Wie angekündigt, fand heute eine Streckenbesichtigung des KT2008-Kurses in Donnerskirchen vor Ort statt. Dabei wurde nicht nur besichtigt, sondern es kamen auch Maßband und Fotoapparat zum Einsatz. (Danke an meinen Helfer.)
Der Kurs wurde der vom Veranstalter geposteten Skizze entnommen und mit dem PKW abgefahren. An neuralgischen Stellen wurden Fahrbahnbreiten gemessen und Fotos geschossen.
Das Ergebnis habe ich hier festgehalten.
Diese Seite soll vor allem jenen helfen, die von weit her kommen und keine Gelegenheit finden, den Kurs vorher selbst zu besichtigen.
Ich möchte damit niemanden beeinflussen; es soll jeder selbst über seine Teilnahme am Rennen entscheiden. Vielleicht hält diese Seite den einen oder anderen von der Teilnahme ab; vielleicht können die Veranstalter aber auch dadurch die Sicherheit verbessern (kritische Stellen entschärfen...).
Ich für meinen Teil habe beschlossen, aufgrund der heutigen Kursbesichtigung auf eine Teilnahme an diesem Rennen aus Sicherheitsgründen zu verzichten, und zwar genauer gesagt darum:
Von Veranstalterseite liest man: 300 Teilnehmer (+ ein paar überzählige Staffelfahrer am Kurs), Nachtrennen, 12h ? (noch in Diskussion) und 24h, Einzelfahrer und Staffeln. Zu erwartender Geschwindigkeitsunterschied der Teilnehmer somit wie in Theiß ca. 15km/h, etwa von 30 bis 45 km/h. Kurs in DoKi etwas kürzer (4,5km), dafür nur 300 statt 350 ? Fahrer/Staffeln, sagen wir salopp: etwa gleiche Fahrerdichte wie in Theiß. So weit zur Passivseite, also was dem Kurs abverlangt wird.
Wesentliche Merkmale für die Sicherheit sind:
- ausreichende Fahrbahnbreite (und zwar entlang der gesamten Strecke - 1 "Nadelöhr" reicht schon für Stürze),
- Belagsqualität (vor allem bei reduzierter Sicht in der Nacht wichtig) und
- Übersichtlichkeit (keine uneinsichtigen Kurven, Hügel etc.)
Alle diese Faktoren bewerte ich in DoKi schlechter als in Theiß. Auf der Aktivseite, also was die Strecke liefert, verhält sich Doki zu Theiß IMO etwa so wie Dorfstraße zu Autobahn.
Also kurz zusammengefaßt:
- auf der Aktivseite alles ungenügender als in Theiß,
- auf der Passivseite aber etwa gleich wie in Theiß.
Und wenn man sich vor Augen hält, daß es sogar in Theiß (auf der "Autobahn") schwere Unfälle gab, die Gründen seien dahin gestellt, dann muß man als vernünftig denkender Mensch zu dem Ergebnis kommen: wenn nicht sogar schwerere, dann sind zumindest zahlreichere Unfälle als in Theiß auf diesem Kurs in DoKi vorprogrammiert.
Die Veranstalter sollten vielleicht über folgende Dinge nachdenken:
- Anderer Kurs (auch wenn schwer zu finden), zur Not halt im Herbst oder 2009
- Kursänderung vor Ort (jener Kursteil, der beim DoKi-Duathlon gefahren wird, ist ausreichend breit und glatt - in meiner Skizze grün).
- auf diesem Kurs Beschränkung auf max. 100 Fahrer/Staffeln
- Verzicht auf Nachtfahrerei (-> 2 Etappen zu je 12h, jeweils am Tag)
- jede Menge Strohballen, bei Nachtfahrt Scheinwerfer in jeder Kurve usw.
- Matten zur Entschärfung von Stufen, Bodenwellen
- Herausnahme von offensichtlich ermüdeten Fahrern (Konzentrationsschwächen, Reaktionszeit)
- Abbruch bei Regen
Wie gesagt: Ich möchte niemandem das Rennen vermiesen und schätze auch, daß die Veranstalter viel Arbeit und Idealismus hineinstecken. Ich glaube nur, daß sie den Aufwand in etwas Falsches investieren. Und daß sie selbst mit vielen Sicherheitsmaßnahmen die Strecke weder breiter noch übersichtlicher machen können.


Zitieren


Danke, wünsche viel Erfolg und hoffe, daß ich die 24h durchhalte

Lesezeichen