich habe damit ausgeführt warum ich nicht wie von dir vorgeschlagen nach Kerala ziehen werde.

Stonydesert
19-06-2009, 19:30
@ kommunismus soweit mir bekant - these, antithese synthese und gehabt hat er das vom hegel der gute marx. seine theorie muss man halt auch im geschichtlichen kontext sehen. was andere daraus gemacht haben ist widerlich.

@nationalsozialismus: ich glaub über die verbrechen müssen wir nicht diskutieren.

@el presidente - sag amal was du wirklich willst was deine meinung ist welche politische richtung deine interessen vertritt und spiel nicht ständig einen agent provocateur. immer nur häppchen hin werfen damit das feuer am kochen bleibt. ich habe die erfahrung gemacht das es sinnlos ist auf seine postings (wenn sie politisch sind) zu antworten.

edith fragt: willst du tatsächlich opfer aufrechnen? hm die argumentation kenn ich von wo....

Ully-Bär
19-06-2009, 19:43
Servus Stonydesert!

Ich denke es ist einfach zu sagen, was sich "die Bevölkerung" wünscht.

Die meisten Leute wollen ein ruhiges, sicheres Leben und keine Extremregierungen weder extrem links noch extrem rechts. Der derzeitige Trend in der Politik geht eben in Richtung "Ausländer rein" und "Multikulti". Die positiven Effekte genießen die Politiker, Wohlhabende und zT auch die Stadtbevölkerung (in den nobleren Bezirken). Viele andere Leute müssen aber mit den negativen Folgen leben und sind damit nicht zufrieden. Daher fordern sie Änderungen um eben wieder ein ruhiges, sicheres Leben zu haben.

Diese Änderungen erhoffen sie sich von einer Regierung rechts der Mitte. Ich wäre ja immer schon für eine "Regierung der besten Köpfe" bei der sich jede Partei mit ihrem "Spezialgebiet" einbringen kann und auch noch Platz für parteilose Experten wäre. Leider ist das aber politisch nicht durchführbar.

Intrud0r
19-06-2009, 19:46
Die meisten Leute wollen ein ruhiges, sicheres Leben und keine Extremregierungen weder extrem links noch extrem rechts. Der derzeitige Trend in der Politik geht eben in Richtung "Ausländer rein" und "Multikulti".

Die Asylzahlen sowie die Antragszahlen sind rückläufig.

http://diepresse.com/home/politik/innenpolitik/303059/index.do?parentid=27032&act=0&isanonym=0
http://noe.orf.at/stories/211766/

Nichtinsgesicht
19-06-2009, 19:54
Die Asylzahlen sowie die Antragszahlen sind rückläufig.

http://diepresse.com/home/politik/innenpolitik/303059/index.do?parentid=27032&act=0&isanonym=0
http://noe.orf.at/stories/211766/

Nicht mit Fakten verwirren!!! :look:

Lars
19-06-2009, 19:54
.... Der derzeitige Trend in der Politik geht eben in Richtung "Ausländer rein" und "Multikulti".....
Wurde nicht eben eine Beschleunigung von Abschiebeverfahren beschlossen? Sind die Zahlen (Zuwanderung) nicht rückläufig? Von welchem Trend sprichst Du da genau?

Ully-Bär
19-06-2009, 20:12
Aus dem Link von Intrud0r:


Die Einbürgerungszahlen sind seit dem Vorjahr wegen des strengeren Staatsbürgerschaftsrechts deutlich zurückgegangen, in Niederösterreich um circa 70 Prozent.

Das heißt aber nicht das diese Ausländer nicht trotzdem bei uns bleiben - sie werden eben einfach kein österreichischen Staatsbürger.

Bitte verwechselt nicht die Asylneuanträge mit der Zuwanderung. In meiner Gegend wohnen zB viele Kosovoalbaner, Serben, Bosnier und Kroaten. Die sind alle keine Asylanten sondern einfach "Gastarbeiter". Die wohnen hier mit Schengenvisum und Arbeitsgenehmigung. Und die Familie ist mitgekommen. Weiters viele Rumänen die überhaupt EU-Bürger sind.

In letzter Zeit gibt es auch verstärkt Leute aus aller Welt die mit vorübergehenden Aufenthaltsgenehmigungen aus anderen Ländern, vor allem Griechenland und Italien, bei uns auftauchen. Die sind hier nicht gemeldet und auch nirgends erfaßt. Offiziell müßten sie die EU verlassen bei den meisten ist eine Abschiebung aber ohnehin nicht möglich (Identität nicht feststellbar - keine Reisedokumente).

Das Ganze ist außerdem nicht eine Sache der Entwicklung der letzten Wochen oder Monate sondern man muß das über die letzten Jahre/Jahrzehnte betrachten und dabei kam es eben zu erheblichen Einbürgerungen und damit verbundenen Parallelgesellschaften (siehe zB auch ganz aktuell die "Sikh-Gemeinde in Wien"). Zusammen mit den Illegalen, den Asylwerbern und den "sonstigen Fremden" (eben Gastarbeiter, EU-Bürger) ist das eine schöne Zahl an Menschen die ihre Wurzeln nicht in Österreich haben aber derzeit hier leben.

Wie gesagt wenn sie sich hier integrieren kein Problem, bei vielen ist das aber offenbar weder gewünscht noch wird es entsprechend eingefordert.

Schön sieht man das zB an dieser Tabelle:

Ully-Bär
19-06-2009, 20:20
Es gibt da eine Expertenmeinung zum Thema in der Presse (die ja nicht gerade ein rechtsradikales Druckwerk ist):

http://diepresse.com/home/import/thema/303529/index.do?direct=303602&_vl_backlink=/home/politik/index.do&selChannel=

Nichtinsgesicht
19-06-2009, 20:22
Es gibt da eine Expertenmeinung zum Thema in der Presse (die ja nicht gerade ein rechtsradikales Druckwerk ist):

http://diepresse.com/home/import/thema/303529/index.do?direct=303602&_vl_backlink=/home/politik/index.do&selChannel=

Alles richtig, alles schön.
Mir stellt sich trotzdem die Frage, warum man jetzt gegen eine Lichterkette ist.

Lars
19-06-2009, 20:23
...Schön sieht man das zB an dieser Tabelle:
Deine Tabelle geht bis 2003, in etwa der lokale Höhepunkt der Zuwanderung. Einfach den Rest bis heute ausblenden und man zimmert sich seine Realität zusammen. :rofl:

Danach gibt es einen starken Rückgang. Vor allem die viel zitierten Türken wandern deutlich weniger zu. Eigentlich spricht alles gegen den vor Dir genannten Trend "Ausländer rein".

Nichtinsgesicht
19-06-2009, 20:27
Schön sieht man das zB an dieser Tabelle:

Sehr selektiv, war aber nicht anders zu erwarten.

Aktuelle Daten:
http://www.statistik.at/web_de/wcmsprod/groups/b/documents/webobj/022160.gif

Quelle: Statistik Austria (http://www.statistik.at/web_de/statistiken/bevoelkerung/einbuergerungen/022160.html)

Ully-Bär
19-06-2009, 20:35
@ Nichtinsgesicht:

Das soll jeder selbst entscheiden. Bei mir ist es zB weil ich mich mit allen Punkten die von der Organisation dieser Lichterkette gefordert werden nicht einverstanden erklären kann.

Die Punkte:

FÜR respektvolles Miteinander
FÜR menschenwürdige Behandlung für jede_n
FÜR Zivilcourage statt Wegschauen

wird wohl jeder unterschreiben auch wenn Punkt 1 bei extremen Leuten (beiderseits) nicht so richtig greift und Punkt 3 nach meiner Erfahrung nach immer weniger stattfindet.


AAABER

FÜR Freude an Vielfalt statt Abkapseln in Einfalt

An der hier gemeinten Vielfalt habe ich einfach keine Freude und

FÜR ehrliche Diskussionen statt Propagandalügen

das halte ich für eine typische Unterstellung, den offenbar wird also nur von der Regierung Propaganda gemacht. Und die Linksparteien machen nur ehrliche Diskussionen???

Aber das Schöne ist eben - wie schon mehrfach gesagt - jeder darf bei uns eine Meinung sagen, jeder darf an einer Demo teilnehmen und jeder darf auch von der Demo daheimbleiben. Ohne Konsequenzen. So soll es sein - das ist Demokratie!

Ully-Bär
19-06-2009, 20:41
Der Rückgang der Einbürgerungszahlen beginnt kurz nach dem FPÖ/ÖVP-Regierungsantritt - sonst wäre die Linie sicher noch weiter angestiegen (unbeweisbare Behauptung) und jetzt wird eben wieder gegen Maßnahmen der Zuzugseindämmung demonstriert. Der Rückgang in den Einbürgerungen heißt zwar nicht immer unbedingt einen Rückgang im Zuzug (zb EU-Bürger aus dem ehemaligen Osteuropa) aber doch einen Trend der von der jetzigen Regierung weitergeführt wird und der den Wünschen des politisch links stehenden Menschen widerspricht.

Nichtinsgesicht
19-06-2009, 20:46
Der Rückgang der Einbürgerungszahlen beginnt kurz nach dem FPÖ/ÖVP-Regierungsantritt - sonst wäre die Linie sicher noch weiter angestiegen (unbeweisbare Behauptung) und jetzt wird eben wieder gegen Maßnahmen der Zuzugseindämmung demonstriert.

Ääääähm...
Die FPÖ war seit 02/2000 in der Regierung, das nur am Rande.

Lars
19-06-2009, 20:49
...Der Rückgang in den Einbürgerungen heißt zwar nicht immer unbedingt einen Rückgang im Zuzug (zb EU-Bürger aus dem ehemaligen Osteuropa) aber doch einen Trend der von der jetzigen Regierung weitergeführt wird und der den Wünschen des politisch links stehenden Menschen widerspricht.
Zuerst sprichst Du von einem Trend "Ausländer rein", jetzt von einem weitergeführtem Trend des Rückganges... :confused:

Sleipnir
19-06-2009, 21:24
Gibt es nicht soetwas wie eine Bannmeile für zwielichtige Gestalten rund um das Parlament? Noch dazu, wenn sie mit offenem Feuer hantieren? Im Ernst, ich hab ein mulmiges Gefühl bei dem Gedanken. Finger weg vom Parlament.

Nichtinsgesicht
20-06-2009, 00:37
Gibt es nicht soetwas wie eine Bannmeile für zwielichtige Gestalten rund um das Parlament? Noch dazu, wenn sie mit offenem Feuer hantieren? Im Ernst, ich hab ein mulmiges Gefühl bei dem Gedanken. Finger weg vom Parlament.
Die wirklich zwielichtigen Gestalten sitzen leider IM Parlament und mögen die Farbe Blau.

Cipollini1
20-06-2009, 08:39
@ Nichtinsgsicht:
Wozu? Für meine persönliche Meinung brauch' ich keine Argumente. Ich zwinge sie auch niemandem auf.

Im Übrigen muss ich noch sagen, dass ich es arg finde, dass bei euch jeder der solche Sachen nicht uneingeschränkt super findet oder sonst eurer Ansicht ist, gleich als rechtsextremer NeoNazi hingestellt wird. Das grenzt ja auch schon fast an "Hetze".

Bemühe dich nicht!
Er strengt sich sicher an es nicht zu verstehen:D:devil:

Stonydesert
20-06-2009, 12:09
hallo ulli bär
ganz vorweg mal ich hab allergrößten respekt vor der arbeit welche polizisten leisten. ich stelle es mir diesen beruf alles andere als leicht vor. ständig mit den problemen der menschen konfrontiert und oft einmal kann man gar nix machen.

regierung der besten köpfe klingt ja sehr gut - in österreich hat man halt leider oft genug das gefühl regierung der schlechtesten köpfe ist das ziel der übung. und das durch alle couleurs. und eine einzelne schwalbe (die es hin und wieder gibt) macht halt auch noch keinen sommer. wobei die fpö/bzö regierungsmannschaften das niveau gehörig nach unten lizitiert haben.

warum ich trotzdem eher links der mitte stehe die lichterkette positiv finde und für eine pluralistische gesellschaft bin ist einfach erklärt.
ich glaube einfach nicht das sich die globalisierung aufhalten lässt. das wird österreich nicht schaffen. und wenn man dies als faktum ansieht (was natürlich diskutierbar ist muß ja nicht so sein aber für mich ist es evident) dann hat man eine weggabelung vor der man steht. man igelt sich ein oder man macht mit und versucht die lösung im verbund zu suchen.
tja dann steht man in österreich vor einem problem - generell sind ja alle politiker sehr provinziell (dichandhörig) aber in der linken reichshelfte sehe ich zumindest einen rest von internationalismus. naja das ist vielleicht übertrieben aber blau und orange sind am weitesten davon entfernt und denken nicht mal ansatzweise in die richtung. von schwarz hat man das mal gesagt aber die wollten vor kurzem noch grasser als gallionsfigur und der ist im ecofin ja nicht mal mehr belächelt worden. die roten tja die roten was soll man sagen - wozu brauch ma an kommissar - und fayman ist ohne grund immer noch für baroso. tja bleiben als kleinstes übel die grünen von denen ich auch immer enttäuschter bin.
btw. den graf haben sie ja alle miteinander selbst zu verantworten - schwarz ganz sicher und von rot weiß ich noch immer nicht waren die für oder gegen ihn. jedenfalls nachher schreien obwohl man vorher sehenden auges in den baum fährt ist halt nur noch lächerlich.
da bin ich froh das es zumindest im anschein (hab mich nicht mit dem hintergrund der veranstalter auseinandergestzt) überparteiliche menschen gibt die solche dinge wie lichterketten ums parlament organisieren.

zusammenfassend würde ich österreich eine politikerkrise attestieren - exemplarisch der versuch vom greis dichand die prölls in die höchsten ämter der staats zu hieven. komische zeiten sind das.....


ps.: wurde selbst erst im letzten halben jahr zweimal das opfer der angeblich steigenden kriminalität (auch so ein punkt statt das problem objektiv zu analysieren arbeiten alle mit sand den sie den bürgern in die augen streuen). subjektiv müsste ich sagen hauts die oarschlöcher ausse..... (entschuldigt diesen seitenhieb aber der war einfach aufgelegt :D )

tschakaa
22-06-2009, 07:25
Hab mir gerade den Thread durchgelesen.

Ich finds echt schlimm, dass in Österreich rechtsextremes Gedankengut in der Politik toleriert wird, nur weil es vielleicht* Probleme mit einer Bevölkerungsschicht (Ausländer, Imigranten) gibt. Ich werfe niemanden hier vor, rechtsextremistische Meinungen zu vertreten, aber dennoch kommt es mir so vor, als ob viele Österreicher Rechtsextremismus aufgrund einer möglichen* Ausländerproblematik tolerieren würden.

Diese Lichterkette war für gegenseitigen Respekt, für Ehrlichkeit und für Zivilcourage. Dass Menschen nicht aktiv zu diesen Werten stehen können, weil es Probleme in diesem Land gibt, macht mich Bedenklich. :(

*editiert

yellow
22-06-2009, 08:43
nur weil es Probleme mit einer Bevölkerungsschicht gibt. ist Dir schon aufgefallen, dass eine Aussage wie im Quote nicht allen hier zugestanden wird?
Wenn wer - hier drinnen von den eher links stehenden als rechts stehend angesehen - sowas tippt, ist Feuer am Dach, auch in genau dem Thread hier.

PS: imho halten sich in Ö rechts- und linksextremes Gedankengut die Waage, sind beides verschwindend gering, und der überwiegende Teil der Bevölkerung vertritt einen "keine Gewalt, egal woher"-Standpunkt
(wobei ich pesönlich finde, dass linksextreme Gewalt viel häufiger ausgeübt und von den Protagonisten bedeutend mehr verharmlost wird als rechts - wo sofort von der Gegenseite mit Kanonen reingefahren wird)

Lars
22-06-2009, 08:53
....dass linksextreme Gewalt viel häufiger ausgeübt und von den Protagonisten bedeutend mehr verharmlost wird als rechts - wo sofort von der Gegenseite mit Kanonen reingefahren wird)
Das große Problem ist mMn, dass offensichtlich rassistische Übergriffe wie der Fall Mike Brennan nicht nur institutionell toleriert und protegiert werden sondern große Teile der Bevölkerung nicht wirklich ein Problem damit zu scheinen haben (siehe Reaktionen in Onlinemedien). Das ist eine ganz andere Qualität als ein paar Wohlstandskommunisten, die aus Ignoranz einen Stein werfen.

Intrud0r
22-06-2009, 09:12
(wobei ich pesönlich finde, dass linksextreme Gewalt viel häufiger ausgeübt und von den Protagonisten bedeutend mehr verharmlost wird als rechts - wo sofort von der Gegenseite mit Kanonen reingefahren wird)

Die Anzahl linksextremistisch motivierter Tathandlungen in Österreich
bewegt sich weiterhin auf relativ niedrigem Niveau. Mit 72
Straftaten wurden 2007 österreichweit um 50 % weniger Delikte
verzeichnet als 2006 (144).

http://www.bmi.gv.at/cms/BMI_Verfassungsschutz/Verfassungsschutzbericht_2008.pdf

Jetzt kannst du gerne vergleichen zwischen rechtsextremen und linksextremen Gewalttaten, steht alles in dem PDF. Da kann man jetzt natürlich auch über nicht signifikante Schwankungen u.ä. reden aber von linksextremer Gewalt die häufiger als rechtsextreme ausgeübt wird kann keine Rede sein.

Dazu kommt die Problematik des insitutionellen Rassismus wie sie Lars angesprochen hat, etwas das bei linksextremen Gewalttaten in dieser Form wohl nicht vorkommt.

tschakaa
22-06-2009, 14:28
ist Dir schon aufgefallen, dass eine Aussage wie im Quote nicht allen hier zugestanden wird?
Wenn wer - hier drinnen von den eher links stehenden als rechts stehend angesehen - sowas tippt, ist Feuer am Dach, auch in genau dem Thread hier.

PS: imho halten sich in Ö rechts- und linksextremes Gedankengut die Waage, sind beides verschwindend gering, und der überwiegende Teil der Bevölkerung vertritt einen "keine Gewalt, egal woher"-Standpunkt
(wobei ich pesönlich finde, dass linksextreme Gewalt viel häufiger ausgeübt und von den Protagonisten bedeutend mehr verharmlost wird als rechts - wo sofort von der Gegenseite mit Kanonen reingefahren wird)

du hast natürlich vollkommen recht. Habe meinen Post editiert, auch wenn ich jetzt Angst habe dass schon wieder um das Thema Problem ja oder nein diskutiert wird. Ich wollte absichtlich von dieser Diskussion ablenken und auf den Kern des Respektes kommen:

Von mir aus sollen Leute behaupten, dass bestimmte Bevölkerungsgruppen ein "Problem" darstellen, das ist das Recht eines jeden in einer Demokratie. Der Kern der Sache ist, dass man diese Personenkreisen trotzdem mit Respekt behandelt und keine Lügen verbreitet. Beispiele von Nicht-Respekt sind für mich Kampagnen wie "Abendland in Christenhand" (Machtdemonstration) oder gewisse Äußerungen gegenüber einem Herrn Muzikant.

Wer derart arrogant/verlogen agiert, hat meiner Meinung nach nichts in der Politik zu suchen. Darum gings wohl in der Lichterkette. Und dass es Personen gibt, die kein Problem mit respektlosen Politiker haben find ich schlimm.

fullspeedahead
22-06-2009, 15:24
(wobei ich pesönlich finde, dass linksextreme Gewalt viel häufiger ausgeübt und von den Protagonisten bedeutend mehr verharmlost wird als rechts - wo sofort von der Gegenseite mit Kanonen reingefahren wird)
kannst du das näher erklären?


und von den G8-Protesten haben ja manche noch immer ein ziemlich falsches Bild...ehrlichgesagt ist der Unterschied zwischen den Bildern aus dem Iran jetzt und denen aus Genua imho nicht so groß wie man erwarten könnte....
Genua:
http://wissen.spiegel.de/wissen/dokument/dokument.html?id=24389609&top=SPIEGEL

http://video.google.com/videoplay?docid=-8876259762606192748

Rostock:
http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,487554,00.html



Freilich gibts auch linke Gewalt (wie man lesen kann hauptsächlich im Sinne sinnloser Sachbeschädigung). Aber diese Linken (ich nehme mal an hauptsächlich Anarchisten) haben rein gar nichts mit dem "linken" Gedankengut zu tun, das mit der Demo angesprochen werden sollte. Und ich glaub die Lichterkette war vielleicht der erste Fall weltweit, wo tausende Demonstranten mit brennenden Fackeln vorm Parlament stehen und - nichts passiert. :D